×

Coronavirus-Ticker: Das geschah bis am 30. März

Die neuesten Entwicklungen

Coronavirus-Ticker: Das geschah bis am 30. März

Die Auswirkungen des Coronavirus schränken das Leben in der Region massiv ein. Im News-Ticker gibt es die wichtigsten Informationen.

Redaktion
Züriost
Montag, 30. März 2020, 19:50 Uhr Die neuesten Entwicklungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Bisher liegen schweizweit 15'475  positive Tests vor – 295 Infizierte sind gestorben. (Stand: Montagmittag/Quelle: BAG)
  • Die aktuellen Zahlen der Kantone zeigen: 15'921 positive Tests und 359 Todesfälle. (Stand: Montagabend/Quelle: corona-data.ch)
  • Im Kanton Zürich wurden 1874 Patienten positiv getestet – 21 Personen sind gestorben. (Stand: Montagabend) 
  • Für rund 757'000 Personen ist ein Antrag auf Kurzarbeit gestellt worden. Das entspricht 15 Prozent der Erwerbstätigen. (Stand: Montagabend)
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat eine 24-Stunden-Infoline eingerichtet: 058 463 00 00.

Haben auch Sie Good News für uns? Schicken Sie uns ein Video per E-Mail an redaktion@zol.ch oder direkt via Whatsapp an 079 120 09 59. 

Ticker

30. März, 21.30 Uhr: Bücher-Take-Away in Rüti

Die Bibliothek in Rüti verleiht seit Montag wieder Medien, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Zwischen 10 und 14 Uhr können die Bücher und andere Medien via Telefon (055 536 15 65) und E-Mail bestellt werden. «Der Ablauf ist allerdings etwas komplizierter als sonst», heisst es in der Mitteilung. Konkret: Nach der Bestellung mit den geforderten Angaben, muss die Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt persönlich abgeholt werden. «Aus Sicherheitsgründen muss die vereinbarte Uhrzeit zwingend eingehalten werden», schreibt die Gemeinde. 

Ein Lieferservice für die breite Bevölkerung ist nicht vorgesehen. Für Personen der Risikogruppe in Rüti und Dürnten hingegen möglich. 

Hier geht es zur Website der Bibliothek Rüti und Dürnten. 

30. März, 19 Uhr: WHO sieht keinen Nutzen in Mundschutzpflicht

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan am Montag in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. "Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist", sagte Ryan.

Österreich hatte am Montag angekündigt, Mundschutz beim Einkaufen zur Pflicht zu machen. Die Masken sollen an den Eingängen der Läden ausgeteilt werden. Bei dem Mund-Nasen-Schutz handle es sich nicht um die hochwertigen Masken, die das Gesundheitspersonal benötigt. Auch Tschechien hat einen Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit eingeführt. (Foto: Keystone) 

30. März, 18 Uhr: Neue Coronavirus-Zahlen im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind zurzeit 1874 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 199 positiv Getestete befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 47 künstlich beatmet. 21 Personen im Kanton sind bisher an den Folgen des Coronavirus gestorben. 

30. März, 16.45 Uhr: Corona-Krise trifft auch die «Music Loft»

Von den Massnahmen, welche der Bundesrat zur Bekämpfung des Corona-Virus festgelegt hat, ist auch die «Music Loft» betroffen. Das Live-Stream Format von Radio Life Channel aus Pfäffikon kann zurzeit aufgrund der engen Räume und der vielen involvierten Personen nicht weitergeführt werden, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Grundgedanken der «Music Loft», die Förderung von Schweizer Musikerinnen und Musikern und das Präsentieren von spannender, neuer Musik, ist dem Team hinter der «Music Loft» ganz besonders in dieser Zeit ein Anliegen. Radio Life Channel möchte gerade jetzt hoffnungsvolle Musik in die Schweizer Wohnzimmer senden. Simon Müller, Musikchef und Stv. Leiter Radio Life Channel, sagt: «Das lokale Musikschaffen liegt uns sehr am Herzen, wir möchten den Schweizer Künstlerinnen und Künstlern wenn immer möglich eine Plattform geben und ihnen damit Gehör verschaffen.»

Die Musikerinnen und Musiker sind gefragt

Viele Musikerinnen und Musiker streamen bereits kurze Wohnzimmerkonzerte oder Studio-Sessions via Social Media in die Online Welt hinaus. Diese Live-Streams sammelt Life Channel nun auf einer Plattform. Wer ein Wohnzimmerkonzert (mit mehreren Musikern natürlich nur unter Einhaltung der entsprechenden Distanz) plant, kann dieses kostenlos und ohne Auflagen auf radio.lifechannel.ch/musik anmelden und wird dann in die Terminliste aufgenommen. Diese Termine kommuniziert Life Channel zusätzlich immer wieder im Radioprogramm und via Social Media. Für die Musikerinnen und Musiker entsteht dadurch keine Verpflichtung. Radio Life Channel sieht sich darin als blosse Plattform und möchte ein abwechslungsreiches Live-Streaming Angebot für Musikliebhaber schaffen. Jetzt sind nur noch die Musikerinnen und Musiker gefragt, ihre Konzerte und Studio-Sessions zu posten.

30. März, 15.35 Uhr: «Subito» wird zum Take Away

Der soziale Mittagstisch Subito in Dübendorf ist geschlossen. Für Bedürftige – gemäss Definition Sozialhilfebezüger und Rentner ohne Pensionskasse – bietet das Subito nun aber ein Alternativangebot an. Von Montag bis Freitag wird ein einfaches Gericht zubereitet und auf Bestellung über die Gasse abgegeben. Wer älter als 65 Jahre ist oder an einer chronischen Erkrankung leidet, bekommt das Essen nach Hause geliefert. Anmeldung jeweils am Vortag bis 11 Uhr unter 044 801 10 10 oder sekretariat@rez.ch. Eine Portion kostet 4 Franken, Bezahlung Ende Monat per Rechnung.

30. März, 14.45 Uhr: Masken gibt's genug

Sollte man willkürliche Coronatestes in der Bevölkerung machen, um genauerer Zahlen zu Infizierten zu bekommen? Daniel Koch sagt: Nein. Das Ziel sei klar. Man müsse Risikopatienten schützen und die Infektionszahlen herunterfahren. Dazu reichten die bisherigen Daten aus. Eine breitangelegte Studie mit zufällig ausgewählten Personen zu machen, sei bisher nicht nötig.

Und wieder die Masken. Gibt es genug davon? Koch: Ja. Für das Personal in jedweder gesundheitlichen Einrichtung reichten die Masken aus – auf für die nähere Zukunft. Dennoch sei der Verbrauch an Masken hoch, ca. 1 bis 2 Millionen schweizweit täglich.

Wer steckt sich eigentlich an, wo holen sich die Leute die Krankheit? Das wundert sich Daniel Koch auch. Aber trotz guter Vorsichtsmassnahmen und bei richtigem Verhalten komme es immer wieder zu Ansteckungen. Selbst bei absolut drastischen Massnahmen könne man nicht davon ausgehen, dass die Infektionsrate sofort auf Null fällt. Denn in einer freien Gesellschaft gibt es immer wieder Kontakte, die eine Übertragung möglichen machen.

Damit wäre die Pressekonferenz beendet.

30. März, 14.33 Uhr: Kurzer Spaziergang: o.K. - Enkelkinder sehen: Naja...

Wie sieht die die Corona-Einkaufsliste des BAG aus? Alles, von dem man denkt, es könnte in den nächsten Monaten Mangelware werden. Dazu gehören nicht nur Masken, sondern auch Medikamente und Impfstoffe. Es seien sehr viele, breit gefächerte Produkte, die man anschaue, sagte Daniel Koch. Wer das konkret zahlt und wie teuer das wird, konnte Koch an der Pressekonferenz nicht sagen.

Daniel Koch beruhigt die ältere Bevölkerung: Man darf noch raus und einen kurzen Spaziergang machen – aber nur mit der Person, die im gleichen Haushhalt lebt. Man könne ja auch Workouts auf dem Balkon machen, denn es sei wichtig, sich auch während der Krise zu bewegen, meint Koch.

Darf man noch seine Enkelkinder sehen? Schwer. Höchstens mit richtig grossem Abstand. Man wisse immer noch nicht, wie stark Kinder Überträger des Virus sind, ohne selbst Symptome zu haben.

30. März, 14.26 Uhr: Keine Maskenpflicht - Beatmungsgeräte reichen

Fragerunde. Partielle Maskenpflicht in Österreich. Kommt das auch in der Schweiz? Daniel Koch winkt ab. Bisher sei das nicht vorgesehen. Ob so etwas dennoch mal komme, sei noch zu einem späteren Zeitpunkt zu diskutieren.

Genügen die vorhandenen Beatmungsgeräte in der Schweiz? Bisher müssen in der Schweiz 280 Personen beatmet werden. Kapazität ist laut Daniel Koch noch nicht ausgeschöpft. Es gäbe noch genug freie Plätze mit Beatmungsgeräten.

30. März, 14.18 Uhr: 5600 Soldaten bereit

Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen VBS, sagte, dass nun alle Kantone die Hilfe der Armee in Anspruch nehmen möchten. Diese wird aber auch nicht vom Virus verschont. Man verzeichnet dort 128 Krankheitsfälle. Dennoch bietet die Armee rund 5600 Soldaten auf. Im Einsatz seien aber noch nicht alle.

30. März, 14.15 Uhr: Rückkehrbewegung läuft

Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum EDA, beschränkte sich heute auf zwei Aufdatierungen. Das EDA organisiert derzeit di Rückkehr von Schweizerin im Ausland. Bisher hätten sich 13‘700 Rückkehrer auf der Travel App registriert. Die Rückkehrbewegung sei im Gang. Zudem sind derzeit noch zwei Rückkehr-Flüge geplant. Mit ihnen sollen insgesamt 460 Schweizer heimgebracht werden.

30, März, 14.09 Uhr: Vorgaben eingehalten - Kredite angenommen

Daniel Koch, Leiter Übertragbare Krankheiten BAG, sagt kurz und knapp aus, dass die getroffenen Massnahmen von der Bevölkerung bisher gut angenommen wurden. Die meisten Menschen hätten sich an die Vorgaben gehalten. Jetzt wolle man schauen, wie sich die Situation in der kommenden Woche entwickle, auch über das Wochenende hinaus. Danach sollen weitere Beratungen erfolgen.

Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung SECO, erläuterte nochmal den Ablauf, für die vom Bundesrat zur Verfügung gestellten Kreditvereinbarungen für Unternehmen. Demnach sei das Gesuch bereits 130‘000 mal heruntergeladen worden, die Homepage sei 300‘000 mal besucht worden, 115 Banken machen beim Programm mit. Bisher sind mit Stand Sonntagabend 31‘853 Kreditvereinbarungen abgeschlossen worden. 6,6 Milliarden der zur Verfügung gestellten 20 Milliarden-Hilfe sind bereits vergeben. Der Durchschnitt der Kredithilfe beträgt derzeit rund 207‘000 Franken.

30. März, 13.59 Uhr: BAG zu den neusten Corona-Entwicklungen

Das Bundesamt für Gesundheit berichtet über die neusten Entwicklungen der Corona-Krise in der Schweiz. Verfolgen Sie die Pressekonferenz live.

Es sind dabei:

  • Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten BAG
  • Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung Seco
  • Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum EDA
  • Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen VBS
  • Susanne Kuster, Stellvertretende Direktorin Bundesamt für Justiz
  • Barbara Büschi, stellvertretende Direktorin Staatssekretariat für Migration

30. März, 13.33 Uhr: Bibliothek bringt Bücher

Da die Stadtbibliothek Dübendorf geschlossen ist, bieten die Bibliothekarinnen in Zusammenarbeit mit dem Verein Dübendorf hilft einen Lieferservice für Bücher an. Eingeschriebene Bibliotheksmitglieder, die 64 Jahre und älter sind sowie in Dübendorf oder Gockhausen wohnen, können die Dienstleistung in Anspruch nehmen.
Bestellt werden kann am Mittwoch, 1. April. Geliefert werden die gereinigten und verpackten Bücher und Hörbücher am Donnerstagnachmittag. Weitere Infos und den Onlinekatalog gibt es auf der Website der Bibliothek
.

