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Besonderes Projekt an Giardina

Bubiker Gartenbauer kreiert Minibauernhof für Privatgärten

Eine kleine Farm im eigenen Garten: Das Projekt, das die Bubiker Firma Gartist an der Giardina präsentiert, gilt bereits im Vorfeld als einer der spektakulärsten der Messe.

David
Kilchör
Mittwoch, 26. Februar 2020, 11:47 Uhr Besonderes Projekt an Giardina

Joel Kunz gehört zu den Lieblingen der Gartenmesse Giardina. Als er vor drei Jahren erstmals einen Stand – oder besser: einen Schaugarten – errichtete, war diese ein absoluter Blickfang. Inmitten einer romantischen Gartenidylle hatte Kunz einen goldenen Kokon errichtet, ein Hüttchen in Eierform. Seine Kreativität handelte ihm eine silberne Auszeichnung ein.

Kunz ist Geschäftsführer der Gartenbaufirma Gartist in Bubikon. Mit seiner Firma wird er an der Giardina vom 11. bis 15. März bereits zum dritten Mal teilnehmen. Seinen Stand bezeichnet er als «persönliche, erlebbare Visitenkarte».

«Wir haben die Homefarm nicht entwickelt, weil es ein Trend ist.»

Joel Kunz, Geschäftsführer Gartist

Heuer verspricht sein Giardina-Projekt, wieder von sich reden zu machen. Schon im Vorfeld preist die Messe den Showgarten des Bubikers in höchsten Tönen. Sie bezeichnet den Schaugarten als eines der spektakulären Projekte im diesjährigen Angebot.

Dessen Ansinnen: Selbstversorgung und Gartenromantik unter einen Hut bringen. Das will er mit einer eigens entwickelten so genannten Aquaponik-Anlage erreichen.

Fischzucht trifft Gemüsebau

Giardina-Pressesprecherin Lisa Flückiger erklärt: «Aquaponik vereint Fischzucht und Gemüseanbau in einem geschlossenen Kreislauf und ermöglicht eine ressourcenschonende und ökologische Nahrungsmittelproduktion».

Ausserdem habe das Unternehmen die Anlage mit weiterem Gemüseanbau und einer Hühnerzucht erweitert und somit einen eigenen kleinen Bauernhof auf kleinster Fläche ermöglicht.

Kunz selber nennt seinen Schaugarten ganz einfach «Homefarm». Dass dieser die Trend-Themen «Urban Gardening», Biodiversität und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion aufnehme, sei im Grunde ein schöner Zufall. «Wir haben die Homefarm nicht entwickelt, weil es ein Trend ist. Wir machen das, weil es unsere Leidenschaft und Freude ist.»

«Je bunter ein Blumenstrauss, desto spannender und schöner.»

Joel Kunz

Aus diesem Grund seien ihre Gärten auch voll mit Pflanzen, «grün, dynamisch und lebendig». Genannte Themen lägen tatsächlich Trend, was schön sei – und letztlich auch relevant für sie als Gartenbauer. «Trends sind eine Aussage der Gesellschaft. Sie zeigen eine Tendenz auf.» Die Firma habe es sich zur Aufgabe gemacht, «die Zukunft mit wertvollem Naturraumgarten aktiv und sinnvoll mitzugestalten».

Alleine deshalb sei die Teilnahme an der Giardina und zugleich das Eingehen auf Trends aus der Gesellschaft «sehr wichtig». Zudem versteht er den Garten als «etwas Individuelles und auch Emotionales». Erfahrungsgemäss wollten Kunden die Personen hinter dem Produkt persönlich kennenlernen. «Darin liegt der ganz grosse Vorteil einer Messe», so Kunz.

Innovation als Teil des Selbstverständnisses

Dass sich sein Betrieb jedes Jahr neu präsentiere, sei Teil des Selbstverständnisses. «Je bunter ein Blumenstrauss, desto spannender und schöner.» Sich jedes Jahr neu zu präsentieren, habe nach aussen wie auch nach innen – also firmenintern – positive Auswirkungen. «Ich denke, dass es für beide Seiten bereichernd ist, innovativ zu sein.» Schliesslich stehe die Welt nie still. «Veränderung ist wahrscheinlich etwas vom Beständigstem im Leben.»

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