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Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 19. März passiert

Die neuesten Entwicklungen

Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 19. März passiert

Die Auswirkungen des Coronavirus schränken das Leben in der Region massiv ein. Im News-Ticker gibt es die wichtigsten Informationen.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 19. März 2020, 14:00 Uhr Die neuesten Entwicklungen

Ticker

18. März, 20.40 Uhr: Spitalköchin muss auf Kochmeisterschaft warten

Am Donnerstag, 19. März, hätte in Baden die Schweizermeisterschaft für Kochlernende «gusto20» stattgefunden. Eine der Finalistinnen ist Fabienne Maggi, die ihre Kochlehre im Spital Uster absolviert. Aufgrund der neuen Massnahmen wegen des Coronavirus wurde das Wettkochen auf ein unbestimmtes Datum verschoben.Das Spital Uster rüstet sich derweil auf die zu erwartende Welle an Coronavirus-Patientinnen und -Patienten. Gemäss Martine Frei, Kommunikationsverantwortliche des Spitals Uster, wird personell wie organisatorisch alles daran gesetzt, den Herausforderungen begegnen zu können. Maggi sagt, in der Spitalküche merke sie die Auswirkungen der Pandemie aber noch nicht so stark: Während Restaurants und andere Gastrobetriebe ihre Pforten schliessen mussten, bleibe die Verpflegung der Mitarbeitenden im Spitalbetrieb gewährleistet. Maggi zufolge haben sich unter anderem die Hygienevorschriften fürs Personal verschärft. Social distancing sei Pflicht, so wurde zum Beispiel die Kantine schon vergangene Woche auf 50 Sitzplätze im Zwei-Meter-Abstand reduziert.

18. März, 19.25 Uhr: Auch Edelweiss parkt Flugzeuge in Dübendorf

Aufgrund der aussergewöhnlichen Umstände durch die Ausbreitung des Coronavirus und den damit verbundenen starken Buchungsrückgängen ist Edelweiss gezwungen, ihr Streckennetz stark zu reduzieren. Daher wird Edelweiss zwei Kurzstreckenflugzeuge temporär auf dem Flugplatz Dübendorf parken und für ihr gesamtes Personal Kurzarbeit beantragen, wie es in einer aktuellen Mitteilung heisst.

Kurzarbeit beantragt

Aufgrund der stark reduzierten Produktion beantragt Edelweiss in enger Abstimmung mit den Behörden für das gesamte Personal Kurzarbeit. Der Umfang für die einzelnen Mitarbeitergruppen ist derzeit in Ausarbeitung. Edelweiss CEO Bernd Bauer: «Aufgrund der sehr dynamischen Situation und den unklaren Auswirkungen auf unser Unternehmen sind wir trotz einer robusten Aufstellung gezwungen, die Kurzarbeit als Mittel zur Liquiditätssicherung zu beantragen. Diese Massnahme wurde in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern erarbeitet».

18. März, 18.20: Keine Nachtbusse mehr

Die nationalen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden auch im öffentlichen Verkehr umgesetzt. In Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr haben die Systemführer des öffentlichen Verkehrs (SBB und PostAuto) angeordnet, dass das öV-Angebot in den kommenden Tagen Schritt für Schritt reduziert wird. Die erste Anpassung im ZVV betrifft das Nachtnetz. Dieses wird per sofort und bis auf Weiteres eingestellt, so wie die übrigen Wochenend-Nachtangebote in der Schweiz. Weitere Angebotsanpassungen bei S-Bahnen, Trams und Bussen im Verbund werden voraussichtlich morgen kommuniziert. Aktuell gilt grundsätzlich noch der reguläre Fahrplan. Fahrgäste werden aber gebeten, vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan zu konsultieren.

18. März, 17.55 Uhr: Kantonale Abstimmung gestrichen

Der Kanton Zürich folgt dem Bund und sagt seine Abstimmung vom 17. Mai ab, wie es bei der Staatskanzlei auf Anfrage hiess. Vors Volk wären Änderungen am Zusatzleistungsgesetz und am Strassengesetz gekommen. Auch bei der Stadt Zürich hat man bereits entschieden. Die Abstimmung wird ebenfalls abgesagt. Damit werden die Stadtzürcher erst zu einem späteren Zeitpunkt über das Hardturm-Stadion entscheiden können.

18. März, 17.15 Uhr: Dübendorfer SV Group leidet unter Coronavirus

Anders als normale Restaurants dürfen Mitarbeiterrestaurants und Mensen auch während des Notstands offen bleiben. Trotzdem leidet die Dübendorfer Gastronomie-und Hotellerie-Unternehmung SV Group stark unter einem «Nachfrageschock»: Rund ein Drittel der von ihr betriebenen Personalrestaurants ist inzwischen geschlossen. «Da sich die Situation stetig ändert, können wir keine Prognosen bezüglich weiterer Schliessungen machen», sagt Kommunikationschefin Manuela Stockmeyer.

Am meisten betroffen sind ihr zufolge Mensen in Schulen oder Universitäten. Inzwischen hat die SV Group Kurzarbeit beantragt. In den noch offenen Personalrestaurants dürfen sich maximal 50 Personen gleichzeitig aufhalten. «Diese Regelung wird strikt umgesetzt», so Stockmeyer.