20. März, 13.17 Uhr: Auch Magier müssen fit bleiben

Pat Perry, seines Zeichens Magier aus Madetswil bei Russikon, musste seine Vorstellungen auf Grund der Corona-Krise einstellen. Aber Pat wäre ja kein Waschechter Magier, wenn er nicht auch dafür einen Zaubertrick auf Lager hätte. Um seine Fans zu unterhalten, hat Pat ein Video hochgeladen, in dem er zeigt, wie er sich auch während seiner vorstellungsfreien Zeit magisch fit hält. Unterstützung gibt’s von einem tierischen Begleiter.

30. März, 13.09 Uhr: Linedance im Radio

Cowgirl Isa, bekannt aus Funk und Trash-TV, gibt ihre Linedance-Kurse nun auch online, konkret auf dem Ustermer Internetsender Radio 15 – jeweils am Mittwoch und Samstag von 20 bis 22.30 Uhr. Je nach Programm gibt es verschiedene Workshops.

30. März, 12.16 Uhr: Zahl der Infizierten über 15'000

Laut der Internseite «corona-data.ch» ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten bis zum heutigen Mittag auf über 15'000 steigen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich haben ihre aktuellen Zahlen heute noch nicht bekanntgegeben. Dies dürfte sich spätestens gegen 14.00 Uhr ändern, wenn die offizielle Pressekonferenz des BAG mit neusten Informationen zur Lage stattfindet.

30. März, 12.08 Uhr: Kantonsrat genehmigt Corona-Hilfspaket

Jetzt kann das Geld für die Zürcher Wirtschaft fliessen: Der Zürcher Kantonsrat hat heute Montag das Hilfspaket der Regierung offiziell genehmigt, ohne Gegenstimme. Von links bis rechts herrschte im Parlament für einmal Einigkeit: Dieses Hilfspaket ist nötig, um die Zürcher Wirtschaft in die Zeit nach Corona hinüberzuretten. Für Unternehmen steht nun - zusätzlich zum Hilfspaket des Bundes - eine Kreditausfallgarantie von 425 Millionen Franken bereit. Können KMU bis 250 Mitarbeitende den Banken ihre Kredite also nicht zurückzahlen, steht der Kanton dafür gerade. Die Kreditausfallgarantie des Kantons deckt 85 Prozent des Kreditvolumens von 500 Millionen Franken ab. Die restlichen 15 Prozent tragen die ZKB und die teilnehmenden Geschäftsbanken. Weitere 15 Millionen liegen bereit, um Selbständige zu unterstützen. Das Geld stammt aus der ZKB-Jubiläumsdividende. Mit dem Geld sollen Selbständige schnelle und unbürokratische Hilfe erhalten. So wolle man verhindern, dass jemand in die Sozialhilfe abrutsche.

Der Kantonsrat tagte am Montag erstmals in der Messehalle. Dort können im Gegensatz zum Rathaus am Limmatquai die Hygieneregeln eingehalten werden. Eine Pause gab es nicht, damit keine Kaffee-Gespräche mit zu wenig Abstand stattfinden konnten. Einige wenige Parlamentarierinnen und Parlamentarier erschienen mit Mundschutz. Abgestimmt wurde für einmal nicht mit elektronischer Anlage sondern mit Aufstehen.

30. März, 11.58 Uhr: Singen gegen das Virus

Also, dass die Corona-Krise an uns allen nicht spurlos vorübergehen wird – in welcher Form auch immer –, ist klar. Hat sich aber jemand schon mal die Frage gestellt, was Schauspielerinnen und Schauspieler, Künstlerinnen und Künstler den ganzen Tag tun, wenn Homeoffice angeordnet wird? Diese Frage beantwortet die Ustermer Künstlerin und Schauspielerin Linda Weidmann in einem nicht ganz ernst gemeintem YouTue-Video. Viel Spass!

30. März, 11.39 Uhr: Unterstützung für Pferdehof

Turbenthalerin Jennifer Truniger ist passionierte Reiterin. In Zeiten der Corona-Krise wird auch das schwierig. Damit es den Pferden und ihrem Reitverein weiter gut geht, hat die 15-Jährige eine Spendenaktion in Leben gerufen. Nachzulesen ist das ganze hier auf züriost.ch.

30. März, 11.36 Uhr: Per Stream zu Gott

Die reformierte Kirchgemeinde Dürnten passt sich der Corona-Lage an. Wo grössere Gruppen verboten sind, sprich beim Gottesdienst, gibt’s jetzt die Alternative des gestreamten Wort Gottes. «In dieser besonderen Zeit werden kreative Ideen für die Arbeit in der Kirchgemeinde frei. Anbei ein aktuelles Beispiel, auch zur Aufmunterung bei der Arbeit im HomeOffice», schreibt die Gemeinde.

Die Reformierte Kirche Dürnten startet am kommenden Sonntag, 5. April 2020, 10.00 Uhr, mit eigenen Gottesdienst-Videos. Die Filme werden auf der Homepage verlinkt oder sind auf ihrem YouTube Kanal «Reformierte Kirche Dürnten» zu finden. Um die Vorfreude zu steigern, gibt es hier einen Trailer.

30. März, 10.50 Uhr: Aufmunterungen entlang der Töss

Korrespondent Urs Weisskopf staunte nicht schlecht, als er am Donnerstag zwischen Turbenthal und Wila entlang der Töss spazierte. Der mit vielen kleinen Steinen bespickte Weg bietet normalerweise nur ein kleines Farbspektrum von weiss bis hellgrau. Doch plötzlich erblickte sein Auge mehr als die scheinbare Eintönigkeit. «Bitte lächle» heisst es da mit blauer Schrift. «Schön, dass es dich gibt!» steht ein paar Schritte weiter. «Das machte gute Laune und daraus entwickelte sich ein Spiel», sagt Urs Weisskopf. Was doch kleine Zeichen bewirken können.

30. März, 10.09 Uhr: Aushilfen gesucht

Na, das ist mal eine erfreuliche Nachricht: «Im IMWIL Alters- und Spitexzentrum Dübendorf haben wir die spezielle Lage gut im Griff», heisst es in einer Mitteilung. Alle Mitarbeitenden seien «hoch konzentriert», damit alle Bewohner und Mitarbeitende diese Krise gesund überstehen, wie es weiter heisst. Aber die Verantwortlichen haben eine Bitte: «Nun ist es so, dass sich innert 10 Tagen das Volumen des Dübendorfer Mahlzeitendienst verdoppelt hat. Da wir diesen Dienst für die Dübendorfer Senioren nicht limitieren wollen, suchen wir dringend ein bis zwei zusätzliche Fahrzeuge für die Mahlzeitenverteilung am Vormittag von Montag bis Sonntag während der Pandemiezeit.»

Wer aushelfen möchte, sollte allerdings einige Voraussetzungen erfüllen: «Diese Fahrzeuge sollten eine genügende Ladefläche haben und mit dem normalen Fahrzeug-Ausweis zu fahren sein. Benzin und allenfalls eine Fahrzeugmiete würden wir bezahlen.» Wer Interesse hat, auszuhelfen, kann sich an den Kontakt für den Mahlzeitendienst, Stefanie Scherberger, Leiterin Hotellerie, beim IMWIL Alters- und Spitexzentrum Dübendorf wenden.

30. März, 9.42 Uhr: Boom auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung

Der Ansturm der Selbständigen auf Entschädigung wegen der Corona-Krise ist gross: Im Kanton Zürich hat bereits jeder Vierte einen Antrag auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung bei der kantonalen Ausgleichskasse (SVA) gestellt. Schweizweit ist es jeder Fünfte. Bei der Ausgleichskasse des Kantons rechnen 57'000 Selbständige ihre AHV-Beiträge ab und 14'000 von ihnen hatten bis Freitagabend den Antrag auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung eingereicht, wie die SVA Zürich am Montag mitteilte. Als Grund nannten die meisten die amtlich angeordnete Betriebsschliessung. Seit vergangenem Montag bietet die SVA Zürich eine Hotline für Betroffene an, um dem Informationsbedürfnis gerecht zu werden. Die Mitarbeitenden in der Hotline führten bis Freitagabend fast 17'000 Beratungsgespräche.

30. März, 8.59 Uhr: Standorthilfe Uster erstellt «Hilfsformular»

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat am 19. März 2020 ein «Corona-Hilfspaket» verabschiedet. Dieses soll in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden rasch und möglichst unbürokratisch den Selbstständigerwerbenden und Kleinunternehmen unter die Arme greifen, die wegen der aktuellen Situation in eine Notlage geraten sind. Für die Gesuche hat die Standortförderung nun ein Formular publiziert, mit dem Ustermer Betriebe mit maximal 200 Stellenprozenten um finanzielle Unterstützung nachsuchen können. Um die finanzielle Unterstützung zu erhalten, ist ein Gesuchsformular auszufüllen und einzureichen. Das Formular steht auf www.uster.ch/nothilfe zum Download bereit.

29. März, 20.20 Uhr: Masken auch für Infizierte

Atemschutzmasken und Handschuhe sind derzeit Mangelware. Privatleute und Gesundheitsdienste reissen sich um sie. Spitex Uster kann auf keinen Fall darauf verzichten und geht sogar noch einen Schritt weiter: Nicht nur die Mitarbeitenden sollen Schutzmasken tragen, auch die mit Corona-Infizierten Klienten des Dienstes sind ab jetzt angehalten, solche zu tragen. Nachzulesen hier.

29. März, 20.05 Uhr: Zahlreiche Personen im Freien trotz gegenteiliger Anweisung

Man soll zu Hause bleiben und Abstand halten – die Ansage des Bundesrates war unmissverständlich. Und dennoch waren am gestrigen Samstag wieder einige Menschen draussen im Freien und haben das schöne Wetter genossen. Eine mehr als fragwürdige Sache. Wie das aussah, sehen Sie hier im Video eines Leserreporter, der unterwegs war und mit seiner Drohen gefilmt hat.

29. März, 19.45 Uhr: Die Wirtschaft wie Phönix aus der Asche

Die Wirtschaft ist vom Lockdown hart getroffen. Restaurants haben geschlossen und nur die Läden für den täglichen Bedarf haben geöffnet. Dies hat bereits zu Hilferufen aus der Wirtschaft geführt, die von der Regierung nicht unbeantwortet geblieben sind. Wie es nach der Krise wieder aufwärts gehen soll, berichten Unternehmer aus der Region in diesem Artikel.

29. März, 19.42 Uhr: Kanton verzeichnet weitere Infizierte

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im Kanton Zürich hat sich über das Wochenende weiter dramatisch erhöht. Am Sonntagabend waren 1758 Personen mit dem Virus infiziert. Bisher sind im Kanton 15 Personen gestorben.194 positiv Getestete befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 46 künstlich beatmet.

