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Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 23. März passiert

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Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 23. März passiert

Die Auswirkungen des Coronavirus schränken das Leben in der Region massiv ein. Im News-Ticker gibt es die wichtigsten Informationen bis zum 23. März.

Redaktion
Züriost
Samstag, 21. März 2020, 16:00 Uhr Zum Nachlesen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat verzichtet vorerst auf eine allgemeine Ausgangssperre.
  • Er lässt neu aber Gruppen über 5 Personen büssen.
  • Zudem spricht er weitere 32 Milliarden Franken für die Wirtschaft - insgesamt als 42 Milliarden.
  • Bisher liegen schweizweit 7014 positive Tests vor – 60 Infizierte sind gestorben. 
  • Im Kanton Zürich wurden 773 Patienten positiv getestet – drei Person sind gestorben. 
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat eine 24-Stunden-Infoline eingerichtet: 058 463 00 00.

Ticker

22. März, 13 Uhr: Die aktuelle Lage in der Schweiz

Das BAG meldet: In der Schweiz gibt es 7014 bestätigte Coronafälle. 60 Menschen sind verstorben. Die Kantone Tessin, Basel-Stadt und Waadt sind am stärksten betroffen. Weltweit waren bis zum Sonntagmorgen mehr als 300'000 Ansteckungen gemeldet worden. Mehr als 13'000 Menschen sind gestorben – allein in Italien 4825.

21. März, 21.15 Uhr: Tessin schliesst Baustellen

Die Tessiner Kantonsregierung hat am Freitag verfügt, dass Baustellen und Industrieunternehmen ihren Betrieb einstellen, wenn sie Hygienemassnahmen und Abstandsregeln nicht einhalten. Nur wer systemrelevant sei, wie die Lebensmittelversorgung und Pharmaunternehmen, dürfe den Betrieb weiterführen. Der Beschluss gilt vorerst bis Sonntag, 29. März.

21. März, 18 Uhr: Spender von Schutzmasken gesucht

Der Hittnauer René Hauri hat eine solidarische Sammel- und Spendenaktion gegen COVID-19 zugunsten des Gesundheitspersonals initiiert. Unter dem Motto «Jede Maske zählt»  werden Schutzmasken zugunsten des Fachpersonals aus Spitäler, Pflegeheimen usw. gesammelt.

Angesprochen zu Spenden ist Jeder und Jede, welche/r über originalverpackte Schutzmasken (OP-Masken, und Masken der Schutzklasse FFP3 sowie KN95) verfügt.

Weitere Infos finden Sie hier.

21. März, 17.15 Uhr: Mitarbeiter der Gesundheitsdirektion infiziert

Das Coronavirus hat auch die Zürcher Gesundheitsdirektion erreicht: Zwei Mitarbeitende seien positiv getestet worden, heisst es auf der Direktionswebsite. Sie würden sich zuhause befinden und seien den Umständen entsprechend wohlauf.

Im Kanton Zürich gab es bis am Freitag 773 Corona-Fälle, drei Personen starben an den Folgen der Infektion. Sie waren alle fortgeschritteneren Alters und hatten Vorerkrankungen.

21. März, 16.40 Uhr: Hombrechtiker Operettenbühne findet 2020 nicht statt

Die Operettenbühne Hombrechtikon sagt ihre diesjährige Produktion von «Die lustige Wittwe» vorsorglich ab. Das Stück, das vom 5. September bis 10. Oktober aufgeführt worden wäre wird nun um ein Jahr verschoben. Die genauen Daten werden noch bekannt gegeben.

21. März, 16.20 Uhr: Strassenverkehrsamt Hinwil schliesst

Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich passt seinen Betrieb an. Dies soll der Sicherung der Grundversorgung dienen. 
 

  • Das Strassenverkehrsamt inklusive Schifffahrtskontrolle bleibt für alle Geschäfte auf dem Postweg, über E-Mail und Telefon erreichbar. 
  • Für Notfälle wird in den Strassenverkehrsämtern Zürich-Albisgütli und Winterthur während der Öffnungszeiten eine Anlaufstelle eingerichtet. 
  • Dringende Fahrzeugprüfungen für Fahrzeuge der Grundversorgung können telefonisch vereinbart werden. Sie finden in Zürich-Albisgütli und Winterthur statt.  Als Fahrzeuge der Grundversorgung gelten: Schwerverkehrsfahrzeuge, Fahrzeuge für den Transport von Gefahrengut und für den beruflichen Personentransport, Arbeitsmotorwagen und Landwirtschaftsfahrzeuge sowie private Importfahrzeuge  mit ablaufender Zulassung. Andere Fahrzeugprüfungen sind nicht möglich. 
  • Für Fahrzeugprüfungen aufgrund von Polizeirapporten verschickt das Strassenverkehrsamt neue Aufgebote. Auch sie finden weiterhin statt. 

Nicht zur Grundversorgung gehört: 

  • Die Strassenverkehrsämter Bassersdorf, Bülach, Hinwil und Regensdorf sowie die Schifffahrtskontrolle in Oberrieden sind geschlossen. 
  • Alle Fahrzeugprüfungen, Nachkontrollen und Schiffsprüfungen sind abgesagt.  Neue Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt verschickt. 
  • Bereits seit letzter Woche eingestellt sind alle Theorie- und Führerprüfungen inklusive Schiffsführerprüfungen. 

21. März, 16.05 Uhr: Eishockey-Weltmeisterschaft findet nicht statt

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Lausanne, die am 8. Mai 2020 hätte beginnen sollen, ist abgesagt. Das hat der internationale Verband (IIHF) heute bestätigt und bekanntgegeben. Das Turnier kann in Folge der Ausbreitung des Coronavirus nicht stattfinden.

Die Absage der A-Weltmeisterschaft in der Schweiz sei eine harte Realität für die internationale Eishockey-Familie, aber eine, die es zu akzeptieren gelte, sagt IIHF-Präsident René Fasel: «Das Coronavirus ist ein globales Problem und die IIHF muss alles daran setzen, um die Behörden im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zu unterstützen. Der Sport ist aktuell zweitrangig.»

Gian Gilli, Generalsekretär des OKs 2020 IIHF Ice Hockey World Championship sagt: «Wir akzeptieren diesen Entscheid des IIHF Council. Natürlich ist es eine riesige Enttäuschung für uns als OK. Aber die Situation ist aussergewöhnlich und es geht jetzt darum, die bestehenden Probleme zu lösen.» Aufgrund der Absage der Heim-WM 2020 durch die IIHF sind auch sämtliche WM-Vorbereitungsspiele der Schweizer Nationalmannschaft im Rahmen der Euro Hockey Challenge (EHC) hinfällig.

21. März, 15.45 Uhr: Öffentliche Plätze teilweise gesperrt

Nachdem der Bund Ansammlungen von mehr als fünf Personen verboten hat, sperrt die Ereignisorganisation Dübendorf-Wangen-Brüttisellen diverse öffentliche Plätze für den Publikumsverkehr. Dieses Verbot gilt seit heute Samstag bis auf Weiteres. Die betreffenden Plätze werden von der Feuerwehr entsprechend beschildert und abgesperrt. 

Auf Anordnung der Ereignisorganisation Dübendorf / Wangen-Brüttisellen hatte heute die Feuerwehr DueWaBrue 34...

Gepostet von Feuerwehr Dübendorf - Wangen-Brüttisellen am Samstag, 21. März 2020

21. März, 15.25 Uhr: Keine Masken kaufen

Gibt es eine Empfehlung, wonach jeder Haushalt Masken besitzen muss?
Daniel Koch: Nein, im Moment soll die Bevölkerung keine Masken kaufen. Es ist ein rares Gut, das von Spitälern dringender gebraucht wird. 

