×

Coronavirus-Ticker: Das ist bis zum 3. März passiert

Was bisher in der Region geschah

Coronavirus-Ticker: Das ist bis zum 3. März passiert

Die Auswirkungen des Coronavirus machen sich auch im Oberland bemerkbar.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 03. März 2020, 10:59 Uhr Was bisher in der Region geschah

Ticker

Montagabend, 2. März - Die drei neuen Hygienemassnahmen des BAG

Das BAG hat seine Coronavirus-Kampagne um drei Punkte erweitert. Wir stellen die neuen Hygienemassnahmen näher vor.

Klicken Sie auf das Video, um mehr zu erfahren.

Swiss Football League verlängert Spielpause

Aufgrund des Coronavirus wird in den zwei obersten Schweizer Fussballligen bis auf Weiteres nicht gespielt. Diesen Entscheid haben die 20 Klubs am Montag an einem Treffen in Bern getroffen, wie die Swiss Football League (SFL) in einer Mitteilung vom Montagnachmittag schreibt. Nachdem am vergangenen Wochenende in der Super League bereits die Spiele der 24. Runde abgesagt wurden, soll die Meisterschaft vorerst bis zum 23. März und dem Beginn der Nationalmannschafts-Pause weiterhin ruhen. 

Ob der Meisterschaftsbetrieb danach wieder aufgenommen wird, macht die SFL vom Entscheid des Bundesrats, ob das Veranstaltungsverbot auch nach dem 15. März noch gilt, abhängig. Laut der Mitteilung der SFL habe man am Montag auch die Option diskutiert, die Spiele ohne Zuschauer durchzuführen. Die Klubs hätten sich aber aus wirtschaftlichen Gründen und weil aktuell noch genügend Ausweichtermine vorhanden sind gegen diesen Schritt entschieden.

EHCW-Fans dürfen ins Stadion

Gute Nachrichten für die Fans des EHC Wetzikon: Der Erstligist kann die Heimspiele der Playoff-Finalserie gegen Frauenfeld vor Publikum austragen. Dies geht aus einem Communiqué des EHCW vom Montagnachmittag hervor. Allerdings ist der Verein gezwungen Massnahmen zu treffen, damit sich nicht mehr als 1000 Personen im Stadion befinden. Um dies zu gewährleisten, muss jeder Zuschauer an der Kasse ein Armband beziehen.

«Es gilt first come, first serve – nach Ausgabe der 1000 Armbänder ist leider Schluss», schreibt der Klub. Zudem bittet der EHCW das Publikum, früher als gewohnt zu erscheinen, da dieses Prozedere etwas Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Eine Ticketreservation sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Das alles gilt für die Wetziker Heimspiele in der Finalserie – das erste findet am Samstag, 7. März, statt; das zweite – bei Bedarf – am Donnerstag, 12. März. Welche Massnahmen für die Auswärtsspiele des EHCW in Frauenfeld (Donnerstag, 5. März, Dienstag, 10. März, sowie eventuell Samstag, 13. März) gelten, ist noch nicht bekannt.

Vier Coronavirus-Fälle an der Uni Zürich

Am Institut für Mathematik der Universität Zürich (UZH) sollen vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Das hat die UZH gegenüber der «NZZ» bestätigt. Unter den Erkrankten befänden sich keine Studenten.

Bereits am Montagmorgen hatte die «NZZ» aus einem internen UZH-Mail zitiert, wonach ein 27-jähriger Doktorand positiv auf das Virus getestet worden sei. Er habe nach seiner Rückkehr aus Norditalien allerdings keine Lehrveranstaltungen durchgeführt, wie UZH-Sprecher Beat Müller später erklärte.

Aus Sicherheitsgründen hat das Institut für Mathematik am Montag dennoch alle Lehrveranstaltungen abgesagt. Diese sollen am Dienstag aber wieder stattfinden. Bis auf Weiteres gilt an der UZH die Regel, dass Personen, die sich in China, Italien, Iran, Südkorea oder Singapur aufgehalten haben 14 Tage lang das Uni-Gelände nicht betreten sollten. 

Keine Panik - italienische Musik-Combo geht viral

Norditalien ist nach wie vor die am stärksten vom Coronavirus betroffene Region in Europa. Das scheint aber nicht allen Einheimischen aufs Gemüt zu schlagen. Derzeit geht ein Video einer vierköpfigen Musik-Combo viral, die den Ausnahmezustand in einen witzigen Song verpackt hat. 

Er fühle sich wie ein Krimineller wegen des Coronavirus', wenn er sich in der Öffentlichkeit bewege, singt der Frontmann der Truppe. Ebenso vom täglichen Händewaschen und der «Mühsal» der Quarantäne mit seiner Frau. Die Musiker bleiben aber trotz der Gefahr einer Ansteckung cool, man schiebe keine Panik... Klicken Sie auf das Video. Galgenhumor made in Italy.

Gemeindeversammlung in Greifensee verschoben

Zwei Tage vor der Gemeindeversammlung hat die Gemeinde Greifensee entschieden, diese zu verschieben. Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Montagnachmittag schreibt, erfolgte dieser Entscheid präventiv, «aufgrund der unsicheren Entwicklung hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus». Die Gemeindeversammlung hätte am Mittwochabend, 4. März, stattfinden sollen.

Laut dem Gemeinderat soll damit sichergestellt werden, dass «alle Stimmberechtigten ihre politischen Rechte uneingeschränkt wahrnehmen können». Wann die Gemeindeversammlung nachgeholt werden soll, ist derzeit noch nicht bestimmt. Das Verschiebungsdatum werde so rasch als möglich in den «Nachrichten aus Greifensee» und auf der Homepage der Gemeinde publiziert.

Nach Giardina-Absage: Bubiker «Gartist» rechnet mit Umsatzeinbussen

Die Gartenmesse Giardina hätte vom 11. bis 15 März in Zürich stattfinden sollen, wurde nun aber wegen dem Coronavirus abgesagt respektive verschoben. Mit von der Partie wäre auch der Bubiker Joel Kunz mit seiner Firma Gartist gewesen. «Wir haben durch die Absage der Giardina sicher Umsatzeinbussen», sagt er. Zwar sei die Firma solide und werde mit dem Verlust umgehen können.

Es sei aber sehr enttäuschend, da sie so viel Aufwand betrieben hätten und nun ihr neustes Projekt «Homefarm» (Skizze im Bild) nicht vorstellen können. «Die Homefarm hätten wir gerne dem Publikum gezeigt. Darin steckte viel Herzblut. Damit hätten wir die Garteninteressierte gerne überrascht.» Dieser Effekt sei auf diese Weise ausgeblieben.

Steigende Fallzahlen im Kanton Zürich

Seit Samstag sind im Kanton Zürich sieben weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das schreibt die Zürcher Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung vom frühen Montagnachmittag. Es sind die Fälle drei bis neun im Kanton Zürich. Laut der Gesundheitsdirektion befinde sich die Mehrheit dieser Personen derzeit «mit geringen Beschwerden» im Universitätsspital Zürich, eine Person sei in der Klinik Hirslanden in Behandlung. Die Bestätigung des nationalen Referenzlabors in Genf stehe in den sieben neuen Fällen noch aus.  

Bei allen neuen Fällen sei eine klare Infektionsquelle zu identifizieren. Einer der Patienten habe sich bei einer infizierten Person in der Schweiz angesteckt, drei weitere hätten sich zuvor in Norditalien aufgehalten. Die «Fälle 7 bis 9» haben sich laut der Mitteilung bei «Fall 5» in der Schweiz angesteckt. Bei den neuen Coronavirus-Patienten handelt es sich um sechs Männer und eine Frau zwischen 25 und 36 Jahren. Es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut, schreibt die Gesundheitsdirektion. «Wenn sie keine Coronavirus-Fälle wären, müssten sie nicht im Spital behandelt werden.» Dies bestätige, dass die Erkrankung für den Einzelnen in der Regel leicht sei, besonders bei Jungen und Kindern. 

Gesundheitsdirektion rechnet mit weiteren Ansteckungen

Das «Contact Tracing», die Nachverfolgung der Ansteckungskette, könne bei diesen Fällen noch aufrechterhalten werden. Die Mitarbeiter der Gesundheitsdirektion seien mit den engsten Kontaktpersonen in Verbindung. Es sei mit weiteren Erkrankungsfällen zu rechnen.  
 
Die Bevölkerung wird gebeten, dass sich nur noch Personen mit behandlungsbedürftigen Beschwerden von Zuhause aus beim Ärztefon (Tel. 0800 33 66 55) melden. Für sie wird weiterhin der Transport in die zuständigen Spitäler organisiert, falls eine Abklärung und Behandlung nötig ist. Personen mit grippeähnlichen Symptomen sollen zuhause bleiben, den Kontakt mit anderen so weit wie möglich meiden und erst wieder zur Arbeit oder in die Schule gehen, wenn sie gesund sind. Personen, die in einer solchen Situation nicht durch Freunde oder Familienangehörige betreut werden können, können sich bei der kantonalen Hotline 0800 044 117 melden. Anschliessend wird die nötige Unterstützung organisiert. Wer zuhause schwer erkrankt, wird in ein Spital transportiert und dort behandelt. Auf Abklärungen (Rachenabstriche) von möglichen Coronavirus-Fällen ausserhalb der designierten Spitäler sei zu verzichten.  
 
Die Gesundheitsdirektion will am Dienstag über allfällige weitere Massnahmen und Empfehlungen, auch die Veranstaltungen betreffend, informieren. 

Playoff-Start definitiv verschoben

Nun ist es klar: Der Playoff-Start in der Eishockey National League wird verschoben. «Wir unterbrechen den Spielbetrieb bis 15. März. Stand heute wissen wir nicht, wie es weitergeht», sagte Dennis Vaucher, Direktor der Nationalligen. Er informiert am Montagnachmittag ab 13.30 Uhr an einer Pressekonferenz über die Entscheide der Liga-Vertreter, die sich am Montagmorgen in Ittigen BE zu einer ausserordentlichen Versammlung trafen.

Laut Vaucher gehe man derzeit davon aus, dass der Bundesrat am 13. März über das weitere Vorgehen bezüglich des Veranstaltungsverbots informieren werde. Danach werde man entscheiden, wann und ob die diesjährigen Playoffs stattfinden werden. Auf ein mögliches Datum wollte sich Vaucher noch nicht festlegen. Man wolle aber keine weiteren Geisterspiele. Die Zuschauer weiterhin auszuschliessen wäre fatal, waren sich die Liga-Vertreter einig. Vaucher rechnete vor, dass sich die Verluste der Clubs im 6- bis 7-stelligen Bereich bewegen könnten.

Die Regelung betrifft auch die bereits angelaufenen Playoffs der Swiss League. Auch dort wird der Spielbetrieb vorläufig bis am 15. März unterbrochen. Der Spielbetrieb bei den Junioren wird dagegen weitergeführt, mit behördlichen Auflagen und ohne Zuschauer.

Massnahmen in Ustermer Schulen

In den Ustermer Schulen werden die Verhaltensregeln des BAG im Zusammenhang mit dem Coronavirus ernst genommen. «Wir haben, wie es der Bund kommuniziert hat, den Schulen empfohlen, bis auf Weiteres auf das Händeschütteln zu verzichten», sagt die Ustermer Stadträtin und Primarschulpräsidentin Patricia Bernet. Weiter gelte für alle Lehrpersonen, dass sie Kinder, welche Symptome zeigen, heimschicken sollen.

Auch auf die weiteren Verhaltensregeln wurden die Schulen hingewiesen: «Etwa auf die wichtigen Hygienemassnahmen wie das regelmässige Händewaschen und das korrekte Niesen», wie Bernet präzisiert. In den Schulhäusern und Kleinanlagen werden zudem diverse Informationen platziert. Ebenfalls wird überall Handpapier anstelle elektrischer Händetrockner und Handtücher zur Verfügung gestellt.

Desinfektionsmittel und geschlossene Eimer können zur Zeit keine installiert werden, da diese Artikel auf dem Markt teiweise vergriffen sind oder längere Lieferzeiten haben. Die Reinigungskadenz in den Ustermer Schulanlagen wird erhöht und Türfallen und Handläufe werden zusätzlich mit einem geeigneten Alkoholreiniger behandelt.

Eishockey-Playoffs werden verschoben

Am kommenden Samstag, 7. März, hätten in der höchsten Schweizer Eishockey-Liga die Playoffs beginnen sollen. Nun haben sich die Liga-Bosse und Vertreter der Clubs, die sich heute in Ittigen BE zu einer Sondersitzung trafen, offenbar auf eine Verschiebung des Playoff-Starts geeinigt, wie der «Blick» berichtet.

Wann die ersten Spiele der National-League-Playoffs stattfinden sollen, sei noch nicht klar. Ab 13.30 Uhr wird an einer Pressekonferenz offiziell über die aktuellen Entscheide informiert. 

