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Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 16. März passiert

Die neuesten Entwicklungen

Coronavirus-Ticker: Das ist vor dem 16. März passiert

Die Auswirkungen des Coronavirus haben massive Auswirkungen auf das Leben in der Region. Im News-Ticker gibt es die wichtigsten Informationen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 15. März 2020, 19:30 Uhr Die neuesten Entwicklungen

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz gibt es 2200 bestätigte Fälle, 14 Personen sind am Coronavirus gestorben (Stand Sonntagmittag)
  • Im Kanton Zürich sind 140 Personen infiziert – davon elf bereits genesen
  • Unterricht an Schulen ist in der Schweiz bis am 4. April und im Kanton bis nach den Frühlingsferien verboten
  • Veranstaltungen ab 100 Personen sind verboten
  • Besuche in Spitälern und Altersheimen bleiben im Kanton verboten
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat eine 24-Stunden-Infoline eingerichtet unter Telefon: 058 463 00 00 

Ticker

15. März, 22 Uhr: Coronavirus-Fall an der Schule Fehraltorf bestätigt

An der Schule Fehraltorf wurde jemand positiv auf das Coronavirus getestet. Trotzdem wird am Betreuungsangebot für die nächsten Wochen festgehalten. Schulpräsidentin Carmen Evangelisti (FDP) sagt, warum.

Den ganzen Bericht lesen Sie hier.

15. März, 21.45 Uhr: Auch Graubünden macht dicht

Ein weiterer Kantone zieht beim Shutdown nach: Auch in Graubünden ist das öffentliche Leben ab Montag lahmgelegt. Läden und Betriebe, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind, müssen schliessen. Die Mobilität soll auf das Notwendige reduziert werden. Damit haben nun fünf Kantone das öffentliche Leben auf ein Minimum beschränkt.

15. März, 21 Uhr: Bundesrat plant weitere Sitzung für Montag

Der Bundesrat hat heute Abend eine ausserordentliche Sitzung abgehalten, um die Wirkung der am Freitag getroffenen Massnahmen zu analysiere, schreibt Bundesratssprecher André Simonazzi auf Twitter. «Der Bundesrat hat Bilanz gezogen über die Situation in den Kantonen und Nachbarländern und das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Epidemie diskutiert.» Der Bundesrat prüfe die Situation laufend und werde in Kürze eine weitere Sitzung zu diesem Thema abhalten, schreibt er abschliessend. 

Mit diesen Äusserungen zieht er schnell den Ärger der Twitter-Gemeinde auf sich. Eine Nutzer schreibt: «In Kürze? Morgen? Übermorgen oder am Mittwoch? Ihr seit zu lahm!!!! Handelt endlich schneller und entschlossener!» Sie ist damit nicht alleine. Ein weiterer Nutzer schreibt: «Bei allem Respekt, aber das ist keine gute Krisenkommunikation. Ihr könnt dem Volk doch nicht sagen «der BR hat darüber gesprochen, aber wir sagen nichts darüber». Das triggert nur noch mehr Hamsterkäufe». 

15. März, 20.50 Uhr: Oberländer Verhalten wird sich rächen

Am Sonntag haben die Oberländer die Sonne genossen und sind trotz des Coronavirus in Scharen zu den Ausflugszielen gepilgert. Sie liessen dabei alle Regeln des «Social Distancing» ausser Acht. Ein Verhalten, dass sich rächen könnte – und das schon ziemlich bald. 

Den ganzen Kommentar von Züriost-Chefredaktor Christian Brändli lesen Sie hier

15. März, 20.30 Uhr: Auch Neuenburg ruft den Notstand aus

Der Kanton Neuenburg hat am Sonntagabend den Notstand ausgerufen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus. Nach dem Tessin, Basel-Land und dem Jura ist Neuenburg damit der vierte Kanton, der eine solche Entscheidung trifft. Er tritt Sonntagmitternacht in Kraft. Ab dann bleiben alle Läden geschlossen, mit Ausnahme von solchen für Lebensmittel, Futter für Tiere, Apotheken, Kiosken Tankstellenshops und Banken, wie es in einer Mitteilung des Kantons vom Sonntag heisst. Restaurants dürfen noch bis Montag 14 Uhr öffnen. 

Versammlungen - öffentliche und private - sind ab sofort verboten. Ausgenommen sind unbedingt notwendige Treffen, wenn sie die Zahl von 20 Teilnehmenden nicht überschreiten. (sda)

15. März, 19.30 Uhr: Bundesrat berät über weitere Massnahmen

SRF-Bundeshausredaktor Christoph Nufer bestätigt auf Twitter, dass sich der Bundesrat zur Stunde zu einer Krisensitzung trifft und über weitere Massnahmen gegen das Coronavirus berät. Ähnliches hatte bereits der Blick vermeldet. Gemäss Informationen der Tagesschau von SRF will der Bundesrat heute nicht mehr informieren. 

15. März, 18.15 Uhr: Gratiskonzert in Uster

Dem Aufruf nach einem Gratiskonzert um 18 Uhr wurde auch in Uster von Linda Weidmann Folge geleistet (siehe Tickereintrag um 16.35 Uhr). Sie sang an der Archstrasse, weil man «in so schweren Zeiten nicht die Hoffnung verlieren sollte». In Kuba habe sie gelernt, dass Musik alles besser mache. 

Der musikalische Gänsehautmoment fand in Italien bereits am Freitagabend statt, als die Menschen zur gleichen Zeit Lieder gegen die Angst und Einsamkeit anstimmten. Tags darauf applaudierten in Spanien tausende Bürger von ihren Balkonen aus den Ärzten, Sanitätern, Krankenpflegern und anderen Helfern.

15. März, 18 Uhr: Traumaverarbeitung nach den Hamsterkäufen

Redaktor Thomas Bacher war gestern in den Oberländer Lebensmittelläden für eine Reportage über Hamsterkäufe unterwegs. Heute verarbeitet er diese Erlebnisse in seinem Blog und erklärt, warum es sich mehr lohnt, Mistgabeln und Äxte zu kaufen als Nudeln und Toilettenpapier. 

Den Blog gibt es hier zu lesen. 

15. März, 17.45: Kantonsrat abgesagt

Wie die Gesundheitsdirektion vermeldet, entzieht sie dem Zürcher Kantonsrat die Bewilligung für die morgige Sitzung. 

15. März, 17.40 Uhr: Kanton Jura zieht nach

Der Kanton Jura schliesst sich den Massnahmen der Kantone Tessin und Baselland an. Ab morgen Montag werden Restaurants, Kinos und andere Freizeitbetriebe geschlossen. Weiterhin geöffnet bleiben Lebensmittelläden, Tankstellen, Kioske, Banken, Post und Apotheken. 

15. März, 17.40 Uhr: National- und Ständerat brechen die Frühjahrssession ab

Das Schweizer Parlament bricht wegen der Coronavirus-Pandemie seine Beratungen ab. Dies teilten die Parlamentsdienste am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Am Montag hätte die dritte und letzte Woche der Frühjahrssession beginnen sollen. Aufgrund der sich rapide verschlechternden Coronavirus-Situation hätten die Ratsbüros beschlossen, die Session auf Antrag der Verwaltungsdelegation abzubrechen, teilten die Parlamentsdienste mit.

Es handle sich um einen Abbruch der Session, nicht um einen Unterbruch, wie Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. «Wir haben keine Geschäfte, die es notwendig machen, dass wir uns treffen», sagte Stöckli weiter. Das Parlament wolle den Menschen zeigen, dass man nur für dringendste und unaufschiebbare Aufgaben hinaus gehen und sonst zu Hause bleiben soll. «Die Situation ist ernst», sagte er weiter.

15. März, 17.20 Uhr: Ansturm auf Ausflugsziele trotz Coronakrise

Die unzähligen Sonnenhungrigen strömen auch an die Ustermer Schifflände. Auch hier ist Social Distancing eher ein Fremdwort. 

15. März, 16.55 Uhr: Armee schafft Spitalplätze in Zelten

Die Schweizer Armee packt bereits seit Freitag im Tessin helfend mit an. Nun hat sie via Twitter einige Bilder vom Hilfseinsatz gepostet. Sie schreibt dazu: «Schweizer Armee unterstützt Notstationen im Tessin. Spitalplätze werden durch Armeezelte geschaffen. Zusammenarbeit zwischen Armee, Sanitätsorganisationen und Zivilschutz für die hiesige Bevölkerung funktionieren gut.» Ab morgen Montag soll auch das Spitalbataillon 5 im Einsatz stehen. Gleichzeitig hat die Armee zusätzlche Rekrutierungen bis auf weiteres sistiert. 

15. März, 16.35 Uhr: Gratiskonzert als Zeichen der Solidarität

Auf Facebook verbreitet sich derzeit ein Aufruf zu einem schweizweiten Konzert wie ein Lauffeuer. Der Post von Daniel Lörtscher wurde bereits über 2300 Mal geteilt. Um 18 Uhr sollen alle Musiker der Schweiz von ihrem Fenster aus ein Gratiskonzert spielen. «Das Hören der Musik ist vom eigenen Zuhause aus mitzuverfolgen, nicht von der Strasse, gemäss Weisungen des BAG», schreibt Lötscher zum Bild. «Schlussapplaus zollt allen Dank, die sich für die Bevölkerung einsetzen.» (Screenshot: Facebook)

Machen Sie am Gratiskonzert mit oder sind Sie als Zuhörer dabei? Schicken Sie uns heute Abend ein Video per E-Mail an redaktion@zol.ch oder direkt via Whatsapp an 079 120 09 59. 

15. März, 16.20 Uhr: Social Distancing - kann man das essen?

Das schöne Wetter lockt hunderte von Spaziergängern an den Pfäffikersee – die Zahl der Menschen, die sich im Naherholungsgebiet tummeln, dürfte sogar noch höher sein als an «normalen» Wochenenden, da viele Veranstaltungen abgesagt wurden. Vom jetzt so wichtigen «Social Distancing» merkt man am Pfäffiker Seequai jedoch wenig. 

15. März, 16.10 Uhr: Jucker doch irgendwie offen

Die Jucker Farm in Seegräben hat noch vor zwei Tagen angekündigt, ihre Gastronomie zu schliessen, nur die Hofläden bleiben offen. Wer heute auf dem Erlebnishof anwesend war, dem zeigte sich jedoch ein anderes Bild, wie das Foto einer Leserreporterin zeigt. 

Auf der Website schreibt die Jucker Farm: «Innert kürzester Zeit konnten die Hofrestaurants auf dem Juckerhof und Bächlihof in erweiterte Hofläden umgebaut werden.» Zwar werde ein grosser Teil eingekocht, eingemacht und tiefgefroren, ein Teil der bereits gekochten Lebensmittel können einem Altersheim in Wetzikon abgegeben werden und die vorbereiteten Brunch-Platten stehen den Mitarbeitenden als Mittagsmenü zur Verfügung. Aber: «In der Manufaktur wird bereits an TakeAway Menüs getüfelt.» Denn per Sonntag, 15. März, hat der Jucker Hof auch Take-Away Produkte im Angebot. 

Soviel zu Gastronomie geschlossen...

15. März, 15.30 Uhr: Deutschland plant Grenzschliessungen

SCHWEIZ TESSIN ZOLL

Wegen des Coronavirus schliesst Deutschland ab Montagmorgen 8 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die «Bild-Zeitung» dies berichtet.