21. März, 15.15 Uhr: Umziehen ist erlaubt

Darf man überhaupt noch Zügeln im Moment?
Daniel Koch: Zügeln ist bis anhin nicht verboten. Solange die hygienischen Vorgaben eingehalten werden, ist der Einhalt des traditionellen Zügeltermins durchaus möglich. 
Boris Zürcher: Dies sollte auch aus arbeitsrechtlicher Sicht kein Problem sein. 

21. März, 15.10 Uhr: Keine Blockaden an der Schweizer Grenze

Sehr viele Transporte werden an den Grenzen blockiert, stimmen diese Medienberichte?
Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, EFD: «Für die Schweizer Grenze nein. Was aber im Ausland genau passiert, wissen wir nicht. Es gibt aber Chauffeure, die sich weigern, Transporte vorzunehmen, weil sie fürchten, in Quarantäne zu kommen.»

21. März, 15.05 Uhr: Seco schätzt Schaden ein

Die wirtschaftlichen Schäden aufgrund der aktuellen Massnahmen sind massiv. Es gibt keine Zahlen oder Schätzungen über den 19. April hinaus für die irreversiblen Schäden, die passieren. Gibt es diese Zahlen einfach nicht oder werden sie nicht kommuniziert?
Boris Züricher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO: Irreversibel ist das Stichwort, was schwierig macht. Die Kurzarbeit soll eben diese Schäden verhindern und Massenentlassungen vermeiden. 5 bis 6 Prozent profitieren von der Kurzarbeit. Ausserdem wollen wir auch eine Konkurswelle vermeiden. Wenn diese eintrifft, kann das zu irreversiblen Schäden führen. Das SECO hat eine Konjunkturprognose gewagt: Der Schaden könnte beim aktuellen Stand um die 30 Milliarden betragen.

21. März, 14.50 Uhr: Der Blick nach Italien stimmt BAG positiv

Italien hat seit über einer Woche eine Ausgangssperre, trotzdem steigen die Zahlen stark. Was macht Sie so zuversichtlich, dass es in der Schweiz anders verläuft?
Daniel Koch: «Es ist sehr schwierig Länder und Kulturen zu vergleichen, besonders in Krisenzeiten. Italien war das erste Land in Europa, welches das Ausmass des Virus zu spüren bekam. Die Massnahmen mussten unvorbereiteter eingeleitet werden, als in der Schweiz. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Massnahmen und das Verhalten der Bevölkerung dazu beitragen, dass sich die Situation besser entwickelt. Im Weiteren haben wir andere und tiefere Todesfallraten als Italien.»

21. März, 14.43 Uhr: Verfügbarkeiten der Spitalbetten beschäftigen

Weshalb werden die Zahlen zu den gesamtschweizerischen Pflegeplätzen nicht veröffentlicht? Haben wir wirklich genügend Spitalbetten?
Daniel Koch: Wir können diese Zahlen nicht täglich erheben. Es gibt aber genügend Betten, auch in den Intensivstationen – obwohl nach wie vor auch Patienten diese belegen, die nicht am Coronavirus erkrankt sind.

21. März, 14.35 Uhr: Jetzt ist Zeit für Fragen

Die Frage eines Journalisten: Müsste man schwangere Frauen nicht sofort dispensieren?
Daniel Koch: Uns liegen keine Daten vor, dass Frauen, die schwanger sind, eher gefährdet sind, als andere Frauen in ihrem Alter.

Sind noch genügend Betten auf Intensivstationen vorhanden? Welche Patienten haben bei Engpässen Vorrang?
Daniel Koch: Ich habe mit dem Kantonsarzt aus dem Tessin telefoniert. Die Lage ist angespannt, die Fallzahlen nehmen weiter zu. Aber zur Zeit seien noch genügend Betten vorhanden. Es wird niemand abgewiesen, der hospitalisiert werden muss. Das Triage-Papier dient den Ärzten als Hilfe für die Orientierung bei Engpässen. Das Papier sagt aber klar, es muss im Einzelfall entschieden werden, das Alter spielt keine Rolle. 

21. März, 14.30 Uhr: Soldaten müssen länger Dienst leisten

Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen: «Wir haben 3000 Soldaten im Service und instruiert. Die Soldaten, die diese Woche eingezogen wurden, müssen länger als 3 Wochen Dienst leisten. Am Dienstag können wir das definitiv sagen. Dies gilt auch für die Langzeit-Rekrutenschule.

Für die WKs: Wir prüfen nächste Woche, welche Kurse für die Bewältigung der Krise nötig sind und welche nicht. Die anderen werden abgesagt. Bereits heute denken wir darüber nach, die RS zu verlängern. Diese Soldaten können engagiert werden. Wir betreiben das Projekt helping hands und können diese Leute einsetzen wenn nötig.»

21. März, 14.22 Uhr: Einreise erfolgt teilweise über Feldwege

Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, EFD: «Die Situation an Grenze hat sich beruhigt, die Leute haben sich daran gewöhnt. Wir stehen in Kontakt mit In- und Ausland. 16'000 Personen wurde die Einreise verboten. Teilweise erfolgen Einreise-Versuche über Feldwege. In Reaktion darauf werden wir ab Montag, fehlbare Personen büssen, Kamerabilder auswerten und Helikopter zur Überwachung einsetzen. »

Ware kann immer noch ein- oder ausgeführt werden. Der Waretransport funktioniert normal. 

21. März, 14.13 Uhr: EDA hilft bei Rückreise

Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum, EDA: Es ist die 2. Phase der Rückkehrstrategie im Gange. Wir gehen immer noch davon aus, dass die gestrandeten Schweizer selbständig versuchen mit kommerziellen Flügen in die Schweiz zurückkommen. Wir gehen davon aus, dass sie touristische Angebote nutzen. Wir haben uns einen überblick verschafft und haben sondiert, wo die blockierten schweizer sind und haben deren Rückreise ermöglicht.

Für Alle gilt: Schweizer Touristen müssen sich auf Travel admin app registrieren. 

21. März, 14.12 Uhr: Zivis sind voll im Einsatz

Christoph Hartmann, Leiter Bundesamt für Zivildienst: «Höchste Priorität haben Zivieinsätze. Viele der Einsätzen sind in Spitälern und Pflegeheimen. Einsatzkräfte unterstützen auch in der Küche und Betreuung.

Andere Einsätze mussten teilweise abgebrochen werden, diese Zivis werden in den Gesundheits- und Sozialbereiche versetzt. Wir nehmen zusätzliche Einsätze entgegen und versuchen diese an Zivis zu vergeben. Jedoch ist der Zivildienst keine Erst-Einsatzorganisation. Die Einsätze werden nicht top-down verfügt. Es braucht vor Ort Organisationen, welche die Einsätze leiten. Wir können jedoch in eigener Zuständigkeit weitere Einsätze umteilen oder laufende Einsätze abbrechen und diese Kräfte gegen den Gesundheitsbereich umorientieren.

21. März, 14.10 Uhr: 56 Todesfälle zu beklagen

Daniel Koch, BAG: «Wir haben 6113 Fälle mit Personen, die sich mit Corona infiziert haben. Ausserdem haben wir leider bereits 56 Todesfälle zu beklagen. Die Zahlen werden in den nächsten Tagen weiter ansteigen, die Kurve flacht frühestens nächste Woche ab - sofern sich die Bevölkerung die Massnahmen des Bundesrates beachtet. Die Situation ist nach wie vor im Tessin und besonders in Italien sehr dramatisch. »

 

21. März, 13.45 Uhr: Update zum Coronavirus aus Bern

Die Pressekonferenz des Bundes im Livestream:

21. März, 13.30 Uhr: Kantonaler Gewerbeverband begrüsst Finanzspritze

Der KMU- und Gewerbeverband des Kantons Zürich (KGV) begrüsst der vom Bundesrat beschlossene Mitteleinsatz von insgesamt über 40 Milliarden Franken. Insbesondere Kleinstunternehmen können dank dem Fonds rasch Liquidität in Form von Überbrückungskrediten erhalten, so der Verband in einer Medienmitteilung.