Kantonsräte sollen Vorbilder sein

Auch im Zürcher Kantonsrat ist das Coronavirus am Montag Thema gewesen. Die Parlamentssitzung konnte zwar, weil jeweils nur etwa 200 Personen im Rathaus sind, wie geplant durchgeführt werden.

Die Volksvertreter wurden aber vom obersten Arzt des Kantons dazu angehalten, die Hände zu waschen. Kantonsrat Josef Widler (CVP, Zürich), der Präsident der Ärztegesellschaft, appellierte an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier, sich bitte gründlich die Hände zu waschen und das Gesicht nicht zu berühren. Die Hände im Gesicht seien verantwortlich für 80 Prozent der Ansteckungen, sagte er. Als «verantwortungsbewusste Volksvertreter» hätten die Kantonsräte zudem die Aufgabe, diese Hygienevorschriften in ihrem Umfeld zu verbreiten.

Für die kommende Sitzung am nächsten Montag hatte Widler noch einen Ratschlag: «Informieren Sie sich vorher, ob sie überhaupt stattfindet.» Es könne gut sein, dass die Sitzung abgesagt werde, weil die Vorschriften laufend angepasst würden. Aktuell sind im Kanton Zürich nur Veranstaltungen mit weniger als 1000 Personen erlaubt. (sda)

Filmfestival im Qtopia abgesagt

Am Dienstag, 3. März, stand im Ustermer Kino Qtopia im Rahmen des Filmfestivals Look & Roll eine Auswahl von Kurzfilmen über das Leben mit Einschränkungen und Behinderungen auf dem Programm. Nun teilte die Organisation Procap mit, dass man das Filmfestival in Uster aus Risikogründen wegen des Coronavirus' absagen müsse.

Heinz Rutschmann, Vorstandsmitglied des Kinos Qtopia kann diesen Entscheid nachvollziehen – dennoch sei die Absage eine grosse Enttäuschung.

Senig Suppenzmittag fällt aus

Jetzt trifft die Absagenflut von Veranstaltungen in der Region auch die Volketswiler Senioren: Wie die Senioren-Interessengemeinschaft Volketswil am Montag mitteilte, wird der Senig Suppenzmittag vom Samstag, 7. März, wegen des Coronavirus' nicht durchgeführt.

Damit fällt der Saison-Abschluss des traditionellen Anlasses für einmal aus. Am Samstag, 7. November, sollte der erste Senig Suppenzmittag der kommenden Saison dann aber wie geplant stattfinden.

SGG verschiebt Tag der offenen Tür

Am Samstag, 14. März, wollte die Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG) ihre Türen für Interessierte öffnen. Am Montag teilt die SGG nun mit, dass dieser Tag der offenen Tür aufgrund des aktuellen Veranstaltungsverbots des Bundes im Zusammenhang mit dem Coronavirus verschoben wird.

Wann der Anlass durchgeführt wird, ist derzeit noch offen. 

Doktorand der Uni Zürich offenbar positiv getestet

Ein Doktorand am Institut für Mathematik der Universität Zürich (UZH) ist anscheinend positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die «NZZ» am Montagmorgen vermeldete. Diese Information soll in einem internen Mail der UZH verbreitet worden sein, das der «NZZ» vorliegt. Es sei allerdings noch unklar, ob der positive Befund bereits vom Referenzlabor in Genf bestätigt wurde.

Es wäre die erste Ansteckung mit dem Virus an der Universität Zürich. Beim betroffenen Doktoranden soll es sich um einen 27-Jährigen handeln, der in Zürich wohnt, aber ursprünglich aus Norditalien stammt. Im internen UZH-Mail würden alle Personen, die mit ihm in Kontakt standen, angewiesen, bei grippeähnlichen Symptomen zu Hause zu bleiben und einen Arzt zu kontaktieren. 

Ausliker Kinderumzug heisst Robenhauser willkommen

Der Kinderumzug der Robenhauser Fasnacht am Samstag wurde abgesagt. Am Montagmorgen verkündet die Fasnachts-Gesellschaft Robenhausen auf Facebook, dass sie am Kinderumzug in Auslikon mitlaufen darf. Dieser startet am Montagnachmittag um 14 Uhr.

Fünf Firmen beantragen Kurzarbeit

Das Coronavirus hat bisher wenig Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation im Kanton Zürich. Im Februar haben fünf Firmen Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus beantragt. Betroffen sind 10 Angestellte. 

Insgesamt haben im Februar 16 Firmen Anträge gestellt für total 42 Mitarbeiter, wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. «Trotz des Coronavirus bewegen sich die Anträge im üblichen Rahmen», sagte AWA-Kommunikationschefin Lucie Hribal. Es könne aber sein, dass die Zahl ansteige. Es würden sich derzeit viele Firmen nach den Kriterien für virusbedingte Kurzarbeit erkundigen. (sda)

Personenkontrolle im Chesselhuus

Nachdem die Veranstalter des Pfäffiker Chesselhuus bereits letzte Woche verkündeten, das Konzert von Marc Sway finde am Donnerstag, 5. März, plangemäss statt, haben sie nun weitere Sicherheitsmassnahmen getroffen. «Alle Gäste müssen uns bestätigen, dass sie sich in den letzten 3 Wochen nicht in einem der Risikogebiete aufgehalten haben», heisst es auf der Website wie auch auf der Facebookseite. Zu den betroffenen Gebieten gehören China, der Iran, Südkorea, Singapur, sowie in Italien die Lombardei, das Piemont und Venetien. 

Aus diesem Grund wird die Türöffnung für das Marc Sway Konzert am Donnerstag bereits um 18.30 Uhr stattfinden. Das Chesselhuus wird zusätzlich Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen. «Wir appellieren an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen.»

Ellbogengruss statt Händeschütteln

Die neuesten Empfehlungen des BAG will auch die Primarschule Dübendorf umsetzen. Am Montagmorgen wurden die Schüler von den Lehrern angewiesen, aufs Händeschütteln zu verzichten. Ob die Umsetzung funktioniert, kann man aktuell noch nicht beurteilen.

Die Schüler scheinen allerdings bereits kreative Ersatzlösungen gefunden zu haben: «Im Moment ist ein Ellbogengruss im Umlauf», sagt Primarschulpräsidentin Susanne Hänni (GLP/GEU). Die Weisung, Umarmungen und Küsschen zu vermeiden, hat die Schule schon seit Längerem herausgegeben – dies auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Strickhofball abgesagt

Die Gemeinde Lindau musste am Freitag kurzfristig die Bewilligung für den Strickhofball zurückziehen. Die Grossveranstaltung, die unter dem Motto «Schaltjahrparty» am Samstag, 29. Februar, hätte stattfinden sollen, lockt jeweils bis zu 3000 Personen an. Doch auch eine Verkleinerung des Balls auf weniger als 1000 Personen war nicht möglich, wie auf der Homepage des OK’s nachzulesen ist. Die Organisatoren wollen zu einem späteren Zeitpunkt über das Vorgehen für die Rückgabe der Tickets aus dem Vorverkauf informieren.

Keine Fasnacht in Illnau-Effretikon

Auch in Illnau-Effretikon wird die Fasnacht vom kommenden Sonntag, 8. März, abgesagt. Dies bestätigte Organisatorin Denise Bättig von Kiwanis Illnau-Effretikon auf Anfrage. Das OK habe am Samstag entschieden, die Veranstaltung nicht durchzuführen. Zahlreichen Musikgruppen, darunter auch Guggenmusiken aus der Region, musste abgesagt werden. Die Kinderfasnacht von Illnau-Effretikon findet seit 10 Jahren statt und zieht jeweils bis zu 1000 Personen an.

Oberländer Spitäler testen nur bei Symptomen

Auf der Homepage des Spitals Uster wird seit Freitag auf der Startseite prominent über die aktuelle Coronavirus-Lage informiert. Anders beim Spital Wetzikon: Auf dessen Website sucht man auf der Startseite vergeblich nach aktuellen Informationen. Fündig wird man erst, wenn man die Suchfunktion bemüht.

In der neusten Mitteilung wird das Vorgehen in den beiden Oberländer Spitälern bei einem Coronavirus-Verdachtsfall beschrieben: Man sei jederzeit vorbereitet für die Aufnahme von Patienten mit übertragbaren Krankheiten. In Wetzikon und in Uster bestünden bei einem entsprechenden Verdacht klar definierte und standardisierte Prozesse. Diese reichen vom Eintritt über die Diagnostik und Behandlung bis zum Austritt des Patienten. 

Abklärungen und Behandlungen würden aber nur bei Patienten durchgeführt, die gemäss der offiziellen Definition des BAG als Verdachtsfälle gelten. Bei Personen ohne Symptome würden dagegen keine Corona-Tests durchgeführt. Alle Patienten, die keine Symptome hätten, sich aber dennoch verunsichert fühlten, sollen sich an die Telefon-Hotlines wenden, raten die Spitäler:

  • BAG-Hotline für die Bevölkerung: 058 463 00 00 (von 8 bis 18 Uhr)
  • BAG-Hotline für Reisende: 058 464 44 88 (von 8 bis 18 Uhr) 
  • Zürcher Ärztetelefon Infohotline: 0800 33 66 55 (24 Stunden / 7 Tage) 

BAG verschärft Kampagne

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Montagmorgen seine Kampagne gegen das Coronavirus verschärft. Neu gilt Stufe Rot. Diese beinhaltet drei neue Verhaltensregeln:

  • Papiertaschentuch in geschlossenen Abfalleimer werfen
  • Händeschütteln vermeiden
  • Aufsuchen einer Arztpraxis oder Notfallstation nur nach telefonischer Anmeldung

Die bisherigen Regeln – das gründliche Händewaschen, in ein Taschentuch oder in die Armbeuge husten und niesen, bei Fieber und Husten zu Hause bleiben – gelten weiterhin.

2. Fall im Wallis

Im Wallis ist am Sonntag ein zweiter Coronavirus-Fall entdeckt worden. Es handelt sich um ein Familienmitglied des ersten Patienten, der im Kanton positiv getestet worden war.

Die zweite Infektion war vom Labor des Zentralinstituts der Spitäler Sitten festgestellt worden, wie die Walliser Staatskanzlei am Sonntag mitteilte. Der erste, auch vom Referenzlabor in Genf bestätigte Coronavirus-Fall, ein 30 Jahre alter Oberwalliser, befindet sich seit Freitag in einem Isolationszimmer des Spitals Sitten.

Hartnäckige Fasnächtler

Von den Befragten weiss jeder, dass der Fasnachtsumzug Robenhausen abgesagt worden ist. Einige Passanten und Passantinnen haben die Hoffnung aber nicht aufgegeben und spazierten trotzdem an der Weststrasse entlang. Die Stadt Wetzikon hat offenbar vergessen, das Plakat abzunehmen – oder zumindest das Wort «Umzug» zu streichen. Video: Simon Grässle

Landesweit 24 Fälle bestätigt

Bis Sonntag um 17 Uhr waren nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) 24 Ansteckungsfälle in 11 Kantonen vom Referenzlabor in Genf offiziell bestätigt. Es handelt sich demnach um den Aargau, Bern, Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Freiburg, Genf, Graubünden, das Tessin, die Waadt, das Wallis und den Kanton Zürich. Alle angesteckten Personen seien isoliert, enge Kontaktpersonen informiert. Getestet worden seien bisher mehr als 1300 Verdachtsfälle, hiess es aus dem BAG weiter.

44 Kinder unter Quarantäne

Ein 31-jähriger Kindergarten-Lehrer aus Döttingen hat sich vor einer Woche bei einem Familienbesuch aus Norditalien mit dem Coronavirus (COVID-19) infiziert. Gemäss Abklärungen des Kantonsärztlichen Dienstes (KAD) sind rund 70 Kontaktpersonen betroffen, darunter 44 Kindergartenkinder und 8 Lehrpersonen des Kindergartens Quartierzentrum Langäcker in Spreitenbach. Sie werden zurzeit über die Quarantänebestimmungen informiert.

Wie der KAD schreibt, soll der Mann seit der Ansteckung vor rund einer Woche als Kindergarten-Lehrer im Kindergarten Langäcker in Spreitenbach unterrichtet haben.

Seniorennachmittag in Hinwil abgesagt

Aus Rücksicht auf die Altersgruppe haben die Organisatoren, dass der Seniorennachmittag im Restaurant Hirschen in Hinwil am kommenden Dienstag nicht durchgeführt wird. Gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG sind Personen über 50 gefährdet. Das Durschnittsalter der Teilnehmer liege bei rund 80 Jahren. «Die Weisung des Bundes, einen Sicherheitsabstand von zwei Metern können wir zudem nicht gewährleisten beim Seniorennachmittag», erklärt Edith Maurer im Gespräch mit «Züriost.ch».

Hotelpersonal unter Quarantäne gestellt

Ein Gast des Grand Resort Bad Ragaz wurde nach seinem Aufenthalt positiv auf das Coronavirus getestet. Als Vorsichtsmassnahme werden nun fünf Hotelangestellte für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt, wie der «Blick» schreibt. Betroffen ist jenes Personal, das näher als zwei Meter und länger als 15 Minuten mit der erkrankten Person in Kontakt stand.

