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Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 18. März passiert

Die neuesten Entwicklungen

Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 18. März passiert

Die Auswirkungen des Coronavirus schränken das Leben in der Region massiv ein. Im News-Ticker gibt es die wichtigsten Informationen.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 17. März 2020, 11:00 Uhr Die neuesten Entwicklungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Kanton Zürich ist die ausserordentliche Situation unbefristet.
  • Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage ausgerufen.
  • Restaurants, Diskotheken und weitere Freizeitbetriebe bleiben bis und mit 19. April geschlossen.
  • Ausgenommen sind Gesundheitseinrichtungen, Lebensmittelläden und Banken.
  • Bisher liegen schweizweit 2269 bestätigte Fälle vor – 19 Infizierte sind gestorben.
  • Im Kanton Zürich wurden 352 Patienten positiv getestet – eine Person ist gestorben.
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat eine 24-Stunden-Infoline eingerichtet: 058 463 00 00 

Ticker

Mi. 18. März, 11 Uhr: Swiss parkiert Maschinen in Dübendorf

Via Twitter teilt die Swiss mit, dass sie einen Teil ihrer Flugzeuge auf den Flughafen Dübendorf verlegt. Dies sei mit Bund und Armee abgesprochen und betreffe bis zu 24 kleine und mittelgrosse Maschinen.

Mi. 18. März, 10 Uhr: Schulhaus Uster desinfiziert

Aussergewöhnliche Zeiten erfordern aussergewöhnliche Massnahmen: Im Schulhaus Uster stehen aktuell sämtliche Tische und Stühle auf den Gängen, um desinfiziert zu werden. Ob aber nach dem 19. April tatsächlich Schüler darauf Platz nehmen werden, ist derzeit mehr als ungewiss.

17. März, 20.05 Uhr: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Die Zürcher Kantonspolizei warnt auf Twitter vor einer neuen Telefonbetrugs-Masche: Telefonbetrüger nutzen die Corona-Krise und geben sich am Telefon als Arzt oder Angestellter der Behörden aus. Als angebliche Ärzte versuchen sie, die Opfer zu überreden, Geld abzuheben und ihnen auszuhändigen, etwa für die dringend notwendige Corona-Behandlung eines Verwandten. Bekannt ist neu auch die Masche, dass sich ein Anrufer als Virus-Tracker ausgibt und das Opfer nach möglichen Kontakten zu Infizierten befragt. Während dieses Gesprächs wird das Opfer ganz nebenbei nach Bank- und Zahlungsdaten gefragt. Betrüger geben sich als Ärzte aus: Die Zürcher Kantonspolizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche.

Di 17. März, 18.50 Uhr: Weitere Gemeinden verschärfen Bevölkerungsschutz

Nachdem bereits ein Grossteil der Oberländer Gemeinden Massnahmen beschlossen haben, um ihre Bevölkerungen weiter vor dem Coronavirus zu schützen, zieht auch Volketswil nach. In einer Mitteilung schreibt die Gemeinde, dass sie ihren Dienstleistungsumfang der Situation anpassen wird. Alle Verwaltungsstellen sind ab Donnerstag, 19. März, per Telefon und E-Mail montags bis freitags von 9. Bis 15.30 Uhr erreichbar. Die Schalter sind nur noch montags von 11 bis 13 Uhr geöffnet. das

Gemeinschaftszentrum In der Au, das Familienzentrum Gries, der Tageshort, der Märt, das Kultur- und Sportzentrum Gries sowie alle Quartieranlagen bleiben geschlossen. Die Türen der Bibliothek bleiben zwar ebenfalls geschlossen, Mitglieder aus Volketswil können jedoch per E-Mail oder telefonisch Medien bestellen, die am nächsten Tag in die Milchkästen geliefert werden. Das Angebot ist limitiert aufgrund der bestehenden Kapazitäten. Individuelle Termine bietet die Verwaltung auch ausserhalb der Schalter-Öffnungszeiten an.

Papiersammlungen eingestellt

Die Gemeindewerke Pfäffikon teilen mit, dass ihr Werkhof und der Empfang am Schanzenweg 2 bis auf weiteres geschlossen sind. Davon ist die Wertstoffsammelstelle Schanz allerdings nicht betroffen. Anders sieht es bei der Papiersammlung vom 4. April aus. Diese findet nicht statt. Auch die Gemeinde Zell hat ihre Sammlung für den gleichen Tag abgesagt.

17. März, 18.20 Uhr: Schaffung von Behandlungskapazitäten in den Spitälern

Um ein einwandfreies Funktionieren der stationären Gesundheitsversorgung während der Corona-Pandemie sicherzustellen, ordnet die Gesundheitsdirektion des Kantons Zpürich gegenüber den Spitälern an, die dafür benötigten Behandlungskapazitäten sicherzustellen. Aus diesem Grund dürfen die Spitäler ab Samstag, 21. März 2020 nur noch dringend notwendige medizinische Eingriffe vornehmen. Dadurch sollen Material und Personalressourcen geschont und für die Behandlung von Corona-Patientinnen und -Patienten bereitgehalten werden.

Damit unterstützt die Gesundheitsdirektion die schon seit längerem andauernden Bestrebungen der Zürcher Spitäler, alles Notwendige zu unternehmen, um die wachsende Zahl von Corona-Hospitalisationen bewältigen zu können. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli sagt: «In den letzten Tagen erhielten wir Zuschriften unterschiedlichster Gesundheitsinstitutionen, die nicht nur ihre Solidarität mit den Akutspitälern bekundeten, sondern konkret Unterstützung anboten. Viele Gesundheitsakteure helfen sich aber auch aus, ohne dass der Kanton dies vorschreibt oder vermitteln muss. Ich danke allen, die tatkräftig mithelfen, damit unser Gesundheitssystem keinen Kollaps erleidet. Mit den getroffenen Anordnungen stellt der Kanton sicher, dass alle Spitäler nach einheitlichen Regeln verfahren.»

17. März, 17.10 Uhr: Postagenturen schliessen mancherorts

Die Post setze alles daran, die Auswirkungen so klein wie möglich zu halten und sicherzustellen, dass weiterhin Briefe, Pakete und Zeitungen in die Haushalte und in die Firmen gelangen. Um die Ansteckungsgefahr auch im Kontakt mit den Kunden an der Haustüre zu vermindern, können die Postboten bei der Übergabe einer eingeschriebenen Sendung den Empfang der Sendung aktuell mit der eigenen Unterschrift quittieren. Dies schreibt die Post in einer Medienmitteilung.

Poststellen bleiben offen - Postagenturen teilweise geschlossen

Aufgrund der ausserordentlichen Situation und der Massnahmen von Bund und Kantone könne es zu Anpassungen im Postnetz kommen: Muss ein Partner auf behördliche Verordnung sein Geschäft vorübergehend schliessen, so kann es sein, dass auch die Postdienstleistungen im Laden nicht mehr verfügbar sind.

Grundsätzlich bleiben die Poststellen offen. Die Post hat Plexiglasblenden fabrizieren lassen. Sie trennen bei offenen Schaltern die Mitarbeitenden von den Kunden. Ab morgen werden sie sukzessive in der ganzen Schweiz verteilt und aufgebaut. Welche Postfilialen von den Schliessungen betroffen sind, sehen Sie hier. Im Zürcher Oberland ist bisher die PickPost Volketswil beim Fachmärkt Micasa betroffen.

17. März, 17.05 Uhr: Wer erntet nun die Spargeln?

Die letzten Tage waren warm und sonnig - weitere sollen Traumtage folgen. Nun rechnen Spargel-Züchter damit, dass die Saison bald startet. Doch die gegenwärtige Lage bringt etwa den Rafzer Spargelhof in Bedrängnis. Denn die Spargeln kommen – aber die Erntehelfer, sind noch nicht alle da. Die Saison könne nur mit Hilfe von Erntehelfern aus Osteuropa bewältigt werden, lässt sich Hofleiter Sven Studer im Farmticker der Juckerfarm zitieren. Er sei bestrebt, möglichst viele Leute in die Schweiz zu holen, solange dies noch möglich sei.

17. März, 16.15 Uhr: Keine Gottesdienste mehr

Wie die Schweizerische Evangelische Allianz in einer Mitteilung schreibt, finden ab sofort keine Gottesdienste und andere Zusammenkünfte mit versammelter Gemeinde mehr statt. Aufgrund der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen können somit auch keine Karfreitags- und Ostergottesdienste im traditionellen Format durchgeführt werden. Eine Ausnahme besteht für Beerdigungen im engen Familienkreis. Dabei seien die gesundheitlichen Vorsorgemassnahmen streng zu beachten. 

Die Seelsorgearbeit sollten wenn immer möglich telefonisch oder mit anderen technischen Mitteln geführt werden, so die Organisation weiter. Persönliche Besuche müssen auf zwingende Situationen beschränkt werden (z.B. Todesfall und andere Notsituationen).