Ebenso begrüsst wird die wichtige Ausweitung des Anspruchs auf Kurzarbeit auf die Lehrlinge. Dies zeige die Bedeutung der dualen Bildung in der Schweiz. Ausserdem könne Kurzarbeitsentschädigung neu auch für arbeitgeberähnliche Angestellte ausgerichtet werden, z.B. Gesellschafter einer GmbH, welche als Angestellte gegen Entlohnung im Betrieb arbeiten. Dies gelte zudem auch für Personen, die im Betrieb des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners mitarbeiten.  

Schnelle Umsetzung

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, erhalten des Weiteren Entschädigungen in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung.  Der KGV prüfe das Massnahmenpaket auf seine Praxistauglichkeit und werde bei Bedarf mögliche Korrekturvorschläge einbringen.  
Bund und Kanton sind nun gefordert, die Massnahmen möglichst schnell umzusetzen und klare Ansprechpersonen zu definieren. So braucht es umgehend professionelle Hotlines, verständliche Formulare und informative Webseiten. 

21. März, 11.50 Uhr: Das Neuste aus Bern

Um 14 Uhr informieren das BAG zusammen mit dem EDA, SECO und weiteren Departements über den Stand der Dinge. Wir zeigen die Pressekonferenz im Livestream.

21. März, 11 Uhr: Polizei schnappt Corona-Betrüger

Die Kantonspolizei Zürich hat am Freitagvormittag im Bezirk Winterthur einen Mann sowie eine Frau verhaftet, welche sogenanntes «Virenvernichtungsmittel» auf einer Internetplattform anboten. Ermittler der Kantonspolizei Zürich stiessen im Internet auf ein Inserat, in welchem Desinfektionsmittel als angeblichen «Corona-Killer» angeboten wurde. 

Ermittlungen führten zur Wohnung eines 30-jährigen Mannes im Bezirk Winterthur. Die durch den Polizisten gekaufte Ware wurde ihm durch eine unbekannte Frau übergeben. Sie sowie der Anbieter wurden anschliessend angehalten und verhaftet. Bei der Durchsuchung der Wohnung konnten diverse der im Internet angebotenen Produkte sowie weitere Flüssigkeiten, leere Behältnisse und Klebeetiketten gefunden und sichergestellt werden.

Weitere Abklärungen betreffend der unbekannten Flüssigkeiten, werden durch das Forensische Institut Zürich (FOR) getätigt, wie die Kantonspolizei schreibt. Das Paar wurde nach den polizeilichen Befragungen aus der Polizeihaft entlassen. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft wegen Betrugs und allenfalls wegen Verstoss gegen das Chemikaliengesetz zur Anzeige gebracht.

21. März, 10.50 Uhr: Die Regionale Führungsorganisation informiert

Pfäffikon ist Teil der Regionalen Führungsorganisation Pfäffikon-Fehraltorf-Hittnau-Russikon (RFO). Der RFO obliegt in einer ausserordentlichen Lage das Erarbeiten von Entscheidungsgrundlagen, die Planung und Koordination von Massnahmen.

Aufgrund der aktuellen Situation hat die Organsiation die ausserordentliche Lage verkündet, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Dies hat zur Folge, dass die Gemeinden Pfäffikon, Fehraltorf, Hittnau, Russikon fortan ihre Anstrengungen im Kampf gegen das Virus koordinieren und gemeinsame Massnahmen planen.

Fest steht zum jetzigen Zeitpunkt:

  • Die Lage ist unter Kontrolle. Ihre Versorgung wie auch Ihre Sicherheit ist in Pfäffikon gewährleistet.
  • Zur Unterstützung der Gesundheitsorganisationen in der Region wurde der Zivilschutz aufgeboten. Er ist bereits im Einsatz.
  • Die Verwaltungsbetriebe funktionieren normal weiter. Es sind jedoch Einschränkungen im persönlichen Kontakt und bei den Öffnungszeiten beschlossen worden. Sie finden die konkreten Informationen dazu auf unserer Webseite und in den sozialen Medien.
  • Wir werden nächste Woche eine Anlaufstelle zum Coronavirus in Pfäffikon einrichten. Dort erhalten Sie sämtliche Informationen rund um die aktuelle Lage. Zögern Sie nicht Ihre Fragen und Anliegen dort zu deponieren. Die nötigen Angaben dazu folgen in Kürze.
  • Wir informieren Sie über die Entwicklung der Situation zeitnah über alle unsere Informationskanäle.
  • Falls Sie Unterstützung im Alltag benötigen (Einkaufen, soziale Kontakte) oder Ihre Hilfe anbieten wollen, informieren Sie sich über unsere Anlaufstelle oder im Internet über die bestehenden Angebote in der Region.

21. März, 9.50 Uhr: Bauernverband arbeitet an Arbeiter-Plattform

Der durch den Coronavirus ausgelöste Ausnahmezustand beschäftigt die Landwirtschaft ebenfalls intensiv. Sie will auch in der aktuell schwierigen Situation ihren Beitrag zur Versorgung des Landes leisten. Dazu brauche es einige Massnahmen, schreibt der Schweizer Bauernverband (SBV). Man sei daran, diese zu definieren und umzusetzen, damit die Weiterführung der landwirtschaftlichen Arbeit und die Versorgung der Märkte gewährleistet ist.

«Zentral ist die Sicherstellung der benötigten Arbeitskräfte. Es zeichnet sich ein Mangel an Personal ab, weil viele ausländische Saisonarbeitskräfte nicht mehr in die Schweiz kommen können oder wollen», schreibt der Verband. Der SBV versucht zusammen mit seinen Mitgliedorganisationen und in Absprache mit dem Bund sicherzustellen, dass zumindest jene, die kommen können und wollen, auch in die Schweiz einreisen können.

Vermittlungsplattform für Arbeitskräfte

Weiter wurde beschlossen, die Einrichtung einer nationalen Arbeitskräfte-Vermittlungsplattform umzusetzen, auf Basis der in der Westschweiz bereits bestehenden Lösung Agrix.ch. Landwirtschaftsbetriebe, welche Mitarbeitende suchen, können dort ihr Angebot sichtbar machen. Leute, die aus den Krisen-Branchen aktuell nicht arbeiten dürfen, aber gerne würden, können sich auf dieser Plattform registrieren. Anfang nächster Woche soll der nationale Betrieb aufgenommen werden.

Hofläden weiterhin erlaubt

Ebenfalls ist der SBV daran, die Situation der Marktfahrer weiter zu klären. Aktuell ist der Verkauf auf dem Betrieb (Hofladen) erlaubt. Zur besseren Auffindbarkeit und zum Registrieren für das bargeldlose Zahlen (TWINT) steht die kostenlose Plattform vomhof.ch zur Verfügung. Ebenso gestattet ist das Aufstellen von einem einzelnen Marktstand in einer Ortschaft oder das Anbieten eines Lieferservices.

Um allfällige Liquiditätsengpässe zu bewältigen, sind das Bundesamt für Landwirtschaft und die Kantone daran zu prüfen, ob eine erste Akontozahlung der Direktzahlungen vorgezogen werden kann. Zudem steht das Instrument der zinsfreien Betriebshilfe-Darlehen zur Verfügung.

21. März, 9.25 Uhr: EDA holt blockierte Schweizer zurück

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) plant in Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Edelweiss die organisierte Rückkehr von Schweizer Touristinnen und Touristen aus Lateinamerika. Für nächsten Dienstag und Mittwoch, 24./25. März 2020, sind zwei Charterflüge vorgesehen. Sie sollen rund 630 blockierte Personen aus Peru und Kolumbien in die Schweiz zurückbringen.