Gesunde Personen sollen keinen Mundschutz tragen

Das Coronavirus ist zurzeit in aller Munde. Während ein Teil der Bevölkerung die Entwicklung gelassen nimmt, deckt sich die andere bereits mit Notvorräten und Mundschutzmasken ein.

Wie ein Blick auf die Internetseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zeigt, sollen gesunde Personen eine solche aber überhaupt nicht tragen. «Die Masken schützen eine gesunde Person nicht effektiv vor einer Ansteckung mit Viren der Atemwege», heisst es weiter. Das Tragen einer Maske könne ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen.

Hygienemasken sollen in erster Linie verhindern, dass eine erkrankte Person andere Personen ansteckt – auch kollektiver Schutz genannt. Daher empfiehlt das BAG Personen mit akuter Atemwegserkrankung das Tragen von Hygienemasken, sobald sie keinen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen einhalten können. Zum Beispiel zu Hause, in einer Arztpraxis oder im öffentlichen Verkehr. 

Personen mit vermuteter Infektion mit dem neuen Coronavirus sollten ─ unabhängig von der Stärke der Symptome ─ immer telefonisch eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren, um die zu ergreifenden Massnahmen, einschliesslich des Tragens von Masken, zu besprechen.

Fasnacht in der Region trotz Coronavirus ein Erfolg

Das Coronavirus trifft die Fasnachtsfanatiker hart. Anlässe mit über 1000 Personen wurden vom Bund bis auf weiteres untersagt, alle anderen liegen in der Eigenverantwortung der Veranstalter. 

In Uster, Robenhausen und Grüningen entschieden sich die Organisatoren, ihre Veranstaltungen trotz Coronavirus durchzuführen – sehr zur Freude der Fasnächtler in der Region. Wie Sandra Pauli, Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft Uster sagt, war der Abend im Stadthofsaal ein voller Erfolg. «Der Anlass war gut besucht. Das Fernbleiben ein paar wenigen fiel nicht ins Gewicht.»

Dem schliesst sich Martina Greutert, Verantwortliche der Fasnacht Robenhausen, an. «Wir hatten einen sehr schönen Abend, das Virus hat der Stimmung und Besucherzahl keinen Abbruch getan.» Das, obwohl in Robenhausen nur ein Teil der ursprünglich geplanten Festlichkeiten durchgeführt werden konnten - der gesamte Fasnachtssonntag mit Umzug, sowie der Kinderumzug am Samstag, wurden abgesagt. 

Lubi Dejanovic, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Grüningen, ist zufrieden mit dem Verlauf der Anlässe in Grüningen. Die Besucherzahlen seien im Vergleich zum Vorjahr minim zurückgegangen – teilweise sei daran aber sicher auch der Regen schuld gewesen. «Wir erhielten von vielen Seiten Zuspruch, dass wir das Event trotz Virus durchgeführt haben. Das freut uns natürlich», so Dejanovic.  

Zwei Schulklassen in Quarantäne

Zwei Klassen der Technischen Fachschule in Biel und ihre Lehrkräfte sind für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden. Grund: Die in Biel am Coronavirus erkrankte Frau studiert an der Schule. Das teilte das kantonale Führungsorgan am Sonntag mit.

Tag der Kranken – Sommaruga dankt dem Pflegepersonal

In Zeiten der Unsicherheit über die Entwicklung des Coronavirus sei es wichtig zu wissen, dass die Schweiz ein gutes Gesundheitssystem habe, sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga in ihrer Ansprache am Sonntag. Sie dankte im Namen der Schweizer Bevölkerung dem Pflegepersonal, das sein Bestes gebe. Sommaruga betonte in ihrer Fernsehansprache, dass für die Behörden von Bund und Kantonen der Schutz der Bevölkerung höchste Priorität habe. Auch deshalb seien die jüngsten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ergriffen worden seien.

Steigende Zahlen in der Schweiz

Bis zum Sonntagmittag ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus auf 19 gestiegen. Erste Fälle gemeldet haben die Kantone Freiburg, Bern und Wallis, in Basel-Landschaft ist ein zweiter dazugekommen. In Freiburg ist ein 30-jähriger Mann im Greyerzbezirk positiv getestet worden. Das gab Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre am Sonntag vor den Medien in Freiburg bekannt.

ICF-Gottesdienst findet trotz Coronavirus statt

Popstars wie Halsey und die Spassbrüder von Divertimento mussten ihre für den März geplanten Auftritte in der Samsung Hall wegen des Coronavirus absagen oder verschieben. Die Anhänger Gottes hingegen dürfen weiter an den Gottesdienst der International Christian Fellowship (ICF) pilgern. Wie das ICF auf seiner Facebook-Seite mitteilt, sind die so genannten «Celebrations» nicht vom Verbot des Bundes für Grossveranstaltungen betroffen, da sich jeweils weniger als 1000 Leute in der Halle aufhielten. ICF rät Personen, die sich krank fühlen, den Gottesdienst zuhause per Livestream zu schauen. Zudem soll auf unnötige Körperkontakte (Umarmungen, Händeschütteln) sowie das Beten mit dem «Face to Face»-Gebetsteam verzichtet werden.

Aktuelle Informationen des Bundes

Das Referenzlabor für neu auftretende Viruserkrankungen in Genf hat in der Schweiz in 18 Fällen Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus bestätigt. Dies teilt das Bundesamt für Gesundheit am Samstagabend mit. Meldungen zu Erkrankungen liegen vor aus den Kantonen: Tessin, Genf, Graubünden, Aargau, Zürich, Basel-Stadt, Waadt, Baselland, Bern, und Wallis. Alle Erkrankten sind isoliert, ihr Gesundheitszustand ist gut. Die Gesundheitsbehörden benachrichtigen enge Kontaktpersonen.

Bisher wurden mehr als 1100 Personen mit Verdacht auf das neue Coronavirus abgeklärt. Dabei wurden Abstriche aus Nase und Hals in Diagnose-Labors untersucht. Mehrere Personen sind in ihrem Wohnkanton in Quarantäne. Sie müssen in ihrer Wohnung bleiben und den Kontakt zu anderen vermeiden.

Ein neuer Fall im Kanton Basel-Landschaft

Im Kanton Basel-Landschaft wurde ein weiterer Fall des neuen Coronavirus laborbestätigt. Bei der Patientin handelt es sich um eine 48-jährige Frau. Es handelt sich dabei um die Mutter des in Basel positiv auf den Coronavirus getesteten Mannes. Auch in diesem Fall ist der Referenztest des Genfer Labors noch ausstehend. Die Patientin ist derzeit in Spitalpflege isoliert. Sie befindet sich in gutem Gesundheitszustand. Für die bisher ermittelten Kontaktpersonen, wurde die Quarantäne zu Hause angeordnet. Der kantonsärztliche Dienst prüft, ob weitere Personen Kontakt mit dem Patienten hatten und instruiert diese über die Verhaltens- und Quarantänemassnahmen. 

Vier weitere Coronavirus-Fälle in Graubünden

Im Umfeld der beiden Kinder einer italienischen Familie, die letzte Woche in Graubünden positiv getestet wurden und sich in medizinischer Obhut befinden, sind vier weitere Personen, welche alle bereits isoliert waren, positiv getestet worden. Dies teilt der Kanton in einer Mitteilung mit.

Sie befinden sich jedoch in entsprechend gutem Zustand. Insgesamt sind derzeit in Graubünden von 76 getesteten Personen 43 negativ befunden, 6 wie erwähnt positiv und 27 noch in Abklärung. 
 

Leere Regale auch in der Migros Rüti

Auch in Rüti sind die Regale leer. Eine Facebook-Userin war am Samstag kurz nach Mittag im Geschäft und stellte die vor Ort gemachten Bilder in die Facebook-Gruppe «Du bisch von Rüti wänn...».

«Echt jetzt?!?», fragte sie im Post. Das Unverständnis teilten diejenigen, die die Bilder kommentierten. 

Gähnende Leere in Ustermer Migros

Die Ustermer scheinen sich auf einen Ernstfall vorzubereiten. Viele Regale in der örtlichen Migros waren praktisch leergeräumt.

 

 

Metzgerei bleibt wegen abgesagten Anlässen fast auf Würsten sitzen

«Wir brauchen eure Hilfe gegen Foodwaste», schreibt die Metzgerei Jucker aus Kollbrunn auf ihrer Facebookseite. Aufgrund zahlreicher Anlässe, die nicht stattfinden, verkaufen sie die Würste nun günstiger - ab einem Kauf von 100 Stück gibts einen Spezialpreis. 

«Die Würste sind vor allem wegen der Absage der Winterthurer WOHGA-Messe und diversen Fasnachtsveranstaltungen übrig geblieben», sagt Daniel Sutter, stellvertretender Chef der Metzgerei am Telefon. Fast 1400 Stück seien nicht gebraucht worden. Innert weniger Stunden habe man aber alle verkaufen können.

Hamsterkäufe im Oberland?

Diverse Medien berichten von sogenannten Hamsterkäufen in den Schweizer Läden. Gibt es das im Oberland auch?

 

Erster Fall im Kanton Bern

Nun gibt es auch im Kanton Bern einen positiv getesteten Coronavirus-Fall. Eine 21-jährige Frau aus Biel wurde ins Spital gebracht und isoliert. Die Frau ist vor einer Woche aus Mailand zurückgekehrt.

Brunch-Absagen auf dem Juckerhof

Noch am Donnerstag spürte der Juckerhof praktisch nichts von den Auswirkungen des Coronavirus. Das hat sich nun geändert. «Nachdem der Bund am Freitag das Verbot von Grossanlässen kommunizierte, haben auch wir viele Anrufe erhalten», sagt Nadine Gloor, Marketing- und Kommunikationschefin der Juckerfarm. Die Leute haben wissen wollen, ob es noch sicher sei, wenn sie auf die Höfe oder an den Brunch kommen würden. «Wir haben dann beschlossen, auf unserer Webseite ein Schreiben zu veröffentlichen, um die Unsicherheiten abzufedern.»

Am Freitag hat eine Schweizer Firma dann auch einen Anlass abgesagt, der auf dem Bächlihof hätte stattfinden sollen. «Da wären zwar nicht tausend Leute gekommen, doch der Veranstalter wollte auf Nummer sicher gehen.» Ansonsten hätten sie nur beim Brunch Absagen bekommen. Grossanlässe wären aber durchaus möglich auf den Höfen der Juckerfarm. «Mit einem Zeltanbau könnten wir auch gut 2000 Leute beherbergen.» Solche Grossanlässe fänden aber nicht in nächster Zeit statt.

Armee ist bereit zu unterstützen

Um allfällige logistische und sanitätsdienstliche Leistungen zugunsten der Bevölkerung sicherstellen zu können, trifft die Schweizer Armee weitere Massnahmen. Dies teilt sie in einer Medienmitteilung mit.

Nebst der Einschränkung des Ausgangsrayons auf den Waffenplätzen im Kanton Tessin gelte für militärisch-medizinisches Personal in der gesamten Schweiz eine Beschränkung des Ausgangsrayons auf den jeweiligen Waffenplatz. Der Grund dafür ist, dass die Armee bereit sein und sich daher möglichst wenig exponieren wolle. Weitere Massnahmen bleiben vorbehalten.

Spezifisch bereitet sich die Armee auf mögliche Einsätze zugunsten der zivilen Behörden in den Bereichen Screening an Flughäfen, Transporte, Desinfektion und sanitätsdienstlicher Low-Level-Care vor. Mit diesen Leistungen trage die Armee zur Bewältigung der Lage bei.

Hier gibt es bestätigte Coronafälle

In der Schweiz gibt es momentan 15 bestätigte Fälle des Coronavirus.

Das sagt der Bund zum Tragen einer Maske

Das Tragen einer Maske wird für gesunde Personen im öffentlichen Raum nicht empfohlen; es stelle in diesem Zusammenhang keinen zuverlässigen Schutz dar. Masken werden empfohlen für Erkrankte, wenn sie sich in der Nähe anderer Personen aufhalten.

Die Masken werden ihnen vom Gesundheitsdienst zur Verfügung gestellt. 

Erster Coronavirus-Fall im Kanton Wallis

Im Wallis ist der erste Fall einer Coronavirus-Infektion (Covid-19) festgestellt worden. Er wurde im Labor des Zentralinstituts der Spitäler positiv angezeigt und muss noch vom nationalen Referenzzentrum in Genf bestätigt werden, wie die Walliser Staatskanzlei am Freitagabend meldete. Beim Patienten handelt es sich um einen etwa 30 Jahre alten Oberwalliser. (sda)

Chellelandcup in Bauma abgesagt

Der FC Bauma muss den Chellelandcup von morgen Samstag im Schulhaus Haselhalden in Saland absagen. Grund dafür ist eine Weisung des Schweizerischen Fussballverbands vom Freitagabend im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Darin steht: «Alle Spiele vom Wochenende werden in der gesamten Schweiz verschoben.» Von der Massnahme betroffen seien alle Meisterschafts- und Trainingsspiele auf Rasen und in der Halle der Männer, Frauen und Junioren, der Ersten Liga, der Amateur Liga und der Regionalverbände.

