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Nach Absage hoffen sie auf ein kleines Trostpflaster

ZO-Danceaward

Nach Absage hoffen sie auf ein kleines Trostpflaster

Wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus ist der diesjährige ZO-Danceaward abgesagt. Die Schülerinnen und Schüler zeigen sich enttäuscht, aber auch verständnisvoll.

Sebastian
Schuler
Donnerstag, 19. März 2020, 09:40 Uhr ZO-Danceaward
Die Tanzgruppe der Sekundarschule Zentrum in Wetzikon will nächstes Jahr wieder am ZO-Danceaward teilnehmen.

Züriost ist offizieller Medienpartner des «ZO-Danceaward».

Es hätte einer der Höhepunkte des Schuljahres für 600 Schülerinnen und Schüler aus dem Zürcher Oberland werden sollen. Sie alle haben sich in vielen Trainingsstunden und Coachings auf ihren Auftritt am ZO-Danceaward am 4. April vorbereitet. Als am Freitagabend die Veranstalter die Absage des Events kommunizierten, war die Enttäuschung deshalb gross. «Auch wenn ich es natürlich geahnt habe, war es trotzdem ein kleiner Schock», sagt Mériam Eberle. Die Sportlehrerin der Sekundarschule Zentrum in Wetzikon hat als Teamleiterin bereits viermal am Tanzwettbewerb teilgenommen und unterstützt auch in diesem Jahr eine Gruppe.

Diese hat bereits im November letzten Jahres mit den Vorbereitungen begonnen und sich seither zweimal pro Woche im Tanzraum der Mehrzweckturnhalle zu den Proben getroffen. «Da sie auch die Choreografie komplett allein zusammenstellten, ist es ein enormer Aufwand, welchen die Schüler betrieben haben», sagt Mériam Eberle. Sie könne darum die Enttäuschung der Jugendlichen durchaus nachvollziehen. «Sie zeigen aber auch viel Verständnis und wissen, dass es eine notwendige Massnahme ist.»

Rückschläge gehören dazu

Das Team von Eberle hofft, die Choreografie doch noch auf einer Bühne und vor Publikum präsentieren zu dürfen. Wie die Organisatoren des ZO-Danceawards mitteilten, bestehe für einige Teams die Möglichkeit, am ZU-Danceaward teilzunehmen. Das Pendant der Veranstaltung im Zürcher Unterland soll am 17. Mai stattfinden. «Natürlich wäre es für die Tanzgruppe toll, wenn es mit dem Auftritt klappen würde. Wir sind uns aber bewusst, dass auch diese Veranstaltung abgesagt werden kann», sagt Eberle.

Eine andere Möglichkeit, wie die Jugendlichen zu einem Auftritt kommen könnten, wäre eine Verschiebung der eigentlichen Generalprobe. «Diese findet traditionsgemäss am Freitag vor dem Event in der 10-Uhr-Pause statt», sagt Mériam Eberle. Bei dieser Vorführung schaue jeweils das ganze Schulhaus zu, und deshalb sei sie fast so wichtig wie der Danceaward selbst. «Es wäre ein kleines Trostpflaster. Deshalb werden wir die Idee sicher prüfen, auch wenn wir noch nicht wissen, wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen wird», fügt sie an.

Für Eberle ist klar, dass die Schüler trotz der Enttäuschung auch etwas Positives aus der Absage mitnehmen können. «Sie lernen, dass Rückschläge zum Leben dazugehören und man sich davon nicht unterkriegen lassen darf.» Die Schülerinnen und Schüler seien alles starke Persönlichkeiten, die im nächsten Jahr das Projekt «ZO-Danceaward» erneut in Angriff nehmen werden.

Da stand die Absage noch nicht fest. Die Vorfreude ist mittlerweile in Enttäuschung umgeschlagen.