Das EDA habe in den letzten Tagen zusammen mit Tour-Operatoren und Reiseverbänden intensiv nach Möglichkeiten gesucht, blockierte Touristen zu erreichen, um sie in die Schweiz zurückzuholen. Dank der bewährten Zusammenarbeit mit SWISS und Edelweiss konnte eine erste Lösung für Lateinamerika gefunden werden.

Weitere Flüge geplant

Das EDA geht davon aus, dass sich aktuell immer noch mehrere 10'000 Schweizer Reisende im Ausland befinden. Auf der Travel Admin App des EDA haben sich erst 7'710 Personen registriert. «Um alle Betroffenen zu erreichen, bitte ich die Interessenten, sich sofort in der App TRAVEL ADMIN einzutragen. Nur so können wir ein gutes Bild der Situation in der Welt haben», so Bundesrat Ignazio Cassis (FDP).

Weitere organisierte Rückreisen werden geplant. Das EDA prüft zudem die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern, um gegenseitig freie Plätze zur Verfügung zu stellen. Der Bund wird diese Charterflüge vorfinanzieren. Die Touristinnen und Touristen müssen ein Flugticket zahlen und somit einen Teil der Kosten selbst übernehmen.

21. März, 9.05 Uhr: Sommaruga plädiert erneut ans Volk

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (SP) wendet sich in einem offenen Brief an das Volk:

Sie schreibt: «Die Opferzahlen in der Schweiz steigen. Das tut weh. Bund, Kantone und Gemeinden arbeiten Tag und Nacht an Lösungen. Es ist aber wie so häufig in unserem Land: Es braucht die Bevölkerung.»

Lesen Sie den ganzen Brief hier.

21. März, 8.15 Uhr: McDrives bleiben ab sofort zu

SWITZERLAND CORONAVIRUS OUTBREAK

Ab heute Samstag schliesst McDonald’s vorübergehend auch die McDrives und stellt den Lieferservice McDelivery ein. Dies schreibt die Kette in einer Medienmitteilung. Bereits am Montagabend, 16. März haben McDonald’s Schweiz und seine Lizenznehmer sich auf freiwilliger Basis dafür entschieden, das Take-away-Angebot in ihren Restaurants generell nicht mehr anzubieten.

«Wir wollen einen noch grösseren Beitrag leisten, um die eindringliche Aufforderung des Bundesrats – «Bleiben Sie zu Hause». Deshalb schliessen wir vorübergehend komplett», erklärt Jacques Mignault, Managing Director von McDonald’s Schweiz.

«Erstens wollen wir, dass unsere Mitarbeitenden zu Hause bleiben können, und zweitens wollen wir den Gästen keinen Anreiz geben, nach draussen zu gehen. So können wir gemeinsam das Virus eindämmen resp. verlangsamen.»

20. März, 20.49 Uhr: Gemeinden Seegräben und Rüti passen Öffnungszeiten an

Im Rahmen der Präventionsmassnahmen gegenüber dem Corona-Virus schliesst die Gemeindeverwaltung Seegräben ab kommendem Montag den Schalterdienst. Die Verwaltung steht der Bevölkerung jedoch weiterhin via E-Mail und Telefon zur Verfügung.

Die Büros der Gemeindeverwaltung Rüti bleiben ab Montag, 23. März, für den Publikumsverkehr generell geschlossen. Für zwingende Angelegenheiten kann telefonisch ein Termin vereinbart werden. Für einen persönlichen Termin steht das Zeitfenster von 9 bis 12 Uhr zur Verfügung. Die Regelung gilt für die Gemeindeverwaltung und für die Polizei Rüti. Alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung sind weiterhin zu den normalen Öffnungszeiten telefonisch und über E-Mail erreichbar.

20. März, 19.45 Uhr: Videobotschaft von Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh

Seit Ausbruch der Corona-Krise überschlagen sich die Ereignisse in einem nie dagewesenen Tempo. Die Einschränkungen für das eigene Leben sind einschneidend und wurden mit dem Beschluss des Bundesrates vom 20. März 2020 weiter verschärft. Die Zürcher Regierungspräsidentin betont in ihrer Videobotschaft an die Zürcherinnen und Zürcher, dass der Regierungsrat sich um die Menschen im Kanton kümmert. Sie bittet alle, sich an die Vorgaben des Bundesrats und des Regierungsrats zu halten, um sich und andere zu schützen. «Helfen Sie alle mit, damit wir diese Situation gemeinsam in den Griff bekommen.»

Die Videobotschaft finden Sie hier.

20. März, 18.30 Uhr: Die häufigsten Corona-Verhamloser-Typen

Wer kennt sie nicht: Immer gibt es irgendwo irgendjemanden, der noch nichts vom Coronavirus gehört hat, nicht hören will, oder dem es schlicht egal ist.

Eine Auflistung der verschiedenen Typen gibt es hier.

20. März, 17.25 Uhr: Ausfälle der Oberländer Restaurants lassen sich schwer kompensieren

Restaurants dürfen nicht mehr offen sein. Diverse Oberländer Lokale sind darum auf andere Geschäftsmodelle umgestiegen.

Hier lesen Sie die Hintergründe.

20. März, 17 Uhr: Auch das Ratsherrenschiessen findet 2020 nicht statt

Der Corona-Pandemie fällt nun auch ein weiterer Grossanlass im Tösstal zum Opfer. Das Ratsherrenschiessen findet 2020 nicht statt.

Hier lesen Sie die Hintergründe dazu.

20. März, 16.55 Uhr: Das sind die aktuellen Zahlen zum Coronavirus:

Hier sehen Sie die aktuellen Zahlen zu den Corona-Fällen in der Schweiz und im Kanton Zürich.

20. März, 16.30 Uhr: Das sind die häufigsten Corona-Verhamloser-Typen

Trotz offensichtlichster Corona-Krise gibt es immer noch Leute, die den Ernst der Lage nicht begreifen wollen.

«Züriost»-Redaktor Benjamin Rothschild hat hier versucht, diese Menschen zu typologisieren.

20. März, 15.30 Uhr: Das beschliesst der Bundesrat

Der Bundesrat verzichtet vorerst auf eine allgemeine Ausgangssperre. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat er aber die Kontaktregeln verschärft. Gruppen über fünf Personen drohen Bussen.

Zudem hat er weitere wirtschaftliche Massnahmen beschlossen. Er spricht zusätzliche 32 Milliarden Franken, weitere Liquiditätshilfen für Unternehmen, Ausweitung der Kurzarbeit, Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige und Entschädigungen für Eltern, die ihre Kinder hüten müssen. Im Kulturbereich spricht er 280 Millionen Franken Soforthilfe und Ausfallentschädigungen und 100 Millionen Franken für Sportorganisationen.

Was der Bundesrat sonst noch sagt, lesen Sie unten:

20. März, 15.10 Uhr: Jetzt informiert der Bundesrat

Alain Berset (SP), Vorsteher Eidgenössisches Departement des Innern

Es sei wichtig, jetzt das öffentliche Leben und die soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, betont Berset erneut. Die neuen Massnahmen seien getroffen worden, um die Verbreitung weiter zu stoppen. Man ergreife jede Massnahme, um die Gesundheitsstrukturen nicht zu überfordern. Er ruft all diejenigen auf, sich bei den Kantonen zu melden, die eine Ausbildung im Gesundheitsbereich hätten, dort aber nicht mehr tätig sind.

Personen, die sich der Verfügung widersetzen und sich in Gruppen von mehr als fünf Menschen einfinden, droht eine Busse von 100 Franken pro Person. Berset sagt, dass dies die letzten Massnahmen seien, bevor schärfere folgen würden. Dies gelte für Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen, Parks oder Spazierwegen. Berset sagt auch, dass die Post und Food-Online-Händler nun an sieben Tagen die Woche ausliefern dürfen.