Sämtliche Trinkgelder und spontanen Spenden am Chellelandcup wären auf das Spendenkonto der Gemeinde für die Bewohner vom unteren Wolfsberg geflossen. Das entfällt nun. Der Chellelandcup findet jährlich etwa Anfang März statt. Hoch gerechnet lockt der Cup über den ganzen Tag jeweils etwa 400 Personen ins Schulhaus Haselhalden: Darunter die Spieler, Helfer und Zuschauer.

Forscher: Coronavirus kursierte wochenlang unbemerkt in Italien

Das Coronavirus aus China ist nach Einschätzung italienischer Forscher «wochenlang unbemerkt» in Italien zirkuliert, bevor die ersten Fälle nachgewiesen wurden. Möglicherweise sei der Erreger schon seit Mitte Januar im Land, und offenbar sei er seitdem mutiert, sagte der Leiter des Biomedizinischen Forschungsinstituts, Massimo Galli, am Freitag.

Gallis Team am Sacco-Krankenhaus in Mailand war es zuvor gelungen, den italienischen Erregerstamm zu isolieren. Dass der Erreger inzwischen mutiert ist, sei keine «unglaubliche Entdeckung», sagte Galli. Das Virus verändere sich von Person zu Person. Doch helfe diese Entdeckung, die «Dynamik der Epidemie» besser zu verstehen: Warum beispielsweise Italien besonders viele Infektionsfälle aufweise oder welche Unterschiede der Erreger dort zum Coronavirus in China aufweise. Dies könne auch bei der Behandlung und der möglichen Entwicklung eines Impfstoffs helfen. (sda)

Ausverkauf am Aktienmarkt noch nicht gestoppt

Der Schweizer Aktienmarkt hat auch am Freitag keinen Boden gefunden. Die Angst vor dem Coronavirus liess die Kurse in der Schweiz, aber auch in Europa und den USA weiter in den Keller fallen. Der Ende der Vorwoche eingeleitete Ausverkauf ging damit vor dem Wochenende unvermindert weiter.

In Marktkreisen wurde die zu Ende gegangene Börsenwoche als die schlechteste seit der Frühphase der Finanzkrise im Jahr 2008 bezeichnet. Auf Wochensicht resultierte ein Minus von rund 12 Prozent. Da man nicht wissen könne, wie sich die Lage um das Coronavirus über das Wochenende weiter entwickle, seien die Investoren erst recht aus Aktien geflohen, hiess es.

Oberländer Klubs spielen wie geplant

Spielabsagen im Profifussball, Geisterspiele in den nationalen Eishockeyligen die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen treffen den Spitzensport hart. Die Oberländer Sportvereine sind allerdings noch nicht unmittelbar tangiert. Am Wochenende dürften die meisten Spiele der Klubs aus der Region durchgeführt werden. Seit der Kanton Anlässe mit weniger als 1000 Teilnehmern grundsätzlich bis Montag bewilligt hat sind Spielverschiebungen oder Geisterspiele in der Region unnötig geworden.

Laupen in Chur ohne Fans

Betroffen ist bisher einzig der UHC Laupen. Das NLA-Frauenteam muss sein Auswärtsspiel zum Auftakt der Playoff-Viertelfinals in Chur am Samstag ohne Zuschauer bestreiten – so will es der Kanton Graubünden. Die zweite Partie der Serie am Sonntag in der Walder Sporthalle Elba findet mit Publikum statt, wie der Klub mitteilt. Die Männer des UHC Uster, die am Samstag im NLA-Playout Ad Astra Sarnen empfangen, spielen ebenfalls vor Publikum. Der Unihockeyverband teilte mit, man halte grundsätzlich am geplanten Spielbetrieb fest – auf Handshakes sei aber zu verzichten. 

Auch bei den Zweitliga-Eishockeyanern kann die vierte Playoff-Halbfinalpartie zwischen Dielsdorf-Niederhasli und dem EHC Illnau-Effretikon am Samstag wie geplant stattfinden. Die für den Spielbetrieb der Amateurligen zuständige Regio League hat lediglich für die höchste Amateurliga MSL Einschränkungen beschlossen: Martigny und der EHC Basel, der im Halbfinal Dübendorf bezwungen hatte, müssen die ganze Finalserie vor leeren Rängen bestreiten.

Unklar bleibt vorerst, in welchem Rahmen Erstligist EHC Wetzikon ab nächstem Donnerstag seinen Playoff-Final bestreiten darf. Die Finalserie gegen Burgdorf oder Frauenfeld könnte durchaus eine vierstellige Zuschauerzahl anlocken.

Hallenstadion stark betroffen von Veranstaltungsverbot

Als grösste Eventlocation der Schweiz hat der Entscheid des Bundesrates auf das Zürcher Hallenstadion einen gravierenden Einfluss. Von der Massnahme sind total fünf Konzerte, sowie eine Produktepräsentation eines grossen IT-Unternehmens betroffen.

Das Hallenstadion verzeichnet einen Durchschnitt von knapp 8000 Besucher pro öffentlichen Event. Am Donnerstag tanzten noch über 7000 Besucher zu Deichkind, heute bleiben die die Tore geschlossen. 

Wagerenhof sagt Fasnacht ab

Die Geschäftsleitung der Stiftung Wagerenhof hat am Freitagabend beschlossen, ihre alljährliche Fasnacht vom Samstag abzusagen. Dies aufgrund der jüngsten Entwicklungen beim Coronavirus und primär zum Schutz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

Nachdem dem heutigen Verbot des Bundesrates für Veranstaltungen mit über 1000 Personen hat der interne Krisenstab der Stiftung Wagerenhof die Situation erneut geprüft.

An der traditionellen «Dörfli-Fasnacht» bewegen sich jeweils mehrere Hundert Personen auf dem Wagerenhof-Gelände. Da dieses Jahr auch in der Stadt Uster Veranstaltungsplakate ausgehängt wurden, hätte die Zahl der externen Besucherinnen und Besuch grösser sein können als in den Vorjahren.

Krisenstab entscheidet

Um das Risiko einer Ansteckung möglichst gering zu halten, hat der Krisenstab entschieden, auf die Durchführung dieses Anlasses zu verzichten. Der Kristenstab zum Coronavirus setzt sich aus Geschäftsleitungsmitgliedern zusammen, die unter der Leitung von Gesamtleiter Andreas Dürst, geeignete Massnahmen umsetzen, um Ansteckungen möglichst zu vermeiden.

Dies gemäss Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und in Kontakt mit Swissnoso, dem Na¬tionalen Zentrum für Infektionsprävention sowie dem Spital Uster. Der Krisenstab beurteilt die Situation täglich neu und hält die Mitarbeitenden der Stiftung kontinuierlich auf dem Laufenden.

Dübendorfer Rekruten über Lage informiert

In der Kaserne Dübendorf ist zurzeit die Luftwaffen-Nachrichten-Rekrutenschule stationiert. Stefan Hofer, Mediensprecher der Armee, sagt, dass für die Armeeangehörigen die gleichen Massnahmen wie für Zivilisten gälten. Sprich: In erster Linie gründlich die Hände waschen.

Nach einem Urlaub oder Wochenende hätten die Rekruten die Möglichkeit, sich bei einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes sofort beim Militärarzt zu melden. Zudem gelte: «Wenn Rekruten akute Anzeichen des Coronavirus aufweisen, müssen sie in Absprache mit dem Arzt nicht einrücken.»

Die medizinische Abklärung müssten sie dann mit der Krankenabteilung ihrer Rekrutenschule und mit dem Hausarzt machen. Über dieses Vorgehen seien die Rekruten informiert worden. Desinfektionsmittel und Schutzmasken seien in der Armee vorhanden, so Hofer.

 

Ustermer wegen Coronavirus in Quarantäne

Weil Leonard So das chinesische Neujahr in Hongkong feierte, befindet sich der Ustermer seit zwei Wochen zuhause in Quarantäne. Das Haus verlässt der 32-Jährige seither nur für das Nötigste.

Hier gehts zum Artikel

Benefizkonzert für Radio 15 verschoben

Das Benefizkonzert für den Ustermer Radiosender Radio 15 hätte morgen Samstag, 29. Februar stattfinden sollen. Aufgrund des Coronavirus wurde es jedoch auf Mai verschoben. Ein genaueres Datum gibt es noch nicht. Sobald dieses steht, werden die Organisatoren weiter informieren.

Das Konzert soll helfen, den Sender zu retten. Dieser muss seinen jetzigen Standort verlassen und für einen neuen fehlt das nötige Kleingeld. 

Hier wird die Fasnacht trotz Corona-Virus gefeiert

Sandra Pauli, Präsidentin der FasnachtsgesellschaftHumoria, kann sich entspannen: Der Maskenball im Stadthoofsal in Uster kann heute Freitagabend stattfinden. Zwischenzeitlich stand der Anlass wegen des Coronavirus auf der Kippe. Pauli wollte erst noch die Risikoeinschätzung des Kantons abwarten. Dieser hat nun grünes Licht für die Durchführung von Anlässen mit weniger als 1000 Personen gegeben.

Nicht nur in Uster freut man sich über diesen Entscheid: In Wald ist einzig der Umzug und die Kinderfasnacht am Sonntag abgesagt, der Rest findet wie geplant statt. Das verkünden die Betreiber. In Rüti finden alle Anlässe wie ursprünglich geplant statt, ebenso in Grüningen.

Rütner Fasnacht findet statt

Der Regierungsrat des Kanton Zürichs gab bekannt, dass Veranstaltungen, an denen weniger als 1000 Menschen teilnehmen, durchgeführt werden dürfen bis Montag. 

Rüti entschied sich in der Folge dazu, dass der 129. Hilaria-Bierkommers, an dem jeweils zwischen 550 und 600 Besucher teilnehmen, der Fasnachts-Maskenball mit bis zu 900 Teilnehmern und die Kinderfasnacht mit ungefähr 300 Besuchenden stattfinden dürfen.

Marc Sway Konzert im Chesselhuus findet vorerst statt – mit Hygienemassnahmen

Das Chesselhuus in Pfäffikon hat mit einem Kontingent von 720 Personen bei Veranstaltungen und Konzerten die Erlaubnis des Kantons, Anlässe durchzuführen. Am Donnerstag, 5. März, steht das Konzert von Marc Sway auf dem Programm. Der Chesselhuus-Betreiber Reto Schaufelberger sei in ständigem Kontakt mit Sways Management –  das Konzert zu verschieben, sei bereits Thema gewesen. Nach aktuellem Stand soll das Konzert aber nicht abgesagt werden, so Sandro Naimo, Bereichsleiter der Bar.

Das Chesselhuus nehme das Virus aber ernst und treffe verschärfte Hygienemassnahmen für anstehende Veranstaltungen: «Wir sorgen für genügend Desinfektionsmittel. Schutzmasken konnten wir leider nirgends mehr erwerben», sagt Naimo. Diese hätte man besorgten Besuchern fürs Konzert zur Verfügung stellen wollen.

Wer bereits ein Ticket fürs Marc Sway Konzert habe, das Konzert wegen des Coronavirus aber nicht besuchen wolle, bekomme den Ticketpreis zurückerstattet.

Pferderennen Fehraltorf - Arbeiten laufen wie geplant

Das Organisationskomitee der Osterrennen Fehraltorf verfolgt die aktuelle Entwicklung betreffend Corona-Virus intensiv. Im Moment würden die Vorarbeiten planmässig für die beiden Renntage am 5. und 13. April verlaufen. Eine weitere Beurteilung der Situation erfolge am 16. März nach Ablauf der ersten Frist, für die der Bund Grossanlässe mit über 1000 Anwesenden untersagt hat. Das Organisationskomitee wird zur gegebenen Zeit über die weitere Entwicklung informieren.

Veranstaltungen unter 1000 Besuchern finden bis Montag doch statt

An einer aktuellen Medienkonferenz informiert die Gesundheitsdirektion des Kanton Zürichs über die neuesten Entscheide: Veranstaltungen im Kanton Zürich, die unter 1000 Besucher erwarten, sollen bis Montag, 2. März, stattfinden dürfen. Dies teilt Kantonsarzt Dr. Brian Martin mit. Zuvor galt, dass Organisatoren bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen, bei denen weniger als 1000 Personen teilnehmen, mit der zuständigen kantonalen Behörde eine Risikoabwägung vornehmen müssen und dann über die Durchführung des Anlasses entscheiden.

