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All das hat Sturm Sabine im Oberland angerichtet

Live-Ticker zum Sturm

All das hat Sturm Sabine im Oberland angerichtet

Nachdem sich Sabine am Montag tagsüber ordentlich ausgetobt hat, ist der Wintersturm in der Nacht nochmals mit grosser Wucht zurückgekehrt. Die Feuerwehren mussten Nachtschichten einlegen.

David
Kilchör
Dienstag, 11. Februar 2020, 07:20 Uhr Live-Ticker zum Sturm

Das Wichtigste in Kürze

  • Sturmtief «Sabine» wütet seit Montagmorgen in der Region
  • In Bauma brennt, angeheizt von Orkanböen, ein kompletter Weiler nieder
  • In Wald kollidiert ein Zug mit einer Tanne, die aufs Gleis geweht wird
  • In der Nacht auf Dienstag stehen Feuerwehren erneut im Dauereinsatz

Blaulicht und Sirenen seit den frühen montäglichen Morgenstunden: Sturmtief «Sabine» wütete im Oberland und hat zahlreiche Schäden verursacht. Vom Streubrand über Baumfällungen bis hin zur kaputten Barriere, einem Zugunfall und einem Baugespann, das mitten auf eine Hauptstrasse fiel.

Gegen Dienstagmittag mässigte sich der Sturm langsam, die Meldungen über Schäden versiegten.

Ticker

11:50 - Das Ende

Es ist vorbei. Sabine ist verstummt. Und wir tun es ihr gleich. Ticker ade! Bis zum nächsten Wintersturm.

11:45 - Nachruf auf eine Jurte

Die Jurte auf der Grüninger Schlosseisbahn ist tot und Sabine ist Schuld daran. Der Wind habe so stark gehudelt, dass nichts mehr zu machen sei, berichten die Verantwortlichen der Eisbahn. Sie wird nun abgebaut und verschwindet für den Rest der Saison. Die dauert aber ohnehin nur noch bis Ende Woche. Dann gehen in Grüningen die Sportferien los und Saison Nummer drei der Schlosseisbahn ist Geschichte.

10:40 - Ein Bäumchen lehnt sich an

Nun gut, Sabine lässt nach. Ist eigentlich auch gut, nur für diesen Ticker nicht unbedingt. Jedenfalls hat die Feuerwehr Fällanden soeben dieses Bild von einem Einsatz an der Oberdorfstrasse am Dienstagmorgen auf Facebook gepostet. Um 8.20 Uhr war der Feuerwehrtross vor Ort, um 9 Uhr bereits wieder weg. Das Bäumchen hat sich ans Dach angelehnt. Schadensmass: überschaubar. Wenn's so weitergeht, ist hier bei Züriost bald Schluss und Ende mit Sabine.

10:30 - So nahe standen die abgebrannten Häuser am Wald

Die Feuertragödie im Unteren Wolfsberg in Bauma ist Thema sämtlicher Schweizer Medien. Dabei kam es zu einer Art Nebenschauplatz in der Natur: Sturm Sabine schickte das Feuer in den nahen Wald und entfachte dort einen Flächenbrand. Vier Feuerwehren - Hinwil, Dürnten, Bäretswil, Bauma - standen nebeneinander im Einsatz und kämpften an allen Ecken und Enden. Dank der Feuerwehr Dürnten gibts hier auch ein Bild vom Waldbrand.

Um zu sehen, wie nahe die Gebäude am Wald standen, blicke man auf diese Karte. Der Untere Wolfsberg ist der Weiler in der Kurve mittig in der Karte.

10:10 - Sabine hat das Hörnli auch in der Nacht geplagt

Unser Blick schweift vom Ustermer Wald direkt aufs Fischenthaler Hörnli (Superzeitrafferschweif), um zu checken, wie stark die Windböen über Nacht auf der Wetterstation unseres Vertrauens so waren. Unser schweifender Blick stellt fest: Kurz vor Mitternacht schaffte es Sabine nochmals auf 146 Kilometer pro Stunde - der zweithöchste Wert ihres gesamten Wirkens auf der Hörnli-Station. Den Maximalwert erreichte sie am Montagmorgen etwa um 9 Uhr mit Tempo 153. Als Vergleich: Lothar wütete Ende 1999 mit 180 und Burglind vor knapp zwei Jahren mit über 160 Sachen ebendort. Also, sorry, Sabine, aber gerade an die Spitze der letzten Jahre schaffst du's nicht im Oberland.