Auf eine Ausgangssperre werde verzichtet, sie sei aber besprochen worden im Bundesrat. Man wolle die Freiheit der Bewegung unbedingt beibehalten. Das bedinge aber, dass sich die Bevölkerung an die Massnahmen hält. Die Ausgangssperre schütze nicht vor einer Ansteckung, das Verhalten sei es.

Guy Parmelin (SVP), Vorsteher Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

Parmelin sagt, der Bund spreche weitere 32 Milliarden Franken für die Wirtschaft. Es könne nicht sein, dass jetzt Lehrlinge entlassen würden. Auch für sie soll Kurzarbeit möglich werden. Ausserdem soll das Geld selbstständig Erwerbenden der Kulturszene zugänglich sein. 100 Millionen Franken fliessen in den Sport,  50 Millionen Franken seien Subventionen an Organisationen, die ehrenamtlich den Breitensport fördern. Die andere Hälfte seien rückzahlbare Darlehen für Profisportorganisationen.

Auch Eltern hätten Anspruch auf eine Entschädigung, wenn sie aufgrund der Kinderbetreuung nicht arbeiten können.  Anspruch auf die Entschädigung gebe es auch bei einem Unterbruch der Arbeit weil man sich auf Anraten eines Arztes in Quarantäne befinde. Wer wegen Behördenmassnahmen gegen die Epidemie Erwerbsausfälle hat, erhält ein Taggeld. 80 Prozent des Einkommens, 196 Franken maximal. Das gelte für Angestellte und Selbständige.

Auch an die Kulturschaffenden habe der Bundesrat gedacht, so Parmelin. Er stelle Mittel zur Soforthilfe zur Verfügung. Stiftungen beispielsweise können rückzahlbare zinslose Darlehen beantragen. Kulturschaffende können nicht rückzahlbare Nothilfen beanspruchen damit sie ihre Lebenshaltungskosten decken können. Sie und auch die Kulturunternehmen haben bei den Kantonen eine Entschädigung für die Schäden zugute, die durch eine Absage oder der Verschiebung von Veranstaltungen entstanden sind.

Ueli Maurer (SVP), Vorsteher Eidgenössisches Finanzdepartement

Kann der Bund diese Ausgaben überhaupt tragen? Gemäss Ueli Maurer ja. Die Schweiz habe einen robusten Finanzplatz. Die Wirtschaft soll mit Liquidität versorgt werden. Der Bundesrat schaffe mit den Mitteln ein wenig Luft. Der Bund werde innert weniger Stunden und Tage diverse Anträge erhalten. Die Leute brauchen jetzt Geld, die können nicht warten. Die sollen zu den Banken gehen und bis zu 500'000 Franken erhalten. So könne man verhindern, dass der Bund alle Anträge auf einmal bearbeiten müssen. Der Bund bürgt aber für das Geld.

Die Massnahmen gelten vor allem für die kleinen Unternehmen. Innert 30 Minuten sollen sie so zu ihrem Geld kommen. Der Bundesrat öffnet nebst dem Topf bis zu 500'000 Franken auch einen zwischen einer halben und zwei Millionen Franken. Für jene Fälle gilt: Der Bund selber trägt nur noch 85 Prozent der gesamten Bürgschaft, die restlichen 15 Prozent muss die Bank tragen. Damit wolle man sicherstellen, dass solche Anträge besser angeschaut würden, sagt Maurer. Ab nächstem Donnerstag sollen die ganzen Kredit-Massnahmen gelten.

Fragen der Medienschaffenden

Der Kanton Uri hat eine Ausgangssperre für über 65-Jährige verhängt. Wird dieses nun wieder rückgängig gemacht?
Das müsse jetzt abgeklärt werden, sagt Berset.

Zu welchen Zinsen werden diese Kredite vergeben?
Das werde am Mittwoch kommuniziert, es werde aber ein sehr Bescheidener sein, so Maurer.

Gilt das Versammlungsverbot auch für Familien?
Berset kann sich nicht vorstellen, dass das auch für Familien im eigenen Garten gelte. Man solle aber vernünftig handeln. Der Fokus liege auf den Versammlungen auf den öffentlichen Plätzen.

Dürfen Kantone eigenständig Ausgangssperren verhängen?
Dieser Frage will der Bundesrat noch nachgehen. Die Verordnung müsse genau angeschaut werden.

Wie beurteilt der Bundesrat Anträge auf Staatshilfe von ausländischen Tochterfirmen wie der Fluggesellschaft Swiss?
Diese würden separat betrachtet, sagt Parmelin

Kann man abschätzen, wie gross der Schaden in der Wirtschaft ist?
Die mittel- bis langfristigen Schäden seien schwierig abzuschätzen, sagt Bundesrat Parmelin. Zentral sei die Dauer der getroffenen Massnahmen. Es sei auch nicht nur die Schweiz betroffen, sondern die ganze Welt und somit auch die internationalen Lieferketten.

Braucht es ein befristetes bedingungsloses Grundeinkommen?
Nein, sagt Maurer. Die Wirtschaft laufe zu 70 bis 80 Prozent im Normalbetrieb.

Von wo kommt das Geld für die Wirtschaftshilfen?
Es stammt aus dem Ausgleichsfond. Momentan seien da 3,4 Milliarden Franken drin. Wird das verwendete Geld abgezogen, kommt man auf ein Minus von 9 Milliarden Franken. Dieses Loch werde  in den nächsten Jahren gestopft werden, sagt Maurer. Man werde Schulden machen. Ausser natürlich, man würde plötzlich mehr Steuern bezahlen.

20. März, 14.35 Uhr: Bundesrat wird um 15.15 Uhr informieren

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, die Bundesräte Alain Berset, Guy Parmelin und Bundesrätin Karin Keller-Sutter informieren um 15.15 Uhr über die weiteren Massnahmen.

Verfolgen Sie die Information live auf «Züriost». (Foto: Bundeskanzlei)

20. März, 14.30 Uhr: Neue Kompetenzen für Gemeinderäte

Bis zum 19. April gibt es keine Gemeindeversammlungen. Gerade während dieser Zeit müssen aber auch auf kommunaler Stufe rasche Entscheide möglich sein, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung. Der Regierungsrat hat darum beschlossen, den Gemeindevorständen ausserordentliche Kompetenzen zuzuweisen.

Dabei geht es um Entscheide wie die Liquiditätsversorgung von Unternehmen und Selbstständigen, zu Steuerforderungen von Gemeinden, zu Schulden gegenüber Lieferanten und Forderungen der Städte und Gemeinden, zur Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen aus den Kultur-, Sozial-, Sport-, Bildungs- und weiteren Bereichen oder zur ausserordentlichen Unterstützung für Selbstständigerwerbende.

20. März, 14.25 Uhr: VBG passen Fahrplan an

Als Folge des Coronavirus reduzieren die Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) ab dem 30. März ihre Verbindungen – angepasst an die Fahrpläne der SBB und des ZVV, wie es in einer Mitteilung heisst.

Aufgrund der Einstellung der S19 werden in der Region Effretikon die Kurse der Linien 650 und 655 mit Anschluss auf die S-Bahn während den Hauptverkehrszeiten aufgehoben. Der Fahrplan der Glattalbahn Linie 12 ist von der Anpassung derzeit nicht tangiert.

20. März, 13.55 Uhr: An diese 7 Corona-Notleidenden denkt keiner

 

20. März, 13.35 Uhr: Dürnten verschiebt kommunale Abstimmung

Nachdem der Bundesrat und auch der Kanton die Abstimmungen vom 17. Mai zu verschieben, zieht auch Dürnten nach.

Der Gemeinderat hat entschieden, die Abstimmungen zum Gemeindeverwaltungs-Standort sowie den Projektierungskredit für die Oberflächengestaltung der Spiel- und Sportwiese Bogenacker auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Urnenabstimmung wird zu einem späteren Zeitpunkt neu angeordnet.