Wegen Premiere: Zirkus Knie wartet auf Informationen vom Bund

Der Bund hat Grossveranstaltungen mit über 1000 Menschen verboten. Die Reglung gilt vorerst bis zum 15. März. Der Zirkus Knie feiert vier Tage später in Rapperswil seine Premiere. Im Chapiteau finden 2260 Menschen Platz, die Vorstellung würde also unter eine Grossveranstaltung fallen.

Man halte sich an die Vorgaben, heisst es von Seiten des Knies. Man orientiere sich auch immer an den Reglungen des Kantons, in dem die Auftritte stattfinden sollen. «Das Verbot des Bundes gilt vorerst bis zum 15. März. Wir warten nun auf weitere Informationen.»

Durchführung von Volketswiler Dressurturnier ungewiss

Vom 6. bis 8. März möchte die Reitgesellschaft Volketswil ihr alljährliches, offizielles Dressurturnier auf dem Mattenhof oberhalb von Volketswil durchführen. «Derzeit ist es wegen dem Corona-Virus aber ungewiss, ob der Anlass stattfinden kann», sagt OK-Präsident Manuel Reimann.

Es sei nun eine entsprechende Nachfrage bei der Gemeinde Volketswil deponiert worden. Ausserdem habe sich die für das Turnier zuständige Technische Delegierte mit dem Schweizerischen Pferdesportverband in Verbindung gesetzt. Vom Verband sei noch keine Antwort eingetroffen. Reimann hofft aber, dass der Anlass durchgeführt werden kann. «Wie ich gehört habe, finden andere Sportveranstaltungen von vergleichbarer Grösse in der Region statt.»

Im Notfall Zettel an die Tür

Kommenden Mittwoch findet die Gemeindeversammlung in Greifensee statt. Gemeindepräsidentin Monika Keller (FDP) sagt, dass sie mit etwa 300 Personen im Landenberghaus rechnet. Damit ist der Anlass unter dem Veranstaltungsverbot des Bundes. «Nach heutigem Stand findet die Gemeindeversammlung deshalb statt», sagt Keller.

Falls der Kanton strengere Auflagen machen würde oder sich die Situation verschärfe, sei auch eine kurzfristige Absage noch möglich. «Im Notfall hängen wir einfach einen Zettel an die verschlossene Tür», sagt Keller.

In dem Fall werde die Versammlung im Juni nachgeholt. Für das einzige Geschäft des Abends, die Erteilung des Baurechts und die Genehmigung einer finanziellen Unterstützung für das Pflegezentrum Im Hof, wäre das «eine weitere Verzögerung», sagt Keller.

Kein Umzug in Robenhausen

Die Fasnachtsgesellschaft Robenhausen reagiert auf die bundesrätlichen Massnahmen: Die Organisatoren sagen den Umzug vom 1. März ab. Der gesamte Fasnachtssonntag, werde nicht stattfinden, wie die Gesellschaft weiter auf Facebook schreibt. Ebenfalls nicht stattfinden wird der Kinderumzug am Samstag 29. Februar. Die «Maskenzirkulation in den Robehuuser Beizen» sowie die Maskenbälle von Freitag und Samstag seien davon nicht betroffen.

Kinderfasnacht und Umzug in Fehraltorf finden nicht statt

Der diesjährige Fehraltorfer Fasnachtsumzug sowie die Kinderfasnacht, die am Samstag, 29. Februar hätten stattfinden sollen, werden aufgrund des Coronavirus abgesagt. Dies teilt die Gemeinde Fehraltorf im Namen des Organisators, dem FC Fehraltorf mit. Der Entscheid sei schweren Herzens gefällt worden. Jedoch sei das Organisationskomitee zum Schluss gekommen, dass es angebracht ist, «vorausschauend und präventiv zum Schutz aller Besucher und Beteiligten» zu handeln. Die steigende Unsicherheit in der Bevölkerung sei spürbar und man sei sich deshalb sicher, mit einer Absage die richtige Entscheidung getroffen zu haben, so die Gemeinde weiter.

Basler Fasnacht ist abgesagt

In Basel fallen dem Verbot des Bundesrats alle privaten und öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der Fasnacht zum Opfer, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Darunter sind insbesondere der Morgenstreich, der Umzug, Veranstaltungen mit Schnitzelbänken, Guggenkonzerte sowie diverse Schlussveranstaltungen, die nach den eigentlichen Fasnachtstagen vom 2. bis 4. März geplant sind.

Fussballspiele der Super- und Challenge League verschoben

Der Bundesrat verbietet aufgrund des Coronavirus Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern – dazu gehören auch die anstehenden Fussballspiele der Super- und Challenge League. Nun reagiert die Swiss Football League (SFL): Wie sie in einer Mitteilung schreibt, werden alle Partien, die für dieses Wochenende angesetzt waren, auf ein unbestimmtes Datum verschoben. Es handelt sich um je fünf Austragungen pro Liga.

Zudem schreibt die SFL, dass sie über den weiteren Verlauf der Meisterschaft in enger Absprache mit den Behörden stehe und in den kommenden Wochen informiert. «Aufgrund des hohen Termindrucks und um die Meisterschaft in einem regulären Rahmen weiterführen zu können, werden Spiele ohne Zuschauer ins Auge gefasst werden müssen», heisst es weiter. Ob bereits gekaufte Tickets ihre Gültigkeit behalten oder zurückerstattet werden, entscheiden die Vereine selber.

Maskenball Uster: Humoria wartet ab

Ob der Ustermer Maskenball heute Freitagabend stattfindet, ist unklar. «Auf Anweisung der Stadt Uster müssen wir die Risikoeinschätzung des Kantons abwarten», sagt Sandra Pauli, Präsidentin der Humoria. Aktuell gilt deshalb: Der Maskenball findet wie geplant im Stadthofsaal statt. In den letzten Jahren besuchten gemäss Pauli jeweils zwischen 200 bis 400 Personen den Ball. Der Anlass fällt deshalb nicht unter das Veranstaltungsverbot des Bundesrats. Neuigkeiten zum Maskenball will die Humoria auf ihrer Facebookseite kommunizieren.

Behörden warten auf Anordnungen

Obwohl sich bei Gemeindeversammlungen selten 1000 Personen einfinden, müssen sich auch die lokalen Behörden entsprechende Gedanken machen, mit welchen Vorsichtsmassnahmen diese Veranstaltungen in den nächsten Wochen durchgeführt werden sollen. Hittnau ist eine der ersten Gemeinden im Oberland, in denen im März eine Gemeindeversammlung ansteht. Bereits am Montag ist eine Informationsveranstaltung zu einem der Traktanden geplant.

Laut Gemeindeschreiber Christian Schmid halte man nach wie vor am Plan fest, am 2. März den Infoabend und am 9. März die Gemeindeversammlung durchzuführen. «Nach heutigem Kenntnisstand sollte das möglich sein.» Man prüfe nun, ob man für die Gemeindeversammlung etwa an den Eingängen Desinfektionsmittel bereitstelle, damit sich jeder, der den Raum betritt, die Hände desinfizieren könne.

Schmid sei «etwas verwundert» wie schnell sich die Lage derzeit von Stunde zu Stunde verändere. «Wenn es in dieser Geschwindigkeit weitergeht, müssen wir natürlich situativ entscheiden», so Schmid. Er erwarte jedoch weder für die Informationsveranstaltung noch für die Gemeindeversammlung einen allzu grossen Publikumsaufmarsch. «Im Weiteren sind die Informationen oder allfällige Anordnungen der Kantonalen Stellen abzuwarten die für die Gemeinden gelten werden.»

Verbot trifft Samsung-Hall hart

Mit einer Kapazität von 5000 Personen ist die Samsung-Hall in Dübendorf besonders stark vom Veranstaltungsverbot betroffen. «Allein nächste Woche müssen sechs Grossanlässe abgesagt werden», sagt Anke Stephan. Das trifft vor allem das Comedy-Duo Divertimento, das am Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag hätte auftreten sollen.

Die Geschäftsführerin der Samsung-Hall will sich kein Urteil darüber anmassen, ob das vom Bundesrat verordnete Verbot verhältnismässig ist. Aus wirtschaftlicher Sicht sei es aber «ganz sicher tragisch». Versichern könne man sich nicht gegen solche Fälle.

Die Verantwortlichen der Samsung-Hall arbeiten für Konzerte mit externen Veranstaltern zusammen, müssen nun also nicht direkt mit den Künstlern in Verbindung treten. «Um das alles zu koordinieren, kommt jetzt aber trotzdem sehr viel Arbeit auf uns zu», sagt Anke Stephan. Bereits wenige Minuten nach Bekanntgabe des Verbots liefen die Telefone heiss: Die Leute wollten wissen, wie es mit ihrer Veranstaltung weitergehe. Und auch die Website ist aufgrund der vielen Anfragen derzeit nicht erreichbar.

Inwieweit der Ticketpreis der nun abgesagten Konzerte und Shows rückerstattet wird, liegt im Ermessen der Veranstalter respektive ist in den AGBs festgehalten. In den meisten Fällen hätten Veranstalter ein Jahr Zeit, um einen Ersatztermin zu finden, sagte Christof Zogg, CEO des Ticketvermarkter See Ticket, kürzlich gegenüber «20 Minuten». Sei dies nicht möglich, müssten sie je nach AGBs keine Rückerstattung vornehmen.

Im Fall von Divertimento ist es so, dass die Shows offiziell verschoben sind, die Tickets also ihre Gültigkeit behalten. Das teilt das Duo auf seiner Website mit.

So wäscht man sich die Hände richtig

Medienkonferenz des Bundes im Livestream

Bundesrat verbietet Grossveranstaltungen

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der Bundesrat entschieden, dass es verboten ist, öffentliche oder private Veranstaltungen bei der sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhalten, in der Schweiz durchzuführen.

Bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen, bei denen weniger als 1000 Personen teilnehmen, müssen die Veranstalter zusammen mit der zuständigen kantonalen Behörde eine Risikoabwägung vornehmen, ob sie die Veranstaltung durchführen können oder nicht. Das Veranstaltungsverbot gilt ab sofort bis zum 15. März.

Es sei das erste Mal, dass der Bund solch drastische Massnahmen ergreift, heisst es während der Medienkonferenz. Während Grossveranstaltungen abgesagt werden, ist der ÖV momentan nicht von der Reglung betroffen. Man sei nicht so eng aufeinander und könne die nötigen Hygienemassnahmen ergreifen.

Zweiter Fall im Kanton Zürich

Seit heute gibt es im Kanton Zürich einen zweiten positiven Fall. Dies teilt die Zürcher Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung mit. Die Bestätigung des nationalen Referenzlabors in Genf steht noch aus. Der Patient ist im designiertem Behandlungsspital Triemli hospitalisiert. Enge Kontaktpersonen sind bereits in Quarantäne, weitere mögliche Kontaktpersonen werden noch abgeklärt.

Der 45-jährige Mann war am 19. Februar für einen kurzen Aufenthalt in Mailand. Am 23. Februar hatte er erste Beschwerden. Fünf Tage später wurde der Patient im Stadtspital Triemli positiv getestet, isoliert und hospitalisiert.

Kein Zusammenhang mit erstem Fall

Es besteht keinen Zusammenhang zum ersten positiven Fall. Dieser zweite Fall im Kanton Zürich zeige, dass das System zur Abklärung von Verdachtsfällen, wie es der Kanton Zürich anwendet, gut funktioniere.

Gleichzeitig bleibe die Entwicklung dynamisch. Deshalb hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Überprüfung der aktuellen Situation die Spitäler aufgefordert, zusätzliche Untersuchungen bei anderen Erkrankten durchzuführen. Die Resultate dieser Untersuchungen werden dazu verwendet, das System zu überprüfen. Bis zu einer offiziellen Änderung des Systems des BAG gelte aber  weiterhin die Weisungen der Gesundheitsdirektion.

Maskenball Russikon abgesagt

Der diesjährige Maskenball Russikon vom 7. März sowie auch die Kinderfasnacht werden aufgrund der aktuellen ausserordentlichen Situation rund um den Corona-Virus präventiv abgesagt. Dies teilt der Fussballclub Russikon in einer Mitteilung mit. Der Club organisiert jeweils beide Anlässe und bedauert diesen Entscheid.

Schweren Herzens habe sich das Organisationskomitee aber dazu durchgerungen. Der Maskenball Russikon gehöre zu den grössten Anlässen solcher Art im Zürcher Oberland. «Es kommen jeweils über 1'000 Personen zusammen um gemeinsam ein tolles Fest zu feiern», schreiben die Organisatoren.

Präventiv handeln

Das OK ist jedoch zum Schluss gekommen, dass es angebracht ist, vorausschauend und präventiv zum Schutz aller Besucher und Beteiligten zu handeln. Die steigende Unsicherheit in der Bevölkerung sein auch zunehmend spürbar gwesen und hätten viele Fragen ausgelöst. Dass der Entscheid nun gefällt wurde, habe auch damit zu tun, dass es dem FC Russikon wichtig ist, allen Lieferanten, Involvierten und Helfer schon frühzeitig orientieren zu können.