15. März, 15.05 Uhr: Notlage im Kanton Basel-Landschaft

Im Kanton Basel-Landschaft ergreift die Regierung einschneidende Massnahmen gegen das Coronavirus: Am Sonntag wurde die Notlage ausgerufen. Restaurants, Hotels, Kinos und Sportzentren werden geschlossen. Sämtliche öffentlichen und privaten Anlässe mit mehr als 50 Personen sind ab Montag um 6 Uhr verboten. (sda)

15. März, 15 Uhr: 800 neue Fälle innert 24 Stunden

Nach den neuesten Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gibt es in der Schweiz rund 2200 positiv getestete Corona-Patienten. Das sind 800 mehr als noch vor 24 Stunden.  Von den rund 2200 positiv getesteten Fällen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein lag bei 1563 Menschen eine Bestätigung für die Infektion mit der Lungenkrankheit Covid-19 vor, wie das BAG im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Bei 152 Fällen war eine Bestätigung ausstehend. Bei rund 440 Fällen war die Meldung noch nicht abschliessend erfasst. Weitere Angaben machte das BAG zu den Fällen nicht. (sda)

15. März, 13.15 Uhr: Klare Ansage

Die Beizen in der Region leiden unter den Beschränkungen des Bundesrates vom Freitag (wie bereits hier beschrieben). Das schöne Wetter lockt nun aber unzählige Oberländer nach draussen. Für die Betreiber des Restaurants «Bachtelranch» ist das natürlich besonders bitter. Dort sind drinnen und draussen auf der Terrasse maximal 50 Personen erlaubt. Übrigens: Das beinhaltet offenbar auch «Stehplätze». 

15. März, 13 Uhr: Monatelanger Unterrichtsausfall?

SCHWEIZ ZUERICH CORONAVIRUS

Die Kantone bereiten sich nach Aussagen der Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) auf einen monatelangen Unterrichtsausfall in den Schulen vor. «Da die Wissenschaft damit rechnet, dass es drei bis vier Monate dauert, bis die Epidemie abflacht, müssen wir auch mit Unterricht zu Hause für diesen Zeitraum rechnen», sagte EKD-Präsidentin und Zürcher Erziehungsdirektorin Silvia Steiner (CVP).

Man befinde sich in einer ausserordentlichen Situation, die eine tägliche Lagebeurteilung erfordere. Es müsse auch mit der schlimmsten Variante geplant werden. 

15. März, 12:45 Uhr: Die neusten Zahlen des Bundes

In der Schweiz gibt es 1359 positiv getestete Fälle, davon vier im Fürstentum Liechtenstein. 1189 Fälle sind bestätigt und bei 170 Fällen liegt zwar ein erstes positives Resultat vor, die Bestätigung ist allerdings noch ausstehend. 

15. März, 12.30 Uhr: Osterrennen Fehraltorf abgesagt

Nach dem Erlass des Bundes vom Freitag, sagt das Organsiationskomitee die traditionellen Osterrennen vom 5. und 14. April endgültig ab, wie es in einer Mitteilung heisst. Eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr sei nicht möglich gewesen.

«Die Enttäuschung bei allen unseren treuen Besuchern wird gross sein, aber der Schutz und die Gesundheit jedes Einzelnen gehen vor und haben für uns oberste Priorität», heisst es in der Mitteilung weiter. Man werde die Ressourcen für das 2021 bündeln und am Ostermontag, 5. April 2021 und Sonntag, 11. April 2021 «voller Elan» zurückkehren. 

15. März, 12 Uhr: 14. Todesopfer in der Schweiz

Im Tessin ist eine weitere Person an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Wie der Führungsstab am Sonntag mitteilte, handelt es sich um eine ältere Person. Damit steigt die Opferbilanz im Tessin auf sechs und in der Schweiz auf 14.

15. März, 11.15 Uhr: Versammlungsverbot in Österreich angekündigt

AUSTRIA PANDEMIC CORONAVIRUS COVID-19

Auch in Österreich wird das öffentliche Leben weiter drastisch eingeschränkt. Das Land müsse wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 auf Notbetrieb heruntergefahren werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag.

Es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre sprach Kurz aber nicht. Basis für die Massnahmen wird ein Sondergesetz, das das Parlament noch am Sonntag beschliessen wollte. (Foto: Keystone)

Sonntag, 10:45 Uhr: In die Schweiz reisen ist gefährlich – sagen die Österreicher

Das österreichische Aussenministerium hat wegen der Coronavirus-Epidemie eine Reisewarnung für die Schweiz erlassen. Das Nachbarland ruft seine Landsleute zur Rückreise auf. Der Flug- und Zugverkehr in die Schweiz wird ab Montagabend um Mitternacht eingestellt, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

Sonntag, 10 Uhr: Gottesdienste im Livestream

«Über Nacht scheinen selbstverständliche Sicherheiten weggefallen. Sorgen und Ängste bestimmen plötzlich alltägliche Abläufe», schrieb das Hinwiler Pfarrteam am Freitag. Um besonders gefährdete Personengruppen zu schützen, übertragen einige Kirchen ihre Gottesdienste via Livestream. 

Wie die Kirchen mit der aktuellen Ausnahme-Situation umgehen können Sie hier nochmals nachlesen. 

Samstag, 20 Uhr: Spanien verhängt Alarmzustand

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stellt die Regierung in Spanien das Land fast vollständig unter Quarantäne. Nur Wege zur Arbeit und für wirklich notwendige Besorgungen sind den Bürgern noch erlaubt, wie Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend mitteilte. Spanien ist mit über 6000 Fällen eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder der Welt.

Die Regierung Sánchez verhängte einen zweiwöchigen sogenannten Alarmzustand. Der Ministerrat der Links-Regierung erliess dazu am Samstag in Madrid ein entsprechendes Dekret. Es tritt am Montag um 8 Uhr morgens in Kraft. Touristen dürfen zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren.

Madrid darf nun unter anderem auch Lebensmittel und andere wichtige Güter rationieren und beschlagnahmen lassen, Interventionen in Fabriken und anderen Produktionsstätten anordnen und zur Umsetzung der Massnahmen alle Sicherheitskräfte und die Armee mobilisieren.

Auch Frankreich schränkt das öffentliche Leben drastisch ein

Frankreich schliesst im Kampf gegen das Coronavirus ebenfalls alle Restaurants, Läden und Bars. Apotheken und Lebensmittelgeschäfte oder Banken sollen aber geöffnet bleiben, kündigte Premier Édouard Philippe am Samstagabend an. Allerdings sollen ab Mitternacht alle nicht für das Leben notwendigen öffentlichen Orte schliessen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden zählte Frankreich am Samstag 4500 Corona-Fälle, am Vortag waren es noch 3661. Es seien 91 Tote zu verzeichnen. Nun gelte «Phase 3», erklärte Jérôme Salomon, der nationale Gesundheitsdirektor. Dies ist die höchste Stufe im Kampf gegen Epidemien.

Tessin gleicht Situation immer weiter an Italien an

Nun sind weitere Details zur Situation im Tessin bekannt: Demnach müssen alle öffentlichen Lokale - Restaurants, Pubs, Hotels, Tankstellensnacks - geschlossen werden. Alle Geschäfte müssen schliessen, auch Coiffeur- und Schönheitssalons. Die Verwaltung wird ab Montag auf ein Minimum heruntergefahren. Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen dürfen geöffnet bleiben. Auch Post- und Bankschalter werden nicht geschlossen. Mensen in Altersheimen können ebenfalls weiterhin Mahlzeiten austeilen. Auf ein allgemeines Ausgehverbot wurde bisher verzichtet.

Generell gilt die Devise, dass alle Geschäftsaktivitäten auf ein Minimum beschränkt werden sollen. Messen in den Kirchen sind untersagt, aber die Kirchen können geöffnet bleiben, wenn sie sich an die hygienischen Vorschriften halten. Am Samstagvormittag gab es auch ein Treffen mit den Tessiner Wirtschaftsverbänden. Die Bautätigkeit soll ab Montag eingestellt werden.

Dankbare Grossverteiler

Derweil bedanken sich Supermärkte wie etwa die Migros via soziale Netzwerke bei Ihren Angestellten und den Kunden für die Geduld. 

Hamsterkäufe in der Region gehen weiter

Am Freitag sei es schlimmer gewesen, sagt das Verkaufspersonal. Trotzdem haben besorgte Personen auch heute Samstag die Regale der lokalen Supermärkte leergeräumt. 

Die Reportage lesen Sie hier

Keine Lebensmittelspenden

Der Verein «Aufgetischt statt Weggeworfen» schreibt auf seiner Website, dass man die Verteilung von Lebensmittel bis mindestens Ende April einstellen werde. Der Verein, der unter anderem in den Gemeinden Fällanden, Bauma und Wetzikon aktiv ist, setzt sich gegen Foodwaste ein, indem gespendete Lebensmittel nach Ladenschluss an armutsbetroffene Menschen weitergegeben werden.

14. März, Abend: Tessin macht Restaurants dicht

Der Kanton Tessin schliesst alle Restaurants, Bars und Geschäfte ab Samstagmitternacht. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Das kündigte der Tessiner Staatsrat in Bellinzona an.

Armee setzt Rekrutierung aus

Die Armee – in Absprache mit den Kantonen – sistiert per Montag, 16. März, und bis auf Weiteres die Rekrutierung in allen Rekrutierungszentren. Alle zur Rekrutierung aufgebotenen Stellungspflichtigen haben nicht einzurücken. Der diesbezügliche Marschbefehl muss nicht befolgt werden. Sobald es die Lage zulässt, werden die Stellungspflichtigen wieder mit einem neuen Marschbefehl aufgeboten.

«Diese Massnahme erfolgt zum Schutz der Stellungspflichtigen und des Personals der Rekrutierungszentren», heisst es auf der Website des Bundes. «Gleichzeitig erlaubt es, das medizinische Fachpersonal der Rekrutierung zu Gunsten der Armee und des zivilen Gesundheitswesens einzusetzen.»

Neben dem Rekrutierungszentrum in Rüti betrifft dieser Entscheid auch die fünf weiteren Standorte Aarau, Payerne, Sumiswald, Mels und Monteceneri. 

Ustermer Musikschule stellt auf Fernunterricht um

Nach der Musikschule Zürcher Oberland vermeldet auch die Musikschule Uster Greifensee (MSUG), dass sie den Präsenzunterricht bis nach den Frühlingsferien einstellt. In der Zwischenzeit werden die Schülerinnen und Schüler durch die Lehrpersonen der MSUG über ein «Lerncoaching» aus der Ferne und mit digitalen Hilfsmitteln weiter betreut. Das Angebot werde in den nächsten Tagen zusammengestellt. Ab Mittwoch, 18. März, werden sich die Lehrpersonen mit allen Schülern in Verbindung setzen und ein individuell abgestimmtes Lerncoaching vereinbaren. 

Frühlingswettkampf der Geräteturnerinnen fällt ins Wasser

Nach Absage des Hallen-Leichtathletik-Wettkampfes in Effretikon trifft es nun auch den zweiten Anlass, den der TV Effretikon dieses Jahr organisiert hätte: Der Zürcher Kantonale Frühlingswettkampf der Geräteturnerinnen vom 4. und 5. April ist nach Entscheid des Zürcher Turnverbandes abgesagt. «Auch wenn der Entscheid, den Anlass aufgrund des Corona-Virus abzusagen, zu erwarten war, bedauern wir vom Organisationskomitee die Turnerinnen und Zuschauer nicht in unserem Eselriet empfangen zu können», schreiben die Verantwortlichen des Turnvereines in einer Medienmitteilung

Kinderzoo öffnet erst im Mai

Aufgrund der laufenden Ereignisse und den Eindämmungsmassnahmen der Regierung verschiebt der Knies Kinderzoo seinen Saisonstart um einen Monat, wie er in einer Mitteilung schreibt. «Wir möchten in Demut und Bescheidenheit solidarisch und uneigennützig bleiben und mit dieser Massnahme die schwachen Risikogruppen sowie uns selber schützen.» 

Als neues Datum für die Eröffnung ist der 1. Mai vorgesehen. 