20. März, 13.25 Uhr: Glauben Sie, dass heute die Ausgangssperre kommt?

 

20. März, 13 Uhr: Unklarheit in Landibetrieben – was ist noch verkäuflich?

Die Landi Läden der Landi Bachtel haben trotz des Coronavirus weiterhin geöffnet – allerdings mit Sortimentseinschränkungen. Diese Einschränkungen sorgen gemäss einer Leserreporterin aus Wald für Verwirrung, sowohl bei Kunden, als auch beim Personal. Ihr zufolge sind gewisse Bereiche abgesperrt, das Personal wisse aber selbst nicht so genau, welche Artikel jetzt noch verkauft werden dürfen, und was mit unverkäuflichen vergänglichen Non-Food-Artikeln wie Pflanzen passieren soll.

Heidi Niederberger, Leiterin der Medienstelle Landi Schweiz, schreibt auf Anfrage: «Die Kunden erhalten gemäss Verordnung des Bundes weiterhin Lebensmittel und Güter des täglichen Gebrauchs wie beispielsweise Tierfutter, Tabakwaren, Hygieneartikel und Papeterieartikel sowie Produkte für die Landwirtschaft.»

Soziale Distanz wahren

Eine abschliessende Definition, welche Artikel zum täglichen Bedarf zählen, bestehe von Seiten der kantonalen Behörden derzeit allerdings nicht. Die Artikel, die den behördlichen Restriktionen unterliegen und nicht verkauft werden dürfen, würden in geeigneter Form und je nach Platzverhältnissen gelagert – dies gelte vor allem für nicht verderbliche Sortimente wie Maschinen und Geräte, Gartenbau oder Bekleidung, so Niederberger.

«Verderbliche Artikel wie Pflanzen werden so lange wie möglich gepflegt und bewirtschaftet.» Dass es eine Restriktion des Sortiments gibt, obwohl Menschen die Landi aufgrund von anderen, noch verkäuflichen Gütern sowieso betreten, findet Niederberger nicht fragwürdig. Diese Massnahmen seien von Seiten der Landi nachvollziehbar, da sie dazu dienen, die soziale Distanz zu wahren. 

20. März, 12.40 Uhr: Die Oberländer sagen Danke

Am Freitagmittag wurde allen Einsatzkräften, egal welcher Branche, die in der aktuellen Coronakrise tatkräftig im Einsatz sind, applaudiert.

Hier sehen Sie die Videos.

20. März, 12.10 Uhr: Das sind die neuen Fallzahlen der Schweiz

Stand Freitagmittag wurden in der Schweiz bislang 4840 Personen positiv getestet, davon sind 4176 Erkrankungsfälle bestätigt. 43 Personen sind bislang am Coronavirus gestorben.

20. März, 11.55 Uhr: Schutzmasken-Wucherer in Horgen verhaftet

Im Rahmen der gegenwärtigen Corona-Situation wurde die Kantonspolizei Zürich im Internet auf ein Inserat aufmerksam, in welchem Schutzmasken zu völlig überhöhten Preisen angeboten wurden. Entsprechende Ermittlungen führten zu einem in Horgen wohnhaften 18-jährigen Schweizer.

Beim vereinbarten Treffen bot der Verkäufer einem zivilen Polizisten fünf Masken, die normalerweise je etwa 50 Rappen kosten, für einen Gesamtpreis von rund zweihundert Franken an. In der Folge wurde der Anbieter verhaftet. Bei der anschliessenden Durchsuchung der Wohnung des Täters wurden mehrere Dutzend Schutzmasken festgestellt.

20. März, 11.35 Uhr: Los! Um 12.30 Uhr applaudieren wir und sagen Danke

Jetzt gilt es, Danke zu sagen. Darum an alle: Um 12.30 Uhr gehen wir raus auf den Balkon oder stehen am Fenster und applaudieren alle eine Minute lang für all diejenigen, die in diesen Zeiten ihr Bestes geben.

20. März, 11.25 Uhr: Zürcher Gerichte verlängern die Zwangspause bis Ende April

Das Zürcher Obergericht, die Bezirksgerichte und die Friedensrichterämter verlängern ihre unfreiwillige Verhandlungspause: Wegen der Corona-Krise werden nun vorerst bis am 26. April keine Prozesse durchgeführt, wie das Obergericht am Freitag mitteilte.

Davon ausgenommen sind dringliche Verfahren, die aus rechtlichen oder anderen Gründen keinen Aufschub erlauben. Die Verfahrensleitung entscheidet im Einzelfall, welche Verhandlungen stattfinden.

Hinter den Kulissen arbeiten die Gerichtsmitarbeitenden trotz Coronavirus weiter. Der Betrieb und insbesondere die Bearbeitung der schriftlichen Verfahren wird aufrecht erhalten. (sda)

20. März, 11.15 Uhr: Online zum Arzt gehen

Viele Patienten sagen derzeit Arzttermine ab. Dies aus Angst, sich in einer Arztpraxis mit dem Coronavirus anzustecken. Verständlich, finden die Ärzte der Rütner Praxis am Bahnhof.

Jedoch würden manche Termine keinen Aufschub dulden. Deshalb hat die Praxis eine separate Coronazone eingerichtet, die Personen ohne Coronaverdacht strikt von möglich Infizierten trennt. Patienten, die nicht in die Praxis kommen möchten, bietet sie die die Möglichkeit, Termine online oder per Telefon wahrzunehmen. Die Online-Praxis startet ihren Dienst am Montag, 23. März.

20. März, 9.55 Uhr: Uster baut Hotline aus

Die neue Hotline der Stadt Uster zu Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus werde von der Bevölkerung rege genutzt, teilt die Stadt mit. Deshalb werden die Betriebszeiten von 8 bis 20 Uhr nun auch auf das Wochenende ausgeweitet.

20. März, 9 Uhr: Mehr Zeit für die Steuererklärung

Der Regierungsrat hat beschlossen, dass steuerliche Massnahmen ergriffen werden. Die Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2019 wurde für alle natürlichen Personen bis 31. Mai 2020 erstreckt.

Für Steuerpflichtige, die aufgrund der Folgen des Coronavirus ihre Steuerrechnungen derzeit nicht bezahlen können, besteht die Möglichkeit eines Zahlungsaufschubs oder von Ratenzahlungen.

20. März, 8.45 Uhr: Thurbo ergreift neue Massnahmen

Heute Morgen in der S26 von Winterthur nach Rüti: Thurbo leitet weitere Massnahmen gegen das Coronavirus ein. Knöpfe sollen mit dem Ellbogen bedient werden, Türen öffnen nun automatisch.

20. März, 8.10 Uhr: Divertimento ist nicht zum Lachen zumute

Zum ersten Mal seit der Absage des Starts ihrer Sabbatical-Tour in der Dübendorfer Samsung Hall meldet sich das Komikerduo Divertimento zu Wort. In einer Videobotschaft richten sie sich an ihre Fans. «Das einzig Faire an der Situation ist, dass es jeden betrifft», so Jonny Fischer. Sie bekämen derzeit viele Anfragen für Onlineauftritte oder Fernsehprojekte. «Aber uns ist es momentan nicht danach, lustig zu sein und zu unterhalten», sagt Manu Burkart, der in Egg zu Hause ist – und dort auch bliebt. «Wir harren aus, bis dieser Sauhundvirus endlich überwunden ist», so Burkart. (Video: Facebook)

19. März, 17.45 Uhr: Swiss-Anflug in Dübendorf

Ein nicht alltägliches Schauspiel gab es heute in Dübendorf zu bestaunen. Im Rahmen mehrerer Überführungsflüge steuerten die Piloten einiger Swiss-Maschinen für einmal nicht den Flughafen Kloten, sondern den Flugplatz Dübendorf an. Ein Lesereporter hat dies auf Video festgehalten.