17. März, 16 Uhr: Gemeinden passen Öffnungszeiten an

  • Fehraltorf: Die Gemeindeverwaltung sowie der Werkhof sind von Montag bis Freitag, 08.30 bis 11.30 Uhr, geöffnet. Der Schalter der Kommunalpolizei Region Pfäffikon ist zu den normalen Öffnungszeiten nur noch telefonisch erreichbar. 
  • Fällanden: Das Gemeindehaus wird ab Dienstag für den frei zugänglichen Publikumsverkehr geschlossen. Die Bevölkerung wird gebeten, Anliegen telefonisch oder per E-Mail bei der gewünschten Abteilung anzubringen. Persönliche Kontakte sind nur nach Voranmeldung und individueller Terminvereinbarung möglich für Dienstleistungen, für die ein persönlicher Austausch zwingend notwendig ist. 
  • Maur: Die Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung schliesst für den Publikumsverkehr. Telefonisch und per E-Mail sind die Verwaltungsabteilungen zu den ordentlichen Öffnungszeiten weiterhin erreichbar.  
  • Turbenthal: Die Schalter der Gemeindeverwaltung sind ab sofort geschlossen. Zwingend notwendige Besuche sind weiterhin möglich, jedoch nur nach vorgängiger Vereinbarung eines Termins. Besucher sollen sich während der ordentlichen Öffnungszeiten per E-Mail oder Telefon bei der zu-ständigen Abteilung melden.

17. März, 15.30 Uhr: Fussball Europameisterschaften werden verschoben

SWITZERLAND UEFA SOCCER CORONAVIRUS OUTBREAK

Die Fussball-EM 2020 soll wegen der Corona-Krise in den Sommer 2021 verlegt werden. Einem entsprechenden Vorschlag der Uefa haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Klubvereinigung ECA zugestimmt. 

17. März, 15 Uhr: Wie ausgelastet sind die Spitäler?

Daniel Koch auf die Frage eines Journalisten zur Auslastung der Schweizer Spitäler: «Die Infrastruktur ist das eine. Viel wichtiger ist aber das Personal. Sie können nicht in zwei Tagen Intensiv-Personal ausbilden. Deshalb müssen wir jetzt unbedingt schauen, dass die Ansteckungen zurückgehen und nicht erst in 10 Tagen, dann kommen die Spitäler an den Anschlag.» Die Zahlen der Intensivpflege-Plätze werde man erfassen. Genauere Zahlen zur derzeitigen Auslastung der Spitalbetten kann Koch nicht nennen.

17. März, 14.50 Uhr: Darf man noch auf Spielplätze?

Wie lautet die Empfehlung des BAG: Soll man fremde Kinder noch betreuen und müssen Spielplätze gemieden werden?
Daniel Koch: «Die Kinder sollen ein einigermassen normales Leben weiterführen können. Isolieren ist nicht nötig. Sorgen macht uns aber, dass die jungen Erwachsenen, die auf Spielplätze eng beieinander stehen, sich nicht überlegen, wie nahe sie ihren älteren Verwandten kommen. Die Trennung der Generationen müssen wir im Auge behalten. Es ist das Verhalten, das den Unterschied macht. Es geht nicht, dass wir uns zu nahe treten.»

17. März, 14.35 Uhr: Gibt es genügend Tests?

Ein Journalist hat eine Frage zur Verfügbarkeit der Tests. Daniel Koch: «Es gibt verschiedene Modelle, die Tests auszuweiten, aber im Moment werden vor allem die Leute getestet, die Symptome haben oder solche, die zur Risikogruppe gehören. Wir testen aber nicht weniger, sondern jeden Tag mehr. Die Hauptbotschaft der Tests ist zu wissen, ab wann man unbedingt zu Hause bleiben sollte.»

17. März, 14.25 Uhr: Die Armee informiert

Droz sagt, die Priorität liege momentan auf dem Tessin. Andere Kantone haben aber auch schon Anfragen deponiert. «Die Armee ist bereit.» Das Ziel sei, die Truppen so schnell wie möglich einsetzen zu können.

17. März, 14.20 Uhr: News vom Seco und EDA

Die Schweiz erlebe eine Situation, wie sie noch nie dagewesen sei, so Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin Seco. Es gehe jetzt auch darum, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Kurzarbeitentschädigung sei ein sehr wichtiges Instrument. Für KMU stehen die Bürgschaften für Bankkredite zur Verfügung. Es müssen so viele Probleme wie möglich gelöst werden, sagt Ineiechen-Fleisch. Das Seco erhalte viele Fragen zum genauen Vorgehen bei der Beantragung von Unterstützung. Ab Donnerstag werde es nebst der Webseite auch eine Hotline geben. Der Solidaritäsgedanke sei riesig in der Bevölkerung. Viele kämen mit Ideen und Vorschlägen.  

Die EU habe am Donnerstag eine Bestimmung in Kraft gesetzt, die die Ausfuhr von Medizingütern bewilligungspflichtig machen. Das Seco helfe hier aus.

100 Schweizer befinden sich noch in Marokko, wie das EDA informiert. Die Situation habe diplomatische Verhandlungen erfordert. Eine Rückkehr in die Schweiz wird heute einigen Reisenden durch Flüge ermöglicht. Es sind allerdings kommerzielle Flüge, die Reisenden sind für die Buchung selbst verantwortlich.

17. März, 14.10 Uhr: 19 Todesfälle schweizweit

Daniel Koch vom BAG: «Wir müssen umsetzen, was der Bundesrat gestern beschlossen hat. Es muss uns gelingen, dass wir die Infektionen untereinander zurückbinden. Wir können das Virus nicht stoppen. Die Zahlen sind weiter angestiegen, dass sind aber die Leute, die sich vor einer Woche angesteckt haben. Es wird morgen nicht unmittelbar weniger Ansteckungen geben. Moment haben wir 2650 Fälle, das sind aber Ansteckungen von der Vergangenheit. Derzeit haben wir 19 Todesfälle zu beklagen.»

17. März, 13.45 Uhr: Das Neuste aus dem Bundeshaus

Um 14 Uhr informiert der Bundesrat über den neusten Stand der Dinge. 

17. März, 13.35 Uhr: Weitere Infizierte im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind aktuell 294 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 24 mehr als am Montag. Am Sonntag wurde bekannt, dass ein 88-jähriger Mann dem Virus erlegen ist.

17. März, 12.05 Uhr: Supermarkt, Coiffeur, Bordell - was hat geöffnet?

Am Montag wurde die schweizweite Notlage ausgerufen. «Züriost» hat zusammengefasst, welche Einrichtungen offen bleiben und worauf man vorerst verzichten muss. 

Den Artikel dazu finden Sie hier. 

17. März, 11.50 Uhr: Kein Motocross in Schlatt

Das Motocross Schlatt vom 25./26. April findet nicht statt. «Die neueste Entwicklung der Corona-Krise macht diesen Entschied leider unausweichlich», schreibt der organisierende Motoclub Wila auf seiner Website. Am Motocross zwischen Unter- und Oberschlatt wäre auch ein Rennen der Amateur-Europameisterschaft ausgetragen worden.

17. März, 11.30 Uhr: Rock the Ring entscheidet diese Woche über Durchführung

Wie wirkt sich das Corona-Virus aufs Festival im Betzholz-Kreisel aus? Rock-the-Ring-Verwaltungsratspräsident Gérard Jenni sagt, diese Woche werde im Rahmen einer Konferenz entschieden, ob man das Risiko eingehen und am Festival festhalten will oder ob man es absagt. Knifflig sei der Entscheid aufgrund der Gagen-Frage.

Da der Termin im Juni, also jenseits der bundesrätlichen Massnahmenfrist, liegt, stellt sich die Frage, ob bei einer Absage «Höhere Macht» geltend gemacht werden kann. Wäre das nicht der Fall, müsste das Festival die Gagen bezahlen. Umgekehrt müssten aber die Künstler den Ausfall tragen, wenn sie wegen eines Ausreiseverbots nicht einfliegen und deshalb ihren Auftritt absagen würden. Die Fragen würden nun juristisch geklärt. Jenni rechnet am Donnerstag mit einem Entscheid und einer offiziellen Stellungnahme.

17. März, 11.15 Uhr: Verkehr und Pendlerströme nehmen ab

SWITZERLAND PANDEMIC CORONAVIRUS FRANCE BORDER

«Es hatte markant weniger Verkehr», sagte Barbara Roelli, Verkehrsredaktorin bei Viasuisse, am Vormittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Lediglich am Nordring bei Zürich - der Umfahrung der Autobahn A1 um die Stadt - habe es Störungen gegeben. «Aber in sehr kleinem Rahmen.»

An einigen Grenzübergängen gab es hingegen Wartezeiten, wegen der seit Mitternacht eingeführten Kontrollen. Namentlich am Übergang Bardonnex GE hätten die von Frankreich her Einreisenden warten müssen, sagte Roelli. Staus gab es auch in Rheinfelden D - dort müssen sich aus Deutschland Kommende kontrollieren lassen.