27. März, 14 Uhr: Das sagen die Experten zur aktuellen Lage

  • Insgesamt gibt es in der Schweiz 13'213 laborbestätigte Fälle in der Schweiz. Seit gestern sind 1052 Fälle dazu gekommen. 48 Prozent der bestätigten Fälle sind Frauen, 52 Prozent Männer
  • 280 Patienten befinden sich in der Schweiz an einem Beatmungsgerät
  • Für 757'000 Arbeitnehmende in 59'000 Betrieben wurde Kurzarbeit beantragt. Das sind 15 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz
  • 15'939 abgeschlossene Kreditvereinbarungen gab es bis Freitagabend
  • Fünf Flüge brachten 1500 Schweizer von Afrika und Lateinamerika zurück in die Schweiz
  • 27'000 Menschen wurde die Einreise in die Schweiz bislang verweigert. Das ist eine Zunahme von 11'000 im Vergleich zur vergangenen Woche. In 250 Fällen wurden Bussen zwischen 100 bis 300 Franken verteilt

28. März, 10.45 Uhr: Fachleute informieren um 14 Uhr über den Stand der Dinge

An der Pressekonferenz, die heute um 14 Uhr stattfinden soll, sind eine ganze Reihe Experten dabei:

  • Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten BAG, EDI (im Bild, Foto: Keystone)
  • Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin, SECO
  • Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion, EDA
  • Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, EFD
  • Martin Dumermuth, Direktor Bundesamt für Justiz EJPD
  • Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen VBS
  • Ueli Haudenschild Leiter Ernährung und Heilmittel BWL, WBF
  • Martin Tschirren, Direktor Bundesamt für Wohnungswesen WBF
  • Cipriano Alvarez, Leiter Recht, Bundesamt für Wohnungswesen WBF

28. März, 10.40 Uhr: Kantonsrat Lorenz Schmid war mit Corona infiziert

Es gehe ihm aber wieder gut, sagte er gegenüber «NZZ» und «Tages-Anzeiger» vom Samstag. Seit Donnerstag steht Schmid wieder in seiner Apotheke am Paradeplatz. «Ich bin jetzt der sicherste Mitarbeiter», schliesslich könne er niemanden mehr anstecken und sei nun auch selbst immun.

Schmid wurde mit leichtem Hüsteln und Frösteln bei seinem Hausarzt vorstellig. Als er zwei Tage später das Test-Resultat erhielt, lag er bereits mit Fieber im Bett. In der Zwischenzeit hatte er auch seine Frau angesteckt, die ehemalige CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer. Auch sie ist inzwischen wieder gesund. (sda)

28. März, 10.05 Uhr: Das Coronavirus vermiest der ZKB das Jubiläumsjahr

Das Coronavirus vermiest der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ihr Jubiläumsjahr. Der Erlebnisgarten, der im Mai auf der Landiwiese hätte eröffnet werden sollen, wird verschoben. Die Gondelbahn über den See ist wegen Rekursen ohnehin erst 2021 in Betrieb - wenn überhaupt.

Zu ihrem 150 Jahre Jubiläum wollte die ZKB auf der Landiwiese eine «grüne Oase» schaffen: Für sechs Wochen wäre dort auf einer Fläche von 14'000 Quadtratmeter eine Erlebniswelt mit hängenden Gärten geplant gewesen, mit Aussichtsturm und Konzertbühne.

Doch das Coronavirus erlaubt keine Jubiläumsfeiern mit Tausenden von Besucherinnen und Besuchern. Die Jubiläumsaktivitäten würden ausgesetzt, weil sich der weitere Verlauf der Corona-Pandemie nicht seriös prognostizieren lasse, schreibt die ZKB auf ihrer Website.

An der «Züri-Bahn» festhalten

In welcher Form und wann die ZKB das Jubiläum begehe, sei offen. Die Bank klärt ab, ob das Jubiläum als Ganzes auf das kommende Jahr verschoben werden könnte, also dass Garten und «Züri-Bahn» gleichzeitig stattfinden würden.

Denn bei der umstrittenen Gondelbahn gibt es ohnehin Probleme. Dagegen sind Rekurse hängig, weshalb das «Geschenk an die Bevölkerung» nicht wie geplant im Herbst eröffnet werden kann.

Die SVP regte vergangene Woche an, dass die Bank auf dieses «Geschenk» doch lieber gleich verzichten solle. Mit dem Geld für die Bahn solle lieber das Corona-geschädigte Gewerbe unterstützt werden. An der «Züri-Bahn» will die ZKB aber festhalten. (sda)

28. März, 09.50 Uhr: Berset fordert Disziplin

Bundesrat Alain Berset veröffentlichte gestern Abend dieses Bild vom Matterhorn auf Twitter und schrieb dazu: «Es wird noch länger dauern, als es schon dauert. Ansteckungen werden weiter zunehmen, wir müssen Bevölkerung und Spitäler schützen. Massnahmen wirken, es braucht Disziplin: Abstand halten, soziale Kontakte minimieren, zu Hause bleiben – auch am Wochenende. Merci!»

28. März, 09.40 Uhr: Trotz schönem Wetter zuhause bleiben

Das heutige Wetter präsentiert sich von seiner schönen Seite: Sonne, milde Temperaturen und trocken. Eigentlich ideal zum Draussen sein. Aber: Bundesrat Alain Berset die Bevölkerung an der gestrigen Medienkonferenz gebeten, unbedingt zuhause zu bleiben.

27. März, 16.45 Uhr: Pöstler halten Distanz ein

Nach wie vor liefern die Pöstler täglich grosse Mengen an Paketen. Die Schweizerische Post verarbeite zurzeit Paketvolumen wie üblicherweise nur zur Weihnachtszeit, teilt das Unternehmen mit. Darunter fällt ein überdurchschnittlich grosser Anteil von schweren und unhandlichen Sperrgutsendungen wie Sofas, ganze Möbelpackungen oder Velos und Gartenhäuschen. Um die Mitarbeitenden zu entlasten und zu schützen, hat die Post die Masse von Sperrgutsendungen vorübergehend reduziert. Sie sortiert ausnahmsweise Pakete auch am Samstag.

27. März, 16.40 Uhr: Postauto streicht Linien im Oberland

Wegen des Coronavirus wurden bereits diverse Fahrplananpassungen bei Zügen, Bussen und Trams vorgenommen. Nun folgt auch Postauto: Ab Montag, 30. März, gelten auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds reduzierte Postauto-Fahrpläne.

Wie es in der entsprechenden Medienmitteilung weiter heisst, sind die Anpassungen nötig, um in der gegenwärtigen Situation trotz Personalausfällen ein geregeltes Grundangebot im öffentlichen Verkehr gewährleisten zu können.

Angebot wird halbiert oder gestrichen

Bei der Fahrplangestaltung wurde darauf Wert gelegt, dass die Postautos weiterhin während der üblichen Betriebszeiten in einem regelmässigen Takt unterwegs sind und gute Anschlüsse an die Bahnlinien gewähren.

Auf regionalen Buslinien ist das Angebot gleichbleibend bis halbiert. Auf Linien, wo es bisher nur einen Stundentakt gab, verkehren in der Regel noch gleich viele Postautos wie heute, teilweise jedoch mit angepassten Abfahrtszeiten. Auf Linien mit dichterem Takt, insbesondere in den Agglomerationsgebieten, wird das Angebot mehrheitlich halbiert. Einzelne Zusatzlinien, die nicht der Grunderschliessung dienen, werden ganz gestrichen.

Linienausfälle im Oberland

Auch das Oberland ist davon betroffen. So wird zum Beispiel die Postautolinie 826 zwischen Pfäffikon, Russikon und Theilingen eingestellt. Ebenfalls eingestellt ist die Linie 805 zwischen Turbenthal und Girenbad. Auf der Linie 825 – Pfäffikon, Russikon, Turbenthal – gilt ab zwischen Montag und Samstag der Samstagsfahrplan mit Zusatzkursen am frühen Morgen. Am Sonntag gilt unverändert der bisherige Fahrplan. Eine Übersicht, welche weiteren Linien im Oberland und auch im sonstigen ZVV-Verkehrsgebiet betroffen sind, findet man auf der Homepage von Postauto.

27. März, 16.10 Uhr: Spar bietet Einkaufshilfe an

Heimlieferdienste habe es bei Spar schon immer gegeben, schreibt der Detailhändler in einer Mitteilung. Aufgrund der gegenwärtigen Pandemie-Situation bietet er ab sofort  einen kostenlosen Lieferservice an. Spar macht das gemeinsam mit der neu gegründeten gesamtschweizerisch tätigen Vermittlungs-Plattform «Zämedihei».

27. März, 16.05 Uhr: Veloplus berät Kunden per Video

Wegen der Corona-Krise darf Veloplus in den Läden ausschliesslich Reparaturen vornehmen, Produkteverkauf ist nicht erlaubt. Um die Kunden dennoch gewohnt kompetent beraten zu können, bietet das Velogeschäft ab sofort eine Live-Video-Kaufberatung aus den Läden an.

27. März, 16.05 Uhr: Zürcher Spitalpersonal wird per SMS über Einsätze informiert

Um die Corona-Pandemie bewältigen zu können, brauchen Spitäler in den kommenden Wochen zusätzliches Personal. Auf einer neuen Plattform des Kantons können sie nun schnell Angestellte finden. Diese werden dann per SMS oder E-Mail über ihren Einsatz informiert.

Innert kürzester Zeit brauchen die Zürcher Spitäler in den kommenden Wochen geeignetes Personal. Ein normales Bewerbungsverfahren kann dafür nicht durchgeführt werden. Neu gibt es deshalb einen Personalpool für Gesundheitsfachleute. Spitäler können über diese Plattform zusätzliches Personal suchen und anfordern.

Weil es schnell gehen muss, werden die Angestellten per SMS oder E-Mail über ihren Einsatz informiert. Die Plattform funktioniert auch für den Personal-Austausch unter den Spitälern, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Der Kanton übernimmt die Kosten für den Betrieb der Website. Realisiert wurde sie zusammen mit einem Stellenvermittler aus der Gesundheitsbranche. (sda/Keystone)

27. März, 16 Uhr: Die Medienkonferenz des Bundes ist fertig

Das sind die wichtigsten Punkte:

  • Künftig kann der Bundesrat den Kantonen erlauben, dass sie kurzzeitig schärfere Massnahmen verhängen, als sie schweizweit gelten.
  • So können sie zum Beispiel kurzzeitig die Tätigkeit einzelner Wirtschaftsbranchen weiter einschränken oder einstellen.
  • Die Kantone müssen aber nachweisen können, dass die betroffenen Branchen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage sind, die Massnahmen einzuhalten.
  • Die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs muss sichergestellt sein.
  • Umzüge sind weiterhin zulässig . Die Empfehlungen des BAG müssen dabei jedoch eingehalten werden.
  • Die Fristen bei Zahlungsrückständen von Wohn- und Geschäftsmieten werden von 30 auf 90 Tage verlängert. Das gilt für Mieten mit Nebenkosten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai 2020 fällig werden.

27. März, 15.35 Uhr: Haben wir die Situation noch im Griff?

«Die Lage ist ernst», sagt Berset. Wichtig sei weiterhin, gefährdete Menschen zu schützen und zu schauen, dass im Gesundheitssystem genügend Plätze vorhanden seien. Das Virus sei nicht einfach so zu stoppen.

Zu der Dauer der Bedrohung könne und wolle er sich nicht äussern, sagt der Bundesrat weiter. Auch Daniel Koch sagt, dass man sämtliche Daten analysiere. Auch der 24-seitige Expertenbericht, den sie erhalten haben, sage, dass es viel zu früh sei, um Vorhersagen zu machen, wie lange die Situation dauern könnte.

27. März, 15.25 Uhr: Werden die Hygienevorgaben auf Baustellen eingehalten?

Es liege auch in der Verantwortung eines Unternehmens, sagt Parmelin. Es müsse verhindert werden, dass aus Bequemlichkeit geschlossen und einfach so Kurzarbeit angemeldet werde. Im Zweifel kann sich der Arbeitgeber auch an die Suva und die kantonalen Behörden wenden. Auch das Seco überlegt sich eine Anlaufstelle. Es könnten hier auch Möglichkeiten für Kontrollen abgeklärt werden. Die Kantone hätten diese Möglichkeiten, zudem gibt es auch die Möglichkeit, Baustellen zu schliessen, wenn die Bedingungen nicht eingehalten werden können.

27. März, 15.15 Uhr: Was, wenn ein Mieter nicht aus der Wohnung kann?

Es sei durchaus möglich, dass es Fälle gebe, wo die bestimmten Regeln nicht eingehalten werden können. Man habe jedoch darauf geachtet, dass es möglichst wenige solche Fälle gebe. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Mieter und die Vermieter frühzeitig miteinander sprechen.