19. März, 16.15 Uhr: Abstimmung über Spitalfusion wird vertagt

Die Absage der Urnenabstimmung vom 17. Mai trifft auch die Vorlage der Spitalfusion, die in sämtlichen Trägergemeinden der Spitäler Uster und Wetzikon angestanden wäre.

Was das für die beiden Spitäler bedeutet, lesen Sie hier.

19. März, 16 Uhr: Herzlauf am Pfäffikersee abgesagt

Wie das Vereins-OK des Herzlaufs am Pfäffikersee meldet, muss die diesjährige Benefizveranstaltung abgesagt werden. Der Lauf, der am 17. Mai hätte stattfinden sollen, wird auf 2021 verschoben. Seit acht Jahren wird am Herzlauf Geld für herzkranke Kinder gesammelt.

Hier lesen Sie das Interview mit Vereinspräsidentin Daniela Hänni. 

19. März, 15.25 Uhr: VZO reduziert Fahrplan bis zur Hälfte

Aufgrund der verbindlichen Anweisung des Bundesamtes für Verkehr und der Systemführer des öffentlichen Verkehrs, SBB und Postauto, schränken die VZO ab dem kommenden Montag den Fahrplan ein. Dadurch werden sich die Anzahl Abfahrten in allen Gemeinden reduzieren. Bei den meisten Linien wird der Takt halbiert: «Wo die Busse normalerweise werktags im 15-Minuten-Takt verkehren, fahren sie neu halbstündlich. Buslinien, welche normalerweise im 30-Minuten-Takt verkehren, fahren neu im Stundentakt. Linien welche gewöhnlich im 60-Minuten-Takt verkehren, machen das weiterhin», schreibt die VZO in einer Mitteilung. Diese Regelung werde bis mindestens zum 26. April gelten. Betroffen davon seien alle VZO-Linien. Einzelne Linien werden eingestellt und Haltestellen nicht mehr bedient. Fahrgäste können sich im ZVV-Online-Fahrplan informieren. (Foto: PD)

19. März, 14.30 Uhr: Keine einschneidenden Massnahmen des Bundes

Bei der Medienkonferenz des Bundes sprachen heute mehrere Teilnehmer. Hier eine Auflistung ihrer Statements:

Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten (BAG)

«Die Lage im Tessin ist dramatisch.» Bisher konnte aber sichergestellt werden, dass Patienten nicht selektioniert werden müssen. Es sei jedoch absehbar, dass die Kapazitäten nicht reichen. Das Tessin werde deshalb versuchen, Operationen zum Beispiel in Zürich durchführen zu lassen, um so Betten frei zu bekommen. Aktuell gebe es schweizweit 160 freie Intensivmedizin-Plätze. Allerdings können Corona-Patienten aus dem Tessin nicht einfach in andere Kantone verlegt werden. Zudem seien die Heilungschancen in der Intensivpflege langwierig und beschränkt. Deshalb könne man nicht mit schnell frei werdenden Spitalbetten rechnen. Man wolle keine italienischen Verhältnisse, wo sich Leute nicht mehr frei bewegen dürfen. Das habe, so Daniel Koch, in Italien auch nicht sonderlich viel gebracht. «Es geht jetzt um das Überleben vieler Personen.»

Andreas Meyer, Konzernchef SBB

Der Personenverkehr ist aktuell um 80 Prozent zurückgegangen. 30 Prozent der SBB-Mitarbeiter sind derzeit nicht einsetzbar – wegen Krankheit, Kinderbetreuung und verbotenem Kundenkontakt (Kontrolleure). Aus diesen Gründen kommt es seit heute zur grössten Reduktion des Angebots der Schweizer Geschichte. Die Umstellung soll bis zum 26. März abgeschlossen sein und für mindestens zwei Monate gelten. Ab Morgen sollen Online-Formulare für die Ticketrückerstattung und Deponierung des GAs verfügbar sein.

Eric Scheidegger, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik SECO

Das Coronavirus wird die Schweizer Wirtschaft stark treffen. Davon gehen nun auch die Ökonomen des Bundes aus. Das Staatssekretariat für Wirtschaft erwartet für 2020 einen Rückgang des BIP um 1,5 Prozent. Im nächsten Jahr wird ein Plus von 3,5 Prozent erwartet – allerdings nur, wenn die Folgen des Coronavirus nicht länger anhalten als bisher angenommen.

Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung EFD

Schliessung der Grenzen bzw. Durchsetzung des neuen Grenzregimes ist weitgehend abgeschlossen. Allein heute wurden 11‘000 Einreisende abgewiesen. Im Vergleich zur Normalsituation ist der Grenzverkehr um 68 Prozent zurückgegangen. Bei der Umsetzung erhält die Zollverwaltung Unterstützung durch die Armee.

Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen

Die Armee streicht alle Urlaube. Ab dieser Woche werden alle Ferien in Rekrutenschulen und Wiederholungskursen gestrichen. «Die Armeeangehörigen bleiben im Dienst.»

19. März, 14.25 Uhr: Das beschliesst der Regierungsrat im wirtschaftlichen Massnahmenpaket

  • Kreditausfallgarantie für Unternehmenskredite der Banken, um die Arbeitsplätze und Einkommen im Kanton Zürich möglichst weit gehend zu sichern. Damit deren Risiken abgedeckt sind, hat er auf Antrag der Finanzdirektion eine Kreditausfallgarantie von 425 Millionen Franken zugesichert. Er stellt zudem 15 Millionen Franken aus der Jubiläumsdividende der ZKB für schnelle und unbürokratische Hilfe an Selbständigerwerbende zur Verfügung.
     
  • Kreditausfallgarantie für kleine und mittlere Unternehmen, an der alle Zürcher Geschäftsbanken partizipieren können, die Darlehen an Unternehmen mit einem Steuerdomizil im Kanton Zürich und mit bis zu 250 Mitarbeitenden gewähren. Bei grösseren Unternehmen geht die Finanzdirektion davon aus, dass dort der Bund zum Zuge kommt. Die Kreditausfallgarantie des Kantons deckt 85 Prozent des Kreditvolumens von 500 Millionen Franken ab.
     
  • Unterstützung für gemeinnützige Organisationen, um Organisationen aus Bereichen wie der Kultur, dem Sozialwesen und der Bildung unter die Arme zu greifen: Er ergänzt dafür die jährlichen Leistungen aus dem Lotteriefonds, indem er namentlich der Fachstelle Kultur zusätzliche 20 Millionen Franken zur Verfügung stellt. 8 Millionen Franken gehen insgesamt an die Bau-, die Bildungs- und die Volkswirtschaftsdirektion sowie an den Sportfonds für deren gemeinnützige Organisationen.
     
  • Unbürokratische Hilfe für Selbständigerwerbende, die oftmals nur über ein geringes Kapitalpolster verfügen und es droht rasch der Fall in die Sozialhilfe. Um dies möglichst zu verhindern, will der Regierungsrat 15 Millionen Franken aus der Jubiläumsdividende der ZKB verwenden. Ziel ist es, unbürokratisch und schnell Unterstützung leisten zu können. Dazu soll die Zusammenarbeit mit den Gemeinden gesucht werden, welche die lokalen Verhältnisse kennen und eine Abstimmung mit den weiteren sozialen Sicherungssystemen gewährleisten können.
     
  • Aufschub bei Abgabefrist für Steuererklärung, dass die ordentliche Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2019 für die gesamte Bevölkerung (natürliche Personen) vom 31. März auf den 31. Mai 2020 erstreckt wird.
     
  • Aufruf zu Kulanz bei Rechnungen, die eingehende Rechnungen schneller als innerhalb von 30 Tagen zu bezahlen und die Zahlungsfristen für gestellte Rechnungen auf 120 Tage zu erstrecken. Zu diesen Körperschaften zählen zum Beispiel die selbständigen Anstalten des Kantons, aber auch die Energieversorger von Kanton und Gemeinden. Ziel dieses Aufrufs ist es, den Kostendruck der Unternehmen zu mildern. Der Kanton Zürich selber hat sich zum Ziel gesetzt, Rechnungen möglichst umgehend zu begleichen, während die Zahlungsfrist bei kantonalen Rechnungen auf 120 Tage verlängert wird.
     