130 Grenzübergänge geschlossen

Seit Dienstag um Mitternacht wird der Grenzverkehr in die Schweiz an den grösseren Übergängen kanalisiert, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Montag mitgeteilt hatte. Rund 130 kleine Grenzübergänge sind landesweit geschlossen worden.

Einreisen dürfen nur noch Schweizerinnen und Schweizer, Personen mit gültigen Aufenthaltspapieren und Menschen, die zum Arbeiten in die Schweiz kommen. Diese Einreisebeschränkung betrifft den Personenverkehr. Güter dürfen passieren.

17. März, 11 Uhr: Migros installiert Schutzscheiben an Kassen

Zum Schutz des Kassenpersonals in den Migros-Filialen montiert der Grossverteiler in den nächsten Tagen Plexiglasscheiben an den Kassen. Für das Unternehmen habe der Schutz ihrer Mitarbeitenden oberste Priorität, schreibt Migros-Sprecher Marcel Schlatter auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-sda. Weil Desinfektionsmittel zurzeit kaum mehr erhältlich sind, habe man mit der Produktion von solchen in der Eigenindustrie begonnen.

Alle 100'000 Mitarbeitenden der Migros-Gruppe seien bereits mit Desinfektionsmitteln ausgerüstet worden. Dazu würden die Hygienerichtlinien des Bundesamtes für Gesundheit strikte eingehalten.

Kartenzahlung statt Bargeld

Die Einhaltung dieser Regeln und eine regelmässige, herkömmliche Flächenreinigung böten einen wirksamen Schutz vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Auch «begrüssen wir es, wenn Kundinnen und Kunden statt mit Bargeld ihre Einkäufe mit Karten bezahlen.»

17. März, 10 Uhr: Gemeinden richten Hotlines ein

Folgende Gemeinden haben für lokale Fragen der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Coronavirus Hotlines eingerichtet:

  • Die Stadt Uster nimmt ab Dienstag, 17. März 2020, die Hotline 0800 99 11 00 von 8 bis 20 Uhr in Betrieb. Zudem wurde eine neue Website online gestellt, um innerhalb der Bevölkerung die Solidarität von Freiwilligen zu unterstützen. Die Schalter der Stadtverwaltung sind nur noch von 9 Uhr bis 12 Uhr geöffnet.
  • Gossau nimmt für nicht-medizinischen Fragen Anrufe unter Tel. 044 936 55 05 entgegen. Diese Nummer gilt für die Einwohner/innen von Gossau und Grüningen und ist 24 Stunden täglich zugänglich. 

17. März, 9.35 Uhr: Kein Blues'n'Jazz im Juni

Auch die Veranstalter des traditionellen Blues'n'Jazz in der Rapperswiler Altstadt sagen die diesjährige Ausgabe vorsorglich ab. Das Bedauern sei gross, denn die Planung sei bereits abgeschlossen gewesen. Sämtliche bereits erworbenen Tickets können zurück gegeben werden, wie CEO Reto Caviezel schreibt. Neuigkeiten gibt es bereits schon für das nächste Festival: Dieses soll vom 11. bis 13. Juni 2021 stattfinden. «Einige der für dieses Jahr vorgesehenen Musikacts werden in den nächsten Tagen ein Angebot von uns erhalten», so Caviezel weiter. Der Vorverkauf für den Event ist über www.ticketcorner.ch bereits gestartet.

17. März, 8.30 Uhr: Pferdesporttage Uster finden nicht statt

Die Pferdesporttage Uster (1. bis 10. Mai), werden abgesagt. Das vom Bundesrat ausgesprochene Verbot für Veranstaltungen mit über 100 Personen gilt vorerst bis zum 19. April. Die Pferdesporttage Uster, die nach Ablauf dieser Frist hätten beginnen sollen, werden proaktiv abgesagt. Diesen Schritt bedaure man sehr, schreibt der Reitverein Uster. In der derzeit herrschenden Ausnahmesituation gebe es jedoch keinen anderen vernünftigen Weg. Die Voraussetzungen für die Durchführung einer Grossveranstaltung seien derzeit schlicht nicht gegeben. Eine Verschiebung des Springreitturnieres ist gemäss OK aus organisatorischen Gründen leider keine Option. 

17. März, 7.50 Uhr: «Die Truppe kann das»

Der Chef der Armee, Thomas Süssli, äussert sich zur Aufstockung des Assistenzdienstes auf bis zu 8000 Armeeangehörige.

16. März, 21.20: ÖV-Angebot wird angepasst

Mit den heute kommunizierten Massnahmen des Bundesrats zur Eindämmung des Coronavirus wird das gesellschaftliche Leben in der Schweiz weiter eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund und weil mit Personalausfällen zu rechnen ist, reduzieren die Schweizer Transportunternehmen auf Anordnung von SBB und PostAuto und in Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr das Angebot vorausschauend und geordnet, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Fahrplananpassung erfolge ab Donnerstag, 19. März 2020, Schritt für Schritt und gelte bis auf Weiteres. 

Geplant ist, zuerst den nationalen und internationalen Fernverkehr, danach den Regionalverkehr auf der Schiene und am Schluss den Regionalverkehr auf der Strasse sowie den Ortsverkehr anzupassen. Dabei wird es sich nicht verhindern lassen, dass es zu Anschlussbrüchen, Ausfällen und Verspätungen kommen wird. Die Züge des Fernverkehrs verkehren ab Donnerstag schrittweise generell im Stunden- statt im Halbstundentakt. Die ersten und letzten Takt-Verbindungen sind nicht von Einschränkungen betroffen, da diese wichtig sind im Zusammenhang mit Schichtarbeiten und für die Erschliessung der Schweiz und ihrer Regionen. Nächtliche Zusatzverbindungen an den Wochenenden fallen ersatzlos aus. Das ÖV-Angebot zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern wird stark reduziert. Züge des internationalen Fernverkehrs fahren noch bis an die Grenzbahnhöfe.

16. März, 19.47 Uhr: «Klimastreik Uster» verschiebt Demo

Die Corona-Krise hat sogar die zuvor allgegenwärtige Klima-Krise in den Hintergrund gedrängt. Davon zeugt auch die jüngste Mitteilung der Bewegung Klimastreik Uster. Vor gut einer Woche hatte diese im Ustermer Stadtpark eine Baumpflanz-Aktion durchgeführt und am kommenden Wochenende war in Uster eine Klimademo geplant. Diese wurde nun aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

«Wir nehmen das Coronavirus sehr ernst und möchten dazu beitragen, die Ausbreitung zu verlangsamen», schreibt die Bewegung in einer Mitteilung und ruft dazu auf, an der Solidaritätsaktion Uster Hilft teilzunehmen. Um trotz verschobener Demo weiterhin «lautstark» den Klimanotstand in Uster zu fordern, soll auf der Website des «Klimastreik Uster» eine Petition unterschrieben werden.

Die Corona-Krise zeige, «wie schnell es gehen kann» - das gelte auch weiterhin für die Klima-Krise. Und: «Die Corona-Krise zeigt, was die Politik alles bewirken kann, wenn nur der Wille besteht», heisst es in der Mitteilung weiter.

16. März, 19.15 Uhr: Die Pressekonferenz des Bundesrats als Zusammenfassung

SWITZERLAND GOVERNMENT CORONAVIRUS

Der Bundesrat hat an seiner Pressekonferenz offiziell die Notlage erklärt. Damit gelten die Beschlüsse des Bundesrates fortan für das ganze Land und vereinheitlichen die diversen Massnahmen, die in den einzelnen Kantonen bereits getroffen wurden.

«Jetzt muss ein Ruck durch unser Land gehen», sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Dieser Ruck kommt um Mitternacht in Form der Schliessung aller Restaurants, Kinos, Pärke, Museen, Freizeitangeboten und Läden, die für die Grundversorgung keine Rolle spielen. Offen bleiben Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien, Bahnhöfe, Kioske, Banken, Postschalter und übrige Einrichtungen im öffentlichen Dienst. Kinderhorte dürfen nur geschlossen werden, wenn der Kanton eine Notfallbetreuung anbieten kann.

«Die Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer zuhause arbeiten können», erklärte Alain Berset, Vorsteher des Eidgenössischen Departementes des Innern. «Bleiben sie zuhause und meiden sie Kontakte mit anderen Menschen.» Gleichzeitig sei das Anhäufen von Notvorräten nicht nötig, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten sei sichergestellt.

Jeder Einzelne kann betroffen sein

Alle an der Pressekonferenz anwesenden Bundesratsmitglieder wurden nicht müde zu betonen, dass die Eigenverantwortung jedes Einzelnen im Zentrum steht. Das Hauptziel sei, Engpässe in Spitälern zu vermeiden. «Denn dann kann auch die Herzoperation nicht mehr durchgeführt werden und der Hirntumor nicht mehr entfernt», sagte Sommaruga. «Heute geht es darum, der Bevölkerung aufzuzeigen, warum jeder Einzelne von uns betroffen sein kann, auch wenn man nicht zur Risikogruppe gehört.» Um die Ausbreitung des Coronavirus zusätzlich zu stoppen, habe man entschieden, die Einreisebeschränkungen für Italien, die seit Freitag gelten, auch auf Deutschland, Österreich und Frankreich auszudehnen.