27. März, 15.10 Uhr: Von welcher Verbreitung des Virus in der Bevölkerung geht der Bundesrat aus?

Die berühmte Frage nach der Dunkelziffer. Daniel Koch gibt dazu noch keine Auskunft. Eine Schätzung abzugeben wäre unseriös. (Foto: Keystone)

27. März, 15.10 Uhr: Wie sollen sich die Genesenen in Bezug auf die Massnahmen verhalten?

Man kann im Moment davon ausgehen, dass man für eine gewisse Zeit immun ist. Es gebe aber auch Leute die sich erneut damit infiziert haben. Grundsätzlich sollen sich alle an die Regeln halten, weil auch die anderen nicht sehen können, dass diese Person eigentlich immun ist, sagt Daniel Koch.

27. März, 15.05 Uhr: Darf ein Kanton nun also ein Ausgangsverbot für über 65-Jährige sprechen?

Der Bundesrat habe nur Ausnahmen bezüglich der Wirtschaft bestimmt, sagt Berset auf die Frage des Journalistn. Trotzdem sei natürlich wichtig, dass die ältere Generation und auch Risikopatienten zuhause bleiben.

27. März, 15.05 Uhr: Appell an Ältere

Berset richtet einen Appell an die über 65-Jährigen. Auch sie sollen sich wirklich an die Vorgaben halten. Das sei sehr wichtig und trage dazu bei, dass die Schweiz die Krise gemeinsam bewältigen kann. «Wir leben langsamer als sonst – aber wir leben weiter.»

27. März, 15 Uhr: Die Virusbekämpfung ist ein Marathon

Berset vergleicht den Kampf gegen das Coronavirus als Marthon. Er wisse nicht bei welchem Kilometer sich die Schweiz gerade befindet, doch die Hälfte sei noch nicht erreicht. Jetzt müsse man das vorbildliche Verhalten weiterziehen auch wenn schöne und arbeitsfreie Tage durch die Ostern bevor stehen. (Foto: Keystone)

27. März, 14.55 Uhr: Tessin momentan einzige Ausnahme

Das Tessin sei in der ganzen Schweiz am stärksten vom Virus betroffen. Ganze drei Mal stärker als der Rest des Landes. Der Bundesrat habe deshalb die Ausnahme in der Verordnung beschlossen:  Unter bestimmten Bedingungen dürften Kantone nun einzelne Wirtschaftszweige beschränken oder einstellen. Diese  Kriterien seien aber strikt: Das Tessin erfüllt momentan als einziger Kanton sämtliche Bedingungen für die Ausnahme. 

27. März, 14.50 Uhr: Über die Ostern nicht ins Tessin fahren

Berset mahnt die Leute, dass sie auch über die anstehenden Ostertage zuhause bleiben sollen. Der Osterstau am Gotthard dürfte dieses Jahr wohl ausfallen. Auch wer eine Ferienwohnung oder ein Ferienhäuschen im Tessin hat, soll zuhause bleiben. Dies sei relevant, um vor allem auch das Tessin zu schonen. 

27. März, 14.45 Uhr: Schweizer befolgen Massnahmen

Bundesrat Berset sagt, dass täglich momentan 6000 bis 8000 Tests durchgeführt werden. Er ist zufrieden, wie die Schweizer die Massnahmen angenommen haben. Es gebe nur wenige Zuwiderhandlungen. Das würden auch die Auswertungen der mobilen Daten unterstreichen. (Foto: Keystone)

27. März, 14.40 Uhr: 51'000 Gesuche für Kurzarbeit

Parmelin sagt, dass 51'000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet haben. Dies betrifft 656'000 Menschen oder 13% aller Erwerbstätigen. Parmelin ruft dazu auf, soweit möglich überall Homeoffice einzuführen. 

27. März, 14.40 Uhr: Längere Frist bei Mieten

Das Risiko eines Zahlungsrückstandes bei der Miete sei momentan relativ gross. Um den Druck einer Kündigung zu verringern, verlängert der Bundesrat die Frist bei Mieten für Wohn- und Geschäftsräume von 30 um 60 Tage.

Dies gilt, falls die Mieter wegen den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus mit der Bezahlung in Rückstand geraten sind.

Die Verlängerung der Fristen gilt für Mieten und Nebenkosten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai fällig werden. Parallel dazu wird auch die Frist zu Zahlung von Pachtzinsen von 60 auf 120 Tage erhöht.

27. März, 14.35 Uhr: Zügeln bleibt erlaubt

Der 31. März ist an diversen Orten ein offizieller Zügeltermin. Das Umziehen soll weiterhin erlaubt bleiben, solange die Hygienevorschriften eingehalten werden, sagt Bundesrat Parmelin. (Foto: Keystone)

27. März, 14.30 Uhr: Das beschliesst der Bundesrat

Der Bundesrat liess den Medien bereits vorab einige Informationen zukommen:

  • Künftig kann der Bundesrat den Kantonen erlauben, dass sie kurzzeitig schärfere Massnahmen verhängen, als sie schweizweit gelten.
  • So können sie zum Beispiel kurzzeitig die Tätigkeit einzelner Wirtschaftsbranchen weiter einschränken oder einstellen.
  • Die Kantone müssen aber nachweisen können, dass die betroffenen Branchen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage sind, die Massnahmen einzuhalten.
  • Die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs muss sichergestellt sein.
  • Umzüge sind weiterhin zulässig . Die Empfehlungen des BAG müssen dabei jedoch eingehalten werden.
  • Die Fristen bei Zahlungsrückständen von Wohn- und Geschäftsmieten werden von 30 auf 90 Tage verlängert. Das gilt für Mieten mit Nebenkosten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai 2020 fällig werden.

27. März, 14.30 Uhr: Die Medienkonferenz beginnt

 

Mit dabei sind Bundesrat Alain Berset, Vorsteher Eidgenössisches Departement des Innern (EDI), Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und Vizekanzler André Simonazzi, Bundesratssprecher.

27. März, 14.20 Uhr: Uster bietet Nothilfe

Selbständigerwerbende und Kleinstunternehmen mit maximal zwei Vollzeitstellen können bei der Stadt Uster um finanzielle Unterstützung bitten. Der Firmeninhaber muss den Wohnsitz in Uster haben. Das ausgefüllte Gesuchsformular sowie alle Beilagen können bis zum 2. April per Mail an gesuche@uster.ch oder per Post an Stadt Uster, «Nothilfe Corona», Bahnhofstrasse 17, 8610 Uster, eingereicht werden.

27. März, 14.05 Uhr: Bundesrat informiert um 14.30 Uhr

Um 14.30 Uhr findet wieder eine Medienkonferenz des Bundesrates statt. Gesundheitsminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin informieren über den Stand der Dinge. Die Medienkonferenz können Sie auf «Züriost» verfolgen.

27. März, 14 Uhr: Auch Illnau-Effretikon unterstützt Selbstständige

Auch der Stadtrat Illnau-Effretikon sei bereit, seine finanziellen Möglichkeiten zur Milderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des Corona-Virus maximal auszuschöpfen. Dies kommuniziert er in einer Mitteilung. Er habe deshalb einen Rahmenkredit von höchstens 3 Millionen Franken bewilligt.

In einer ersten Tranche wurden Gelder für folgende Massnahmen zur Unterstützung des lokalen Gewebes freigegeben:170'000 Franken Soforthilfe insbesondere zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen und zur Existenzsicherung von Kleinunternehmen und Selbständigerwerbenden. 600'000 Franken für das Vorziehen von in den Folgejahren geplanten Investitions- und Unterhaltsarbeiten in den Abteilungen Hoch- und Tiefbau. Im Fokus stehen dabei insbesondere Aufträge, welche an das lokale Gewerbe vergeben werden können.

Die Soforthilfe ist vor allem für Kleinst- und Einmann-Unternehmen gedacht. Die Unterstützung kann entweder durch eine Vorfinanzierung bei knapper Liquidität oder bei nachgewiesenem Bedarf durch à-fondsperdu-Beiträge erfolgen. Mögliche Empfänger/innen der Nothilfe sind: Selbständigerwerbende, Einzelunternehmer, Kulturschaffende oder Restaurants- und Gastrobetriebe sowie Gemeinnützige Organisationen.Gesuche um sind bis am Montag, 6. April, per E-Mail an beat.stampanoni@ilef.ch einzureichen.

27. März, 13.50 Uhr: Betrugsmaschen im Internet nehmen zu

Die kantonalen Polizeikorps stellen eine Zunahme von Cyberphänomenen fest, die Bezug zum Coronavirus nehmen. Kriminelle würden gezielt versuchen, Ängste und Sorgen der Bevölkerung für ihre Machenschaften auszunützen.

Derzeit werden vermehrt die folgenden sieben Varianten im Internet festgestellt:

  • Phishing-E-Mails: Die Täter verschicken vor allem E-Mails, die angeblich von der World Health Organisation (WHO) oder dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) stammen.
  • Coronavirus Maps: Interaktive Karten auf Webseiten, welche die Virusverbreitung aufzeigen, können von Cyberkriminellen manipuliert werden und einen Download mit Malware auslösen.
  • Betrügerische Spendenaufrufe: Vermeintliche Wohltätigkeitsorganisationen rufen zu Spenden auf, um einen Impfstoff für das Coronavirus zu entwickeln.
  • Fake-Shops für medizinische Produkte: Online Shops, auf denen medizinische Produkte (Atemschutzmasken usw.) angeboten werden. Die Waren werden trotz Bezahlung nicht geliefert.
  • Money Mules: Mit interessanten Angeboten versuchen Betrüger, im Namen einer angeblichen Firma unbescholtene Bürger als Finanzagenten (Moneymules) anzuwerben.
  • Sextortion: Per E-Mail wird den Opfern gedroht, bei Nichtzahlung die Familie des Geschädigten mit dem Coronavirus zu infizieren.
  • Voice Phishing: Anrufe im Namen des BAG, um an persönliche Informationen zu gelangen.

In Schadenfällen gilt grundsätzlich: Kontaktieren Sie die Polizei. Diese berät und unterstützt Sie im weiteren Vorgehen, sichert Spuren und ermittelt.

27. März, 13.40 Uhr: Maurer aus der Region erhebt Vorwürfe gegen Baumeisterverband

Social Distancing auf dem Bau sei eine Farce. Ein Maurer aus dem Zürcher Oberland fühlt sich von seiner Branche im Stich gelassen. Doch Gewerkschaft und Baumeisterverband schieben den Schwarzen Peter von sich.

Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

27. März, 13.35 Uhr: Fischenthaler Wasserversorgung-GV findet mittels brieflicher Stimmabgabe statt

Die Zuständigkeit für die öffentliche Wasserversorgung geht per 1. Januar des nächsten Jahres von der Wasserversorgungsgenossenschaft Fischenthal (WVGF) zurück an die politische Gemeinde Fischenthal. Die Rückgabe der Konzession hatten die Genossenschafter im vergangenen April beschlossen. 

Damit der Zeitplan der Eingliederung eingehalten werden kann, müssen die Genossenschafter an der Generalversammlung vom 6. April den Übernahmevertrag genehmigen. Die GV findet gemäss der bundesrätlichen Verordnung nach folgenden Vorgaben statt:   Zur Abstimmung gelangen nur die Rechnungsabnahme 2019, der Antrag Genehmigung Übernahmevertrag und der Antrag auf Auflösung der Genossenschaft per Ende Jahr.
 
Eine Stimmabgabe zu den einzelnen Traktanden ist ausschliesslich auf schriftlichem Weg möglich.  Zudem wird die Verrechnung der zusätzlichen Grundgebühr vorerst auf den Herbst verschoben, es wird ab April eine Rechnung über die ordentlichen Grundgebühren versandt, die Verrechnung des Wasserverbrauchs wird verschoben. Um die damit verbundenen finanziellen Ausfälle zu decken, wird die Wasserversorgung den von der Gemeinde gesprochenen Rahmenkredit von 1.7 Millionen bis Mitte Jahr beanspruchen müssen.
 

27. März, 11.40 Uhr: Givaudan richtet in Corona-Krise Fonds ein

Givaudan lanciert angesichts der Corona-Pandemie einen Hilfsfonds. Dieser «Covid-19 Communities Fonds» soll an den Standorten des Aromen- und Duftstoffherstellers betroffene lokale Gemeinschaften unterstützen.