14. März, Nachmittag: Aufruf der U-35-Parlamentarier

«Gemeinsam können Bevölkerung, Wirtschaft und Politik in der Schweiz den Corona-Virus besiegen.» 16 Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Alter unter 35 Jahren haben gemeinsam ein Schreiben verfasst, in dem sie einen Appell an das Volk richten. «Es geht jetzt nicht in erster Linie um uns gesunde Jungen, sondern um jene, deren Gesundheit oder Leben ernsthaft und unmittelbar gefährdet ist», heisst es im Communiqué, an dem auch die Ustermer Nationalrätin Meret Schneider (Grüne) beteiligt ist. «Wir rufen deshalb insbesondere unsere Generation dazu auf, die Massnahmen und Regeln ohne Einschränkung zu beachten.» Sich dem «Social Distancing» zu verweigern, sei kein Zeichen von Mut, «sondern dumm». 

Die Gruppe Parlamentarier – vertreten sind dabei die Parteien SVP, SP, FDP, GLP, CVP und Grüne – rufen ihre Generation in der ganzen Schweiz zu solidarischem Handeln auf. «Unterstützen wir gefährdete Menschen und ältere Personen in dieser Situation. Helfen wir ihnen Aufgaben des täglichen Lebens zu erledigen, die sie nicht mehr selber machen können.» 

Den ganzen Appell können Sie hier nachlesen. 

Ganze Schweiz betroffen

Im Kanton Appenzell wurde bei zwei Personen das Coronavirus nachgewiesen. Betroffen sind ein 59-jähriger Mann und eine 57-jährige Frau. Es geht beiden den Umständen entsprechend gut, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement auf der Website schreibt: «Eine Hospitalisation ist nicht notwendig. Die beiden Personen müssen 10 Tage zu Hause bleiben.»

Bücherwürmer müssen sich gedulden

Die Stadtbibliothek Dübendorf bleibt bis mindestens Samstag, 4. April, geschlossen. Während der Bibliotheksschliessung werden keine Erinnerungsmails oder Mahnungen versendet und keine Mahngebühren erhoben, heisst es im aktuellen Newsletter. Alle Medien werden bis zum 18. April verlängert, auch Filme und Zeitschriften. Die Rückgabebox ist geschlossen und steht bis mindestens Dienstag, 7. April, nicht zur Verfügung. Die Bibliothek verweist als Überbrückung auf das Angebot «Onleihe», bei dem online auf eBooks, digitale Zeitungen und Hörbücher zugegriffen werden kann – «garantiert coronafrei».

Die Ustermer Stadt- und Regionalbibliothek bleibt vorerst bis Dienstagabend, 17. März, geschlossen. Weitere Informationen folgen im Verlaufe des Dienstags auf der Website der Bibliothek

Videobotschaft von Fehraltorfer Gemeindepräsident

Auf den Websites der Oberländer Gemeinden werden stetig neue Informationen bereitgestellt. In Fehraltorf wendet sich Gemeindepräsident Anton Muff (DGF) sogar per Facebook-Videobotschaft an die Einwohnerinnen und Einwohner. 

Holzwurm und Familienzentrum Uster geschlossen

Ustermer Eltern müssen bei der Beschäftigung ihrer Kinder langsam aber sicher kreativ werden. Wie die Verantwortlichen des Abenteuer-Spielplatzes Holzwurm online vermelden, bleibt der Betrieb bis und mit 13. April geschlossen. Auch das Familienzentrum Uster hat auf der Website eine Meldung aufgeschaltet: «Sämtliche Gruppen- und Treffpunktaktivitäten werden mit sofortiger Wirkung eingestellt.» 

Zum Schutz der Kinderbetreuerinnen, die über 65 Jahre alt sind, ist zudem der Betrieb der Kinder-Notfall-Betreuung reduziert. «Wir werden bei Bedarf ein Angebot für verunsicherte Eltern und zur Koordination der gegenseitigen Unterstützung aufbauen», heisst es weiter. 

Pfäffiker Rex macht dicht – mit Verzögerung

Der Pfäffiker Verein Kultur im Rex hat sämtliche Veranstaltungen zwischen dem 15. März und dem 30. April abgesagt. Bereits gekaufte Tickets werden erstattet. 

Heute Abend tritt aber erst einmal noch der spanische Pantomimenkünstler Carlos Martinez auf, bevor es zur langen Pause kommt. 

Baumer Hallenbad nach wie vor offen

Sowohl die Hallenbäder Uster wie auch Wald haben aufgrund den Angaben des Bundes geschlossen. In der Gemeinde Bauma hat man sich hingegen dazu entschieden, die Besucherzahl zu minimieren, um das Hallenbad weiterhin betreiben zu können. «Wir behalten uns vor, den Eintritt ins Hallenbad vorübergehend zu blockieren, sollten sich gleichzeitig mehr als 100 Personen im Hallenbad aufhalten», heisst es auf dem Zettel, der an der Türe zum Gebäude hängt. Sogar die Kurse fänden weiterhin statt. 

14. März, Mittag: Zwei weitere Todesopfer im Tessin

Die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, steigt auf 13. Der Kanton Tessin vermeldet zwei weitere Todesopfer. Dabei handle es sich um ältere Patienten aus der Risikogruppe. 

Pipistrello-Premiere muss verschoben werden

Nach dem Zirkus Knie meldet auch der Circolino Pipistrello die Absage ihrer Premiere. Diese hätte am 22. März in Rikon stattfinden sollen – im Zelt mit 350 Sitzplätzen. «Jedoch sind unsere kreativen Köpfe am dampfen, um euch alle in einer anderen Form aus der Ferne an der Geschichte teilhaben zu lassen», heisst es auf der Website. Über Start und Verlauf der Tournee werde zu einem späteren Zeitpunkt wieder informiert. 

Einzelne Ausflugsziele bleiben offen

Während sich die Meldungen von Absagen von Veranstaltungen weiter häufen, gibt es auch gute Nachrichten. So etwa vom Flugplatz Speck Fehraltorf. «Unsere Abklärungen haben ergeben, dass wir im Restaurant als auch in der Tynwald Taverne je 50 Personen bedienen dürfen, da es sich um getrennte Räume handelt», heisst es sowohl auf der Website als auch auf Facebook. Sprich: Das Restaurant im Speck bleibt weiterhin normal geöffnet. 

Die Armee kommt zum Einsatz

Wie Armeechef Thomas Suessli in der Nacht auf Samstag via Twitter mitteilt, tritt die Schweizer Armee bei der Bewältigung der Corona-Krise ab Montag in den Einsatz. Um was für einen Einsatz es sich genau handelt, ist noch nicht klar. 

Das Spitalbataillon 5 ist eines von 4 Spitalbataillonen der Schweizer Armee. Jedes kann innert 48 Stunden Leistungen zur Unterstützung des zivlien Gesundheitswesens erbringen. Zu ihreen Hauptaufgaben gehören folgende Punkte:

  • Die personelle und materielle Unterstützung von zivilen Spitälern in ausserordentlichen Lagen.
  • Der Ausbau von Pflegekapazitäten und die Grundpflege, sei dies unterirdisch oder oberirdisch, in einem zivilen Spital, welches dem Koordinierten Sanitätsdienst angehört. Dabei können bis zu 200 Patienten übernommen werden.
  • Der Betrieb einer improvisierten Einrichtung, sei dies im Bereich der Pflege, einer Isolationsstation, oder eines Impfzentrums.
  • Das Betreiben eines vollgeschützten Militärspitals für bis zu 200 Patienten im Bereich der Grundpflege.

Bereits seit Freitagabend stehen im Spital San Giovanni in Bellinzona 17 Sanitätsdurchdiener im Einsatz. Auch das Spital Civico in Lugano wurde am Freitagabend unterstützt, und zwar mit 6 Sanitätsdurchdienern. Die Ablösung der Detachemente erfolgt am 20. März. Die Dauer des Einsatzes der Ablösung ist gemäss Website der Schweizer Armee noch nicht festgelegt.

Musikschulen ebenfalls betroffen

Wie die Musikschule Zürcher Oberland (MZO) mitteilt, betreffen die beschlossenen Massnahmen des Bundesrates auch den Musikunterricht. «Die Einstellung des Musikunterrichts gilt nicht nur für alle öffentlich-rechtlichen Musikschulen, sondern ausdrücklich auch für privatrechlichen Musikschulen, die im Leistungsauftrag für Gemeinden bzw. Schulen tätig sind», schreibt die MZO. 

Der gesamte Unterricht ist bis zu den Frühlingsferien eingestellt, sämtliche Chor- und Orchesterproben fallen ersatzlos aus. Auch alle musikschulischen Veranstaltungen sind abgesagt. «Lernende haben über die gesamte Schliessdauer hinweg keinen Zutritt in die Räumlichkeiten der Musikschule», schreibt die MZO weiter. 

Hinwiler Kirche will mit Kerzen Zeichen setzen

Der nächste Solidaritätsaufruf kommt von der Reformierten Kirche Hinwil. «Über Nacht scheinen selbstverständliche Sicherheiten weggefallen. Sorgen und Ängste bestimmen plötzlich alltägliche Abläufe», schreibt das Pfarrteam. «An einen normalen Alltag ist immer weniger zu denken.»

Zum Zeichen der Verbundenheit und Solidarität ruft das Pfarramt auf, eine Kerze vors Fenster zu stellen und abends um 20 Uhr «in gemeinsamer Verbundenheit» ein Gebet zu sprechen. 

Der Gottesdienst von morgen Sonntag wird ab 9.55 Uhr per Livestream auf Youtube übertragen. 

Baumer Märt findet nicht statt

Je am ersten Freitag und Samstag im April und im Oktober findet der «Baumer Märt» statt. Ergänzt wird er durch den Landmaschinenmarkt, welcher jeweils am Freitag stattfindet. Da der Markt jeweils Hunderte von Besuchern aus der weiteren Region anzieht, hat der Gemeinderat entschieden, den Frühlingsmarkt, der dieses Jahr am 3. und 4. April geplant gewesen wäre, nicht durchzuführen. 

Eine Liste der abgesagten Veranstaltungen finden Sie hier

Aktion «Wir denken an euch» im Altersheim

Seit Freitag gilt in allen Alters- und Pflegeheimen sowie Spitälern ein Besuchsverbot. Bruno Kleeb, Leiter des Alters- und Pflegeheim Böndler in Bauma, ruft via Facebook zu Solidarität auf. «Zeige unseren Bewohnerinnen und Bewohnern, dass du in dieser Zeit an sie denkst und ihnen einen Text, ein Gedicht, eine Zeichnung oder ein Foto. Wir hängen alle Meldungen an einer Wand auf, damit alle wissen, dass sie nicht vergessen gehen.» 

Die Beiträge sind auf folgende Adresse einzuschicken:
Alters- und Pflegeheim Böndler
«Wir denken an euch»
Böndlerstrasse 10
8494 Bauma

Oder via E-Mail an altersheim@boendler.ch. 

Lesen Sie hier im Interview, was das Besuchsverbot für das Altersheim bedeutet. 

Veranstalter ächzen unter neuen Vorgaben

«Für manche Betreiber von Event- und Konzertlocations könnten die Auswirkungen der neu getroffenen Massnahmen zur endgültigen finanziellen Katastrophe führen.» Nicht nur für Pasquale Salatino, Betreiber der Wetziker Hall of Fame, sind die neuen Vorgaben des Bundesrates einschneidend. Auch im Sauriermuseum Aathal gibt es rote Köpfe und die Verantwortlichen der Jucker Farm haben des Gastrobetrieb ganz eingestellt. (Foto: Screenshot Google Maps)

Hier lesen Sie den ganzen Artikel zum Schicksal der Freizeitangebote in der Region. 