«Wir möchten uns bei allen unseren Gästen, Guggenmusiken, Helfern und den vielen weiteren beteiligten Personen bedanken und bitten um Verständnis über den Entscheid.» Der FC Russikon ist jedoch überzeugt, dass Richtige zu tun und freut sich schon jetzt auf den Anlass im Jahr 2021.

Gemeinden informieren über das Coronavirus

20 von 27 Oberländer Gemeinden informieren auf ihrer Webseite über das Coronavirus. Dabei verweisen die meisten auf das Bundesamt für Gesundheit oder erklären, wie man sich die Hände waschen oder sich bei Auftreten der Symptome verhalten sollte.

Stand Freitagmorgen haben nur sieben Gemeinden noch keine weiterführenden Informationen aufgeschalten.

8. Corona-Fall in der Waadt

Am Donnerstagabend wurde noch die Erkrankung eines französischen Grenzgängers in der Waadt gemeldet, er hatte sich anders als die anderen sieben Erkrankten nicht in Italien angesteckt. Damit steigt die Zahl der positiv getesteten Fälle schweizweit auf acht. Alle Angesteckten waren in Spitälern isoliert.

Die beiden in Graubünden gemeldeten infizierten Kinder waren mit ihren Familien aus Italien im Oberengadin in den Ferien. In Basel steckte sich die Betreuerin einer Kindertagesstätte mutmasslich in Mailand an. Kinder, die mit ihr Kontakt hatten, müssen 14 Tage in Quarantäne.

In Zürich war eine Frau infiziert, die bis vor einer Woche in Mailand war. Der Genfer Fall betrifft einen ebenfalls aus der norditalienischen Metropole heimgekehrten IT-Angestellten. Der infizierte Mann im Aarau kam von einer Geschäftsreise nach Verona zurück. Beim zuerst bekannt gewordenen Fall im Tessin handelt es sich um einen Rentner, der in Mailand an einer Versammlung war.

Eishockey-Match in Rapperswil ohne Zuschauer

Das Eishockeyspiel der Rapperswil-Jona Lakers gegen Lugano wird am Freitagabend in Rapperswil-Jona wegen des Coronavirus als Geisterspiel ausgetragen. Das entschied das kantonale Gesundheitsdepartement zusammen mit der Stadt Rapperswil-Jona.

Für den Kanton steht der Schutz der Bevölkerung an oberster Stelle, wie die Staatskanzlei am Donnerstagabend mitteilte. Der Kanton Tessin hatte nach der ersten bestätigten Corona-Ansteckung in der Schweiz bereits vorher verfügt, Eishockeyspiele müssten ohne Zuschauerinnen und Zuschauer stattfinden.

Da am Freitagabend auch Fans aus dem Tessin angereist wären, entschied sich St. Gallen für den selben Schritt. Die Ansteckungsgefahr sei bei grossen Menschenansammlungen auf engem Raum sehr hoch. Durch den bestätigten Fall im Tessin sehe das St. Galler Gesundheitsdepartement ein erhöhtes Risiko.

Wie die Staatskanzlei weiter mitteilte, gehen derzeit viele Anfragen von Veranstaltern wegen diverser Anlässe ein. Generell seien im Kanton Anlässe erlaubt, bei denen die Teilnehmer registriert und damit kontaktierbar seien. Sportveranstaltungen mit Publikum von ausserhalb des Kantons seien zugelassen, wenn in den fraglichen Kantonen keine bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden seien. (sda)

Kinderbetreuerin mit Coronavirus

Aus dem Kanton Basel-Stadt ist ein erster positiver Coronavirus-Fall zu vermelden. Die junge Frau hielt sich in Mailand auf, kehrte an die Arbeit zurück und erkrankte danach. Sie ist derzeit im Universitätsspital in Basel isoliert. Da sie von Beruf Fachfrau in der Betreuung von Kindern und Kleinkindern ist und in einer Kindertagesstätte in Riehen arbeitet, kam sie mit vielen Kindern in Kontakt, schreibt das Gesundheitsdepartement in einer Mitteilung.

In der Kindertagesstätte werden normalerweise rund 100 Kinder betreut. Aufgrund der aktuellen Ferien war nur ein Teil der Kinder in der Kindertagesstätte anwesend und hatte engeren Kontakt mit der nun positiv getesteten Betreuerin. Die Kinder müssen nun 14 Tage in Quarantäne. (sda)

Sechs Fälle bestätigt

Sechs Infektionen mit dem neuen Coronavirus sind in der Schweiz bisher bestätigt. Nach dem Kanton Tessin wurden je ein Fall in den Kantonen Zürich, Genf und Aargau bekannt. Graubünden meldete zwei infizierte Kinder. Alle Erkrankten dürften sich in Italien angesteckt haben. (sda)

Grossveranstaltungen abgesagt

Fasnachtsveranstaltungen wurden im Tessin schon am Mittwoch abgesagt. Andere Grossanlässe folgten: Tausende Breitensportler müssen auf den Engadiner Skimarathon verzichten. Der Wettkampf kann wegen des Coronavirus nicht ausgetragen werden.

In Genf wird die Uhrenmesse «Watches & Wonders» nicht stattfinden. Bereits früh, rund zwei Monate vor dem geplanten Messestart haben die Veranstalterin die Reissleine gezogen. Noch unklar bleibt, ob die «Baselworld» durchgeführt werden kann. Am Genfer Autosalon, der am 5. März beginnt, reduzieren diverse Aussteller ihre Präsenz.

Offen war am Donnerstag, ob am Montag in Basel zum Morgenstreich geblasen werden darf. Die Behörden in Basel stellten für Freitag einen Entscheid in Aussicht, ob die Basler Fasnacht stattfinden darf. In Bern wurde die Fasnacht bisher nicht abgesagt.

Auch das Verteidigungsdepartement (VBS) reagiert auf Sars-CoV-2. Es hat den für Freitag geplanten Kadertag vorsorglich auf einen unbekannten Termin verschoben. Rund 850 Personen waren zum Anlass in Payerne VD erwartet worden. Ein Sprecher des VBS bestätigte eine Meldung des Westschweizer Portals 24heures.ch. (sda)

Erster Zürcher Fall

Im Kanton Zürich hat sich gemäss Behörden die erste Ansteckung mit dem Coronavirus bestätigt. Der Fall ist die sechste bestätigte Infektion mit dem Coronavirus in der Schweiz. Betroffen ist eine 30-Jährige, die bis vor einer Woche in Mailand war. Erkrankt ist sie am 24. Februar 2020. Seit heute Donnerstagnachmittag liege ein erster positiver Test des für den Kanton Zürich anerkannten Labors am Institut für medizinische Virologie der Universität Zürich vor.

Die Bestätigung weiterer Tests sowie des nationalen Referenzlabors in Genf stehe noch aus. Die Patientin ist im Stadtspital Triemli hospitalisiert. Enge Kontaktpersonen seien bereits in Quarantäne, weitere mögliche Kontaktpersonen werden noch abgeklärt.

Noch keine Ansteckung in der Schweiz

Gemäss Angaben des Bundes hat sich noch niemand auf Schweizer Staatsgebiet mit dem Coronavirus infiziert. Die bisher positiv getesteten Personen hätten sich alle in den vergangenen Wochen in Italien angesteckt. «Das kann sich jedoch rasch ändern», sagte Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG), am Donnerstagnachmittag vor den Bundeshausmedien. Bund und Kantone setzten alles daran, mögliche Folgen möglichst kleinzuhalten.

Laut Daniel Koch, Leiter Abteilung übertragbare Krankheiten im BAG, ist die Beunruhigung in der Bevölkerung stark angestiegen. Das zeigten die zahlreichen Verdachtsfälle. Er danke allen Personen, die in der aktuellen Situation «ruhig Blut bewahren», und appellierte an die Bevölkerung, nur dann einen Arzt aufzusuchen, wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung gross sei.

Gmelin zieht in Italien ihren Plan durch

Italien ist in Europa stärker vom Coronavirus betroffen als jedes andere Land. Der grösste Ausbruchsherd ist die Lombardei. Und ausgerechnet in der norditalienischen Provinz absolviert die Ustermer Profiruderin Jeannine Gmelin derzeit ihre Vorbereitung auf die Olympiasaison. Den Aufenthalt am Lago di Varese hatte sie schon lange geplant. Die Skiff-Weltmeisterin von 2017 hat bisher auch gar keine Anpassungen vornehmen müssen. Gmelin meldet, sie könne ihr Programm komplett durchziehen. Die unabhängig vom Schweizer Ruderverband trainierende Ustermerin bewegt sich fast ausschliesslich zwischen ihrem Hotel und dem Ruderklub, die nicht einmal 200 m auseinanderliegen. Sie sagt: «Ich versuche Aufenthalte in der Stadt oder innerhalb grösserer Menschenmengen zu meiden und beobachte die Situation.»

30 Prozent weniger Kunden im Wetziker Bordell wegen Virus

I.M. vom Wetziker Bordell Villa 45 trifft keine besonderen Vorsichtsmassnahmen. Er steht dem Corona-Hype kritisch gegenüber: «Man kann sich gar nicht davor schützen, glauben Sie mir. Das mit diesen Schutzmasken ist reine Geldverschwendung.»  Er findet die Angst vor dem Virus vollständig übertrieben. Auswirkungen auf sein Geschäft habe die Krankheit trotzdem: «Wir haben 30 Prozent weniger Kunden wegen des Virus'», sagt er. «Aber das kann man nicht ändern, die Leute ticken halt so.»

Divertimento lassen sich vor Samsung-Shows nicht beirren

In der Samsung Hall spielt in ein paar Tagen das Oberländer Comedy-Duo Divertimento. Das Programm «Sabattical» findet über vier Tage statt und ist ausverkauft. Wenn so viele Leute auf einem Raum sind, stellt sich die Frage, ob man angesichts des Corona-Virus besondere Vorsichtsmassnahmen trifft. Gemäss Geschäftsleiterin Anke Stephan von der Samsung Hall  ist das Virus aktuell kein grosses Thema. Falls das Bundesamt für Gesundheit spezielle Vorschriften erlasse, werde man sich daran halten. Grundsätzlich gelte für die Samsung Hall: «Wir legen ein grosses Augenmerk auf die Hygienevorschiften und stellen im Kundenbereich Desinfektionsmittel zur Verfügung.»

Wenn eine ernstzunehmende Bedrohungslage eintrete, sei es am Veranstalter, darüber zu entscheiden, ob er ein Anlass absage oder nicht. Gute Nachrichten also für die Divertimento-Fans - vorerst.

Juckerhof schafft sich Desinfektions-Vorrat an

Der Tourismus auf dem Juckerhof wird immer internationaler. Besondern Menschen aus dem asiatischen und arabischen Kulturkreis kämen nach Seegräben, liess die Jucker Farm im letzten Sommer verlauten.

Das Coronavirus könnte also mit einem heftigen Besuchereinbruch einhergehen. Dem sei aber nicht so, sagt Nadine Gloor (Bild), Marketing- und Kommunikationschefin des Betriebs. «In der Winterzeit ist es bei uns ohnehin relativ ruhig.» Die Reisegruppen, gerade aus dem Raum China, kämen eher im Sommer oder Herbst.

Keine Absagen

«Wir merken bis jetzt noch keine grossen Umsatzeinbussen», sagt Gloor. Das gilt auch für den grossen Brunch, der am Wochenende jeweils stattfindet. «Da hat bislang noch niemand abgesagt, weil er Angst vor einer potenziellen Ansteckung wegen der vielen Menschen hat.»

Auf den Höfen gebe es immer wieder Seminare mit ausländischen Firmen. «Doch die treffen zurzeit selbst Schutzmassnahmen. So mussten wir auch noch keine Absagen erteilen», sagt Gloor.

Hygiene-Reminder

Obwohl bislang noch wenig vom Coronavirus spürbar sei, befasst man sich auf der Jucker Farm mit der Thematik. Mitarbeitende erhielten einen Reminder zu den Hygienevorschriften. «Diese gelten bei uns aber auch abgesehen vom Virus.»

Auf den Höfen habe man generell immer Desinfektionsmittel auf den meisten Toiletten. «Gerade auch für unsere Mitarbeitenden, die im Gastronomiebereich sind.» Man habe jetzt aber als Vorrat mehr bestellt. «Wir müssen abwarten, ob das dann trotz Lieferengpässen rechtzeitig ankommt», sagt Gloor.

Keine Handshakes an Rollstuhl-Curling-WM in Wetzikon

Die Olympischen Spiele in Tokio beginnen erst in einigen Monaten. Dennoch ist die Verunsicherung durch das Coronavirus bereits so gross, dass die Durchführung angezweifelt wird. In solch ferner Zukunft ist die Weltmeisterschaft im Rollstuhl-Curling hingegen nicht mehr.

Bereits am 29. Februar starten die Wettkämpfe zwischen den zwölf besten Teams in Wetzikon. Darunter sind auch Sportler aus den betroffenen Ländern China und Südkorea. Ist deren Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Gefahr?