  • Austausch mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, dabei werden Zürcher Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen zu einem virtuellen Round Table eingeladen. Seit heute findet mit ihnen auf einer digitalen Plattform ein Austausch statt, um bezüglich konkreter Ausgestaltung der vom Regierungsrat beschlossenen Massnahmen und allfällig weiterer Unterstützungsmassnahmen den engen Einbezug der Wirtschaft und damit der Direktbetroffenen sicherzustellen.

19. März, 13.40 Uhr: Kanton äussert sich zum wirtschaftlichen Massnahmepaket

Auch der Kanton hält um 14 Uhr eine Medienkonferenz wegen des Coronavirus. Vertreter des Regierungsrates wollen sich zum Thema «wirtschaftliches Massnahmepaket» äussern.

19. März, 13.30 Uhr: Fachleute informieren gleich an der Medienkonferenz

Um 14 Uhr informieren Fachleute des Bundes und bundesnaher Betriebe zur Covid-19-Situation. Teilnehmer sind unter anderem Daniel Koch (BAG), Andreas Meyer (SBB), Eric Scheidegger (Seco), Christian Bock (Zoll) und Brigadier Raynald Droz (Armee). 

19. März, 13.15 Uhr: Erste Swiss-Maschinen in Dübendorf gelandet

Heute Morgen fand der erste Überführungsflug einer Swiss-Maschine vom Flughafen Kloten auf den Flugplatz Dübendorf statt. Wie Daten auf Flightradar zeigen, hob die Maschine um 9.21 Uhr in Kloten ab. Die Landung in Dübendorf erfolgte knapp 15 Minuten später.

Die Swiss gab gestern bekannt, dass sie ihren Flugbetrieb wegen der Corona-Krise auf ein Minimum zurückfährt. Deshalb verlegt sie einen Teil ihrer Flotte auf den Flugplatz Dübendorf. Dies sei mit Bund und Armee abgesprochen und betreffe bis zu 24 kleine und mittelgrosse Maschinen.

19. März, 11.45 Uhr: Nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter

Die Schweizer Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden in ihren Geschäften. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche soll nur noch eine Kundin oder ein Kunde einkaufen dürfen. Diese Massnahme erfolgt auf Geheiss des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Um die Kundenzahl in den Geschäften zu kontrollieren, stehen mancherorts Angestellte vor den Eingängen, zählen die Kunden und verwehren ihnen den Zutritt, wenn die Obergrenze erreicht ist. Darüber hinaus betont der Detailhandel in seiner Mitteilung vom Donnerstag noch einmal: «Die Versorgung mit Gütern ist absolut sichergestellt. Hamsterkäufe sind unnötig. Der Detailhandel appelliert an seine Kundinnen und Kunden, sich solidarisch zu zeigen und vernünftig einzukaufen.»

19. März, 11.20 Uhr - Notbetreuung auch während Frühlingsferien

Der Zürcher Regierungsrat hat eine Verordnung erlassen, die alle Gemeinden verpflichtet, ein minimales Betreuungsangebot für Kinder sicherzustellen, wie er am Donnerstag mitteilte. Dadurch sollen die Gemeinden das minimale Betreuungsangebot vorläufig auch während der Frühlingsferien gewährleisten. Dieses Angebot ist für Kinder von Eltern bestimmt, deren Tätigkeit für die Versorgung der Bevölkerung unerlässlich ist. Dazu zählen unter anderem Berufe aus Gesundheit und Pflege, Sicherheit, Verkehr, Infrastruktur, Logistik und Verwaltung. Auch Journalisten werden neu dazu gezählt, wie aus der Regierungsratsmitteilung hervorgeht. (Foto: PD)

19. März, 10.50 Uhr: Gemeinden ergreifen Massnahmen

Der Gemeinderat Bubikon hat aufgrund der ausserordentlichen Lage einen Krisenausschuss gebildet. Dessen Aufgabe sei es, Gemeinde und Verwaltung in dieser «schwierigen Situation» aufrecht zu erhalten, schreibt der Gemeinderat. Neu ist die Bubiker Gemeindeverwaltung von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Für Todesfälle werde ein Pikettdienst eingerichtet. Zudem bleibe der Kundendienst des Steueramts bis auf weiteres geschlossen.

Auch die Gemeinde Fällanden reagiert. So wurde eine Gemeindeführungsorganisation einberufen. Diese sei dafür zuständig, den Bevölkerungsschutz zu koordinieren sowie Bevölkerungs- und Behördeninformation sicherzustellen, wie der Fällander Gemeinderat mitteilt.

Auf eine Zusammenarbeiten setzen die Gemeinde Schwerzenbach und Greifensee. So haben die Gemeinderäte eine gemeinsame «Corona-Taskforce» gebildet, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Ziel sei es, die nötigen Massnahmen und Aufgaben wirkungsvoll zu erledigen. Die Schalter in den beiden Gemeindehäusern bleiben bis auf weiteres geschlossen. Die Mitarbeitenden aller Abteilungen seien jedoch über Telefon und E-Mail erreichbar. (Foto: Keystone)

19. März, 9.50 Uhr: Kanton Zürich verschiebt Prüfungen

Im Kanton Zürich werden wegen des Coronavirus mehrere Prüfungen vorerst verschoben. Betroffen von der Verschiebung sind die Aufnahmeprüfung der Berufsmaturität II, die Nachprüfung und die mündlichen Prüfungen der Zentralen Aufnahmeprüfung (ZAP) ans Gymnasium sowie die gestalterische Aufnahmeprüfung für das Liceo Artistico, wie die kantonale Bildungsdirektion am Donnerstag mitteilte.

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt arbeite mit Hochdruck an einer sinnvollen und tragbaren Lösung. Bei der ZAP-Nachprüfung liege ein besonderes Augenmerk auf den Kandidatinnen und Kandidaten aus der 3. Sekundarschule. Die Prüfungen für diese Jugendlichen sollen so schnell wie möglich stattfinden, damit sie nach einer allfälligen Anschlusslösung suchen können, wie es in der Mitteilung heisst.

19. März, 9.25 Uhr: Erste Fälle im Tösstal

Im Tösstal gibt es bisher mindestens zwei bestätigte Covid-19-Fälle, wie die Gemeinde Turbenthal in einer Mitteilung schreibt. In welchen Gemeinden die Betroffenen wohnen, durfte Gemeindeschreiber Jürg Schenkel auf Anfrage jedoch nicht sagen.

19. März, 7.15 Uhr: Schnürt der Bund Hilfspaket für die Wirtschaft?

In Bern ging Bundesrat Guy Parmelin am Mittwoch mit einem umfangreichen Aussprachepapier in eine kurzfristig anberaumte Bundesratssitzung. Es enthält Vorschläge, wie die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abgefedert werden können. Neben dem schnelleren Zugang zur Kurzarbeit hat der Bundesrat in Aussicht gestellt, die Eigenkapitalvorschriften der Banken zu lockern, damit diese mehr Kredite tragen können. Zudem bereitet die Verwaltung die Details vor, wie der Bund für Bankkredite bürgen und wie er die direkte Staatshilfe von einer Milliarde Franken verteilen will.

Ob das reicht, hängt allerdings davon ab, ob die weitgehende Einschränkung des öffentlichen Lebens für die Gesamtbevölkerung Ende April auslaufen oder auf die Risikogruppen begrenzt wird. Beschlüsse sind für Freitag vorgesehen. Damit ist die Schweiz spät dran. Nachbarländer brauchten eine Woche weniger, um ihre Nothilfeprogramme zu verkünden. (Foto: Keystone)

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