14. März, Morgen: Züge weiterhin gemäss Fahrplan, aber keine Verpflegung

Der Bundesrat empfiehlt, bis auf weiteres auf den öffentlichen Verkehr zu verzichten. Die Züge der SBB fahren derweil weiterhin grundsätzlich gemäss Fahrplan. «Der Verkehr auf rein touristischen Linien ohne Erschliessungsfunktion, Extrafahrten und historische Fahren werden eingestellt», heisst es in einem Communiqué.  Zum Schutz des Personals wurden ebenfalls Massnahmen getroffen, so können Reisezentren und Verkaufsstellen bei tiefem Kundenaufkommen geschlossen oder die Öffnungszeiten angepasst werden. Zudem wird auf Catering-Services – Speisewagen und Service am Platz – verzichtet.

Das internationale Angebot Richtung Italien wurde bereits eingeschränkt. Es ist mit weiteren Einschränkungen im gesamten internationalen Personenfernverkehr zu rechnen.

Vorsicht: Computer-Virus

Cyber-Kriminelle nutzen die Coronavirus-Krise aus, um in der Schweiz Computer mit einer Schadstoffsoftware zu infizieren. Davor warnt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Kriminellen verschicken demnach E-Mails, die vorgeben, vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu stammen und Auskunft über aktuelle Zahlen zur Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz zu geben. Als Anhang wird eine Excel-Liste mit dem Namen «list.xlsx» angezeigt. 

Wird das Mail geöffnet, infiziert es den entsprechenden Computer mit der Schadstoffsoftware «AgentTesla», wie Melani am späten Freitagabend mitteilte. Die Meldestelle rät deshalb zu Vorsicht. Solche E-Mails sollten nicht geöffnet werden, schreibt sie.

Die erste Party unter dem 50-Personen-Regime im Pirates

Das Pirates in Hinwil hat am Freitag trotz Warnungen des Bundes geöffnet. Die Stimmung: irgendwo zwischen bedrückt und rebellisch.

Lesen Sie den Artikel dazu hier.

Gossau richtet eigene Hotline ein

Die Gemeinde Gossau hat aufgrund des Coronavirus eine eigene Hotline eingerichtet. Diese ist 24 Stunden täglich für die Gossauer Einwohnerinnen und Einwohner bei nicht medizinischen Fragen erreichbar. Die Nummer lautet: 044 936 55 05

Der Kommentar des Chefredaktors

Das Coronavirus hat die Schweiz fest im Griff. Die Einschätzung von Züriost-Chefredaktor Christian Brändli.

Den ganzen Text lesen Sie hier.

Stadt Zürich ordnet Homeoffice für Mitarbeitende an

Aufgrund der aktuellen Situation hat der Zürcher Stadtrat beschlossen, dass ein Grossteil der Angestellten der Zürcher Stadtverwaltung von zu Hause aus arbeiten soll. Falls nötig, können Angestellte ihre Büros aufsuchen, die Präsenz solle aber soweit wie möglich reduziert werden. Die Anordnung gilt vorerst bis zum 10. April.

Alle Dienstleistungen der Stadt werden trotz diesen Massnahmen soweit wie möglich aufrechterhalten.  Für eine gut funktionierende Stadt und Stadtverwaltung sollen weiterhin und so lange als möglich die Leistungen für die Bevölkerung erbracht werden. Es ist möglich, dass gewisse Dienstleistungen der Stadtverwaltung in den kommenden Wochen vorübergehend ausgesetzt werden oder nur noch via Internet, Telefon oder Post erledigt werden können. Die Anpassungen können unter www.stadt-zuerich.ch abgerufen werden.

Schulen der Region reagieren auf Unterrichtsverbot

Nix da Ferien statt Schule – in der Region sollen die Schüler trotz Unterrichtsverbot weiterlernen.

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Sechseläuten ist gestrichen

Bis zum 30. April sind Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen verboten. Darunter fällt auch das Sechseläuten in Zürich, das am 20. April stattgefunden hätte.

Wie Victor Rosser vom Zentralkomitee der Zünfte Zürichs auf Anfrage der «NZZ» sagt, kämen die neuen Anweisungen des Bundes einem faktischen Verbot gleich. «An einen Umzug mit Böögg-Verbrennung ist unter diesen Bedingungen nicht zu denken.» Anfang Woche werde man Gespräche mit dem diesjährigen Gastkanton Uri und Zunftvertretern führen und dann ein offizielles Communiqué verschicken, so Rosser weiter.  

Regionale Sportangebote und die Corona-Krise

Die Massnahmen des Bundes schränken das Sportangebot in der Region spürbar ein. In Vereinen Fussball gespielt wird ab sofort nicht mehr. Auch das grösste Hallenbad des Oberlands ist zu.

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Effretiker Tanzschule bleibt trotz Coronavirus offen

Wie die Betreiber der Tanzschule Dance Gallery in Effretikon mitteilen, läuft der Betrieb weiter. Gemäss Bundesratsentscheid dürfen Freizeitangebote weiterhin stattfinden, sofern nicht mehr als 100 Teilnehmer gleichzeitig in einem Raum sind. Da dies in der Dance Gallery der Fall ist, bleibt das Studio geöffnet.

Weiter heisst es, dass neben den bisherigen Massnahmen wie Händewaschen und keinem engen Körperkontakt, neu auch die WCs, Lavabos, Türgriffe und Balletstangen gereinigt werden. Auch werden nur noch Papier- statt Frottiertücher zum Händetrocknen verwendet.

Falls jemand trotzdem zu Hause bleiben möchte, sei dies möglich – die verpassten Stunden können zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.  

Corona-Krise bedroht Wetziker Messeveranstalter

Andreas Künzli veranstaltet die ZOM Züri Oberland Mäss und andere Events in der Region. Wegen der Corona-Krise musste er jetzt Kurzarbeit beantragen. Seiner Firma mit einer Filiale in Wetzikon droht der Konkurs.

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Kein Training für den FC Weisslingen

Der FC Weisslingen stelle den Trainings- und Spielbetrieb alles Mannschaften ein. Dies teilt der Fussballclub mit.

ZHAW reagiert auf Massnahmen des Bundes

In einer Mitteilung schreibt Jean-Marc Piveteau, Rektor der ZHAW, dass die Hochschulleitung entschieden habe, dass der Unterricht für sämtliche Studierende vom 16. März bis zum 22. März komplett ausfällt. Danach werde der Unterricht ab dem 23. März auf kontaktlose Lehrangebote umgestellt. Der Präsenzunterricht wird gemäss dem Bundesratsentschluss bis zum 4. April ausgesetzt. Danach werde die Situation neu beurteilt.

Ansturm auf Lebensmittel

In der Migros hamstern die Wetziker vor dem Wochenende die Regale leer. (Foto: Leserreporter)

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Oberländer Gottesdienste werden ins Internet verlagert

Ein Sonntag ohne Gottesdienst ist für viele Christen undenkbar. Das wissen auch die grösseren Kirchen der Region und greifen nun zu modernen Lösungen, um ihren Schäfchen trotzdem bieten zu können, was sie verlangen.

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Jucker Farm macht Gastro dicht

Auch die Jucker Farm schliesst ab sofort und bis auf Weiteres den Gastronomie-Betrieb in Seegräben aber auch aufdem Bächlihof in Jona. Das bedeutet; kein Brunch, keine Mittagessen. Die Hofläden auf allen Höfen bleiben geöffnet und das Angebot wird erweitert. 

Die Hofläden auf dem Juckerhof, Bächlihof und Spargelhof blieben aber geöffnet. Die Spielgelegenheiten für Kinder blieben geöffnet, aber es würden deutlich weniger Aussensitzgelegenheiten angeboten, schreibt die Jucker Farm in einer Mitteilung.

So reagiert die Oberländer Gastrobranche auf die neusten Entwicklungen

Die jüngsten Massnahmen von Bund und Kanton zum Schutz der Bevölkerung wirken sich massiv auf die Gastrobranche aus. Betreiber aus der Region fürchten um ihre Gäste.

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Kein Chneble, kein Eislauf in Wetzikon

Der öffentliche Eislauf und das Chneble in der Kunsteisbahn Wetzikon sind ab sofort eingestellt, schreiben die Verantwortlichen in einem Facebookpost. Plausch- und Hobbymannschaften dürfen spielen, sofern sie die jeweils gültigen Anweisungen des BAG einhalten.

Bundesrat rät von Auslandsreisen ab

Diese Regelungen des Bundesrats gelten schweizweit

  • An Schulen, Hochschulen und anderen Ausbildungsstätten findet bis am 4. April kein Unterricht vor Ort statt. 
  • Prüfungen, die bereits angesetzt wurden, können durchgeführt werden, sofern Schutzmassnahmen getroffen werden.
  • Die Einreise aus Italien ist nur noch Schweizer Bürgern, Personen mit Aufenthaltserlaubnis und Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz müssen erlaubt.
  • Schengen-Grenzkontrollen werden wieder eingeführt.
  • Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen werden verboten. Betroffen davon sind auch Museen, Sportzentren, Schwimmbäder oder Skigebiete. Ausnahmen sollen die Kantone individuell bewilligen.
  • In Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich ab sofort maximal nur noch 50 Personen aufhalten.
  • Der Bundesrat spricht von 10 Milliarden Franken als Kurzarbeitsentschädigung und wirtschaftliche Soforthilfe. Das gilt auch für Veranstalter von Sport- und Kulturanlässen.
  • Es wird empfohlen, den öffentlichen Verkehrs zu meiden. Besonders Personen über 65 Jahre und wer Symptome zeigt, soll ihn nicht benutzen.

Die Regelungen gelten ab sofort bis zum 30. April.

Betreuungsplätze dringend gesucht

In den Sozialen Medien kursieren kurz nach Bekanntwerden der bundesrätlichen Neuigkeiten diverse Hilferufe. In den ganzen «Du bisch vo xy, wennd..»-Gruppen suchen viele nun einen Betreuungsplatz für die Jüngsten. Gleichzeitig schreiben auch viele vorhandene, freie Plätze aus.

Weitere Ligen vorzeitig beendet

Im Volleyball ist die Spielzeit vorzeitig zu Ende. Davon betroffen ist der VBC Wetzikon, der in der NLB-Abstiegsrunde am Samstag gegen Winterthur gespielt hätte. Die Wetziker hatten den Ligaerhalt rechnerisch bereits geschafft.

Auch im Handball wird die Meisterschaft abgebrochen. In der 1. Liga lagen die Männer des TV Uster auf Kurs Richtung Ligaerhalt. Vier Spiele vor Ende der Abstiegsrunde belegten die Ustermer den dritten Rang mit einem Polster von sechs Punkten auf die Abstiegsplätze.

Entscheide über Meistertitel sowie Auf- und Abstiegsfragen werden zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, teilten die beiden Verbände mit.

Vorerst kein Fussball mehr

Die Fussballmeisterschaft bleibt nach den jüngsten Massnahmen des Bundes unterbrochen– auch jene der Amateurligen. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) teilte mit, der Spielbetrieb werde bis auf Weiteres vollständig ausgesetzt. Ziel sei es aber, die Saison bis Sommer zu Ende zu spielen.

Gemäss Rico Maurer, dem Präsidenten des FC Uster, habe der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) indes mitgeteilt, dass vorerst mit einer Suspendierung des Fussballbetriebs bis 31. März gerechnet werden kann. Der FC Uster hat per sofort und bis auf Weiteres auch alle Trainings seiner Mannschaften abgesagt.

Zudem empfiehlt der SFV den Klubs im Amateurbereich, auch den Trainingsbetrieb vorläufig einzustellen. Fussball gelte gemäss Einschätzung des BAG und der Epidemiologen als Sportart mit erhöhter Ansteckungsgefahr.

Am Wochenende hätte in der 2. Liga interregional, wo der FC Rüti spielt, die Rückrunde beginnen sollen, zudem war in der regionalen 2. Liga ein Nachtragsspiel des FC Dübendorf angesetzt. Die Partie der Rütner war schon vor einigen Tagen verschoben worden – sie hätten zur U21-Mannschaft des FC Lugano reisen sollen. In den weiteren regionalen Ligen hätte die Rückrunde in den nächsten zwei Wochen begonnen.