Ziel sei es Gelder für Medizinbedarf, andere lebensnotwendige Güter sowie andere Unterstützungen und Know-how zur Verfügung zu stellen, wie Givaudan am Freitag mitteilte. Das Genfer Unternehmen spendet für den Fonds selber eine Million Franken. (sda/Keystone)

27. März, 11.30 Uhr: Wetzikon unterstützt Selbstständige und Kleinunternehmen

Die neue Anlaufstelle für finanzielle Soforthilfe der Stadt Wetzikon richtet sich an Selbständige und Kleinunternehmen mit einer Obergrenze von 200 Stellenprozenten, wobei 100 Prozent für den Firmeninhaber gedacht sind. 

Die Soforthilfe dient der finanziellen Überbrückung bis die übrigen in Aussicht gestellten Finanzmittel von Bund und Kanton fliessen.

Die Anlaufstelle ist erreichbar unter der Telefonnummer 044 931 32 70 oder via Mail standortfoerderung@wetzikon.ch.

27. März, 11.25 Uhr: Post im Denner Mönchaltorf kann nicht eröffnet werden

Wegen des Coronavirus kann die Partnerfiliale der Post im Denner Mönchaltorf nicht wie vorgesehen am 2. April eröffnet werden kann. Die heutige Postfiliale Mönchaltorf bleibt noch bis zum 31. März geöffnet. Danach steht den Kundinnen und Kunden ab dem 1. April die Ustermer Filiale Uster für Postgeschäfte zur Verfügung. Dort würden auch zur Abholung gemeldete Pakete und eingeschriebene Briefe bereit liegen, teilt die Post mit. (Bild: Keystone) 

27. März, 10.15 Uhr: Kantonsratssitzung findet an neuem Ort statt

Der Kantonsrat hat entschieden, am Montag in der Halle 7 der Messe Zürich zu tagen, weil im Rathaus die aktuellen Empfehlungen des Bundes zu «Social Distancing» aufgrund der engen Platzverhältnisse nicht mehr eingehalten werden können.

Als weitere Schutzmassnahme gegen das Coronavirus finden die Sitzungen bis auf weiteres unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Mit einem Live-Stream auf der Website des Kantonsrats wird sichergestellt, dass die Debatten im Rat dennoch mitverfolgt werden können.

Die Geschäftsleitung beantragt dem Parlament einstimmig, die Notstandsmassnahmen des Regierungsrates zu genehmigen, wie sie am Freitag mitteilte. Mit diesem Hilfspaket in der Höhe von 500 Millionen Franken sollen die wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie abgefedert werden.

Gleichzeitig will der Kantonsrat die Zürcher Gemeinden am Montag offiziell ermächtigen, selber eigene Hilfsmassnahmen zu treffen. Die Geschäftsleitung fordert dabei aber, dass das Versammlungsverbot in den Gemeindeparlamenten wieder aufgehoben wird, damit diese ihre eigenen Hilfspakete auch demokratisch absegnen können. (sda)

27. März, 10.10 Uhr: Pfäffiker Gemeinderat bewilligt Kredit zur Nothilfe

Der Gemeinderat Pfäffikon hat einen Kredit über vorerst 250‘000 Franken gesprochen, damit in Not geratende Kleinunternehmerinnen unterstützt werden können. Der Betrag könne bei Bedarf erhöht werden, schreibt der Gemeinderat. Die Hilfe sei zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen gedacht und setzt dort an, wo die Hilfspakete von Bund und Kanton nicht zum Zuge kommen.

Unterstützt werden Kleinunternehmen mit bis zu zwei Stellen. Die Firmeninhaber müssen in Pfäffikon wohnen. Ab sofort können diese ein Gesuch an das Sozialamt Pfäffikon richten. Das Gesuchsformular ist auf der Homepage aufgeschaltet. Die Eingabefrist läuft bis 9. April.

27. März, 10.05 Uhr: Aktuelle Situation im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind bis Freitagmorgen 1578 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 156 der positiv Getesteten befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 37 künstlich beatmet. 11 Personen sind bislang am Virus gestorben. Durchschnittlich waren die Verstorbenen 84 Jahre alt.

27. März, 09.15 Uhr: KMU sehen sich in der Existenz bedroht

Mehr als die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz rechnet damit, in den kommenden Monaten in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Jedes sechste KMU stuft das Risiko eines Konkurses in den nächsten 12 Monaten als gross oder sehr gross ein. Am stärksten seien die Befürchtungen in der Branche «Wirtschaftliche Dienstleistungen» sowie in der Maschinen- und Elektroindustrie.

Darauf deuten die Resultate einer aktuellen Umfrage der ZHAW. Insgesamt halte es mehr als die Hälfte der befragten KMU für wahrscheinlich, dass ihr Unternehmen aufgrund der aktuellen Situation in finanzielle Schwierigkeiten gerate, heisst es in der Studie. Für die Untersuchung wurden 155 KMU online befragt.

27. März, 8.30 Uhr: Desinfektionsmittel aus Schwerzenbach

Der Seifenhersteller Soeder aus Schwerzenbach produziert neu auch Desinfektionsmittel. Gemäss deren Webseite besteht das Produkt aus pflanzlichem Ethanol, Aloe Vera und Ölen. 

27. März, 7 Uhr: Wissenschaftler warnen vor fehlenden Spitalbetten

Wissenschaftler haben aufgrund der Coronavirus-Pandemie gewarnt, dass die Spitalbetten auf den Intensivstationen der Schweiz nicht ausreichen könnten. Bereits ab Donnerstag kommender Woche sei ein Engpass zu verzeichnen, heisst es in einer neuen Studie der ETH Zürich.

Es könnten bis zu 1000 zusätzliche Plätze auf den Intensivstationen notwendig sein, führt ein Artikel bei «La Liberté» sowie in den Partnerzeitungen aus. Unter Berücksichtigung der aktuellen Kapazität sowie der Angaben zu den Coronavirus-Krankheitsfällen legt unsere Untersuchung nahe, dass das System bald am Anschlag ist, erklärte Thomas Van Boeckel, Professor im Department Umweltsystemwissenschaften an der ETH Zürich und Mitautor der Studie, gegenüber den Zeitungen.

Neben dem Tessin könne in den Kantonen Waadt, Genf, Wallis und Graubünden die Bettenkapazität der Intensivstationen sogar deutlich überschritten werden. Nach den Modellen werde es am 2. April zu einem Engpass kommen, hiess es weiter. In dieser Situation könnten bis zu 86 Intensivbetreuungsplätze fehlen, falls keine Massnahmen getroffen würden, so Van Boeckel. (Foto: Keystone)

24. März, 17.15 Uhr: Ausserordentliche Session des Parlaments

National- und Ständerat kommen ab 4. Mai zu einer ausserordentlichen Session zusammen. Das teilten die Präsidien der beiden Räte am Donnerstag mit. Entschieden werden soll über die Notmassnahmen des Bundesrats. Die Räte behandeln auch sonst ausschliesslich Geschäfte im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

Die ausserordentliche Session soll auf dem Berner Messegelände Bernexpo stattfinden. Die Einberufung einer Session hatten sowohl der Bundesrat als auch 32 Ständerätinnen und Ständeräte verlangt. 

24. März, 16.45 Uhr: Schnorchelmaske als Beatmungsgerät

Der Mangel an Beatmungsgeräten zählt zu den grössten Herausforderungen bei der Behandlung von Corona-Patienten. Die italienische 3D-Firma Isinnova setzte nun in Zusammenarbeit mit einem Spital in der Lombardei eine kreative Lösung für dieses Problem um. Sie funktionierte geschlossene Taucherbrillen mit speziellen Anschlüssen zu Beatmungsmasken um, wie die österreichische Technik-News-Site futurezone berichtet.

Die dafür notwendigen Versatzstücke werden dabei mit einem 3D-Drucker hergestellt. Um diese millimetergenau ausdrucken zu können, lieferte der französische Taucherbrillenhersteller Decathlon die notwendigen Designpläne und Masse. Damit die Notfallmaske per Schlauch an die Sauerstoff-Zufuhr angeschlossen werden kann, ist im Grunde nur ein Bauteil mit zwei Eingängen notwendig, das anstelle des Schnorchel-Bauteils am oberen Ende der Maske angebracht wird.

Das Notfall-Beatmungsgerät wurde bereits erfolgreich im Krankenhaus von Chiarige (I) getestet und auch an einem Patienten angewendet. In der Zwischenzeit wurden, auch mit der Hilfe von anderen 3D-Druck-Firmen, 500 Masken produziert, die in Norditalien als Beatmungsgeräte eingesetzt werden können.

24. März, 16.15 Uhr: Gemeinde Rüti hilft Kleinstunternehmern und Selbständigen

Der Bund und der Kanton Zürich haben umfassende Unterstützungs-Massnahmen beschlossen, die auch Selbständigerwerbenden und Unternehmen zugute kommen. Wie man zu dieser Unterstützung kommt, ist aber nicht allen klar. 

Die Gemeinde Rüti möchte nun Kleinstunternehmen und Selbständigerwerbenden helfen, die hier nicht weiterkommen. Betroffene, die Hilfe oder Orientierung brauchen oder in einer ausserordentlichen Notlage stecken, unterstützt die Gemeinde Rüti ab Montag mit einer eigenen Beratungsstelle, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Die Beratungsstelle der Abteilungen Soziales und Finanzen zielt auf diejenigen Personengruppen ab, die in einer finanziellen Notlage sind und die die Massnahmen von Bund und Kanton bereits geprüft haben und dort nicht weitergekommen oder abgewiesen worden sind. Die Stelle hilft auch weiter, wenn die Angebote von Bund und Kanton nicht angewendet werden können: Es gibt die Möglichkeit, dass betroffene Selbständige von der Gemeinde Nothilfe erhalten können.

Die Beratungsstelle ist unter der Telefonnummer 055 251 32 97 erreichbar von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, oder per E-Mail an: robert.kappeler@rueti.ch. Es können Wartezeiten entstehen.

26. März, 15.45 Uhr: Die wichtigsten Infos aus der Pressekonferenz

Daniel Koch, Leiter der Abteilung Übertragbare Erkrankungen beim BAG stellt die aktuellen Zahlen vor. In der Schweiz lägen ihm bis zur Pressekonferenz 10‘714 Fälle vor und 161 Todesfälle durch Covid-19. Das macht rund 1000 Fälle mehr als am Vortag und 58 neue Todesfälle. Koch warnt davor, diese Zahlen über zu interpretieren. Schwankungen seien normal. Real und auch bei den Meldungen, die von den Labors ausgehen. Eine Trendanalyse könne man erst nach einer halben oder ganzen Woche wagen. Entsprechende Erkenntnisse würden in den nächsten Tagen kommuniziert.

3000 Militärangehörige im Einsatz

Raynold Droz, Brigadier beim VBS, kündigt an, dass junge Schweizer und Schweizerinnen, die den Durchdiener gemacht haben, nun zurückgeholt werden können. Man suche laufend junge Militärangehörige, die im Sanitätsbereich ausgebildet wurden, um genügend Menschen zur Verfügung zu haben. Zurzeit seien rund 3000 Militärangehörige im Einsatz. Dazu kämen in den nächsten Tagen 800 zusätzliche Einsatzkräfte.

Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Standortförderung, Seco informiert, dass bisher 75'000 Anträge auf Kurzarbeit von 42'000 Unternehmen eingereicht wurden. Elf Prozent der Schweizer Bevölkerung leisteten zurzeit Kurzarbeit. Im Kanton Zürich seien es neun Prozent.
Eine Journalistin sagte, dass Wirtschaftsverbände eine Lockerung der Massnahmen forderten. Daniel Koch antwortet, für solche Lockerungen sei es noch zu früh. Dies könne man erst diskutieren, wenn der Peak der Epidemie überschritten sei.
Eine Frage eines anwesenden Journalisten war, ob die geplanten Wiederholungskurse der Armee der nächsten Wochen stattfinden oder nicht. Christoph Flury, antwortet, nur der vom Aufklärungsbataillon 1 sei abgesagt. Über die anderen informiere man zu gegebener Zeit.