Massnahmenpaket erstellt

Auch die Auflagen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) betreffend Hygiene und sozialer Distanz würden streng eingehalten. «Zudem haben wir für unsere weiterhin geöffneten Restaurants ein detailliertes Massnahmenpaket erstellt.» Dieses gelte nach Prüfung der Auftraggeber per sofort.

So biete man etwa an einigen Standorten nur ein eingeschränktes Angebot an: Die Menülinien seien reduziert und die Selbstbedienung eingestellt worden. Menüs oder Salate würden vorverpackt verkauft. Stockmeyer hat Verständnis für das rigorose Vorgehen des Bundes: «Es sind drastische Massnahmen nötig, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.»

18. März, 16.45 Uhr: Corona-Krise belastet die Psyche

Seit Ausbruch der Corona-Krise bekommt die Dargebotene Hand Zürich über die Hotline-Nummer 143 in hunderten von Gesprächen mit, wie stark das Virus und die damit verbundenen Massnahmen die Bevölkerung verunsichert. Dies kommuniziert die Organisation in einer Mitteilung.

Die Dargebotene Hand ruft dazu auf, soziale Kontakte wie immer möglich aufrecht zu erhalten, um über Belastendes wie auch Erfreuliches reden zu können. Unter der Telefonnummer 143 sei aber während 24 Stunden jemand für diejenigen da, die gerade niemanden haben, mit dem sie ihre Sorgen teilen können.

18. März, 16.35 Uhr: Zürich entscheidet später

Der Kanton Zürich weiss zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, ob er die für 17. Mai angesetzte kantonale Abstimmung absagt oder nicht. Bis dann dauere es noch lang. Man habe momentan andere Probleme, hiess es bei der Staatskanzlei auf Anfrage. Vors Volk kämen am 17. Mai Änderungen am Zusatzleistungsgesetz und am Strassengesetz. 

Der Bundesrat entschied am Mittwoch, die eidgenössische Abstimmung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. 

18. März, 16.20 Uhr: Grenzkontrollen werden ausgedehnt

Die Schweiz dehnt die Einreisebeschränkungen auf Spanien aus. Diese gelten zudem ab sofort auch für den Luftverkehr aus Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich sowie aus allen Nicht-Schengen-Staaten. Zudem setzt der Bundesrat die Erteilung von Schengenvisa wie auch von nationalen Visa für Angehörige von Drittstaaten für vorerst drei Monate aus. Die Einreise in die Schweiz ist für diese nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Züriost-Redaktor Marco Huber war vergangene Woche noch in Spanien. Hier lesen Sie sein Bericht.

18. März, 16 Uhr: Bundesrat verordnet Stillstand bei Betreibungen

Vom 19. März bis und mit 4. April dürfen Schuldnerinnen und Schuldnern in der ganzen Schweiz nicht betrieben werden. Den sogenannten Rechtsstillstand im Betreibungswesen hat der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. März angeordnet. 

Der Bundesrat reagiere mit dem Rechtsstillstand auf den Umstand, dass durch die ausserordentlichen Massnahmen, namentlich durch die Schliessung von Restaurants und Geschäften, zahlreiche Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten geraten werden. Die Anordnung des Rechtsstillstands bringe hier eine gewisse Entlastung. Der Rechtsstillstand sei aber kein geeignetes Instrument, um diesen Schwierigkeiten langfristig zu begegnen.

Vorerst befristet

Der Bundesrat hat den Rechtsstillstand deshalb befristet und wird demnächst entscheiden, welche Massnahmen er ergreifen möchte. Die aktuelle Pandemie und die angeordneten Massnahmen haben weitere Folgen für die Justiz: Namentlich müssen Gerichtsverhandlungen teilweise verschoben werden und die Fristen sind schwieriger einzuhalten.

Der Bundesrat sei sich dieser Herausforderungen bewusst und habe das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, allfällige Massnahmen zu prüfen. In diese Prüfung werden die betroffenen Kreise, namentlich die Gerichte und die Anwaltschaft, einbezogen.

18. März, 15.25 Uhr: Bundesrat streicht Volksabstimmung

Der Bundesrat hat am heute beschlossen, auf die Durchführung der angeordneten eidgenössischen Volksabstimmung vom 17. Mai zu verzichten. Für alle hängigen eidgenössischen Volksbegehren sollen die Sammel- und Behandlungsfristen während einer begrenzten Zeit stillstehen.

Nebst der Sicherstellung der Abstimmungsorganisation im engeren Sinne bedinge die ordnungsgemässe Durchführung einer Volksabstimmung, dass eine freie Meinungsbildung stattfinden kann, sagt der Bundesrat. Die Stimmberechtigten sollen ihren Entscheid gestützt auf einen umfassenden Prozess der Meinungsbildung treffen können. Dazu gehört auch die Ermöglichung eines eigentlichen Abstimmungskampfes. Neben dem Bundesrat, der einen gesetzlichen Informationsauftrag hat, spielen Parteien, Komitees, Verbände, die NGOs  und auch die Medien eine entscheidende Rolle.