 

Wetziker Scala sagt alle Veranstaltungen ab

Aufgrund der neuen Massnahmen des Bundesrates, haben sich die Verantwortlichen des Wetziker Scalas dazu entschieden, alle Veranstaltungen bis zum 30. April abzusagen. Bereits gekaufte Tickets würden direkt zurückerstattet.

Man versuche nun  für die abgesagten Veranstaltungen Ersatztermine zu organisieren und werde rechtzeitig auf der Homepage informieren.

Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg stellt Übungsbetrieb ein

Die Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg stellt ihren Übungsbetrieb bis Ende April ein. Dies tun sie, um die Einsatzbereitschaft bestmöglich zu gewährleisten, die Einsatzkräfte zu schützen und auch um die Gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Uni Zürich stellt auf digitale Lehre um

Die Universität Zürich (UZH) stellt die Präsenzlehre ab Montag, 16. März bis auf Weiteres ein. Das Ziel sei es, den Studierenden dennoch einen geordneten Abschluss des Semesters inklusive Leistungsnachweisen zu ermöglichen, heisst es in einer Mitteilung der Uni Zürich. 

Die Universität Zürich habe die Entwicklungen rund um das Coronavirus seit einigen Wochen genau beobachtet und in verschiedenen Arbeitsgruppen Vorkehrungen für mögliche Szenarien getroffen. Sie habe nun beschlossen, Lehrveranstaltungen bis auf Weiteres kontaktfrei durchzuführen. Ab kommenden Montag werden daher alle Präsenzveranstaltungen für die rund 26‘000 Studierenden gestrichen. Stattdessen sollen Studierende den Lernstoff von zuhause aus aufarbeiten. Dazu habe die UZH die online-Lehre mit Hochdruck ausgearbeitet. 

Gemeinderat Zell setzt Krisenstab in Bereitschaft

Die Gemeinden verfügen über eine sogenannte Gemeindeführungsorganisation für ausserordentliche Lagen. In Zell setzt man diese nun in Bereitschaft.

Hier lesen Sie, was das für die Gemeinde bedeutet.

Schulabbrecher übernehmen Hütedienste

Die offene Jugendarbeit Zürich hat das neue Projekt «time out» ins Leben gerufen, das auch Familien im Zürcher Oberland von der Coronakrise entlasten soll. Das Projekt dient dazu, jungen Schulabbrechern eine Tagesstruktur zu geben – zum Beispiel in der Form von Hütediensten, wie Sozialdiakon Simon Brechbühler erzählt.

«Durch die aktuelle Situation, dass der Schulunterricht abgesagt ist, sind jetzt viel mehr Menschen auf eine Betreuung für ihre Kinder angewiesen», sagt er. Auch Grosseltern und andere ältere Menschen fallen nun vermehrt als Aufsichtspersonen aus, sodass Brechbühler mit vielen Anfragen rechnet. Momentan sei die Organisation damit beschäftigt, Jugendliche an Familien zu vermitteln.

Vereinzelte Informationen in Elternbriefen

Diverse Schulen haben derweil eine Elterninformation auf ihren Websites aufgeschaltet. So bittet etwa die Schule Volketswil die Eltern explizit, ihre Kinder zuhause zu behalten. «Sämtliche ergänzenden Betreuungsangebote mit Morgen-, Mittags- und Nachmittagsbetreuung müssen auch geschlossen werden, weil die Hygienevorschriften verschärft wurden», heisst es im Schreiben weiter.

Während sich die Volketswiler Elterninformation über zwei A4-Seiten erstreckt, ist die Meldung aus der Gemeinde Seegräben übersichtlicher. Neben der Information, dass die Schule ausfällt, gibt es nur folgende Zeilen: « Wir bitten Sie uns zunächst keine Rückfragen zu stellen. Wir sind am Abklären aller weiteren Massnahmen und werden Sie schnellstmöglich wieder informieren.»

Circus Knie muss Tournee verschieben

Das Veranstaltungsverbot, das weiterhin gilt, stelle den Schweizer Nationalcircus Knie vor eine noch nie dagewesene Herausforderung. Er muss die Premiere und einen Teil seiner Tournee verschieben und absagen. Zehn Spielorte seien davon betroffen.

Die Gastspiele in Rapperswil, Schaffhausen, Frauenfeld, Wil, Winterthur, Buchs, Chur, Kreuzlingen, Glarus und St. Gallen müssen abgesagt werden. Das Gastspiel Rapperswil werde in den November 2020 verschoben – die genauen Daten würden bald kommuniziert.

Die Familie Knie, alle Artisten und alle Mitarbeiter seien von der Situation sehr betroffen, teilt der Circus in einer Mitteilung mit. Momentan werde im Zelt für die bevorstehende Tournee fleissig geprobt , denn das Programm soll auch zu einem späteren Zeitpunkt das Publikum wieder vollends begeistern. Dank der guten Einvernahme mit der Stadt Rapperswil Jona dürfe der Platz momentan zum «Ausharren» bis auf Weiteres genutzt werden.

Gemeinderäte sollen auf die Zuschauertribüne

Der Politbetrieb in Uster trotzt dem Virus – die Gemeinderatssitzung findet statt. Wie die Stadt mitteilt, werde aber die Sitzordnung geändert. Daniel Reuter, Leiter Parlamentsdienst, erklärt auf Anfrage: «Ein paar Gemeinderäte werden auf die Zuschauertribüne gesetzt, damit zwischen den Stühlen genügend Platz ist.» So folge man den Abstandsempfehlungen des Bundes, die dieser wegen der Ansteckungsgefahr erlassen hat. Wer wohin gesetzt wird, werde am Montag bekannt gegeben.

Der Ustermer Stadtrat, das Gemeinderatspräsidium und der Parlamentsdienst bleiben aber auf ihren angestammten Plätzen. «Diese Personen blicken in der Regel nach vorne und haben genügend Abstand zueinander.»

Uninteressante Geschäfte

Dass die Verbotsgrenze von 100 Personen an der Ustermer Ratssitzung überschritten wird, hält Reuter für unrealistisch. «Dazu müssten Geschäfte vorliegen, die bei den Ustermern auf grosses Interesse stossen. Dies sei am Montag wohl nicht der Fall. Am Montag werden sieben Traktanden behandelt. Dazu gehören ein Postulat zum Solarstrom und der Bericht zum festgesetzten Stadtentwicklungskonzept. 

Reuter sagt, der Einlass werde aber gesperrt, sollte die 100-Personengrenze wider Erwarten überschritten. (Bild: Christian Merz)

Kirche arbeitet an Livestream für Gottesdienst 

Die Reformierte Kirche Uster ruft die Gemeinde auf, jeweils abends um 20 Uhr eine Kerze vors Fenster zu stellen und ein «Unser Vater» zu sprechen, wie das Pfarrteam mitteilt. Laut Pfarrer Matthias Rüsch dient diese Solidaritätsaktion dazu, den Menschen Hoffnung zu machen und Ängste zu nehmen, in einer Zeit, in der soziale Kontakte massiv eingeschränkt sind: «So können wir wenigstens im Gebet miteinander verbunden sein.»

Der Pfarrer vermutet, dass in den nächsten Wochen weniger ältere Leute in die Kirche kommen werden. Abgesagt würden die Gottesdienste allerdings nicht –  die Kirche biete genügend Platz, dass enger Körperkontakt vermieden werden könne. «Für einmal sind wir wieder froh, dass unsere Kirche so gross ist», sagt Rüesch.

Abdankungsgottesdienste nur für 50 Personen

Auf den 1000 Plätzen könnten sich die rund 120 bis 150 Leute, die dem Gottesdienst jeweils beiwohnen, gut verteilen. Zudem werde jede zweite Bankreihe abgesperrt, um die Abstandsregelung einzuhalten.

Die Vorbereitungen für einen Livestream des Gottesdiensts sind laut Rüsch im Gang: «Am Osterwochenende sollte alles bereit sein.» Als weitere Massnahme sei die Reformierte Kirche Uster nun für Abdankungsgottesdienste mit mehr als 50 Personen offen, da die Platzverhältnisse in der dafür vorgesehenen Kapelle eng seien. (Bild: Archiv PD)

Mami gesucht

Die Nachricht, dass die Präsenz an Schulen verboten ab sofort ist, schlägt ein. In der Facebook-Gruppe «Du Bisch Vo Wetzike Wänd...» sorgt sich eine Frau, dass nun auch die Krippen schliessen. Sie suche deshalb für einen Notfallplan ein Mami für Betreuungs-Sharing. Sie könne Montag und Dienstag übernehmen, brauche aber noch jemanden für Mittwoch und Donnerstag. 

13. März, Abend: So reagieren die Schulen 

Der Bundesrat hat beschlossen, dass bis am 4. April kein Schulunterricht in den Volksschulen stattfinden wird. Der Kanton hat diese Frist sogar bis nach den Frühlingsferien, also bis am 24. April ausgeweitet. Wie reagieren die Schulen in der Region auf diese Nachricht?

Erika Klossner (FDP), Illnau-Effretiker Schulpräsidentin, hält sich auf Anfrage zurück: «Wir sind derzeit im handelnden Modus, um unsere Schule zu organisieren», sagt sie. Parallel dazu warte man auf konkrete Anweisungen des Kantons, damit die in Illnau-Effretikon ergriffenen Massnahmen auch mit deren Vorgaben kompatibel seien. Genauere Informationen könne man erst nächste Woche liefern. Klossner: «Das Einzige, was momentan feststeht, ist, dass am Montag kein Unterricht stattfinden wird.»

In Uster findet derzeit eine Krisensitzung statt, wie Primarschulpräsidentin Patricia Bernet (SP) auf Anfrage mitteilt. Gleich tönt es von Jürg Schuler (FDP), Präsident der Wetziker Schulpflege. 

Das sagt der Kanton zur aktuellen Lage

SCHWEIZ ZUERICH CORONAVIRUS

Während die Pressekonferenz des Bundes noch läuft, startet nun auch der Kanton mit seiner Information.

Die Massnahmen, die getroffen wurden, überstiegen alles, was man sich vorgestellt habe, sagt Regierungsrätin Nathalie Rickli.

Hohe Arbeitsbelastung

Eingriffe, die nicht lebensnotwendig sind, sollen ausgesetzt werden, sagt sie. Man müsse Betten frei halten. Auch Nicht-Listenspitäler sollen eingebunden werden.

Die Arbeitstage des Gesundheitspersonals reichen weit über das normale Pensum hinaus, sagt Rickli. Sie bedankt sich für den «unermüdlichen Einsatz».

Gymi-Prüfung findet statt

Regierungsrätin und Vorsteherin der Bildungsdirektion Silvia Steiner äussert sich zu den Folgen für die Schule. 

Die mündlichen Prüfungen für die FMS finden statt nächste Woche. Dasselbe gilt für die Gymi-Prüfung. Natürlich würden auch hier die Hygienemassnahmen eingehalten.

Kein unbetreutes Kind

Denjenigen, die ihre Kinder betreuen lassen, soll geholfen werden. Kein einziges Kind im Kanton soll unbetreut sein.

Man suche jetzt Lösungen, wie man Fernunterricht zum Beispiel in der Sekundarschule durchführen könne. Das Erreichen der Lernziele soll nach Möglichkeit garantiert werden, sagt Steiner. Die Lehrstellenrekrutierung soll dringend von den Firmen weitergeführt werden.

Digitaler Unterricht

In der Universität setze man schon länger auf digitalen Unterricht. Das funktioniere gut, sagt Silvia Steiner.

Es brauche die Solidarität von allen. Steiner spricht jetzt von den Jugendlichen des Kantons: Diese Altersgruppe habe einen geringen Verlauf der Krankheit, gelte aber dennoch als grosser Verbreiter des Virus, da sie viel unterwegs sei. Sie appelliert an die Eigenverantwortung der Jugendlichen, die Hygienevorschriften einzuhalten.