Gleichzeitig soll nun die Armee verstärkt eingesetzt werden. Laut Bundesrätin Viola Amherd, Vorsteherin des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, können in der nächsten Zeit 8000 Soldaten aufgeboten werden, um Unterstützung in den Bereichen Logistik, Gesundheitswesen und Sicherheit zu bieten. Die Priorität liege dabei ganz klar bei Einsätzen im Gesundheitswesen.

Einen vergleichbaren Einsatz der Schweizer Armee habe es seit dem zweiten Weltkrieg nicht gegeben. «Armee soll dann zum Einsatz kommen, wenn es sie braucht. Nun sind wir an diesem Punkt angekommen.» Ein bewaffneter Einsatz steht für Amherd nicht zur Debatte. Die Armee sei nur subsidiär im Einsatz, betonte sie. Die Sicherheit sei nach wie vor Sache der Kantone.

Öffentlicher Verkehr wird reduziert

In der anschliessenden Fragerunde wurde auch das Thema Schutzmasken aufgegriffen. Daniel Koch, Leiter Übertragbare Krankheiten des Bundesamtes für Gesundheit, stellte einmal mehr klar: «Schutzmasken sind nur für erkrankte Personen und für professionelles Personal gedacht.» Da es sich dabei um ein knappes Gut handle, werde nach wie vor vom Tragen solcher Masken abgeraten, damit es für das Personal zur Verfügung steht, das es wirklich braucht – also etwa Spitexpersonal oder Angestellten von Altersheimen. «Wenn diesen Personen die Schutzmasken ausgehen, werden wir Tote zu beklagen haben.»

Zudem verkündete Simonetta Sommaruga, auch der öffentliche Verkehr werde reduziert. «Einerseits wird es keine grenzüberschreitenden Züge mehr geben und auch  im regionalen Personenverkehr wird es zu Einschränkungen kommen.» Die Situation der Notlage behaupte jedoch nicht, dass allen Schweizerinnen und Schweizern ein rigoroser Hausarrest auferlegt werde. «Wir wollen nicht den totalen Stillstand in diesem Land, dazu gibt es im Moment keinen Grund», sagte Sommaruga. Der totale Shutdown sei nicht nötig, solange sich die Bevölkerung an das Social Distancing und die Hygienevorschriften halte. (Foto: Keystone)

16. März, 19.10 Uhr: Ende der Konferenz des Regierungsrates

Zum Schluss der Medienkonferenz sagt Regierungsratspräsidentin Carmen Walker Späh: «Ich hoffe, Sie haben es gespürt: Der Regierungsrat steht voll hinter den Massnahmen des Bundesrats.» Sie appelliert an die Solidarität aller Menschen im Kanton Zürich: «Alle müssen einen Beitrag leisten, damit wir dieses Virus so schnell wie möglich in den Griff bekommen.»

Der Regierungsrat hat sich während der ganzen Medienkonferenz klar hinter den Entscheid des Bundesrats gestellt, die «ausserordentliche Lage» auszurufen. Sicherheitsdirektor Mario Fehr betonte, dass die Zürcher Regierung gegen kantonale Alleingänge sei. Entsprechend weicht die Kantonsregierung auch nicht von den Vorgaben des Bundes ab. Somit müssen im ganzen Kanton um Mitternacht Läden, Cafés und Restaurants schliessen – ausser sie sind für den Grundbedarf essenziell. Auch der öffentliche Verkehr wird weiterhin fahren.

16. März, 19.05 Uhr: Fake News könnten zunehmen

Die letzten beiden Fragen drehen sich um Kitas und Fake News.

Zu den Fake News sagt Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP), dass zunehmend Mails mit entsprechendem Inhalt kursieren würden. Diese sähen aus, als stammten sie etwa vom Bundesamt für Gesundheit und seien häufig gut gemacht. Man müsse leider davon ausgehen, dass solche Aktivitäten noch zunehmen würden.

Was die Kitas betrifft, so hofft Silvia Steiner nicht, dass diese schliessen müssen. Sie gehe davon aus, dass in der bundesrätlichen Verordnung stehe, dass die Betreuung der Vorschulkinder gewährleistet werden muss. Falls Kitas wider Erwarten schliessen würden, müsse man ein anderes Betreuungsangebot zur Verfügung stellen.

16. März, 19 Uhr: Polizeiposten bleiben offen

Polizeiposten würden im Kanton Zürich – anders als im Kanton Luzern – nicht geschlossen, sagt Mario Fehr. «Es ist ganz wichtig, dass sich die Leute gerade in solchen Zeiten sicher fühlen.»

Zuvor drehte sich eine Frage darum, wie Arbeitnehmer im Stundenlohn nun nicht durch die Maschen fallen. Ernst Stocker antwortete, dass man «diverese Massnahmen» prüfe, auch für Arbeitnehmer im Stundenlohn wie etwa in der Gastronomie. «Mit Liquiditätsspritzen ist diesen Leuten nicht geholfen, das ist klar – auch in diesem Bereich müssen wir unbürokratische Wege finden.»

Zuvor ging es wieder einmal um die Schulen: «Ich bin der Auffassung, dass der Zeitpunkt für die Massnahmen im Bildungsbereich genau der richtige war», sagt Silvia Steiner. Die Umsetzung laufe besser als erwartet, die Schulen seien gut vorbereitet. «Ich glaube, dass in einer so speziellen Lage die Situation täglich neu beurteilt werden muss», so Steiner. Vor 14 Tagen habe sich noch niemand Schulschliessungen vorstellen können. «Die Leute müssen für solche Massnahmen auch bereit sein.»

16. März, 18.55 Uhr: ÖV, Schulen, Sport

Weitere Fragen drehen sich um den öffentlichen Verkehr, die Schulen und den Sport.

Zum ÖV sagt Ernst Stocker, dass dessen Ausdünnung aus Sicht des Kantons Zürich «der falsche Weg» sei. Der ÖV bleibe das Rückgrat der Wirtschaft. «Wie sollen die Leute ohne ÖV noch zur Arbeit kommen?»

Was die Schulen betrifft, so hätten diese verschiedene Möglichkeiten, auf die spezielle Situation zu reagieren, sagt Bildungsdirektorin Silvia Steiner. Die schwierigste Aufgabe käme aber nach dem Schulunterbruch auf die Lehrer zu: Festzustellen, welche Kinder eine Bildungslücke hätten.

Und zuvor antwortete Mario Fehr auf die Frage, welcher Sport noch möglich sei, mit einem konkreten Beispiel aus seinem Alltag: «Ich bin heute mit dem Bike zur Arbeit gefahren.» Es sei sinnvoll, dass die Leute nach draussen gingen, in den Wald spazieren oder joggen. «Beim Tennis würde ich aber vorschlagen: Spielen Sie Einzel, nicht Doppel.»

16. März, 18.50 Uhr: Frage nach den Haftanstalten

Auf eine entsprechende Frage antwortet Mario Fehr, dass man weitere Massnahmen ergreifen könnte, man sich aber bisher dagegen entscheiden habe. Er spricht sich aber gegen kantonale Alleingänge aus.

Zuvor hatte Jacqueline Fehr eine Frage nach dem Zustand der Gefängnisse zu beantworten: «Die Haftanstalten im Kanton Zürich haben hervorragende Epidemiepläne», sagte sie. Es werde dafür gesorgt, dass genügend Einzelhaftzellen zur Verfügung stünden.

Bisher gäbe es aber keinen Corona-Fall in den Haftanstalten. Die Aufseherinnen und Aufseher leisteten hier einen wichtigen Beitrag. (Foto: Keystone)

16. März, 18.45 Uhr: Appell nach Eröffnung der Fragerunde

Nach Eröffnung der Fragerunde sagt Polizeikommandant Thomas Würgler: «Wir werden unsere Leute anweisen, die Verbote im Veranstaltungsbereich durchzusetzen.»

Regierungsrat Fehr ergänzt, dass jetzt, wo die Spielregeln klipp und klar seien, grosse Einigkeit herrsche: Die Massnahmen müssten durchgesetzt werden. «Wir brauchen aber die Mithilfe der Zürcher Bevölkerung», sagt Fehr. «Wer sich nicht an diese Regeln hält, handelt asozial in einer solchen ausserordentlichen Situation.». Er sei überzeugt, dass sich die kollektive Vernunft jetzt durchsetzen werde, so Fehr. Und dort, wo sie sich nicht durchsetze, werde man sie durchsetzen.

16. März, 18.40 Uhr: «Kein Kind soll unbetreut bleiben»

Wie es in der aktuellen Situation um die Betreuung der Schulkinder stehe, habe viele Fragen aufgeworfen, sagt Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP). In den Städten Zürich und Winterthur sei die Umsetzung schwieriger als in kleinen Landgemeinden. Für Steiner gilt nach wie vor die Losung: «Es gilt nach wie vor: Kein einziges Kind soll unbetreut bleiben.»