Mitnichten, wenn es nach Bruno Schallberger, Co-Präsident des Organisationskomitees, geht. «Wir wissen, dass die Sportler in China sehr genau untersucht wurden», sagt er. Sie seien jetzt im Flugzeug und auf dem Weg nach Wetzikon.

«Wir sind aber sensibilisiert und machen alles, was präventiv möglich ist.» Das OK habe dafür gesorgt, dass genügend Desinfektionsmittel vorhanden sei.

Zudem halte man die Teamsitzung, an der sonst alle teilgenommen hätten, nur mit den Coaches ab. «Auch verzichten wir aufs Händeschütteln.»

Spital ist nah

In Italien spielen momentan diverse Fussballer vor leeren Rängen. Grosse Menschenmengen werden öfter gemieden. «Ich kann nicht sagen, wie die Zuschauer sich verhalten werden», sagt Schallberger.

Die Nähe zum Wetziker Spital sei aber sicher beruhigend, sagt er. Schliesslich dürfe das Spital auch Verdachtsfälle abklären und sei mit den involvierten Behörden in Kontakt.

Belimo vertagt Messe in Mailand

Das international tätige Schweizer Unternehmen Belimo hat an ihrem Hauptsitz in Hinwil erste Massnahmen gegen den Coronavirus ergriffen. «Wir haben die Reisetätigkeit unserer Mitarbeitetenden reduziert», sagt Gérard Moinat, Kommunikationsbeauftragter von Belimo. Ausserdem sei eine Leitmesse in Mailand von Mitte März auf September verschoben worden.

Grundsätzlich halte sich das Unternehmen, das im Bereich elektrischer Antriebslösungen in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik tätig ist, an die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit. «Da sich die Situation derzeit laufend ändert, ist eine Pauschalaussage zur Gefährdungslage unserer Mitarbeiter schwierig», sagt er.

Eine Einsatzgruppe plane derweil fortlaufend weitere Schritte im Umgang mit dem Virus. Über die weitere Entwicklung würden die Mitarbeiter zeitnah informiert werden. «Ob es im Falle einer Pandemie zu Unterbrüchen in der Lieferkette kommt, ist im Moment noch nicht abzusehen», sagt Moinat.

Wenn Kinder sich infizieren

Was, wenn Schulkinder von einem Verdachtsfall des Coronavirus betroffen sind? Kantonsarzt Brian Martin sagt, in solchen Fällen werde der Unterricht für die betroffene Klasse gestrichen, die Kinder müssten nach Hause gehen, das betroffene Kind werde untersucht. Bestätige sich der Verdacht, sei ein Untersuch der anderen Kinder notwendig. Allerdings seien Kinder glücklicherweise deutlich weniger stark vom Virus betroffen.

Jetzt informiert auch das Bundesamt für Gesundheit per Live-Stream

Nun führt auch das Bundesamt für Gesundheit eine Medienkonferenz durch und beleuchtet die gesamtschweizerische Situation.

Heusser Touristik hadert mit Reise zum Gardasee

Auch die Heusser Touristik in Adetswil prüft derzeit ihren Umgang mit dem Coronavirus. Das Unternehmen bietet Carreisen unter anderem nach Italien an. Über Ostern soll eigentlich eine Fahrt zum Gardasee stattfinden. «Vorher sind unabhängig vom Virus keine Auslandsreisen geplant gewesen», heisst es gegenüber der Redaktion. In den letzten Tagen hätten vereinzelt Kunden angerufen, um zu erfahren, ob die Reise zum Gardasee tatsächlich stattfindet. «Chaos ist nicht ausgebrochen. Es gab auch keine Absagen.» Bisher hält Heusser Touristik an der geplanten Reise fest. «Wir richten uns aber nach den Vorgaben der Behörden. Ist das Ansteckungsrisiko zu hoch, sagen wir die Fahrt selbstverständlich ab.» In dem Fall würden die Kunden, die bereits bezahlt hätten, ihre Kosten rückerstattet oder ein Alternativprogramm angeboten bekommen.

Dürnten Vikings dürfen nicht mehr barhändig abklatschen

Der Eishockeyclub Dürnten Vikings greift zu einschneidenden Massnahmen wegen des Coronavirus. Nur noch Spieler und Staff des Clubs dürfen die Kabinen betreten, Freundschaftsküsse und Händeschütteln wird verboten. Das Abklatschen am Ende der Spiele ist nur noch mit angezogenen Handschuhen erlaubt. Und vom Reisen rät der Club ab. Harte Bandagen also in Dürnten.

 

Fasnachtgesellschaft Uster: furchtlos zum Maskenball

Sandra Pauli (rechts im Bild), Präsidentin der Fasnachtsgesellschaft Humoria Uster, ist froh, dass der Maskenball im Stadthofsaal  morgen stattfindet: «Vielleicht reagiert die Zürcher Regierung wegen des Virus in zwei bis drei Wochen mit ähnlichen Massnahmen wie im Tessin.» Die Tessiner Regierung hat wegen des Coronavirus sämtliche noch bevorstehende Fasnachtsveranstaltungen im Kanton abgesagt.

Für den Maskenball rechnet Pauli auch wegen des Virus nicht mit weniger Leuten. «Die Ustermer Schulferien sind eher ein Grund, weshalb die Leute fernbleiben.» Pauli hält die Tessiner Massnahme zwar für gerechtfertigt, Angst vor dem Virus habe sie aber nicht.

Ganz im Gegensatz zu vielen ihrer Kunden.  In ihrem beruflichen Alltag als Pharma-Assistentin einer Apotheke in Zollikerberg ist das Virus ein Dauerbrenner. «Jeder zweite Kunde fragt nach Desinfektionsmittel oder Schutzmasken.» Diese seien aber schon länger vergriffen. Besonders ängstlichen Kunden rate sie, grosse Menschenansammlungen zu vermeiden. 

Zürioberland Tourismus über die regionalen Auswirkungen

Zürioberland Tourismus ist im Austausch mit den Hotelliers. «Zurzeit besteht unsererseits kein Handlungsbedarf», sagt Geschäftsführerin Daniela Waser. Man beobachte die Lage weiterhin und orientiere sich dabei an den Vorgaben der Behörden. «Allenfalls ergeben sich daraus Massnahmen wie beispielsweise in der Kommunikation.»

Eine direkte Auswirkung auf den Tourismus im Zürcher Oberland spüre man bei Zürioberland Tourismus nicht. «Wir können und jedoch vorstellen, dass die Bevölkerung vermehrt auf Aktivitäten in der Natur ausweicht, anstelle die grossen Menschenmengen aufzusuchen.»

Der Kanton Zürich informiert in diesen Minuten über den aktuellen Stand

Regierungsrätin Natalie Rickli (SVP) informiert an einer Medienkonferenz, dass es im Kanton Zürich noch keine bestätigten Corona-Fälle gibt. Bislang seien aber 125 Verdachtsfälle untersucht worden. Anlass für Panik oder Hysterie gebe es nicht, die Situation sei unter Kontrolle.

Oberländer Hotels darben wegen des Virus

Hotels aus der Region, die von asiatischen und italienischen Gästen leben, haben ein Problem. Das hat Redaktorin Fabia Bernet auf Nachfrage bei diversen Oberländer Betrieben herausgefunden.

>> Hier geht's zum Artikel

Verdachtsfall in Walder Altersheim negativ

Mit den Worten «In Wald haben Sie auch einen Verdachtsfall in einem Pflegeheim. Schiebt jetzt einfach keine Panik ;)» hat sich am Mittwoch ein User auf der Züriost-Facebook-Seite in die Diskussion rund um das Coronavirus eingeschaltet. Auch die Angestellten mussten gemäss User zur Abklärung im Pflegeheim bleiben.

Tatsächlich hat es einen Verdachtsfall im Walder Alters- und Pflegeheim Tabor gegeben. Wie Pressesprecher Raphael di Gallo bestätigt: «Aktuell gilt es, Bewohnende mit möglichen Symptomen zwecks Abklärungen ins Spital zu überweisen, was gestern mit einer Person erfolgte. Gerne teile ich Ihnen mit, dass die Testergebnisse negativ ausfielen.» Weiter weist di Gallo daraufhin, dass sie in in engem Kontakt mit entsprechenden Fachstellen des BAG stünden und die Empfehlungen umsetzen würden. «Dass Angestellte zwecks Abklärung in unserem Heim Tabor verbleiben mussten, kann ich Ihnen nicht bestätigen.»

Fasnacht Robenhausen trotzt dem Virus

Dieses Wochenende stehen die grössten Fasnachtsveranstaltungen der Region vor der Tür: Robenhausen, Grüningen, Uster und Rüti gehen praktisch zeitgleich über die Bühne. Den Absagen von Fasnachtsveranstaltungen im Tessin wollen sich zumindest die Organisatoren der Robenhauser Fasnacht nicht anschliessen. Auf Anfrage heisst es, dass die Sause wie geplant steigt. Mehr wollen die Organisatoren dazu nicht sagen. Zu den anderen Anlässen liegt der Redaktion noch keine Information vor.

Weitere Fälle in der Schweiz

In der Schweiz gibt es einen zweiten Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus. Ein 28-jähriger Informatiker, der aus Mailand zurückkam, ist in Genf positiv auf das Virus getestet worden, wie die Behörden mitteilten.

Der Mann sei vor drei Tagen aus Mailand zurückgekehrt, sagte Laurent Paoliello, Sprecher des Genfer Gesundheitsdepartements. Nach seiner Rückkehr habe er mit einem Arzt Kontakt aufgenommen, der anschliessend einen Test angeordnet habe. Am Mittwochabend sei dann das positive Testergebnis vorgelegen. Aufgrund der weiteren Abklärungen wurden rund 15 Menschen aus dem beruflichen und privaten Umfeld des Betroffenen zu Hause unter Quarantäne gestellt.

Weiter sind am Donnerstagmorgen zwei Fälle im Kanton Graubünden bestätigt worden. Die Personen zeigen Symptome, sind jedoch in guter gesundheitlicher Verfassung, vorsorglich hospitalisiert und gut betreut, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten.

Im Kanton Aargau gab es gemäss den Behörden am gestrigen Mittwoch ebenfalls einen positiven Test. Allerdings stand das Ergebnis der Bestätigung durch das Referenzlabor in Genf am Donnerstagmorgen zunächst noch aus.

Die Gesundheitsbehörden haben inzwischen die Coronavirus-Tests auf zehn Labors ausgedehnt, die über eine Kapazität von tausend Tests pro Tag verfügen. Für den (heutigen) Donnerstag war zudem eine grossangelegte Informationskampagne zu Hygienemassnahmen vorgesehen. Geplant sind neben Plakaten und Flyern Informationen für Reisende an den Bahnhöfen und Grenzübergängen.

Bisher gab es erst einen bestätigten Fall vom vergangenen Dienstag aus dem Kanton Tessin. Die Tessiner Regierung hat deshalb alle Fasnachtsveranstaltungen abgesagt. Zwei geplante Eishockeyspiele vom kommenden Wochenende sollen ohne Zuschauer stattfinden. Zudem wurde über die Rekrutenschulen eine Ausgangssperre verhängt. Für Donnerstagnachmittag war an der schweizerisch-italienischen Grenze die Verteilung von Informationsmaterial vorgesehen. (sda)

Tertianum hat grosse Schutzmaskenreserven

Die Institution Tertianum, die in der Region Altersheime in Uster (Bild), Dübendorf, Wald und Schwerzenbach betreibt, ist fürs Virus gewappnet, wie Kommunikationsfachmann Alain Gozzer mitteilt. So stünden im Bedarfsfall genügend Schutzmasken für sämtliche Schweizer Tertianum-Betriebe zur Verfügung, und auch die Versorgung werde - in engem Kontakt mit Lieferanten - sichergestellt. Sie verfügten über grosse Kontingente, «auf die wir in Krisensituationen zurückgreifen könnten».

Bislang gebe es in den Tertianum-Häusern aber keine Corona-Virus-Fälle, auch keine Verdachtsfälle, so Gozzer am Donnerstagmorgen, 27. Februar. Im Falle einer Infektion würde der Gast aber umgehend isoliert und das weitere Vorgehen mit den lokalen Gesundheitsinstitutionen abgestimmt. Mitarbeitende mit Krankheitssymptomen seien indes aufgefordert, zuhause zu bleiben und sich ärztlich untersuchen zu lassen.

Info-Hotline überlastet

Die Coronavirus-Infoline war den ganzen Mittwoch von Anrufen geflutet. Die Anzahl Anrufe sei derzeit so hoch, dass die Kapazitäten erhöht werden müssten, teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Twitter mit. Am Dienstag war der erste Corona-Fall in der Schweiz bestätigt worden. 

Über 100 Verdachtsfälle im Kanton

Bis am Mittwochabend war noch kein Coronavirus-Fall im Kanton Zürich nachgewiesen. Gemäss einem Sprecher der Zürcher Gesundheitsdirektion befinden sich «mehrere Personen» in Quarantäne. Das heisst, sie sind Verdachtsfälle, und es gibt noch keinen Befund.