Persönliche Freiheit

Mario Fehr dankt den Journalisten, dass sie mitgeholfen haben, die Kampagne in der Öffentlichkeit zu streuen. Diverse Medien bieten beispielsweise dem Bund Werbeflächen zur Verfügung.

«Alle müssen es jetzt dringend begriffen haben, dass man nicht seine persönliche Freiheit über die der anderen stellen kann», sagt Fehr weiter. 

Spitäler haben bereits ein Besuchsverbot. Das gilt nun auch für die Asylzentren. Man habe auch spezielle und neue Sicherheitsmassnahmen eingeführt.

Schwere Einschnitte

Carmen Walker-Späh, Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion, spricht von schweren Einschnitten. Die kantonalen Angestellten informierten zeitnah über die künftigen Schritte. 

Zürich sei der Wirtschaftsmotor der Schweiz. Man fühle sich verantwortlich und solidarisch. «Ich versichere Ihnen: Alle Kräfte werden gebündelt, wir werden durchhalten.» 

Kurzarbeit angemeldet

Die Arbeitslosenversicherung und die Kurzarbeit seien funktionierende Elemente, die rege genutzt würden. Seit Ende Februar haben rund 550 Unternehmen mit rund 10'000 Mitarbeitern bei Walker-Spähs Amt Kurzarbeit angemeldet.

Auch das RAF und die Arbeitslosenkasse seien gefordert. Beratungen würden ab sofort nur noch telefonisch geführt. So könne man auch Pendler minimieren. Walker-Späh spricht von 1500 Gesprächen. Man werde eine kantonale Wirtschafts-Taskforce einberufen.

«Ich kann mich an keine vergleichbare Situation erinnern», so Walker-Späh. Das Tempo sei immens.

Kinderbetreuung: Wer bezahlt?

Ein Journalist fragt nach der Finanzierung, wenn man die Kinder nun betreuen müssen. Walker-Späh kann selbst nichts dazu sagen, sie verweist die Schreibenden an die entsprechenden Stellen.

Man gehe von einer Chaosphase aus am Montag, sagt Steiner. Die werde sich aber nach und nach legen. 

Gespannt auf die nächsten Wochen

Steiner stellt klar, dass die Schule nicht geschlossen würden, sondern lediglich der Unterricht eingestellt werde. Kinder könnten in die Schule gehen, auch Lehrpersonen seien aufgeboten. Erscheinen sei erlaubt, der Unterricht hingegen nicht. Man werde Kinder, die in die Schule kämen, in kleine Gruppen aufteilen.

Sie sei gespannt auf die nächsten Wochen, sagt Steiner weiter. Ein positiver Nebeneffekt sei sicher, dass sich die Kinder auf die Schule freuen werden, wenn sie lange Zuhause seien.

Was wenn alle Kinder in die Schule kommen?

Ein Journalist fragt, ob nicht alle Eltern, die gerade nicht sofort eine Betreuung auf die Beine stellen können, ihre Kinder in die Schule schickten.

Steiner verneint. «Ich zähle da voll und ganz auf die Solidarität der Eltern.»

Langstrasse im Fokus

Ob ein besonderer Fokus auf die Zürcher Langstrasse gelegt werde, will ein Journalist wissen. Schliesslich kämen da immer viele Menschen zusammen. Fehr glaubt an die aufgeklärte Gesellschaft und hofft schwer, «dass sich die Menschen an die Regeln halten». 

Dies auch, damit sich das Sicherheitspersonal nicht auch noch mit solchen Dingen auseinandersetzen muss.

Die Medienkonferenz des Kantons Zürich ist beendet. (Bild Keystone)

Das sieht der Bundesrat konkret vor:

  • An Schulen, Hochschulen und anderen Ausbildungsstätten findet bis am 4. April kein Unterricht vor Ort statt.
  • Prüfungen, die bereits angesetzt wurden, können durchgeführt werden, sofern Schutzmassnahmen getroffen werden.
  • Die Einreise aus Italien ist nur noch Schweizer Bürgern, Personen mit Aufenthaltserlaubnis und Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz müssen erlaubt.
  • Schengen-Grenzkontrollen werden wieder eingeführt.
  • Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen werden verboten. Betroffen davon sind auch Museen, Sportzentren, Schwimmbäder oder Skigebiete. Ausnahmen sollen die Kantone individuell bewilligen.
  • In Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich ab sofort maximal nur noch 50 Personen aufhalten.
  • Der Bundesrat spricht von 10 Milliarden Franken als Kurzarbeitsentschädigung und wirtschaftliche Soforthilfe. Das gilt auch für Veranstalter von Sport- und Kulturanlässen.
  • Es wird empfohlen, den öffentlichen Verkehrs zu meiden. Besonders Personen über 65 Jahre und wer Symptome zeigt, soll ihn nicht benutzen.

Die Regelungen gelten ab sofort bis zum 30. April.

Was der Bundesrat während der Pressekonferenz sonst noch so sagt, lesen Sie im Posting unten.

Das sagt der Bundesrat an der Pressekonferenz

Die Bundesräte Simonetta Sommaruga, Alain Berset, Guy Parmelin und Karin Keller-Sutter informieren über den aktuellen Stand der Dinge.

Schengen-Grenzkontrollen sollen wieder eingeführt werden, das Veranstaltungsverbot gilt weiter. Auch für Schulen haben die Massnahmen einschneidende Folgen, sagt Simonetta Sommaruga.

Zudem solle weitgehend, wo immer möglich, auf den Öffentlichen Verkehr zu verzichten. Sommaruga sagt, sie zähle auf die Flexibilität der Arbeitgeber.

Keine dringlichen Reisen ins Ausland

Bundesrat Berset spricht von schwerwiegenden Massnahmen. Man werde die nächsten Wochen in «einer neuen Gesellschaft» leben. Er rät zudem von nicht dringlichen Auslandsreisen dringend ab.

Es gilt gemäss Karin Keller-Sutter ein Einreiseverbot für Personen aus Risikogebieten. Zudem müsse man verhindern, dass sich Personen aus Italien in Schweizer Spitälern behandeln lassen. Auch bei Asylsuchenden werde keine Ausnahme gemacht an der Grenze. Das sei nicht gerechtfertigt.

10 Milliarden für die Schweizer Wirtschaft

Bundesrat Parlemin spricht über das Thema Wirtschaft. Oberstes Ziel sei es, die Wirtschaft schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Dafür stellt der Bundesrat 10 Milliarden Franken zur Verfügung. 

Für besonders tangierte Firmen soll eine finanzielle Unterstützung im Sinne einer Härtefallregelung geprüft werden können. Für KMU, die in finanziellen Engpässen stecken, stehen fast 600 Millionen Franken bereit.

Session wird stattfinden

Berset sagt, dass nun, wo die Schulen geschlossen sind, geschaut werden muss, dass nicht die Grosseltern für die Kinderbetreuung einspringen. 

Es sei nicht geplant, dass die Session des Parlaments abgesagt werde. Schliesslich seien auch Grossraumbüros nicht zur Schliessung vorgesehen.

Für die Regelung der Kinderbetreuung in einer Kindertagesstätte seien grundsätzlich die Kantone zuständig.

Alle sollen sich an die Regelungen halten

Berset setzt auf die Solidarität der Menschen. Auch diejenigen, die sich jetzt nicht zu einer Risikogruppen zählen, sollen die Regelungen befolgen, um vulnerable Menschen zu schützen.

Die Vorschriften und die Bestimmungen des Bundesrat seien sehr ernst gemeint, sagt Berset. «Es ist nicht zu spät, zu handeln.»

Abstimmung vom 17. Mai

BAG-Chef Daniel Koch, negiert dass weniger getestet würde, falls kein schwerer Fall vorliege. Wichtig sei, dass man Zuhause bleibt, wenn man Symptome hat. Man will verhindern, dass man bereits jetzt alle Kapazitäten ausschöpft.

Bald soll in der Schweiz abgestimmt werden.Es sei noch nicht klar, ob die Abstimmung vom 17. Mai stattfinden wird.

Massnahmen veränderbar

Auf eine Frage eines Journalisten, wieso die Regelungen nicht gleich bis Ostern gelten, sagt Berset, dass man die Situation erst einmal vier Wochen lang beobachten möchte.

Man befinde sich in einem Prozess. Es sei das erste Mal, dass der Bund solche Massnahmen ergreift. Die Vorgaben seien aber jederzeit kündbar aber auch verlängerbar.

Arbeitgeber flexibel

Sommaruga lobt die Arbeitgeber. Viele setzen bereits auf spätere Arbeitsbeginne und auf Homeoffice. Ihr sei klar, dass jetzt alles sehr schnell gehen müssen. Insbesondere auch, wenn es um die Kinderbetreuung geht.

Die Kantone seien jetzt aber nicht so überrascht worden, sagt Sommaruga. Sie wussten, dass solche Massnahmen getroffen werden könnten. Sie hätten dem Bundesrat auch versichert, dass sie sich bereits Überlegungen gemacht hätten.

Wie werden Kontrollen durchgeführt?

In Bars und Diskotheken dürfen sich nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig befinden. Das sei nun eine Verordnung, sagt Berset. Es sei illegal, sich der zu widersetzen. Er hoffe, dass die Eigentümer diese befolgen.

Rekrutenschulen seien von dieser Regelung nicht betroffen, sagt Alain Berset. Man muss hier Abstand halten und an das «Social Distancing» befolgen.

Welche Voraussetzungen braucht es für die ausserordentliche Lage?

Berset sagt, in der besonderen Lage gebe es viele Massnahmen. Dazu gehöre auch der enge Austausch mit den Kantonen, der wichtig sei. «Würde die ausserordentliche Lage eintreten, würde dies bedeuten: Die Kanton haben keine Möglichkeit mehr zu intervenieren.» Koch ergänzt, dass die Krankheit den Takt vorgebe. Solange es mit den Massnahmen der besonderen Lage möglich sei, sei das besser. 

Zeitmaschine? 

Ein Journalist will wissen, ob der Bundesrat mit einer Zeitmaschine zurückreisen würde und diese aktuellen Massnahmen früher einführen würde. Es sei schwierig, genau im richtigen Moment den richtigen Entscheid zu fällen. «Führen wir solche Massnahmen zu früh ein, heisst es: Was macht der Bundesrat da? Spinnt der? Zu spät ist dann zu spät.» Er sei aber der Meinung, dass der Bundesrat bisher gut und zeitnah reagiert habe.  

Werden Läden geschlossen?

Es geistere das Gerücht umher, die Läden würden geschlossen, sagt eine Journalistin. Dies stimme nicht. Auch in Italien seien die Supermärkte offen. Ein solcher Plan bestehe nicht. 

Wie viel Abstand muss man in Bars halten?

Berset sagt, es gebe diese Grenze von 50 Leuten inklusive Personal. Die Hygieneregeln gelte es einzuhalten. Es sei sicher nicht die Idee, dass in einer Bar dann alle am selben Tisch sässen. «Wir sind in einer besonderen Lage: Aber es gibt keinen Grund, Panik zu schieben. Man kann auch in eine Bar gehen und sich nicht direkt neben eine andere Person setzen.

Werden Künstler kompensiert?

Man arbeite derzeit mit verschiedenen Gruppen zusammen, um die Kompensation von Künstlern, die nicht auftreten können, zu planen, sagt Parmelin. Es sei eine Taskforce gegründet worden und man arbeite an einer Lösung. «Wir kommen bald mit Vorschlägen.»