Plastikfolie in den Taxis

Auf die Frage, welchen Plan das Seco für Taxifahrer habe, die zurzeit durch die Maschen fallen, deren Taxifahrten aber zu 80 bis 96 Prozent eingebrochen seien. Boris Zürcher sagt, diese seien in der Tat von den bisherigen Massnahmen nicht abgedeckt, man sei aber daran, eine Lösung für sie zu finden. Daniel Koch fügt an, dass eine Plastikfolie im Taxi genüge, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Eine Journalistin wollte von Daniel Koch wissen, ob man aktiv etwas tun könne um die Herdenimmunität schneller zu erreichen. Koch sagt, dies wäre möglich aber ethisch undenkbar. Dafür müsste man junge Menschen aktiv dem Ansteckungsrisiko aussetzen. Aber auch diese Personen könnten schwer an Covid-19 erkranken. Grundsätzlich brauche es bei jeder Epidemie eine Immunität in der Bevölkerung. Dies passiere aber von alleine.

Boris Zürcher wurde gefragt, ob er Anzeichen habe für eine Entlassungswelle. Er antwortet, beim Seco verzeichne man seit dem 15. März 12‘000 zusätzliche Arbeitslose und 17'000 zusätzliche Stellensuchende. In der Krise seien die Arbeitgeber verpflichtet, ihre Pflichten einzuhalten und gesetzliche Fristen einzuhalten.

26. März, 13.45 Uhr - Um 14 Uhr informieren BAG und Co zur aktuellen Lage

Um 14 Uhr informieren das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), das Eidgenössische Amt für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD), das eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), sowie das eidgenössische Finanzdepartement (EFD) zum aktuellen Stand der Dinge in der Corona-Krise. Die Pressekonferenz wird im Livestream übertragen.

26. März, 12.55 Uhr: Hohe Nachfrage nach Notkrediten

Schweizer Unternehmen, die von den Folgen des Coronavirus betroffen sind, können seit Donnerstagmorgen Anträge auf Liquiditätshilfen bei Banken einreichen. Laut ersten Angaben von Bankinstituten ist die Nachfrage hoch.

«Bei der ZKB gingen am Morgen zwischen 8 und 10 Uhr bereits rund 600 Anträge ein», sagte Jürg Bühlmann, Leiter Firmenkunden gegenüber der AWP. Zu Beginn sei damit zu rechnen, dass die Bearbeitung länger dauern werde als die angestrebte Halbstundenfrist. Dies werde sich in den nächsten Tagen einpendeln.

Formulare im Internet

Seit Donnerstagmorgen sind die Formulare, mit denen man die Hilfen vom Bund beantragen kann, im Internet abrufbar. Um einen sogenannten «COVID-19-Kredit» bis maximal 500'000 Franken zu erhalten, müssen die Unternehmen die Formulare ausfüllen und unterschrieben bei der Bank einreichen.

Die Kredithöhe beträgt bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes. Ab einer Darlehenssumme von 500'000 Franken bis 20 Millionen Franken muss dagegen ein «COVID-19-Kredit Plus» beantragt werden. 

Die Liste der teilnehmenden Banken umfasst aktuell 104 Institute. Die Formulare für Unternehmen und Banken sind unter der Internetseite https://covid19.easygov.swiss/ abrufbar.

26. März, 12:30 Uhr: Die Schweizer Fussballer singen «Imagine»

Für Feelgood-News sorgt die Schweizer Nationalmannschaft: In einem Video, welches zurzeit in den sozialen Medien herumgeschickt wird, singen die Fussballer das Lied «Imagine» von John Lennon. Jeder eine Zeile.

Die Töne treffen dabei längst nicht alle Spieler. Dafür offenbart das Video einen heimlichen Star: Die Katze von Kevin Mbabu, die ihm auf der Schulter sitzt. Goalie Yann Sommer verkündet am Ende des Videos zudem, dass die Nationalmannschaft Geld an den Berufsverband der Schweizer Pflegenden spenden wird. 

26. März, 12:10 Uhr: Mindestens 170 Coronavirus-Tote in der Schweiz

Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter an: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am Donnerstagmittag 10'714 laborbestätigte Fälle, 1002 mehr als am Vortag.

Mindestens 170 Menschen sind inzwischen an der Lungenkrankheit gestorben. Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gestützt auf die Angaben der Kantone.

Das BAG registrierte erst 161 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Es stützt sich auf die Meldung von Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzten. Die Fallzahlen könnten daher von jenen abweichen, die von den Kantonen kommuniziert würden, schreibt das BAG.

Der Kanton Zürich vermeldet am Donnerstagmittag 1476 Corona-infizierte und neun Personen, die an dem Virus gestorben sind.  

Bisher seien in der Schweiz rund 91'400 Tests durchgeführt worden, bei 14 Prozent der Getesteten sei das Resultat positiv ausgefallen, heisst es im am Donnerstagmittag aktualisierten Situationsbericht zur epidemiologischen Lage. Die Fallzahlen würden kontinuierlich zunehmen.

Nach wie vor am meisten Ansteckungen pro 100'000 Einwohner (Inzidenz) hat der Kanton Tessin (392,8), vor den Kantonen Waadt (294,2), Basel-Stadt (292,1) und Genf (205,4).

26. März, 11.45 Uhr: Handydatenauswertung zeigt: Schweizer Bevölkerung ist diszipliniert

Vergangene Woche hatte der Bund angekündigt, anonymisierte und allgemeine Handydaten auszuwerten, um die Bewegungen von Personen zu analysieren. Erste Ergebnisse zeigen nun, dass sich die Bevölkerung an die vom Bundesrat verordneten Verbote hält.

«Haben Sie keine Angst vor Überwachung», sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien. Es handle sich nur um eine nachträgliche Analyse von Daten. Anhand von diesen lasse sich nachvollziehen, wie sich die Leute im Freien bewegten.

Die Datenanalyse bestätige bisher, dass sich die Bevölkerung diszipliniert verhalte, sagte Berset. Die Empfehlungen und Vorgaben würden eingehalten. «Das Wichtigste ist, dass das so bleibt.»

Berset will Diskussion über breitere Verwendung

Zur Verfügung gestellt werden die Daten vom Telekomanbieter Swisscom. Sie meldet dem Bund mit 24 Stunden Verspätung, wo sich Menschenansammlungen gebildet haben. Laut Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus signalisiert das Unternehmen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Orte, in denen sich zwanzig oder mehr Handys auf einer Fläche von hundert mal hundert Meter befinden.

Diese Analysen würden nur im öffentlichen Raum durchgeführt. Wohngebäude und Geschäftsräume seien nicht betroffen, sagte Neuhaus. Nur wenige BAG-Mitarbeiter hätten Zugriff auf diese Daten. Die Informationen dürften nur für die Pandemie-Bekämpfung verwendet werden.

Innenminister Berset ist jedoch der Ansicht, dass eine Diskussion über eine breitere Verwendung dieser Technologie in Zukunft erforderlich ist. So müsse darüber diskutiert werden, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, freiwillig persönliche Informationen zu teilen, die es den Behörden ermöglichen, die Entwicklung einer Epidemie zu verfolgen. (sda)

26. März, 10:30 Uhr - Im Video: Freie Strassen im Oberland trotz Berufsverkehr

Gute Nachrichten für Autofahrer: Diejenigen, die trotz Coronavirus und Weisung, zu Hause zu bleiben, immer noch mit dem Auto zu Arbeit fahren, müssen sich zurzeit wenigstens nicht mit Stau herumärgern. Das Drohnenvideo von Züriost zeigt, wie leer die Strassen etwa in Pfäffikon um 7.15 Uhr oder in Uster um 7.30 Uhr sind – Berufsverkehr, der wie Sonntagsverkehr aussieht. 

26. März, 9.30 Uhr: Kanton sagt mündliche Aufnahmeprüfungen ab

Ursprünglich wollte die Zürcher Bildungsdirektion die mündlichen Aufnahmeprüfungen an weiterführende Schulen verschieben. Nun werden sie wegen des Coronavirus komplett abgesagt.

Es habe sich inzwischen gezeigt, dass die Einhaltung der Schutzmassnahmen für eine längere Zeit nicht gewährleistet werden können, teilte die Bildungsdirektion am Donnerstag mit. Damit die Jugendlichen aber Gewissheit über ihre Zukunft nach den Sommerferien haben, wird ihnen der Übertritt nun ohne mündliche Prüfung erlaubt. 

Wer nach der schriftlichen Prüfung noch hätte eine mündliche Prüfung für das Kurzgymnasium, die Handelsmittelschule oder die Fachmittelschule absolvieren müssen, wird nun automatisch aufgenommen.

Beurteilung anhand von Unterlagen

Auch die Eignungsabklärungen für die Aufnahme ins Kunst- und Sportgymnasium sowie ans Liceo Artistico werden vereinfacht: Die Schülerinnen und Schüler werden nun anhand ihrer bereits eingereichten Unterlagen beurteilt.

Noch nicht geklärt ist, was mit den Schülerinnen und Schülern passiert, welche die Aufnahmeprüfung vom 9. und 10. März krankheitsbedingt verpassten. Es werde mit Hochdruck an einer Lösung für eine Nachprüfung gearbeitet, so die Bildungsdirektion.

Zulassungen für Berufsmaturitäten werden ausgeweitet

Für die Zulassung zur Berufsmaturität gilt: Das Berufsmaturitätsreglement sieht bereits eine prüfungsfreie Zulassung zum Berufsmaturitätsunterricht
nach Abschluss der beruflichen Grundbildung (BM 2) für gewisse Ausrichtungen der Berufsmaturität vor. Diese Möglichkeit wird nun auf alle Ausrichtungen der Berufsmaturität
ausgeweitet. 
Für Bildungsgänge der BM 2 mit Beginn 2020 werden folgende Kandidatinnen und Kandidaten
prüfungsfrei in die BM 2 aufgenommen:

  • Kandidatinnen und Kandidaten, die das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) vor 2020 mit einer Gesamtnote von mindestens 5.0 erlangt haben
  • Kandidatinnen und Kandidaten, die im Sommer 2020 das Qualifikationsverfahren abschliessen sollen und deren schulischer Notendurchschnitt in den Semesterzeugnissen der beruflichen Grundbildung mindestens 5.0 beträgt.

Für Kandidatinnen und Kandidaten, welche die Voraussetzungen für eine prüfungsfreie Zulassung nicht erfüllen, findet zu einem späteren Zeitpunkt eine Aufnahmeprüfung statt.

Für alle Mittelschultypen sind die Promotionsbedingungen im Schuljahr 2019/2020 wie folgt geregelt: Die Promotion wird im Frühlingssemester 2020 ausgesetzt. Der Promotionsstand am Ende des Herbstsemesters 2019/2020 wird um ein Semester verlängert. Eine Leistungsbeurteilung findet nur in den für das Abschlusszeugnis massgebenden Fächern im zweitletzten und letzten Jahr vor den Abschlussprüfungen statt.

26. März, 9.30 Uhr: VZO stockt auf - ZVV dünnt aus

Die Verkehrsbetriebe Zürcher Oberland (VZO) bauen ihren Fahrplan wieder leicht aus. Aufgrund der Anweisung des Bundesamtes hatten die VZO ihren ausgedünnten Fahrplan bereits am letzten Montag eingeführt. In diesen Tagen wird dieser auf neun Linien leicht ausgebaut: Zusätzliche Busse am Morgen sollen trotz reduziertem Fahrplan für möglichst viel Platz sorgen, wie die VZO in einer Medienmitteilung schreiben. Zwischen 60 bis 80 Prozent weniger Fahrgäste zählten die VZO aktuell in ihren Bussen. Per letzten Montag reduzierten die VZO den Fahrplan um zirka die Hälfte.