Der Schnitt der Auslastung der Kitas liege insgesamt unter 50 Prozent. Heisst: Die Eltern hätten andere Lösungen gesucht. Die Verhaltensregeln des Bundes hätten gut umgesetzt werden können. Ab heute gelten für Krippen: Priorität hätten Kinder, deren Eltern in einem Bereich arbeiten, der für die Bevölkerung unerlässlich seien.

Bei den Mittel- und Berufsfachschulen laufen die Vorbereitungen auf Fernunterricht auf Hochtouren.

Die Nachprüfungen zur Gymi-Aufnahmeprüfungen würden wie plangemäss durchgeführt.

16. März, 18.30 Uhr: «Taskforce Wirtschaft» wird gegründet

Um die negativen Folgen der Massnahmen auf die Wirtschaft einzudämmen, habe der Kanton eine «Taskforce Wirtschaft» eingesetzt, erklärt Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP).

Kurzarbeitsbegehren sollen schnell und unbürokratisch abgehandelt werden. Auch im Steuerbereich würden Massnahmen folgen, etwa die Aufschiebung der Zahlung. Zudem seien Notkredite ein Thema.

16. März, 18.30 Uhr: Nicht «zwingend nötige» Operationen werden aufgeschoben

Natalie Rickli sagt, dass man mit dem ersten Todesfall habe rechnen müssen und kondolierte den Angehörigen.

Auch sie begrüsst die Entscheidungen des Bundesrats. Die Einsetzung der Kantonalen Führungsorganisation (KFO) nehme dem Regierungsrat vor allem administrative Last ab.

Weiter betont sie, dass «unsere Spitäler gut aufgestellt» sind – Stand heute. Man habe jetzt aber auch bessere Möglichkeiten, sich auf die schwierige Zeit vorzubereiten, die noch komme. Sämtliche Behandlungen, die nicht zwingend nötig sind, würden aufgeschoben. So habe man Zeit für nötige Eingriffe wie Schlaganfälle, Unfälle oder Geburten. (Foto: Keystone)

16. März, 18.25 Uhr: «Ausserordentliche Lage ist richtig»

Wie Polizeikommandant Thomas Würgler sagt, sei die Grundversorgung der Bevölkerung gefährdet. Deshalb sei die ausserordentliche Lage richtig. Die bundesrätlichen Vorgaben in Sachen Distanzhaltung und Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesen müssten «unter allen Umständen» gewahrt werden. Das sei jetzt Aufgabe der kantonalen Führungsorganisation.

Ein kantonaler Führungsstab analysiere die Lage ständig und informiere den Regierungsrat. «Eigentlich sind wir bereits seit zwei Monaten in diesem Modus», sagt Würgler. Man habe im Führungsstab bereits achtmal getagt – jetzt sei diese Lage auch formell ausgerufen.

Es gehe darum, sich auf die wesentlichen Fragen zu konzentrieren und die Massnahmen des Bundesrats durchzusetzen. Es brauche aber auch das Verständnis eines jeden, dass diese Massnahmen zwingend nötig sind. «Es geht um den Gemeinsinn, miteinander die Massnahmen durchzsetzen.

«Wir unterstüzten den Bundesrat ganz ausdrücklich», eröffnet Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Man werde auch das neue Grenzregime durchsetzen, an der Grenze sowie am Flughafen Zürich. Der Zivilschutz werde zentral eingesetzt, viele der 10'000 seien schon einbestellt worden, etwa für administrative Aufgaben in Spitälern oder für die Hotline.

 

16. März, 18.15 Uhr: Ausserordentliche Situation unbefristet im Kanton

Die ausserordentliche Lage im Kanton Zürich sei nicht befristet. Wichtig sei zu wissen, dass auch in einer ausserordentlichen Lage jede Direktion ihre Aufgaben wahrnehme. Man habe aber kürzere Wege – in denjenigen Fällen, in denen der Regierungsrat nicht mehr schnell genug reagieren könne, könne der Präsident der Kantonspolizei entscheiden.

«Der Regierungsrat hat an seiner ausserordentlichen Sitzung von heute Nachmittag für den Kanton Zürich die ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz festgestellt», sagt Walker Späh. Man wolle nun aufzeigen, was das für die Bevölkerung bedeute.

Man stufe die Lage als sehr ernst ein und sei deshalb «wirklich dankbar», dass der Bundesrat vorangegangen sei. Man trage seine Entscheidung «vollumfänglich» mit.

16. März, 18 Uhr: Der Kanton Zürich informiert

Sämtliche Regierungsräte sowie der Kommandant der Kantonspolizei Zürich sind anwesend. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh hat die Medienkonferenz eröffnet.

Der Kanton Zürich informiert nach dem Bund zum Coronavirus. Die Konferenz wird nicht live übertragen, die folgenden Ticker-Informationen werden vom «Tagesanzeiger» bezogen. (Foto: Keystone)

16. März, 18 Uhr: Totaler Shutdown noch nicht nötig

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga erklärte, weshalb man nicht schweizweit eine Ausgangssperre verhängt habe, wie sie in einigen anderen Ländern gelte.

«Wir haben uns mit den nun beschlossenen Massnahmen an die besonders gefährdeten Personen gewendet. Sie sollen zuhause bleiben und Menschenansammlungen vermeiden.» Man wolle aber nicht den totalen Stillstand in unserem Land. Wenn sich alle an diese Massnahmen halten, dann könne die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. So könne man erreichen, dass die Kapazitäten in den Spitälern auch für Schwerkranke vorhanden seien.  

«Wir sind aber in einem Prozess. Auch diese Massnahmen werden wir wieder überprüfen», sagte sie. Das geschehe in intensiver Zusammenarbeit mit den Kantonen. Diese seien auch für die Umsetzung der Massnahmen verantwortlich.

16. März, 17.25 Uhr: Assistenzdienst der Armee wird deutlich ausgebaut

VBS-Vorsteherin Viola Amherd informiert über die Mobilisierung der Armee. Der Bundesrat habe heute beschlossen, den Assistenzdienst der Armee deutlich auszubauen. Seit letzter Woche seien bereits 800 Armeeangehörige für die Unterstützung von Spitälern im Tessin im Einsatz. Neu sollen bis zu 8000 Armeeangehörige für den Assistenzdienst in zivilen Einrichtungen in der Schweiz zur Verfügung stehen. 

Weitere Gesuche bezüglich einer solchen Unterstützung seien bereits eingetroffen, sagt Amherd. Deshalb habe man beschlossen, mit der Aufstockung des Assistenzdienst den Kantonen und Blaulichtorganisationen für Aufgaben im Gesundheitswesen, bei logistischen Aufgaben und im organisatorischen Bereich zur Verfügung zu stehen. 

Gefragt seien nun Armeeangehörige der Spitalbatallione und Sanitätstruppen. Rund 3000 von ihnen stünden für die sanitätsdienstliche Unterstützung sofort bereit. Man wird laut Amherd nun die Rekrutenschulen und die Wiederholungskurse verlängern, um den Assistenzdienst personell auszubauen. Das werde aber noch nicht ausreichen. 

Man werde deshalb weitere Truppen aus diesem Bereich mobil machen. «Aber nicht einfach auf Vorrat», so Amherd. Das würde nichts bringen. Eventuell biete man gewisse Sanitätssoldaten und Armeeangehörige der Spitaltruppen vorsorglich auf, um sie entsprechend auszubilden. Diese Armeeangehörigen würden aber bereits über eine entsprechende militärische Ausbildung verfügen. So sei eine rasche Hilfe bei Gesuchen von zivilen Einrichtungen möglich. (Foto: Keystone)

16. März, 17.20 Uhr: Kontrollen an allen Landesgrenzen

An allen Schweizer Landesgrenzen wird wegen des Coronavirus ab Mitternacht wieder kontrolliert. Das erklärt Bundesrätin Karin Keller-Sutter. Der Bundesrat hat am Montag entschieden, nach Italien auch an den Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich Kontrollen durchzuführen.

Die Einreise aus den grossen Nachbarländern ist nur noch Schweizern und Schweizerinnen, Personen mit Aufenthaltsbewilligung sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Auch der Transit- und der Warenverkehr bleiben erlaubt.

Diese Massnahme dient dem Schutz der Bevölkerung. Ebenso sollen die Kapazitäten im Schweizer Gesundheitswesen aufrechterhalten bleiben. Um diese Aufgaben gezielt umzusetzen, werden kleinere Grenzübergänge geschlossen. Der Grenzverkehr wird auf grössere Grenzübergänge kanalisiert.

Bereits am Freitag hatte der Bundesrat angekündigt, die Einreise aus Risikoländern und -gebieten zu beschränken. Zunächst wurden an der Grenze mit Italien die Schengen-Grenzkontrollen wieder eingeführt.