Präzisere Angaben – etwa zum Alter, Geschlecht oder zur Reisetätigkeit dieser Personen – wollte der Sprecher «aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes» nicht machen. Die Zahl der negative Befunde bei Verdachtsfällen ist im Kanton Zürich inzwischen auf über 100 gestiegen. 

Schweiz verschärft Massnahmen gegen Virus

Die Kapazitäten für Tests in den Spitälern wurden erhöht. Inzwischen könnten in zehn Labors insgesamt tausend Tests pro Tag durchgeführt werden, sagte Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Ärzte und Spitäler seien angewiesen worden, Verdachtsfälle vermehrt auf das Coronavirus zu testen, zum Beispiel bei schwer erkrankten Personen mit respiratorischen Problemen.

Vorwürfe, ungenügend über die Entwicklung zu informieren, wies Berset zurück. Er verwies auf die Telefon-Hotline des Bundesamts für Gesundheit (BAG), die 1400 Anrufe pro Tag entgegennimmt. Nach Angaben der Hotline-Betreiberin Medgate erkundigen sich die Anrufenden am häufigsten über Reiseempfehlungen und Hygienemassnahmen.

Ab Donnerstag soll die Bevölkerung zudem mit einer Kampagne auf Hygienemassnahmen aufmerksam gemacht werden. Geplant sind neben Plakaten und Flyern Informationen für Reisende an den Bahnhöfen und Grenzübergängen. (sda)

Erster positiver Test im Aargau

Der Kanton Aargau gab am Mittwochabend bekannt, dass in einem Fall mit noch nicht erhärtetem Befund vertiefte Abklärungen getroffen werden müssten. Es bestehe die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegen könnte, hiess es. Ein erster Test verlief laut Angaben des Kantons positiv. Das Ergebnis eines zweiten Tests in einem Referenzlabor stand aber zunächst aus.

Im Kanton Neuenburg suchten mehrere Personen, die in die Gegend von Mailand gereist waren, wegen Atemwegsproblemen die Spital-Notaufnahme auf. Unter den Verdachtsfällen waren auch drei Kinder.

Menschen kaufen mehr lang haltbare Lebensmittel

Die Verunsicherung in der Region rund um das Coronavirus bekommt auch die Landi Bachtel zu spüren. «Wir stellen einen vermehrten Kauf von Konserven, Mehl und generell lang haltbaren Lebensmitteln fest», sagt Stephan Ryffel, Geschäftsführer der Landi Bachtel. «Die Bevölkerung scheint gewisse Notvorräte anzulegen, wie vom Bundesamt für Gesundheit empfohlen.»

Von Hamsterkäufen will Ryffel allerdings nicht sprechen. Schutzmasken seien allerdings bis auf weiteres vergriffen. Gut verkaufen sich auch Desinfektionsmittel, diese seien zwar noch verfügbar. Aber: «Wir stellen in den Landi-Läden vermehrte Abverkäufe fest», sagt Ryffel. Desinfektionsmittel seien aber momentan noch verfügbar. 

Erster Verdachtsfall im Oberland bestätigt

Ein Hittnauer Hausarzt bestätigt am Mittwochnachmittag einen ersten Coronavirus-Verdachtsfall im Zürcher Oberland. Der Patient wurde umgehend ins Spital Wetzikon zur Abklärung geschickt. Hier gehts zum Artikel.

«Sterben müssen wir alle irgendwann»

Wie reagieren die Oberländer auf den Ausbruch des Coronavirus? Welche Vorkehrungen haben sie getroffen? Videoreporter Laurin Eicher hat sich am Mittwochnachmittag, 26. Februar, in Uster bei Passanten umgehört.

So verhalten Sie sich richtig

Zur Erinnerung haben wir nochmals die Empfehlungen des Bundes zum Coronavirus zusammengetragen. Hier gehts zum Artikel.

Zürcher Katholiken empfehlen Verzicht auf Weihwasserbecken

Das Generalvikariat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich empfiehlt aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs in der Schweiz auf das Weihwasserbecken zu verzichten. Laut dem Informationsbeauftragten Aschi Rutz gibt es im Zusammenhang mit dem Virus zwei weitere Empfehlungen: Auf die sogenannte Mundkommunion, also das Abgeben der Hostie in den Mund, soll verzichtet werden. Ebenso auf den Händedruck beim Friedensgruss.

Wie Rutz am Mittwochnachmittag betont, obliegt die Entscheidung darüber bei den einzelnen Pfarrern vor Ort. Die Empfehlungen versteht das Generalvikariat als Präventionsmassnahme. Sie gelten vorerst für die gesamte Fastenzeit bis Ostern.

Trotz Virus im Tessin: EHC Wetzikon empfängt Bellinzona

Am Donnerstag, 27. Februar, gastiert der Hockeyclub GDT Bellinzona in Wetzikon zur dritten Folge des Halbfinal-Playoffs. Dass bei Gästen aus dem Tessin eine gewisse Coronavirus-Bedrohung mitschwingt, liegt derzeit auf der Hand. Der EHC Wetzikon will sich nach Auskunft seiner Medienstelle aber vorerst nicht zu übereilten Massnahmen hinreissen lassen. Es sei schwierig, als lokaler Eishockeyclub das Gefahrenpotenzial beurteilen zu können, sagt Mediensprecher Sam Urech. «Deshalb halten wir uns an die Empfehlungen des Verbandes.»

Dieser sieht momentan als allfällige Sofortmassnahme vor, den Spielort zu verlegen – was beim vorliegenden Duell nur bei einem allfälligen vierten Spiel zum Thema würde -  oder ein Spiel ohne Fans durchzuführen. Davon will der EHC Wetzikon vorerst absehen und sich damit ans grundsätzliche Fazit des Verbandes halten, das da lautet: «Wir müssen vorbereitet sein, nicht jedoch in unnötige Panikmache verfallen.» Urech fügt an: «Sollten sich die Empfehlungen verschärfen, müssten wir darauf reagieren.»

Oberländer Apotheken spüren Coronavirus-Aufregung

Die Aufregung infolge des ersten bestätigten Corona-Falls in der Bevölkerung sei deutlich spürbar, heisst es bei den Dropa Apotheken, die auch im Oberland mit mehreren Filialen vertreten sind. «In den letzten 14 Tagen ist die Verfügbarkeit von Masken und Desinfektionsmitteln stets geschwunden», sagt Sprecher Johnny Schuler. Aktuell schwanke diese von Tag zu Tag. Deshalb könne Dropa hierzu keine genauen Angaben oder Prognosen machen.

«Corona»-Krisenstab bei der SV Group

Am Dienstag hat die Gastronomie- und Hotellerie-Unternehmung SV Group mit Sitz in Dübendorf einen Coronavirus-Krisenstab einberufen, wie Kommunikationschef Manuela Stockmeyer mitteilt. «Wir haben uns einen Überblick über die aktuelle Lage verschafft und erste Massnahmen definiert für den Fall, dass es zu einer Pandemie kommt.» Der Handshake unter den Mitarbeitern bleibe weiter erlaubt. Auch das Tragen eines Mundschutzes sei bisher nicht vorgesehen. «Gemäss Schweizer Epidemiengesetz (EpG) befindet sich die Schweiz derzeit noch in der «normalen Lage».

Stockmeyer betont, dass die SV Group als Catering-Anbieterin grundsätzlich höchste Hygiene-Standards garantiere – «unabhängig vom Coronavirus.» Ihre Mitarbeiter müssten sich regelmässig und gründlich die Hände waschen und seien dazu angehalten, richtig zu niesen, sprich: in die Ellenbogenbeuge. «Für die Hygiene setzen wir auf eine professionelle Qualitätssicherung sowie entsprechend geschulte Köche und Küchenmitarbeiter.» Zudem gilt standardmässig eine Meldepflicht bei Grippesymptomen an den Hauptsitz.

Teleclub schliesst den Gotthard für Mitarbeiter

Der in Volketswil ansässige Pay-TV-Anbieter Teleclub reagiert auf den ersten bestätigten Coronavirus-Fall im Tessin. Wie das Nachrichtenportal Ticinonews schreibt, hat das Unternehmen seinen Tessiner Kommentatoren verboten, für die anstehenden Partien durch den Gotthard in den Rest des Landes zu reisen. Die Weisung gilt mindestens für die kommenden zwei Wochen.

Teleclub schreibt: «Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien haben wir als rein vorsorgliche Massnahme gegen unsere Mitarbeiter beschlossen, derzeit keinem Kommentator die Einreise nach Italien zu gestatten. Darüber hinaus haben wir uns aufgrund der aktuellen Umstände entschlossen, einige Anpassungen am Einsatzplan für italienischsprachige Kommentatoren in Volketswil vorzunehmen. Wir überwachen ständig die aktuelle Situation in Italien und werden weitere Interventionen auf der Grundlage der Entwicklungen bewerten.»

Trainingslager im Süden: FCU-Sportchef beobachtet Lage

Das Coronavirus breitet sich derzeit vor allem im Tessin und Norditalien aus – beliebte Destinationen für Fussballtrainingslager. Roland Leemann, Sportchef des FC Uster und Organisator von Trainingslagern, sagt die Angst vor der Krankheit sei auf jeden Fall ein Thema. «Insbesondere die Eltern von unseren Junioren haben Bedenken, dass sich ihre Kinder in einem Trainingslager anstecken könnten.» Leemann selbst weilt gerade in Portugal. Dort sei das Coronavirus noch kein Problem. «Ins Trainingslager reisen wir sonst vor allem in die Türkei und nach Spanien, dort ist die Situation noch nicht akut.» Deswegen habe er noch keine Events gestrichen. «Wir behalten die Sache aber im Auge. Vor allem, da wir an Ostern vielleicht ein Turnier in Italien spielen.»

Leere Regale in der Migros Wetzikon

Bereits am Dienstagabend kam es in der Migros in Wetzikon zu leeren Regalen. Ausverkauft waren Handdesinfektionsmittel. Der Grund: Lieferunterbruch.

Wie die Migros auf Anfrage am Mittwochvormittag bekannt gibt, registriert sie derzeit eine erhöhte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs (sowohl bei Leshop als auch in den Supermärkten). Am stärksten sei das Wachstum im Tessin. Zuoberst auf dem Einkaufszettel stehen Konserven, Eier, Käse und Babynahrung. «Von einem Engpass oder von Hamsterkäufen kann aber noch keine Rede sein, die aktuellen Entwicklungen werden selbstverständlich in die weitere Planung der Warenbeschaffung miteinbezogen», sagt Sprecher Marcel Schlatter.  

Die Migros habe bereits vor drei Wochen einen Krisenstab eingesetzt und stehe in einem sehr engen Austausch mit dem Bundesamt für Gesundheit. «Wir nehmen die Situation sehr ernst. Allerdings gilt es bis jetzt keine Massnahmen umzusetzen, die über jene der Grippeprävention hinausgehen: Gründliches, regelmässiges Händewaschen und in die Ellenbeuge niessen oder husten», sagt Schlatter.

Maur informiert über das Coronavirus

Auf ihrer Homepage teilt die Gemeinde Maur mit, sie sei auf einen allfälligen Coronavirus-Fall vorbereitet. «Die Verantwortlichen beobachten die Lage und stehen mit den zuständigen Stellen in Kontakt», heisst es auf der Seite. Falls nötig gebe der Bund Weisungen, welche es zu befolgen seien.

Laut Gemeindeschreiber Christoph Bless führt Maur jährlich Übungen mit der Gemeindeführungsorganisation zum Thema Bevölkerungsschutz durch. Im Fall des Coronavirus würde die Gemeinde aber erst tätig werden, wenn sie dafür vom Bund und allenfalls Kanton konkrete Aufträge erhalten oder sich ein akuter Ereignisfall ergeben würde. Für solche Fälle existiere ein Handbuch mit einem Pandemie-Plan.

Walder Notvorrat-Anbieter wird überrannt

Die in Wald beheimatete Firma Sichersatt wird aufgrund des Coronavirus mit Bestellungen überhäuft. «Wir haben 30 Mal so viele Bestellungen wie normal», sagt Geschäftsführer Reto Schätti. Seit der Häufung der Fälle in Norditalien hätten die Bestellungen stark angezogen. Gefragt seien derzeit insbesondere Notvorrat-Monatspakete, so Schätti.

«Wir hatten schon ein paar Wellen, etwa nach Fukushima», sagt der Geschäftsführer, «aber so extrem wie jetzt war es noch nie.» Wegen des grossen Andrangs besteht aktuell eine Lieferzeit von vier Wochen. Hinter den Bestellungen stecke nicht nur Panik, vermutet Schätti. Für viele Kunden sei die jetzige Situation aber ein Auslöser, um sich einen Notvorrat anzulegen.

 

Kommentar schreiben

Kommentar senden
Alle Kommentare anzeigen