Schon bei Maul- und Klauenseuche so

Aufgrund der Coronavirus-Situation können Informations- und Publikumsveranstaltungen nicht stattfinden; Parteien und andere politische Akteure müssen auf die Durchführung von Versammlungen zur Parolenfassung verzichten, schreibt der Bundesrat weiter. Bereits 1951 hat der Bundesrat einen ganzen Urnengang abgesagt, weil die Maul- und Klauenseuche die Durchführung der Volksabstimmung in mehreren Kantonen nicht erlaubte.

Die Abstimmungen über die Begrenzungsinitiative, die Änderung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel sowie die Änderung der direkten Bundessteuer finden zu einem späteren Zeitpunkt statt. Der Bundesrat werde grundsätzlich bis Ende Mai 2020 entscheiden müssen, ob der Urnengang vom 27. September 2020 stattfindet und welche Vorlagen zur Abstimmung gelangen werden.

Ausserdem empfiehlt er den Kantonen und Gemeinden ausdrücklich, Gemeindeversammlungen nur in zwingenden Fällen zu bewilligen.

18. März, 15.20 Uhr: Zahl der positiven Fälle in der Schweiz steigt

Aktueller Stand in der Schweiz sind 3028 positiv getestete Fälle. Dies teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwochnachmittag mit. Davon sind 2772 Fälle bestätigt und bei 256 Fällen ist nach einem ersten positiven Resultat die Bestätigung noch ausstehend. Nach aktuellem Kenntnisstand sind 21 Personen verstorben.

18. März, 14.40 Uhr: Bundesrat wird am Freitag kommunizieren

Der Bundesrat hat heute über zusätzliche Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirusepidemie diskutiert. Dies teilt Bundesratssprecher André Simonazzi auf Twitter mit. Entscheidungen werden in der Sitzung des Bundesrates am Freitag gefällt und kommuniziert. (Foto: Schweizerische Bundeskanzlei)

18. März, 14.30 Uhr: Deshalb ist Homeoffice nötig

Züriost-Redaktorin Lea Chiapolini sitzt, wie viele andere, im Homeoffice. In ihrem neuen Blog listet sie auf, weshalb das blöd ist. Aber auch wieso das genau jetzt so richtig wichtig ist.

Hier lesen Sie ihren Blog.

18. März, 12.45 Uhr: Lycée Francais bereits digital

Vielfach kommt in diesen Tagen die Meinung auf, die Schulen hätten die Digitalisierung des Unterrichts verschlafen. Das mag für einen Teil sicher stimmen, doch für das Lycée Français in Dübendorf trifft das ganz bestimmt nicht zu. Denn die Privatschule hat bereits vor dreieinhalb Jahren begonnen, den Unterricht zu digitalisieren.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

18. März, 12.30 Uhr: Zahl der Infizierten steigt weiter

Im Kanton Zürich sind bis am Mittwochvormittag 424 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden, wie die Gesundheitsdirektion twitterte. Das sind 130 mehr als am Vortag und entspricht einem Anstieg von fast 45 Prozent.

An der Pressekonferenz vom Dienstag sagte Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten, bereits, dass die Zahlen der Ansteckungen weiter steigen werden. Diejenigen neuen Fälle, die jetzt präsentiert würden, seien bereits in der vergangenen Woche getestet worden. Die bundesrätlichen Massnahmen werde man nicht sofort morgen und übermorgen spüren, dennoch sei es unabdingbar, dass man diese jetzt konsequent befolgt, sodass die Ansteckungen verlangsamt werden.

18. März, 12 Uhr: Apotheken beklagen unnütze Einkäufe

Die Apotheken und Drogerien der Region sind stark besucht. Die meisten haben deshalb den Zutritt beschränkt, um die Pandemie-Empfehlungen des Bundes umsetzen zu können – so auch die Apotheke in Wald. Laut Inhaber Bruno Rüegg seien ein Grossteil der Kunden vor allem ältere Personen, die zudem «oft banale Sachen» einkaufen würden. Der Apotheker bittet deshalb alle – aber insbesondere Senioren – auf unnötige Einkäufe zu verzichten und, wenn immer möglich, Zuhause zu bleiben.

18. März, 11 Uhr: Swiss parkiert Maschinen in Dübendorf

Via Twitter teilt die Swiss mit, dass sie einen Teil ihrer Flugzeuge auf den Flughafen Dübendorf verlegt. Dies sei mit Bund und Armee abgesprochen und betreffe bis zu 24 kleine und mittelgrosse Maschinen. Die Überführung der Flugzeuge beginnt am Nachmittag. Über die Dauer der Standzeiten wurde noch kein Entscheid getroffen.

18. März, 10 Uhr: Schulhaus Uster desinfiziert

Aussergewöhnliche Zeiten erfordern aussergewöhnliche Massnahmen: Im Schulhaus Uster stehen aktuell sämtliche Tische und Stühle auf den Gängen, um desinfiziert zu werden. Ob aber nach dem 19. April tatsächlich Schüler darauf Platz nehmen werden, ist derzeit mehr als ungewiss.

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