Einreisen durften seit Freitag an der Südgrenze nur Schweizer Bürger und Ausländer mit gültiger Aufenthaltsbewilligung. Einreisen aus beruflichen Gründen bleiben ebenfalls möglich. Schweizerinnen und Schweizer im Ausland sollen selber aktiv werden, um ihre Rückreise zu organisieren, erklärt Keller-Sutter.

16. März, 17.10 Uhr: Ziel bleibt das gleiche

Bundesrat Alain Berset erklärt, man habe festgestellt, dass die am Freitag getroffenen Massnahmen des Bundesrates nicht einheitlich umgesetzt und nicht von allen eingehalten wurden. «Wir rufen alle dazu auf, die Massnahmen anzunehmen und sich daran zu halten.» Er appelliert an alle Bevölkerungsgruppen und Generationen, sich nun daran zu halten. «Es gibt keine Alternative», so Berset.

Alle vom Bundesrat verfügten Massnahmen würden einem Ziel dienen: «Dem Schutz der Bevölkerung, speziell der Risikogruppen und der Gesundheitseinrichtungen.» Dieses Ziel verfolge man auch mit den nun verschärften Massnahmen. Es gelte auch, das Gesundheitssystem gezielt zu entlasten und die besonders verletzlichen Personen zu schützen.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten sei gesichert. «Es ist nicht nötig, einen Notvorrat anzulegen», sagt Berset.

Das Leben gehe weiter. Man müsse ruhig bleiben. Die Situation werde sich irgendwann verbessern. 

 

16. März, 17 Uhr: Bundesrat erklärt den nationalen Notstand

Der Bundesrat erklärt den Notstand für die Schweiz. Ab Mitternacht müssen alle Geschäfte und Lokale geschlossen werden. Nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Öffentliche und private Veranstaltungen sind ab Mitternacht verboten.

Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete werden geschlossen. Ebenso werden Betriebe geschlossen, in denen das Abstand halten nicht eingehalten werden kann, wie Coiffeursalons oder Kosmetikstudios.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga erklärte an der Medienkonferenz: «Der Bundesrat hat sich gestern und heute zu ausserordentlichen Sitzungen getroffen und sich entschlossen, die ausserordentliche Lage für die ganze Schweiz auszurufen.» In der ganzen Schweiz würden nun einheitliche Regeln gelten. «Das brauchen wir jetzt. Und wir brauchen auch Sie, die gesamte Bevölkerung, die sich an diese Massnahmen hält.» 

Warum ist das so wichtig? Man müsse jetzt die Ausbreitung weiter bekämpfen, damit es auch weiterhin genug Platz in den Spitälern habe. Das sei im Interesse von Jung und Alt. «Wenn zu viele Menschen erkranken und in ein Spital eingeliefert werden, dann kommt es zu Engpässen.» Dann könnten auch andere Patienten, wie etwa Krebskranke oder Verunfallte, nicht mehr behandelt werden. Das gelte es zu verhindern. 

«Das dient uns allen, kann aber nur erreicht werden, wenn sich alle daran halten. Jetzt muss ein Ruck durch unser Land gehen», sagte Sommaruga. Das sei ein Appell des Bunderates an die gesamte Bevölkerung. (Foto: Keystone)

16. März, 16.45 Uhr: Nach dem WC-Papier sind Spirituosen dran

Dass WC-Papier, Mehl oder Teigwaren derzeit bei den Detailhändlern weg gehen wie warme Weggli, ist bekannt. Nun haben die Hamsterkäufe auch bei den Getränkehändlern eingesetzt.

Laut Gabriela Mlaiel, Geschäftsführerin im Rio Getränkemarkt in Uster, merke man gut, dass sich die Leute für eine längere Zeit daheim eindecken. «Die Kunden begründen das dann jeweils so: Wenn wir schon daheim bleiben müssen, wollen wir es wenigstens schön haben.» Wasser und Bier werde derzeit viel gekauft, am gefragtesten seien aber Spirituosen und Weine.

Von einer allfälligen Panik hat Mlaiel aber nichts bemerkt. «Die Leute sind generell sehr entspannt drauf, überhaupt nicht hektisch.»

16. März, 16.30 Uhr: Bundesrat informiert um 17 Uhr

Die Medienkonferenz des Bundesrates soll nun definitiv um 17 Uhr stattfinden. 

Das hat Bundesratssprecher André Simonazzi soeben getwittert.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Gesundheitsminister Alain Berset, Justizministerin Karin Keller-Sutter und Verteidigungsministerin Viola Amherd werden über die neuen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus informieren.

16. März, 16.05 Uhr: Warten auf den Bundesrat

Was verkündet die Landesregierung an seiner auf heute Nachmittag angekündigten Medienkonferenz? Das fragt sich derzeit die ganze Schweiz. 
Kommt es zum nationalen Lockdown? Wird also in allen Kantonen die Notlage ausgerufen?

Nachdem immer mehr Kantonsregierungen den Notstand ausrufen, wird dieses Szenario immer wahrscheinlicher.

Angekündigt war die Medienkonferenz des Bundesrats «nicht vor 15 Uhr». Auf dem offiziellen Youtube-Kanal kann sie live mitverfolgt werden. Dort warteten zwischenzeitlich über 120'000 User auf die Live-Übertragung. 

Immer wieder läuft dort der Contdown für den Beginn der Medienkonferenz. Zuerst um 15 Uhr, dann um 15.15 Uhr. Inzwischen wird als Startzeit 16.30 Uhr angegeben. Das Warten geht weiter...

16. März, 16 Uhr: Coronafall in Grüninger Asylunterkunft

Ein Bewohner der Asylunterkunft in Grüningen wurde am vergangenen Samstag positiv auf das Coronavirus getestet. Das schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Die Einhaltung der Quarantäne-Vorschriften stünden derzeit im Mittelpunkt. Zur Unterstützung wurde der Zivildienst aufgeboten.

Gemeindeschreiberin Yvonne Cassol erklärt: «Wir haben verschiedene Zimmer in der Asylunterkunft, höchstens 2-Bett-Zimmer. Der Betroffene ist nun alleine in einem Zimmer isoliert.» Eine Verlegung in ein Spital sei nicht nötig, da es der kranken Person nicht so schlecht gehe, dass sie nicht selber für sich sorgen könne. «Neben der erkrankten Person wurden alle Bewohner instruiert, wie sie sich zu verhalten haben. Die restlichen acht Bewohner stehen derzeit unter Quarantäne, wie es vom Bund empfohlen ist.»

Zivilschutz übernimmt Verpflegung

Der aufgebotene Zivilschutz stelle sicher, dass niemand die Asylunterkunft verlasse und auch niemand hinein gelange. Auch für die Verpflegung der Asylsuchenden sei der Zivilschutz verantwortlich, sagt Cassol. «Es ist im Grunde nicht anders, wie wenn eine Familie betroffen ist. Mit dem Unterschied, dass die Massnahmen hier in einem etwas grösseren Stil greifen. Und dass man zuhause nicht den Zivilschutz vor der Türe hat.»

Laut dem Betreuer hätten die Bewohner ruhig auf die Nachricht reagiert und Verständnis für die Massnahmen gezeigt, sagt Cassol.

16. März, 15.55 Uhr: Mit Plexiglas gegen Bakterien

Einfallsreiche Detailhändler: In der Drogerie Teufer in Pfäffikon haben die Verantwortlichen aus Plexiglas eine Barriere zwischen den Kunden und dem Personal aufgestellt. Bleibt zu hoffen, dass die improvisierte Massnahme ihren Dienst tut. (Foto: PD)

16. März, 15.20 Uhr: Auch Kanton Waadt ruft Notstand aus

Immer mehr Schweizer Kantone rufen die Notlage aus und verschärfen ihre Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Am Montagnachmittag hat nun auch der Kanton Waadt diesen Schritt gemacht. 

Wie die Kantonsregierung in einer Mitteilung schreibt, gelten ab Dienstag, 17. März, um 6 Uhr folgende neuen Regeln: Demonstrationen und öffentliche Veranstaltungen werden verboten, private Versammlungen sind - unter Einhaltung der BAG-Verhaltensregeln - nur noch bis zehn Personen erlaubt. Grundsätzlich müssen alle Geschäfte geschlossen bleiben, mit Ausnahme der für die Grundversorgung der Bevölkerung notwendigen. 

16. März, 15 Uhr: Kein Fussball bis mindestens Ende April

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat am Montag festgesetzt, dass in Anlehnung an die Swiss Football League der gesamte Spielbetrieb, in sämtlichen Kategorien und Altersstufen, bis mindestens zum 30. April ruhen soll.

Der SFV rät des weiteren dringend davon ab, in dieser Zeitspanne Trainings durchführen zu wollen. Der Grund dafür: Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zählt Fussball zu den Mannschaftssportarten mit erhöhter Ansteckungsgefahr.

16. März, 14.30 Uhr: Ustermer Parlamentssitzung abgesagt

Die Sitzung des Ustermer Gemeinderats von heute Montagabend, 19 Uhr, wurde abgesagt. Wie der Parlamentsdienst mitteilt, hat die Ratspräsidentin diesen Entscheid auf Empfehlung des Stadtrats und der Gemeindeführungsorganisation gefällt. 