Noch ein paar Zahlen von letzter Nacht:

  • Am meisten Wind in den tiefen Lagen schweizweit: Mühleberg-Stockeren (775 m.ü.M / BE) mit 130 km/h
  • Am meisten Wind in den tiefen Lagen im Oberland: Hittnau (701 m.ü.M) mit 103 km/h
  • Am meisten Wind auf Bergstationen schweizweit: Gütsch (2287 m.ü.M / UR) mit 202 km/h
  • Am meisten Wind auf Bergstationen im Oberland: Hörnli (1132 m.ü.M) mit 146 km/h

Übrigens kündigt Meteonews in einer Mitteilung an, dass der Wind am Dienstag mässig bis stark bleibe. In Verbindung mit Schauern könne er teils auch noch stürmisch sein, mit Böen von 70 bis 80 km/h. Auch in der kommenden Nacht und am Mittwochmorgen seien noch kräftige Böen möglich.

09:50 - Ustermer Wald niedergemäht

Als «Sabine» durch den Wald zwischen Uster und Greifensee streifte, war sie offenbar besonders hungrig. Ein aufmerksamer Züriost-Fan hat uns diese Bilder und das Video unten via einer privaten Facebook-Gruppe zukommen lassen. Nicht der perfekte Weg, um zu uns zu gelangen, aber wir sind überall. Ein bisschen wie «Sabine» im Moment.

09:00 - Der Spendenaufruf geht viral

So bös Sabine sein mag, so gut sind die Menschen hier im Oberland. Obiger Spendenaufruf, den wir in diesem Artikel gepostet haben, geht auf Facebook gerade viral. Wir wollen ihn hier auch nochmals zeigen, denn der Sturm hat am Montag mehr als einem halben Dutzend Menschen ihr gesamtes Hab und Gut geraubt.

08:50 - Wer macht denn sowas? Sabine, natürlich.

Wenn da jemand gesessen hätte ... Hat aber niemand. Trotzdem hat sich Sabine hier am Bahnhof Uster einen recht nervigen Scherz erlaubt. Denn jetzt kann hier niemand mehr hinsitzen. Und das kann kaum die Absicht eines Wartebänklis sein. Also wirklich.

08:40 - Pech auf der Einfamilienhausbaustelle

Hier noch eine bittere kleine Geschichte aus Gossau (die ist allerdings noch von Montag). Da baut man ein Einfamilienhäuschen, hübsch neu, ein bisschen urchig, mit viel Holz in der Fassade, es soll ins Dorfbild passen und vor allem dem alten Baum auf dem Landstück Rechnung tragen. Dann kommt Sabine und, puff, ist der Baum weg. Die Feuerwehr Gossau hat ihn (siehe Bild) abtransportiert.

Und diese Feuerwehr hat noch anderes zu berichten. Insbesondere von einem Baum vor dem Kindergarten Unterhofen. Er habe gedroht, eine Gefahr für die Kinder zu werden - und so habe die Feuerwehr den Baum gesichert und die Kinder geschützt.

Und a propos Gossau: Der Redaktion ist übrigens zu Ohren gekommen, dass eine Strasse in der Brüschweid gesperrt sein soll. Konkretes haben wir aber noch nicht erfahren.

08:35 - Sabine lädiert Feuerwehrdepot

Sabine ist richtig fies. Da ist man von morgens bis abends im Einsatz für die Feuerwehr und damit für die Menschheit, dann kommt man nach Hause und sieht, dass das Dach des eigenen Depots kaputt ist. Verschiedene Dachverschalungen seien hinuntergestürzt, berichtet die Feuerwehr Dübendorf-Wangen-Brütisellen auf Facebook. Und nach dem Schock müssen die Helfer gleich wieder ausrücken. Der womöglich letzte Baum in Dübendorf ist nun auch gefallen - an der Claridenstrasse. So beginnt das Sägen erneut. Sieht nicht nach Akku-Kettensäge aus im Bild, allerdings.

08:22 - Mit leiser Kettensäge

Wer glaubt, Sabine habe sich am Montagnachmittag beruhigt, hat sich geirrt. Die baumfrevelnde Sturmesdame hat ungefähr ab 19 Uhr wieder Fahrt aufgenommen und nochmals ordentlich gezürnt. Über 100 Meldungen seien in der Nacht bei der Kantonspolizei Zürich eingegangen, meldet die. Wobei gut drei Dutzend gefällte Bäume betrafen.

Auch die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben war in der Nacht auf den Beinen (siehe Bild oben). Da ging ein Baum gegen Mitternacht auf einen Fussweg in einem Wohnquartier nieder und die Feuerwehrleute mussten die Kettensäge auspacken. Mitternacht, Wohnquartier, Kettensäge? Richtig: Das klingt nach einem Saumais. Aber die Feuerwehr ist eben nett. Sie hat extra für nächtliche Einsätze eine Akku-Kettensäge. Die hält zwar nicht so lange wie eine Benzinsäge, dafür ist sie viel leiser. Und auch gleich noch ökologischer.