Trotz stark rückläufigen Fahrgastzahlen seien einzelne Busse infolge der Fahrplanreduktion gut ausgelastet. Damit die Fahrgäste sich in den Bussen jedoch nicht zu nahe kommen und die vom Bund empfohlenen Social Distancing Regeln möglichst einhalten können, habe die VZO Entlastungsbusse für die frühen Morgenstunden organisiert. 

Online-Fahrplan konsultieren

Die Aushangfahrpläne an den rund 500 VZO-Bushaltestellen werden laut Mitteilung nicht gewechselt. Den Fahrgästen wird empfohlen, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren. Dieser werde laufend aktualisiert. Auf www.vzo.ch ist eine Übersicht aller Linien aufgeschaltet inklusive Angaben der Betriebszeit und des Taktes. Der reduzierte Fahrplan gilt bis mindestens zum 26. April 2020.

Nicht nur bei den VZO, sondern auch bei der ZVV reagiert man auf die aktuellen Entwicklungen. Bei der ZVV allerdings mit einer weiteren Reduktion des öffentlichen Verkehrs: Zwischen Winterthur und Wil fährt die S-Bahn ab heute nur noch im Stundentakt. An Werktagen fährt die S12, in den Abendrandzeiten und am Wochenende die S35. Die Verbindungen bis Betriebsschluss bleiben laut ZVV aber sichergestellt. Seit diesem Montag fährt die S19 nur noch in den Hauptverkehrszeiten. Ab Montag, 30. März, wird die Linie komplett eingestellt. Gleiches gilt für die Linie S42. Dies hat zur Folge, dass auch gewisse Zubringerlinien im Busnetz eingestellt werden.

In Teilen der Regionen Zimmerberg und Pfannenstiel wird das Angebot per sofort reduziert. Die Fahrpläne im Glattal, Limmattal, Furttal, in der Region Effretikon sowie im ganzen Post-Auto-Gebiet im ZVV werden laut ZVV per kommendem Montag angepasst. Ebenfalls am Montag erfolgt die Angebotsreduktion in der Stadt Zürich. Wie die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) bereits angekündigt hatten, fahren alle Tram- und die meisten Buslinien an Werktagen von 6 bis 22.30 Uhr neu im 10-Minuten-Takt. In den Randzeiten bleibt der Viertelstundentakt unverändert bestehen. Am Wochenende gilt der Sonntagsfahrplan. Auch bei den ZVV wird im Zweifel auf die Onlinefahrpläne verwiesen.

26. März, 8.20 Uhr: Aldi bläst Blumenaktion ab

Der Aufschrei der Bevölkerung war gross: Auf der einen Seite muss das Garten-Center Meier in Dürnten wegen des derzeitigen Verkaufsverbots tonnenweise Blumen in den Müll werfen. Auf der anderen verschickt Discounter Aldi einen Prospekt mit Blumenaktionen. Auf Facebook wunderten sich zahlreiche «Züriost»-Leser über diesen Missstand. Nun teilt Aldi-Mediensprecher Philippe Vetterli mit, die Sache sei schlicht dumm gelaufen. «Aufgrund des grossen Vorlaufs unserer Print-Werbemittel war ein Stopp dieser Werbeaktionen nicht mehr möglich», sagt er auf Anfrage.

Man sei sich der aktuellen Situation rund um das Coronavirus und der damit verbundenen besonderen Verantwortung als Detailhändler bewusst. «Dies nicht nur in Zusammenhang mit dem Filialalltag, sondern auch mit Werbeaktionen.»Man beschränke das Angebot in den Filialen auf Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs – und halte sich demnach an die aktuellen gesetzlichen Vorgaben. «Die angesprochene Aktion ist derzeit in unseren Filialen nicht verfügbar.»

25. März, 16.10 Uhr: Jetzt informiert der Kanton Zürich über die aktuelle Lage

In diesen Minuten informiert der Zürcher Regierungsrat über die aktuelle Situation.

Den Livestream finden Sie hier

Das sind die wichtigsten Punkte der Medienkonferenz

  • Nathlie Rickli gibt Entwarnung. Der Kanton Zürich sei gut aufgestellt
  • In etwa eineinhalb Wochen erwartet sie den grossen Ansturm auf die Spitäler
  • Der Kanton hat gemeinsam mit dem Bund eine Maskenproduktiosmaschine, die vollautomatisch arbeitet. In Flawil produziert die rund 32'000 Spezialmasken pro Tag
  • Die positiv getesteten Personen sind durchschnittlich 51 Jahre alt

25. März, 15.45 Uhr: Einfachere Situation für Arbeitslose

Der Bundesrat beschliesst Folgendes:

  • Bei der Stellenmeldepflicht werden alle  Aufgaben und Pflichten für Arbeitgeber und die öffentliche Arbeitsvermittlung vorübergehend aufgehoben. Damit werden die Rekrutierungsprozesse beispielsweise für medizinisches Personal, die Pharmabranche, die Landwirtschaft oder die Logistik erleichtert.
  • Bei der Arbeitslosenversicherung wird auf das Einreichen des Nachweises von Arbeitsbemühungen verzichtet. Die versicherte Person muss den Nachweis der Arbeitsbemühungen aber spätestens einen Monat nach Ablauf der COVID-19-Verordnung 2 nachreichen.
  • Um Aussteuerungen zu vermeiden, erhalten alle anspruchsberechtigten Personen maximal 120 zusätzliche Taggelder.
  • Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug wird um 2 Jahre verlängert, sofern der vollständige Bezug in der laufenden Rahmenfrist nicht möglich ist. 
  • Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit wird gänzlich aufgehoben. 
  • Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit wird von 3 auf 6 Monate verlängert. Damit kann die Anzahl Gesuche minimiert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. 

25. März, 15.30 Uhr: Lindau spricht eine Million Franken fürs Gewerbe

Die Corona-Krise stellt für Selbständigerwerbende, aber auch für kleine und mittlere Unternehmen, eine grosse Herausforderung dar. Der Bund und der Kanton Zürich haben bereits umfassende Hilfspakete geschnürt und arbeiten mit Hochdruck an Konzepten für die Umsetzung. Ziel ist es, unbürokratische und schnelle Unterstützung leisten zu können. Auch die Gemeinde Lindau will ihren Beitrag dazu leisten. So möchte der Gemeinderat lokale KMU (Einzelunternehmen und Personengesellschaften, juristische Personen) unterstützen. Dies soll vor allem dann der Fall sein, wenn die Massnahmen von Bund und Kanton im Einzelfall zu wenig oder zu spät greifen. Dafür wurde an einer ausserordentlichen Sitzung ein Kredit in der Höhe von einer Million Franken gesprochen, wie der Gemeinderat mitteilt.

Betroffene können sich ab Donnerstag, 26. März, an die Auskunftsstelle der Gemeindeverwaltung Lindau, Tel. 058 206 44 15, wenden. Unter dieser Telefonnummer werden auch Hilfeleistungen zur Koordination und Beantragung der verschiedenen Angebote von Bund und Kanton angeboten.

 

25. März, 14.30 Uhr: Endlich kommt die Frage zur Massenverschuldung

Die Frage aller Fragen und endlich wird sie gestellt: Führt die Liquiditäts-Lösung nicht zur Massenverschuldung?

Ueli Maurer sagt, die Kredite können innert fünf Jahre zurückbezahlt werden, vielleicht sogar innert sieben. Jetzt die Türe zum Fonds perdu zu öffnen, sei heikel, weil man sie sonst nicht mehr zu bringe. Und da der Bund für die Kredite bürge, müsse er damit rechnen, den einen oder anderen abschreiben zu müssen. Zeitgleich könne er nicht wegreden, dass diese Krise an den KMUs nicht spurlos vorbeigehen werde.

25. März, 14.15 Uhr: Der Zinssatz ist Null

Am Donnerstagmorgen gehts los: Die gebeutelten Wirtschaftsbetriebe können sich bei den Banken mittels Sofortkrediten liquide Mittel beschaffen. Und Bundesrat Ueli Maurer (SVP) sagt nun, der Zinssatz für die Kredite bis 500'000 Franken betrage 0 Prozent, Gebühren würden auch nicht anfallen. Missbrauch will er mit der Androhung einer Busse von bis zu 100'000 Franken vorbeugen.

25. März, 11.30 Uhr: Die lokalen Superstars säubern Adresslisten oder hocken im Studio

Was machen eigentlich unsere Oberländer Superstar-Musiker so in der Corona-Krise? Ein kleiner Facebook-Check zeigt Folgendes:

  • Bligg (Bubikon) ist dran, sein neues Album fertigzustellen. Der hat keine Konzerte ob, zeigt der Welt sein neues Video, in dem es um ihn und seine Auszeichnungen und so, aber nicht um Corona geht, weshalb das vermutlich grad keinen interessiert. Aber hier wäre der Link. Immerhin hat er seine Fangemeinde noch aufgerufen, gerade nicht ihm Liebesbotschaften zu schicken, sondern dem Spitalpersonal.
  • Marc Sway (Pfaffhausen) musste seine Show im Pfäffiker Chesselhuus kippen und hat sich dafür an Alain Bersets «Stay Home»-Social-Media-Aktion beteiligt. Er war schon immer ein solidarischer Kerl, der Sway.
  • Loco Escrito (Grüt) hängt grad im Studio rum und zeigt, wie man das mit der sozialen Distanz eher nicht handhaben sollte. Allerdings ist er schon auch ein Corona-Opfer: Seine «Estoy Bien»-Tour musste er auf den Herbst verlegen. «Estoy bien» heisst übrigens: Es geht mir gut. Schön für ihn.
  • Toni Vescoli (Wald) hat ein Saupech. Seine März-Tour ist logischerweise abgeblasen. Und jetzt sitzt er zuhause und säubert gerade die Adressliste seines Email-Newsletters, wie er in seinem jüngsten Newsletter erzählt. Vielleicht hat ihn ja seine Frau Ruthli dazu verdonnert.

25. März, 11 Uhr: Ein einsames, tristest Museumsjubiläum

Heute Mittwoch, 25. März 2020, feiert das Indian Land Museum in Gossau seinen 25. Geburtstag. Und eigentlich hätte es dies gerne im vollen Haus getan. Doch die Sause fällt ins Wasser, das Museum muss - wie so viele andere Geburtstagskinder - alleine, einsam und leer feiern. Das sieht dann so aus wie auf der Foto oben.

25. März, 10.45 Uhr: Die aktuellen Zahlen des Kantons

Die kantonale Gesundheitsdirektion meldet: Im Kanton Zürich sind zurzeit 1363 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Total gibt es 7 Todesfälle (78-jährig, 78, 80, 88, 90, 96, 97).

25. März, 10.30 Uhr: Böse Betrüger behaupten, sie seien vom Gesundheitsamt

Es gibt leider viele böse Menschen auf der Welt und das Coronavirus macht sie noch böser. Wenn sie sich wenigstens ans #staythef***home-Konzept hielten, käme es nicht zu solchen Meldungen. Also: Vorsicht vor den bösen Menschen.

25. März, 10.15: Wetziker Grundstückkauf muss warten

Wenig erstaunlich verschiebt auch die Stadt Wetzikon ihre Abstimmung vom 17. Mai. Die Stimmberechtigten hätten dann nebst der Spitalfusion über den Kauf des Grundstücks Tannenrain entscheiden sollen. Dieses will die Stadt mehr oder weniger auf Vorrat kaufen, insofern ist die Vertagung der Abstimmung kein grosses Problem.

25. März, 8.45 Uhr: Wenn die Wetziker Photobusse festsitzen

Die in Wetzikon ansässige Firma mit den Photobussen hat eine ernsthafte Corona-Sinnkrise. Ein Photobus ist auf Events zugeschnitten. Und Events sind auf Menschenansammlungen zugeschnitten. Und das gibts jetzt nicht, also stehen die Busse ungenutzt in der Garage. Und ebendort denkt Firmengründer Lorenz Walter über ganz neue, sonderbare Dinge nach. Aber schauen Sie selber. (Video: Facebook)

25. März, 8.30 Uhr: Pfäffikon will Gewerbe mit Gratiswerbeplattform helfen

Die Gemeinde Pfäffikon hat sich gemeinsam mit dem Gewerbeverein für ein seltsames Gewerbehilfemodell entschieden. Die beiden wollen Gewerblern eine Gratisplattform für Werbung anbieten, womit sie zugleich jenem Gewerbe ins Gehege kommen, das von bezahlter Werbung lebt. Aber jenes darf natürlich auch Gratiswerbung machen, um bezahlte Werbung akquirieren zu können.