Von der Absage betroffen ist auch die ratsinterne Information über das Konzept «Kindheit, Jugend und Familie», die am Montag um 18 Uhr geplant war. 

Zudem werden alle Kommissionssitzungen, insbesondere diejenigen vom 23. und 30. März, nicht durchgeführt. Das Jahresschluss-Essen vom Freitag, 3. April, fällt ebenfalls aus und wird auf später verschoben. Ein neuer Termin wird noch kommuniziert.

Den Ustermer Fraktionen wird empfohlen, ihre Sitzungen ebenfalls abzusagen.

Über die Durchführung der konstituierenden Ratssitzung vom 6. April wird später entschieden.

16. März, 14 Uhr: Love Ride ist gestrichen

Der Love Ride Switzerland – Europas grösse Benefizveranstaltung zur Unterstützung von Menschen mit einer Muskelkrankheit oder Behinderung – kann in diesem Jahr aufgrund des Coronavirus nicht durchgeführt werden. Das schreiben die Veranstalter in einer Medienmitteilung. Die Veranstaltung hätte am Sonntag, 3. Mai, in Dübendorf stattgefunden.

Es ist in der Geschichte des Love Ride Switzerland noch nie vorgekommen, dass der Event abgesagt werden mussten. «Auch wenn das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen am 3. Mai wieder aufgehoben sein sollte, betrachten wir es als noch zu früh, den Grossanlass mit bis zu 15‘000 Besuchern durchzuführen», so Bruno Leutwyler, Chairman des Love-Ride-Komitees. Es habe für ihn und sein Team höchste Priorität, Personen in der Risikogruppe zu schützen. Dazu zählen am Love Ride vor allem Menschen mit einer Behinderung – und genau jene würden ja im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen.

Ein Ausweichdatum für den Love Ride zu finden, sei aufgrund der langen Vorlaufzeit des Events undenkbar. Finanziell entschädigt wird der Ausfall aber auch nicht. Leutwyler: «Die alljährlichen Spendengelder werden dennoch dringend benötigt, um die Betroffenen auch in diesem Jahr finanziell unterstützen zu können.» Das Komitee werde deshalb alternative Möglichkeiten zur Spendensammlung abwägen und am 3. Mai auf diversen Kommunikationskanälen entsprechend informieren.

Auch die Option eines Ride-out für die Betroffenen zu einem späteren Zeitpunkt werde geprüft, damit sie nicht gänzlich auf das Erlebnis verzichten müssen. Für die meistens im Rollstuhl sitzenden Personen sei der Ride-out jeweils das grosse Highlight der ganzen Veranstaltung. 

Der nächste Love Ride in Dübendorf findet voraussichtlich am 2. Mai 2021 statt.

16. März, 13.50 Uhr: Frühlingswiesn in Uster abgesagt

Wie die Organisatoren der Ustermer Frühlingswiesn auf ihrer Website schreiben, kann die geplante erste Durchführung des Events vom 1. bis 10. Mai in der Landihalle aufgrund des Coronavirus nicht stattfinden. «Die Gesundheit von uns allen geniesst oberste Priorität», heisst es weiter. «Wir wünschen euch und euren Familie beste Gesundheit. Pfiat eich!»

16. März, 13.45 Uhr: Obergericht stellt Betrieb ein

Wie das Obergericht des Kantons Zürich in einer Mitteilung bekannt gibt, wird der Verhandlungsbetrieb mit Ausnahme von dringlichen Verfahren per sofort eingestellt. Diese Massnahme gilt einstweilen bis am 31. März. Die Bezirksgerichte werden aufgefordert, dies ebenfalls umzusetzen. Der persönliche Kontakt im Rahmen der Justizverwaltung wird eingeschränkt. Anwaltsprüfungen, für die bereits ein Termin festgelegt wurde, finden nach Möglichkeit statt.

16. März, 13.40 Uhr: Drei weitere Todesfälle in Basel-Stadt

Im Kanton Basel-Stadt sind drei weitere Menschen am Coronavirus verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle im Stadtkanton auf vier. Bei den am Montag neu vermeldeten Menschen, die an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstorben sind, handelt es sich um zwei Männer und eine Frau, wie das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt mitteilte. Sie seien alle über 70 Jahre alt und hätten an Vorerkrankungen gelitten. Hospitalisiert waren sie im Universitätsspital Basel.

16. März, 13.35 Uhr: Dübendorfer Jazztage sind abgesagt

Die 9. Jazztage Dübendorf, die vom 19. bis 21. März hätten stattfinden sollen, wurden abgesagt. Das teilten die Organisatoren am Montag mit. 

Man habe «bewegte Tage» hinter sich. Fast täglich hätten Planänderungen vorgenommen werden müssen. 

Zuerst musste wegen der prekären Lage in Italien die geplante Ausstellung abgesagt werden. Dann wurde aufgrund des Einreisestopps der USA die Tournee von Jim Black abgesagt. Die Abriegelung von Madrid verhinderte, dass Daniel Garcia in die Schweiz einreisen konnte. Iiro Rantala habe aus eigenem Ermessen auf die Reise verzichtet und zu guter Letzt habe die Grenzschliessung zu Deutschland verhindert, dass das Eva Klesse Quartet einreisen darf.

Die 9. Jazztage Dübendorf werden auf später verschoben, wie die Organisatoren weiter schreiben. Man sei sich der Verantwortung bewusst und wolle nicht unsolidarisch sein. Deshalb schliesse man sich den Vorsichtsmassnahmen des Bundes an.

Das Wirtshaus Obere Mühle sei weiterhin offen und halte sich an die kantonalen Vorgaben.

16. März, 13.20 Uhr: Hallenbad Bauma ab Dienstag geschlossen

Das «Halli» Bauma wird ab dem 17. März bis auf Weiteres geschlossen. Das hat der Gemeinderat Bauma verfügt, wie das Hallenbadteam in einer aktuellen Mitteilung schreibt. 

Sämtliche Kurse, die im Hallenbad stattgefunden hätten, sind abgesagt. Bereits bezahlte Kursgelder werden bei der Buchung von neuen Kursen angerechnet oder werden «ausnahmsweise zurückerstattet». 

Abonnemente werden laut der Mitteilung sistiert und verlängern sich entsprechend der Schliessungsdauer des Hallenbads. 

16. März, 13.05 Uhr: Gemeinde Bubikon bildet einen Krisenausschuss

Der Bubiker Gemeinderat hat einen Krisenausschuss gebildet. Darin enthalten ist auch die Schulpflege. Das schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung. Aufgabe des Auschusses ist es, die Gemeinde und Verwaltung in der aktuell schwierigen Situation aufrechterhalten zu können.

Diverse Veranstaltungen in der Gemeinde wurden bis auf weiteres verschoben. Konkret sind das die Gemeindeversammlung vom 25. März, der Neuzuzügerabend vom 3. April, die Info-Veranstaltung vom 13. Mai und der Mitwirkungsanlass vom 6. Juni. Weiter werden sämtliche Sitzungen in der Gemeindeverwaltung mit Personen, welche nicht dem Gemeinderat oder der Verwaltung angehören, abgesagt.

Zudem bittet der Gemeinderat alle privaten Veranstalter, bis auf Weiteres auf die Durchführung von Anlässen zu verzichten. Mietverträge und Reservationen bezüglich allfälliger von der Gemeinde gemieteter Räumlichkeiten können während der Dauer der Krise unentgeltlich storniert werden.

Die Gemeindeverwaltung bittet zudem die Bubiker Einwohner, den Gang zur Gemeindeverwaltung nur im absoluten Notfall zu bewältigen und auf E-Mail, Telefon oder die Homepage auszuweichen.

16. März, 12.45 Uhr: Gemeinde Pfäffikon schliesst alle vermietbaren Räume

Die Gemeinde Pfäffikon schliesst per sofort alle vermietbaren Räume. Dazu zählen beispielsweise Sporthallen oder Singräume. Das Lehrschwimmbecken wird frühzeitig ausser Betrieb genommen. Die Regelung gilt vorerst bis am 27. April. 

16. März, 12.20 Uhr: Mann stirbt in Pflegeheim

Gestern Sonntag ist ein 88-jähriger Mann in einem Pflegeheim in der Stadt Zürich am Coronavirus gestorben. Es handelt sich um den ersten Todesfall im Kanton Zürich. Der Mann litt unter verschiedenen Vorerkrankungen. 

16. März, 12 Uhr: Kantone Wallis und Genf rufen Notlage aus

Nach den Kantonen Tessin, Graubünden, Jura, Neuenburg und Baselland haben am Montag auch das Wallis und der Kanton Genf die Notlage ausgerufen. Wie die beiden Kantonsregierungen mitteilen, gilt die Notstands-Regelung ab heute Montag, 18 Uhr. 

