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Schweizer Bevölkerung hält sich an den Lockdown

Bewegungsdaten zeigen auf

Schweizer Bevölkerung hält sich an den Lockdown

Seit Februar wird mittels Handydaten ermittelt, wie das Mobilitätsverhalten von Personen in der Schweiz während der Covid-19-Pandemie aussieht. Gemäss Statistik scheinen die Massnahmen des Bundes Wirkung zu zeigen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 27. März 2020, 20:00 Uhr Bewegungsdaten zeigen auf

Täglich steigt die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen an. Die Anweisung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist deshalb klar: Die Schweizer Bevölkerung soll wenn immer möglich zuhause bleiben und soziale Kontakte vermeiden. Nur so lasse sich die immer weiter ansteigende Zahl der Coronavirus-Infizierten stoppen.

Ob sich Schweizerinnen und Schweizer daran halten, hat das Statistische Amt des Kantons Zürich in Zusammenarbeit mit der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH)  und dem Forschungsinstitut Intervista AG geprüft. Das Ergebnis ihrer Untersuchung ist durchaus erfreulich.

Standortdaten von 2583 Personen

Im Zeitraum vom 16. Februar bis 25. März hat das Forschungsinstitut Intervista mittels Monitoring von Handydaten, das Mobilitätsverhalten von im Schnitt 2583 Personen in der Schweiz während der Covid-19-Pandemie nachgezeichnet. Im Fokus dieses Tests standen die täglich zurückgelegten Distanzen sowie die täglichen Bewegungsradien.

Um dies auszuwerten haben 2583 Personen, die zwischen 15 und 79 Jahre alt sind und aus allen Schweizer Kantonen stammen, auf ihrem Smartphone eine Tracking-App installiert, die einmal täglich die Standortdaten übermittelt.

Menschen sind deutlich weniger unterwegs

Das Resultat der Studie zeigt: Der Lockdown, der in der Schweiz seit dem 16. März gilt, funktioniert. Schweizerinnen und Schweizer sind seither massiv weniger unterwegs – und das in allen Altersklassen und Wohngebieten.

(Quelle: Intervista AG)

Am deutlichsten ist diesbezüglich ein Unterschied bei den jüngeren Personen zwischen 15 und 29 Jahren auszumachen. Während sie Ende Februar täglich stets mindestens 25 Kilometer zurücklegten, sind es seit dieser Woche gerade noch rund 15 Kilometer pro Tag. Die Personengruppe zwischen 65 und 79 Jahren bewegt sich gemäss Statistik am wenigsten fort.

(Quelle: Intervista AG)

Personen, die in ländlichen Gebieten leben, zieht es noch etwas mehr vor die Haustür, als Personen, die in Städten leben. Allerdings ist der Unterschied auch hier gering. Die Massnahmen des Bundes zeigen offenbar Wirkung. (tis)

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