Unterschied zur Grippe 

Ein Journalist sagt, an der Grippe würden jährlich hunderte Menschen sterben. Wieso man dafür nicht dieselben Massnahmen ergreife. Berset weist darauf hin, dass es grosse Unterschiede zwischen der Grippe und dem Coronavirus gebe. Daniel Koch vom BAG ergänzt, dass man die Toten, die an der Grippe sterben, per Hochrechnung zähle. «Jene Menschen, die am Coronavirus sterben, zählen wir direkt, einzeln. Das sei eine sehr andere Situation.» Berset fügt hinzu: «Der grösste Unterschied ist, dass es für die Grippe eine Impfung gibt und für den Coronavirus nicht.»

Sorge um Bettenzahl

Koch sagt, man sorge sich nicht um die Anzahl Betten für die Patienten. Man wolle einfach das System noch verbessern, damit man immer wisse, wo es freie Betten gibt. In der Schweiz werde es verschiedene Modelle geben. In gewissen Gebieten würden Spitäler zusammengelegt oder ganze Abteilungen für den Coronavirus reserviert. Das werde den Kantonen überlassen, zu organisieren. 

Die Medienkonferenz des Bundesrats ist beendet. 

Coronavirus bei Haustieren?

Die Hittnauer Kleintierpraxis ACR AG wendet sich auf ihrer Facebook-Seite an besorgte Tierhalter. Das neue Coronavirus sei zwar für die Tiere nicht gefährlich, könne jedoch von ihnen übertragen werden. So rät die Praxis Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, auch ihren Tieren den Kontakt zu anderen Menschen so stark wie möglich einzuschränken.

«Sollte Ihr Haustier während Ihrer eigenen Quarantänezeit erkranken und tierärztliche Hilfe benötigen, kontaktieren Sie telefonisch Ihren Haustierarzt und informieren sie ihn über die Quarantänesituation im Haushalt.»

Positiv getestet ohne Symptome

Vor kurzer Zeit wurde zwar in Hong Kong ein Hund positiv auf das Virus getestet, doch er zeigte keine Krankheitssymptome. «Da die eingesetzten Testmethoden sehr empfindlich sind und auch sehr kleine Virusmengen nachweisen können, könnte das positive Resultat auch von einer Kontamination der Nasen- und Maulschleimhaut des Hundes aus der Virus-haltigen Umgebung herrühren», heisst es im Facebook-Post weiter. Als Quelle wird die Universität Zürich angegeben.

Bundesräte informieren um 15.30 Uhr

Am Freitag um 15.30 Uhr informieren die Bundesräte Simonetta Sommaruga, Alain Berset, Guy Parmelin und Karin Keller-Sutter über den aktuellen Stand der Dinge. Den Livestream finden Sie auf «Züriost». (Foto: Keystone)

Keine Meister und Aufsteiger im Eishockey

Nachdem die Meisterschaft abgebrochen wurde, gibt es in den höchsten beiden Schweizer Eishockey-Ligen weder einen Meister noch einen Auf- oder Absteiger. Dies teilt die Liga mit.

Weitere Formel-1-Rennen abgesagt

Nachdem bekannt gegeben wurde, dass der Saisonstart der Formel-1 nicht wie geplant am Sonntag stattfinden kann, folgt nun die Absage weiterer Rennen. (Foto: Keystone)

Welche das sind, erfahren Sie hier im Artikel.

Wegen Virus: Keine Info zum Bahnhofplatz Kollbrunn

Der Gemeinderat Zell hat die Infoveranstaltung vom 30. März zur Sanierung und Neugestaltung des Bahnhofplatzes Kollbrunn in der Regenbogenhalle abgesagt. Er habe sich im kommunalen Interesse zwecks gemeinsamer Rücksichtnahme auf die ältere Bevölkerung und auf weitere Risikogruppen dazu entschlossen, schreibt er in einer Mitteilung.

Ein Verschiebedatum könne noch nicht definiert werden. Der Gemeinderat plant beim Bahnhof Kollbrunn eine Tempo-20-Zone. Ursprünglich wollte er den Baukredit den Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung im Dezember 2019 vorlegen. Als jedoch vorgängig Kritik daran laut wurde, hat er sich zu einem Mitwirkungsverfahren entschlossen. Dieses beinhaltet unter anderem eine Infoveranstaltung.

Hier geht’s zum Artikel, was der Gemeinderat Zell in Kollbrunn genau plant.

Informationen des Bundes nicht vor 14.30 Uhr zu erwarten

André Simonazzi, Sprecher des Bundesrates, schreibt auf Twitter, dass der Bundesrat nicht vor 14.30 Uhr kommunizieren wird, wie es weiter geht. Die genaue Zeit werde noch mitgeteilt.

EHC Frauenfeld dankt EHC Wetzikon in emotionalem Post

Gerne hätten sie heute Morgen den Spielbericht zur gestrigen Begegnung publiziert, schreibt der Eishockeyclub Frauenfeld auf seiner Instagram-Seite. Aus bekannten und verständlichen Gründen gehe das aber nicht.

«Wir möchten dem EHC Wetzikon und dem Team um Präsident Hanspeter Sahli unseren grossen Dank aussprechen», schreibt der EHC Frauenfeld weiter. Besondere Situationen würden besondere Massnahmen erfordern. «Auf sportlicher Ebene spielten die Mannschaften den Ost-Schweizer-Meister aus.» Hinter den Kulissen seien der EHCF und EHCW enger zusammengerückt und hätten zusammen mit den Gesundheitsbehörden ein Sicherheits-Konzept erarbeitet, welches bis zuletzt Spiele mit Zuschauern ermöglichen sollte.

Die vom EHCW produzierten Live-Streams wurden auf allen Plattformen zur Verfügung gestellt, damit auch alle daheim gebliebenen eine Chance erhielten, diese Spiele zu verfolgen. «Sport verbindet. Ausserordentliche Bedingungen verbinden. Wir konnten direkt miterleben, wie zwei Vereine gemeinsam für die gleiche Sache kämpften und mit unzähligen freiwilligen Helfern keinen Aufwand scheuten, um alle Anforderungen zu erfüllen», enden die Frauenfelder ihren Post. (Bild: Mauricette Schnider Phot' hockey)

Neue Fallzahlen des Bundes

Stand Freitagmittag gibt es in der Schweiz 1125 positiv getestete Fälle, davon vier im Fürstentum Liechtenstein. 1009 Fälle sind bestätigt und bei 116 Fällen liegt ein erstes positives Resultat vor, bei dem die Bestätigung aber noch ausstehend ist.

Im Kanton Zürich sind es 103 infizierte Personen. Gestorben sind bislang in der Schweiz sieben Personen.

13. März, Mittag: Homepage des Bundes überlastet

Die Schweiz wartet gespannt auf die neusten Informationen des Bundesrates. Dies schlägt sich auch in den Zugriffszahlen auf die Webseite des Bundes, admin.ch, nieder. 

Das Bundesamt für Informatik und Telekommmunikation (BIT) teilt daher auf Twitter mit, dass es permanent und im Speziellen heute stützende Massnahmen treffe. Dennoch müsse man mit Performance-Problemen rechnen.

Spitalbetten sollen für Corona-Patienten frei gemacht werden

Die Kliniken in der Schweiz müssen ab sofort täglich melden, wie viele Notfallbetten für Patientinnen und Patienten mit Coronavirus zur Verfügung stehen. Dies teilt das Bundesamt für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Laut der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin gebe es zurzeit in der Schweiz 82 von ihr zertifizierte und anerkannte Intensivstationen. Dort stünden zwischen 950 und 1000 Betten zur Verfügung, davon 800 bis 850 mit Beatmungsgeräten. Zu diesen auf Intensivstationen verfügbaren Betten kämen 400 bis 450 Betten auf Intermediate Care Units, sogenannten Überwachungsstationen, hinzu.

In einem Schreiben teilt das VBS den Kliniken weiter mit, dass sie zusätzliche Kapazitäten schaffen sollten. Etwa, indem nicht lebenswichtige Operationen verschoben, Personen früher entlassen oder in die Reha verlegt würden. Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt den Kliniken, Betten für Corona-Patientinnen und -Patienten frei zu machen.

Solidarität in Zeiten des Coronavirus

Auf Facebookseiten wie «Du bisch von Wetzikä wänd...» oder «Du bisch vo Hinwil, wenn...» bieten User ihre Hilfe an. 

In Wetzikon schlägt beispielsweise eine Frau vor, dass sie für ältere oder chronisch kranke Menschen einkaufen gehe, falls diese sich nicht wegen des Virus nicht mehr raus trauten. Verlangen wolle sie dafür nichts.

Ein Hinwiler bietet auf der Facebook-Seite seiner Gemeinde einen Mitfahrdienst an. Er fahre jeden Tag von Hinwil nach Stäfa. Falls jemand froh sei, in Zeiten des Coronavirus eine Mitfahrgelegenheit nutzen zu können, solle man sich bei ihm melden.

 

 

Experten fordern vom Bundesrat, «ausserordentliche Lage» auszurufen

Schweizer Expertinnen und Experten fordern vom Bundesrat die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz auszurufen und weitreichende eindämmende Massnahmen zu beschliessen. Dies teilt die Unternehmenskommunikation des Universitätsspitals Zürich mit. Unter den Unterzeichnenden sind fünf Experten des Universitätsspitals und der ETH.

Die derzeit in der Schweiz geltenden Regelungen und Massnahmen reichten bei weitem nicht aus, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu verhindern, heisst es im offenen Brief.

«Wenn wir es schaffen, weitere Tage und Wochen zu gewinnen, um die schwer Erkrankten über eine längere Zeitspanne hinweg zu behandeln, trägt dies wesentlich dazu bei, einer Vielzahl Bürgerinnen und Bürgern in der Schweiz das Leben zu retten», schreiben die Experten weiter.

Das bedeutet das Veranstaltungsverbot für regionale Eventtechniker

Eventtechniker aus der Region sind von der Absageflut von Anlässen durch das Coronavirus unterschiedlich betroffen. Ein Fehraltorfer spricht von einer Tragödie, ein Wetziker hatte eine gute Idee zur rechten Zeit.

Hier gibt es den ganzen Artikel.

13. März, Morgen: Keine Besuche mehr in Spitälern und Altersheimen

Die Zürcher Gesundheitsdirektion erlässt ein Besuchsverbot für alle Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie Invalideneinrichtungen im Kanton Zürich. Das Besuchsverbot gilt ab heute Freitag, 13. März, bis vorerst zum 30. April 2020. 

In Spitälern gilt ein generelles Besuchsverbot. Die Spitaldirektion kann für einzelne Patientengruppen in sachlich begründeten Fällen generell oder im Einzelfall Ausnahmen bewilligen. Dies gilt beispielsweise für Eltern von Kindern, Partnern von Gebärenden oder bei sterbenden Patienten. Dabei dürfen höchstens zwei Besucher einen Patienten gleichzeitig besuchen. Die Spitaldirektion darf die Details regeln, insbesondere die maximale Besuchsdauer und die maximale Anzahl Besuche pro Tag. Diese Regelungen gelten sinngemäss auch für die Geburtshäuser wie jenes in Bäretswil.

In allen Alters- und Pflegeheimen und in Invalideneinrichtungen gilt ein generelles Besuchsverbot. Die Leitung der jeweiligen Institution kann im Einzelfall in sachlich begründeten Fällen wie beispielsweise bei Palliative Care Ausnahmen vom Besuchsverbot bewilligen. 

7. Todesopfer

Im Kanton Basel-Stadt liegt der erste Todesfall einer 67-jährigen Patientin vor. Die im Kanton Basel-Stadt wohnhafte Patientin litt bereits unter schweren Vorerkrankungen und wurde nun zusätzlich durch die Infektion mit dem COVID-19-Virus geschwächt. Sie war seit dem 4. März im Universitätsspital Basel hospitalisiert, wo sich ihr Zustand kontinuierlich verschlechterte. Das teilten die Behörden am Donnerstag mit.

Damit handelt es sich um die siebte Person, die in der Schweiz an den Folgen einer Infizierung mit dem Coronavirus gestorben ist.