Ab diesem Zeitpunkt müssen Bars, Restaurants und Geschäfte schliessen. Ausgenommen sind alle Geschäfte, die der Grundversorgung dienen - also Lebensmittelgeschäfte oder Apotheken. Auch die Schalter der kantonalen und kommunalen Verwaltungen sollen geschlossen bleiben.

Restaurants und Cafés dürfen weiterhin Mahlzeiten zubereiten und diese den Kunden nach Hause liefern. Medizinische Therapien bleiben erlaubt, Kosmetik- und Wellnessbehandlungen jedoch nicht. Ebenfalls verboten werden sämtliche religiösen Versammlungen. Hotelbetriebe können weiterhin geöffnet bleiben und ihre Hotelgäste auch bewirten.

16. März, 11.50 Uhr: Bundesrat informiert ab 15 Uhr

Der Bundesrat wird heute Nachmittag über das weitere Vorgehen zur Bewältigung der Corona-Krise informieren. 

Wie Vizekanzler und Bundesratssprecher André Simonazzi twittert, startet die Medienkonferenz der Landesregierung «nicht vor 15 Uhr».

16. März, 11.30 Uhr: Krisengipfel im Bundeshaus - kommt der landesweite Lockdown?

Heute Montag um 12 Uhr kommt es in Bern zu einem Krisengipfel. Wie die Aargauer «CH Media» aus zuverlässigen Quellen erfahren haben will, trifft sich der Bundesrat mit den Kantonsregierungen und der Armeespitze, um weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu beschliessen. 

Wie «CH Media» weiter schreibt, stehe anscheinend ein landesweiter Lockdown zur Diskussion. So könnten schon bald in allen Kantonen Restaurants, Bars und Geschäfte - mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken - geschlossen bleiben. 

16. März, 11.10 Uhr: Detailhändler bitten Kunden auf Hamsterkäufe zu verzichten

Die Schweizer Detailhändler fordern ihre Kunden gemeinsam dazu auf, von Hamsterkäufen abzusehen. Die Grossverteiler Coop und Migros haben zusammen mit Aldi, Denner, Volg, Lidl, Manor und Spar ein Schreiben verfasst, das in den kommenden Tagen in diversen Medien geschaltet werden soll.

Darin halten die Detailhändler fest, dass die Landesversorgung nachhaltig gesichert sei und genug Lebensmittel und Bedarfsgüter für alle verfügbar seien. Man arbeite eng mit den Bundesbehörden und den Zulieferern zusammen, beliefere die Geschäfte noch häufiger. Auch die Regale würden schnell nachgefüllt. 

Im Schreiben appellieren die Händler zudem an die Solidarität ihrer Kunden: Wer mehr als nötig kaufe und Hamsterkäufe tätige, sorge möglicherweise dafür, dass andere leer ausgingen. Zudem würden dadurch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - in einer sonst schon sehr herausfordernden Zeit - über Gebühr strapaziert.

«Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Familie, Freunde und Nachbarn versorgt werden», heisst es in dem Schreiben. 

16. März, 10.55 Uhr: Feuerwehr Wetzikon-Seegräben stellt Übungsbetrieb ein

Weitere Feuerwehren in der Region verzichten ab sofort auf alle Übungseinheiten. Darunter auch die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben, die vorerst bis Ende April ihre Übungen streicht. 

Oberstes Ziel sei es, die Einsatzfähigkeit sicherzustellen. Durch die Streichung der Übungen könne eine gegenseitige Ansteckung unterbunden werden. Bei Einsätzen bestehe die Gefahr jedoch weiterhin. Darum sei es besonders wichtig, bei Einsätzen die Hygienemassnahmen einzuhalten, schreibt die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben in einer Mitteilung.

Die Mannschaft wurde angewiesen, krankheitsbedingte Ausfälle sofort dem Kommando zu melden. So habe man die Übersicht über die Einsatzfähigkeit.

Am Freitagabend hatte die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) den Feuerwehren in einem Schreiben empfohlen, auf Übungen oder Anlässe zu verzichten, die nicht im direkten Zusammenhang mit einem Einsatz stehen. Die GVZ selber hat bis auf Weiteres ihre Feuerwehrkurse abgesagt.

16. März, 10 Uhr: Zürcher Stadtspitäler brauchen Unterstützung

Die Zürcher Stadtspitäler Waid und Triemli wollen aufgrund der aktuellen Corona-Situation ihr Personal entlasten. Per Stelleninserat suchen die beiden Spitäler Studentinnen und Studenten mit einem abgeschlossenen Bachelor für «einfache klinische Tätigkeiten» oder «administrative, logistische oder organisatorische Tätigkeiten».

Gesucht werden nicht nur Studierende der Humanmedizin, sondern auch solche aus anderen Studiengängen. 

16. März, 9.45 Uhr: Spitäler klären nur Risikopatienten mit Symptomen ab

Die Spitäler Uster und Wetzikon weisen Patientinnen und Patienten darauf hin, dass sie nur Abklärungen und Behandlungen bei Personen durchführen, die gemäss der offiziellen Definition des BAG als Verdachtsfälle gelten und zu den Risikogruppen gehören. 

Um das Gesundheitspersonal zu entlasten, gilt es folgende Regeln zu beachten:

Sollten Sie sich krank fühlen, Fieber, Husten oder andere grippeähnliche Symptome haben, bleiben Sie zu Hause. Wenn Ihre Beschwerden behandelt werden müssen, melden Sie sich telefonisch bei Ihrer Hausärztin / Ihrem Hausarzt oder beim Ärztefon unter der Telefon-Nummer 0800 33 66 55. Begeben Sie sich nicht in die Hausarztpraxis oder ins Spital, wenn Sie nicht dazu aufgefordert werden.

Die Spitäler führen in der Regel nur noch bei sogenannten Risikopatientinnen und -patienten (ab 65 Jahren mit chronischen Krankheiten wie bspw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes etc. sowie immungeschwächten Personen) sowie beim Gesundheitspersonal SARS-CoV-2-Tests durch. 

Sollten Sie keine Symptome haben, aber dennoch verunsichert sein, ob eine Abklärung nötig ist, wenden Sie sich bitte an: 

  • Ihre(n) Hausärztin / Hausarzt
  • das Ärztefon im Kanton Zürich: Tel. 0800 33 66 55
  • oder an die offizielle Infoline des BAG: Tel. 058 463 00 00

16. März, 8.15 Uhr: Gemeindeverwaltungen schränken Betrieb ein

Die Gemeinde- und Stadtverwaltungen in der Region ergreifen Massnahmen, um ihre Mitarbeitenden und Kunden zu schützen. So bitten beispielsweise die Stadt Dübendorf und die Gemeinde Pfäffikon ihre Einwohner, die Verwaltung möglichst nur noch telefonisch oder online zu kontaktieren. Bei der Stadtverwaltung Dübendorf sind die Schalter nur noch für zwingend notwendige Dienstleistungen vom Montag bis Freitag von 11 bis 13 Uhr geöffnet. 

Auch eine Reihe von anderen Gemeinden in der Region hat bereits angekündigt, den Betrieb der Verwaltung einzuschränken. Informationen finden Einwohnerinnen und Einwohner auf der Homepage ihrer Wohngemeinde. 

 

16. März, 7.30 Uhr: Justizdirektorin will Fristen für Gerichtsverfahren stoppen

Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) fordert in einer Sendung von Radio SRF aufgrund der «ausserordentlichen Lage» die Fristen aller Gerichtsverfahren einzufrieren. Dies aus zwei Gründen: «Einerseits sollen Verjährungen aufgrund dieser Krise nicht eintreten. Andererseits soll es den Gerichten, Staatsanwaltschaften und anderen Anwälten möglich sein, ihre Arbeit auch zurückzufahren», sagt Fehr. So könnten sich auch Richter und Anwälte ins Homeoffice zurückziehen und sich um die Kinder kümmern, so wie es möglichst viele Menschen tun sollten. (Foto: PD)

16. März, 7 Uhr: SRG passt sein Programm Ausnahmesituation an

Ab Montagmorgen gibt es in den Schweizer Schulen keinen regulären Unterricht mehr. Das hat die SRG dazu veranlasst, sein Programm anzupassen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Insbesondere das Kinder- und Jugendprogramm wird angesichts der ab morgen geschlossenen Schulen per sofort ausgebaut. Auch das Angebot für ältere Menschen sowie Film- und Kulturinteressierte wird erweitert.

SRF weitet beispielsweise in Zusammenarbeit mit Lehrerverbänden das «SRF mySchool»-Programm aus, erweitert das Online-Erfolgsformat «Zwei am Morge» auf den TV-Sender SRF zwei aus, erhöht laufend die Anzahl Erklärvideos und plant auf den Radiokanälen interaktive Sondersendungen, welche die aktuelle Situation thematisieren sollen. Zudem sind virtuelle Museumsrundgänge in Abklärung, mehr Hörspiele, Podcasts und Wunschkonzerte werden ins Programm aufgenommen und diverse weitere Formate sollen laufend hinzukommen. (Foto: Pixabay)

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