Interessenten sollen ein Flugblatt mit den Hausliefer- oder Unterstützungsangeboten einreichen, das sie an die Adresse gemeinderatskanzlei@pfaeffikon.ch senden können.

24. März, 16.30 Uhr: Arbeitskräfte aus anderen Branchen als Erntehelfer

Aufgrund der Reisebeschränkungen können bis auf weiteres auch die Erntehelfer nicht in die Schweiz einreisen. Private Unternehmer, wie etwa die Seegräbner Jucker Farm, und auch die Landwirtschaftsverbände bangten um die diesjährige Ernte. 

Nun haben der Schweizer Obstverband und der Verband Schweizer Gemüseproduzenten gemeinsam mit dem Schweizer Personalverleiher Coople eine wichtige Kooperation vereinbart, um die dringend benötigen Erntehelfer im Inland zu rekrutieren. Wie sie in einer aktuellen Mitteilung schreiben, sollen über die Personalverleihplattform von Coople Arbeitskräfte aus anderen Branchen als Erntehelfer gewonnen werden. 

Die heute vorgestellte Kooperation basiert auf der Initiative privater Unternehmer, wie dem Seegräbner Martin Jucker. Man hofft insbesondere auf Arbeitskräfte aus der Gastronomie und der Hotellerie, die derzeit nicht arbeiten dürfen. «Die Jucker Farm ist sei langer Zeit sowohl Landwirtschafts- als auch Gastrounternehmen. Zudem arbeiten wir schon einige Jahre erfolgreich mit Coople zusammen, um einen Teil unserer Mitarbeiter zu rekrutieren Es lag für uns also nahe, diese drei Elemente zu einem innovativen Lösungsansatz zu verknüpfen», sagt Jucker.

Hoffen auf Subventionen 

Viktor Calabrô, Gründer und Verwaltungsratspräsident von Coople hofft auch auf eine Unterstützung des Bundes: «Um die Attraktivität dieser Jobs kurzfristig noch weiter zu erhöhen, muss der Lohn stimmen. Wir erwarten deshalb vom Bund, dass er die notwendigen Massnahmen trifft, um die Löhne in der Landwirtschaft während dieser Ausnahmesituation marktgerecht zu subventionieren.» So könnten auch die Arbeitnehmer, die derzeit von Kurzarbeit betroffen seien, von dieser Kooperation besser profitieren.  

Interessierte landwirtschaftliche Betriebe können sich hier anmelden. 

24. März, 15.30 Uhr: Zürcher Spitäler noch nicht ausgelastet

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) hat am Dienstag betont, dass es im Kanton Zürich derzeit genügend Spitalbetten für Corona-Patienten gebe.
Dies gilt auch für schwere Fälle, die auf die Intensivstation müssen. «Wir sind noch weit davon entfernt, dass das System zusammenbricht», sagte Rickli in einem Interview mit Radio1.

Im Hintergrund prüft die Gesundheitsdirektion aber mehrere Möglichkeiten, mit denen auch in den kommenden Wochen sicher genügend Betten zur Verfügung gestellt werden können. Man erwäge etwa, unterirdische Anlagen in Betrieb zu nehmen, sagte Rickli. «Wir prüfen auch die Variante Turnhalle oder Hotel.»

24. März, 15.20 Uhr: Trendwende? «Es besteht Hoffnung»

Seit dem letzten Freitag waren die Corona-Fallzahlen in der Schweiz leicht rückläufig, was die täglichen Neuinfektionen betrifft. Das lässt einige auf eine Trendwende hoffen.

«Es besteht Hoffnung», sagte auch Patrick Mathys vom BAG vor den Medien in Bern. Um verlässliche Aussagen dazu zu machen, brauche es seriöserweise aber noch ein bisschen Zeit. Erst in ein paar Tagen könne man sagen, ob sich die Zahlen tatsächlich gefestigt hätten und die Massnahmen Wirkung zeigen. Er gibt zu bedenken, dass der leichte Rückgang der Neuinfektionen über das Wochenende gemeldet wurde, wo der Laborbetrieb üblicherweise etwas heruntergefahren werde.  

24. März, 15 Uhr: Kein Zügelverbot - Umzüge aber «sehr schwierig»

Umzüge sollen in der Schweiz weiterhin möglich sein, wie Martin Tschirren, Direktor Bundesamt für Wohnungswesen (WBF), sagte. Am Dienstagmorgen habe man sich mit Vertretern von Vermieter- und Mieter-Organisationen zu einem runden Tisch getroffen. Dabei waren sich alle einig darüber, dass «die Rahmenbedinungen für Umzüge sehr schwierig» seien, sagte Tschirren. 

Die vom Bundesrat empfohlenen Verhaltensregeln seien bei einem Umzug sehr schwierig einzuhalten. Deshalb rate man derzeit davon ab, umzuziehen. «Wir können aber kein Zügelverbot aussprechen, das müsste der Bundesrat tun», so Tschirren. Wenn man unbedingt umziehen möchte, dann könne man das natürlich tun. In einem solchen Fall wäre es ideal, wenn sich die betroffenen Parteien bilateral absprechen würden.   

Taskforce für Mietfragen eingesetzt

Am runden Tisch sei zudem die Problematik diskutiert worden, wie man vorgehen wolle, wenn beispielsweise Geschäftsinhaber Schwierigkeiten hätten, die Miete für ihre Firmenräumlichkeiten zu bezahlen. Hier habe man nicht in allen Fällen eine Übereinstimmung gefunden, so Tschirren. Man wolle verhindern, dass es zu einer Flut von Gerichtsverfahren käme. 

Gemeinsam mit Bundesrat Guy Parmelin habe man entschieden, eine Taskforce einzusetzen. In dieser sollen Vertreter von Mieter- und Vermieter-Organisationen, von den Kantonen und Städten Lösungsvorschläge zuhanden des Bundesrates erarbeiten. Bis es soweit ist, sollen laut Tschirren die Mieter und Vermieter bei Problemen direkt miteinander sprechen. Das sei die sinnvollste Variante, um Härtefälle möglichst zu vermeiden. 

24. März, 14.40 Uhr: «Die Löhne sind gesichert»

Die Anträge für Kurzarbeitsentschädigung sind laut Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO, erneut deutlich angestiegen. Stand heute seien bei den zuständigen kantonalen Stellen rund 400'000 Anträge von knapp 27'000 Unternehmen eingegangen. «Inzwischen sind rund acht Prozent der Erwerbstätigen von Kurzarbeit betroffen», sagt Zürcher. 

Er räumt ein, dass die Lage in den Vollzugsstellen aufgrund der enormen Antragsflut «kritisch» sei. Das könne hier und da zu gewissen Zahlungsverzögerungen von ein paar Tagen führen. «Die Löhne sind aber gesichert und werden sicher bezahlt», so Zürcher. 

Auch die Liquidität der Arbeitslosenversicherung sei sichergestellt. «Wir wissen aber nicht, wie lange diese Situation noch anhält.» Und es würden auch entsprechende Erfahrungswerte fehlen. Wenn man zusätzliche Mittel benötigen würde, dann könnten diese aber beantragt werden, was derzeit aber noch nicht nötig sei.

24. März, 14.30 Uhr: BAG stützt sich auf «verlässliche Zahlen»

Bei seiner Information zur aktuellen Entwicklung der Corona-Fälle in der Schweiz verzichtete Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit BAG, bewusst auf detaillierte Zahlen. 

Er verwies auf die Meldung des Bundesamtes für Gesundheit von heute Mittag und erklärte, es seien knapp 9000 Personen positiv auf das Virus getestet worden und knapp 90 Personen seien verstorben. Inzwischen seien in der Schweiz rund 80'000 Personen getestet bzw. «labordiagnostisch abgeklärt» worden, so Mathys.

Auf die Frage, weshalb die von den Kantonen und die vom BAG gemeldeten Fallzahlen, vor allem auch bei den Todesfällen, so unterschiedlich seien, antwortete Mathys: «Wir vermelden nur das, was uns als sichere Fälle von den Kantonen, Spitälern und der Ärzteschaft gemeldet wird.» Man habe sich auch beim BAG schon die Frage gestellt, was die Diskrepanzen und die Verzögerungen gegenüber den Meldungen der Kantone verursache. Es dauere aber einfach unterschiedlich lange, bis die Meldungen aus den einzelnen Kantonen beim BAG eintreffen würden.

24. März, 13.45 Uhr: Abstimmung zur Baumer Gemeindeordnung wird verschoben

Der Zürcher Regierungsrat hat beschlossen, auf die Durchführung der Volksabstimmung vom Sonntag, 17. Mai, zu verzichten. Es finden somit weder Abstimmungen über kantonale noch kommunale Vorlagen statt.

Betroffen von diesem Entscheid ist auch die Gemeinde Bauma. Da stand am 17. Mai der Urnengang zur revidierten Gemeindeordnung an. «Wir führen die Abstimmung zu einem späteren Zeitpunkt durch», sagt Gemeindeschreiber Roberto Fröhlich. Der neue Termin steht noch nicht fest. Würde der Urnengang im September nachgeholt, könnte es noch reichen, dass die Gemeindeordnung trotzdem 2021 in Kraft tritt.

24. März, 13.20 Uhr: Olympische Spiele werden verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio werden nach Angaben von Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe verschoben. Das sagte er vor wenigen Minuten gegenüber dem Fernsehsender NHK. Abe erklärte, er habe IOC-Präsident Thomas Bach in einem Telefongespräch von heute Mittag gebeten, das Sportevent um ein Jahr, auf den Sommer 2021, zu verlegen. Der Schritt sei angesichts der Coronavirus-Pandemie unvermeidlich, weil die ursprünglich für Juli und August angesetzten Wettkämpfe unter den gegebenen Umständen nicht vollständig ausgetragen werden könnten, so Abe.

In den letzten Tagen hatten mehrere Länder beim IOC eine Verschiebung gefordert. Einzelne Länder, darunter Australien und Kanada, hatten bereits angekündigt, keine Sportler zu entsenden, sollte das Event wie geplant stattfinden.

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Sehr geehrter Herr / Frau,

Wir vergeben Kredite an Geschäftsleute und Privatpersonen zu einem Zinssatz von nur 3%. Wir bieten Einzelpersonen die folgenden Finanzierungen an.

* Immobilien / Hypotheken
* Heimwerkerdarlehen

* Kfz- / Medizin- / Studentendarlehen
* Konsolidieren Sie Schuldenkredite

* Geschäftskredite / Privatkredite.

Wir vergeben lokale und internationale Kredite an Einzelpersonen / Unternehmen auf der ganzen Welt, und Ihr Zinssatz ändert sich während Ihrer Kreditrückzahlung nicht! Unsere Privatkredite können dazu beitragen, Träume zu verwirklichen, insbesondere angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise in der Welt insgesamt. Wir benötigen nicht viele Dokumente, wenn Sie an einem Darlehen interessiert sind. Kontaktieren Sie uns: praxisfinancialservice@gmail.com
WhatsApp +1 803-371-3267

Grüße,
Herr Walter Copeland

Wenn man die vielen Motorradfahrer heute Sa. 28.3.2020 auf den Strassen sieht, könnte man schon meinen, dass da grob fahrlässig gegen die Bestimmungen des Bundes verstossen werde. Nur weil es jetzt besonders geil ist auf den fast leeren Strassen zu fahren. Bei einem Unfall sollten solche Leute zusätzlich noch gebüsst werden. Zu Hause bleiben und nur für notwendiges raus ist wohl immer noch nicht angekommen.