Keine WM für Elena Stern

Die Bäretswilerin Elena Stern und ihr Curlingteam reisten vergeblich nach Kanada: Die Frauen-Weltmeisterschaften, die vom 14. bis am 22. März in Prince George hätten stattfinden sollen, wurden abgesagt. Es wäre für das Team Stern, das vor vier Wochen erstmals den Schweizer Meistertitel geholt hatte, die erste WM bei der Elite gewesen. «Es ist wie ein böser Traum», schreibt das Team auf Instagram. «Doch wir verstehen die Entscheidung absolut.

ETH stellt den Präsenzunterricht ein

Aufgrund der aktuellen Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus hat die Schulleitung der ETH Zürich beschlossen, den Präsenzunterricht ab dem kommenden Montag, 16. März, bis Ende Semester einzustellen, wie die Hochschule auf ihrer Website schreibt. Die Digitalisierung der Lehrveranstaltungen werde weiter ausgebaut. 

Forschung und Betrieb würden weiterlaufen. Für die Forschung und den administrativen und technischen Betrieb der Hochschule gelten die bereits getroffenen Massnahmen weiterhin. Der Schutz der ETH-​Angehörigen habe für die Schulleitung oberste Priorität. 

Dieser Entscheid wurde gefällt, als bekannt wurde, dass es an der ETH einen ersten bestätigten Fall einer Corona-Infektion gibt. Es handelt sich um eine Labor-​Mitarbeiterin im Gebäude HCI auf dem Campus Hönggerberg.

Unihockeyaner brechen Saison ab

Die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti können den Aufstieg in die NLA der Frauen nicht mehr schaffen – zumindest auf dem Feld nicht. Eigentlich hätte ihre Playoff-Finalserie gegen Appenzell am Wochenende beginnen sollen. Gespielt wird aber nicht mehr, nirgends mehr.

Am Donnerstagabend entschied Swiss Unihockey, den Spielbetrieb einzustellen und die Saison abzubrechen. «Für sämtliche Auf-/Abstiegsfragen werden mögliche Handlungsoptionen durch die Taskforce von Swiss Unihockey in Einbezug der zuständigen Gremien erarbeitet», heisst es im Communiqué des Verbands.

Vom Entscheid betroffen sind nicht nur die NLB-Frauen der Floorball Riders, sondern auch die beiden Männer-Erstligisten Laupen und Glattal Falcons. Sie hätten sich im Auf-/Abstiegsplayoff gegen Zweitliga-Teams wehren müssen. (zo)

12. März Abend: Toni Vescoli sagt alle Konzerte im März ab

Das Oberländer Rock-Urgestein Toni Vescoli hat wegen des Coronavirus sämtliche für den Monat März vorgesehenen Konzerte seiner Frühlingstournee abgesagt. Es sei nicht angesagt sich dem Risiko einer Tournee auszusetzen, schreibt er in einer Mitteilung. Auch seine Mitmusiker, die Veranstalter und sein Arzt stimmen ihm zu. Davon betroffen ist auch der Auftritt vom 27. März im Wetziker Scala. Die Konzerte werden im Herbst 2020 und im nächsten Jahr nachgeholt, schreibt Vescoli. Ob die für April 2020 vorgesehenen Gigs stattfinden, sei noch unklar.

Besuchsverbote in Stadtzürcher Spitälern und Alters- und Pflegezentren

Wie das Universitätsspital Zürich mitteilt, erlässt es ab Donnerstagabend (12.3.) 18 Uhr ein weitreichendes Zutrittsverbot für Besucher und Besucherinnen. Mit der Präventionsmassnahme gegen das Coronavirus soll das Ansteckungsrisiko für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduziert werden. Das Besuchsverbot gilt bis auf Weiteres und wird durch Zutrittskontrollen durchgesetzt.

Ausnahmen gelten für Besuche von Patientinnen und Patienten in ausserordentlichen Situationen. Dazu gehören Eltern von Kindern, Partner von Gebärenden sowie nahe Angehörige von sterbenden Menschen oder unterstützungsbedürftigen Patienten.

Auch die Stadtspitäler Waid und Triemli sowie die städtischen Alters- und Pflegezentren haben ein Besuchsverbot erlassen. Es gelten die gleichen Ausnahmeregeln wie beim Universitätsspital. Das Besuchsverbot tritt morgen ab Freitag (13.3.) in Kraft. Es gilt auch für die Restaurants und Cafés der genannten Betriebe. Stadtrat und Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri appelliere an die Bevölkerung diese Massnahmen zu respektieren und so die besonders vulnerablen Personengruppen zu schützen, wie es in einer Mitteilung des Gesundheitsdepartements heisst.

Gemeinderat sagt alle Veranstaltungen in Fehraltorf ab

Wie die Gemeinde Fehraltorf heute Donnerstagnachmittag (12.3.) auf ihrer Facebook-Seite mitteilt, werden bis auf Weiteres alle Gemeindeanlässe- und veranstaltungen abgesagt beziehungsweise verschoben. Dies habe der Gemeinderat aufgrund der Empfehlungen von Bund und Kanton so entschieden.

Eine Übersicht über die abgesagten Events in der Region finden Sie hier.

Verbot für Veranstaltungen dürfte verschärft werden

Laut verschiedenen Medienberichten dürfte der Bund morgen Freitag (13.3.) das Verbot für Veranstaltungen verschärfen. Neu sollen nur noch 300 Personen zu einer Veranstaltung zugelassen werden.

12. März Nachmittag: Kanton Zürich vermeldet 92 positiv gesteste Personen

Das BAG vermeldet neu 858 positiv getestete Fälle (Stand 12.3.), davon vier im Fürstentum Liechtenstein. 815 Fälle sind bestätigt, bei 43 weiteren liegt ein erstes positives Testergebnis vor. 

Im Kanton Tessin teilte der kantonale Krisenstab am Donnerstagnachmittag mit, dass zwei weitere Personen an der durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sind. Die beiden Verstorbenen waren über 80 Jahre alt und hatten bereits an Krankheiten gelitten. Die Schweiz verzeichnet am Donnerstag 202 neue Fälle von positiv auf das Coronavirus getesteten Patienten. Insgesamt sind sechs Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Wie die kantonale Gesundheitsdirektion mitteilt, sind im Kanton Zürich zurzeit 92 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand 12.3.). Davon sind sieben Personen bereits genesen. Damit sind seit gestern Mittwoch (11.3.) 33 neue Fälle hinzugekommen. Weiter schreibt die Gesundheitsdirektion, dass Kantonsarzt Dr. med. Brian Martin kurzfristig erkrankt ist (nicht am Coronavirus). Man rechnet mit seiner baldigen Rückkehr. Als seine Stellvertreterinnen amten derzeit Dr. med. Bettina Bally und Dr. med. Christiane Meier.

Nationaler Notstand: Ja oder Nein?

Widersprüchliche Signale vom Bundesamt: Während Daniel Koch, Leiter Abteilung übertragbare Krankheiten beim BAG, am Morgen sagt, er rechne damit, dass der Notstand wohl bald schweizweit ausgeweitet werde, twittert das BAG am Mittag: «Von einem gesamtschweizerischen Notstand war und ist nicht die Rede.» Doch was würde der Notstand für uns im Alltag bedeuten?

Wir haben das am Beispiel des Tessins hier einmal aufgelistet

Amateureishockey bricht Saison ebenfalls ab

Die Eishockey-Saison 2019/2020 wird auch auf Amateur-Stufe nicht zu Ende gespielt. Dies entschied der Verband am Donnerstagmorgen, nachdem die Behörden im Tessin am Mittwoch den Notstand ausgerufen und alle sportlichen Aktivitäten bis am 29. März verboten hatte.

Damit ist auch für den EHC Wetzikon, die Dürnten Vikings und den EHC Illnau-Effretikon die Saison zu Ende. Heute Abend hätten die drei Oberländer Equipen das vierte Spiel in den jeweiligen Finalserien bestritten; die Wetziker führten im Ostschweizer Erstliga-Final 2:1, im Zweitliga-Final lag Dürnten gegen Illnau-Effretikon 2:1 in Front.

Noch nicht bekannt ist, wie die abgebrochene Saison gewertet wird. Über Auf- und Abstiege werde in den nächsten Tagen nach Konsultation mit den Rechtspflegeorganen entschieden, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Die Wetziker streben genauso wie Finalgegner Frauenfeld den Aufstieg in die höchste Amateurliga MSL an. (fbo) 

Schweizer Eishockey-Meisterschaft per sofort abgebrochen

Die Klubs der National League und der Swiss League haben an einer Telefonkonferenz beschlossen die Schweizer Eishockey-Meisterschaft per sofort abzubrechen, wie die Liga bestätigte.

Der Spielbetrieb wurde Anfang März vorerst für zehn Tage ausgesetzt, zuvor fanden die letzten beiden Runden der Qualifikation unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In einer ausserordentlichen Ligaversammlung hätten die Klubs morgen Freitag über das weitere Vorgehen entscheiden sollen. Die Ausrufung des Notstandes im Kanton Tessin und damit das faktische Spielverbot für die Klubs aus Lugano, Ambri und Biasca (Ticino Rockets) nahmen den Entscheid der Liga nun vorweg.

Vorzeitiger Abbruch des Country Music-Festivals in Zürich

Das internationale Country Music-Festival im Zürcher Albisgüetli wird vorzeitig abgebrochen, wie Radio Zürisee vermeldet. Grund ist der bevorstehende Notstand in der Schweiz. Der Bund wird wahrscheinlich demnächst mitteilen, dass die Massnahmengegen das Corona-Virus verschärft werden.

Ausserdem macht dem Country-Music-Festival der Entscheid der USA zu schaffen. Ab morgen Freitagabend dürfen Europäer 30 Tage lang nicht mehr in Amerika einreisen.Das hat Auswirkungen auf den Event im Albisgüetli. Wie die Organisatoren gegenüber Radio Zürisee bestätigen, sind Musik-Gruppen unter Hochdruck abgereist. Das Country Music-Festival wird deshalb zwei Wochen früher beendet als geplant.

BAG rechnet mit schweizweitem Notstand

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet damit, dass Massnahmen, wie sie im Tessin ergriffen wurden – der Kanton rief den Notstand aus – bald für die ganze Schweiz gelten könnten. «Der Rest der Schweiz wird nachziehen», sagte Daniel Koch am Donnerstag, Epidemiespezialist des BAG, gegenüber Radio SRF in der Sendung «Heute Morgen».

Damit sollen Risikogruppen geschützt und die Überlastung der Spitäler verhindert werden, so Koch weiter. «Die Welle ist jetzt da.» Die Schweiz habe jedoch rechtzeitig gehandelt, um das Coronavirus einzudämmen. Man nähme die Situation sehr ernst und müsse nun möglichst schnell die richtigen Massnahmen treffen.

12. März, Morgen - USA kappt Flüge aus Europa

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängen die USA einen Einreisestopp für Ausländer aus Europa. «Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen», sagte Trump am Mittwochabend im Weissen Haus in einer Ansprache an die Nation.

Das Einreiseverbot soll am Freitag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, sagte Trump. Ausnahmen werde es für Amerikaner geben, die sich entsprechenden Tests unterziehen. Trump begründete den Stopp damit, dass die EU nicht dieselben Schutzmassnahmen wie die USAergriffen und Reisen aus China nach Europa nicht früh genug gestoppt hätten. Die Massnahme gelte nicht für Reisende aus Grossbritannien.

Das von US-Präsident Donald Trump angekündigte 30-tägige-Einreiseverbot in die USA gilt für den Schengen-Raum. Somit sind 26 europäische Länder davon betroffen, darunter auch die Schweiz, Österreich, Deutschland und Italien. Das gab der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf in einem Statement bekannt. Der Einreisestopp wird für ausländische Reisende verfügt, die in den vergangenen 14 Tagen im Schengen-Raum waren.

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