Di, 07:23 - Etwas zurückhaltendere Nacht-Sabine

Nach dem äusserst stürmischen Montag hat sich Sabine in der Nacht auf heute Dienstag zurückgehalten. Auf Anfrage kann die Kantonspolizei heute Morgen keine grossen Ereignisse berichten. Sicher, Bäume wurden umgeweht und auch das eine oder andere Dach abgedeckt. Die Dramatik des Vortages wurde aber in keiner Weise erreicht. Einzig ein paar Holzplatten auf den Gleisen der Forchbahn seien noch ein Hindernis gewesen. Sonst war die Nacht für die Einsatzkräfte ruhig.


Dennoch hat Sabine in der Nacht wieder einige Stundenkilometer hingelegt. Auf dem Jungfraujoch wurden 193 Stundenkilometer gemessen und auf dem Säntis 188. Im Zürcher Oberland beliefen sich die Windspitzen auf etwa 100 Stundenkilometer.

22:40 - Traurige Bilanz

Schweizweit sind durch den Sturm ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden. Unsere Region kam, trotz zum Teil grosser Schäden, bisher mit einem blauen Auge davon. Und auch der Abend verlief bisher ruhig. Ob das so geblieben ist, werden wir dann am Morgen respektive Vormittag wissen. Von daher schicken wir euch mit einem Schnappschuss von Leserreporterin Anne-Marie Prévôt in die Nacht. Sie fotografierte am Montagmorgen in Niederuster diesen dramatischen Himmel – Regenbogen inklusive. Passt auf euch auf!

20:15 - Kräftige Schauer und weitere Böen

Laut Meteorologen soll der Sturm in der Nacht wieder an Kraft gewinnen. Dann heisst es: kräftige Schauer und Sturmböen von bis zu 110 km/h – auf den Bergen mit starken Orkanböen. Warme Temperaturen wie in der Nacht auf Montag sind dann nicht mehr zu erwarten. Die Luft wird stattdessen abkühlen und die Schneefallgrenze auf 700 Meter sinken.

18:10 Uhr - kurzes Durchatmen und ein Fazit

Wegen des Sturms «Sabine» sind die Feuerwehren im gesamten Kanton heute mehr als 300 Mal ausgerückt. Die Einsatzleitzentrale in Zürich bearbeitete zwischen 6.30 Uhr und 17.00 Uhr fast 1500 Anrufe und disponierte rund 300 Feuerwehr- sowie 160 Rettungsdiensteinsätze. Aktuell es ruhig. In der Nacht und am Morgen soll der Sturm aber erneut auffrischen – deshalb: Vorsicht, wenn ihr euch im Freien aufhaltet.

17:12 - bitte nicht im See baden gehen

Jetzt ist es raus: Die Seen sind gefährlich - und das bleibt vorerst so, weil Sabine nochmals kommt und wild wütet. Heute Abend und dann in der Nacht (Schlaf: Ade!).

Also liebe Züriost-Leser: Bitte nicht baden gehen heute. Das käme gar nicht gut.

Die Grafik stammt übrigens von der Kantonspolizei und entspricht einer aktuellen Warnung.

Dazu gäbe es noch eine Bildlegende, um die Warnsignale zu erörtern. Und zwar:

Oranges Symbol:
Starkwindwarnung
Die Starkwindwarnung (orangefarbenes Blinklicht, das pro Minute ungefähr 40 mal aufleuchtet) macht auf die Gefahr des Aufkommens von Winden mit Böenspitzen von 25-33 Knoten (ca. 46-61 km/h) ohne nähere Zeitangabe aufmerksam.

Rotes Symbol:
Sturmwarnung
Die Sturmwarnung (orangefarbiges Blinklicht, das pro Minute ungefähr 90 mal aufleuchtet) macht auf die Gefahr des Aufkommens von Winden mit Böenspitzen von über 33 Knoten (ca. 61 km/h) ohne nähere Zeitangabe aufmerksam.

16:30 - die Tragödie von Bauma

Die ganze Geschichte zur Tragödie um den Baumer Weiler Unterer Wolfsberg gibts hier zu lesen.

Der Brand ist mittlerweile gelöscht, doch den Weiler gibt es faktisch nicht mehr.

15:30 - Schule oder nicht Schule - das ist die Frage

Also, es ist Zeit, die Eltern aufzudatieren, ob sie ihre Kinder wieder in die Schule schicken dürfen, müssen oder sollen. Hier eine Übersicht der Gemeinden, von denen die Redaktion aktuell Kenntnis hat:

Volketswil: Die Schulpflicht ist auch am Dienstagmorgen aufgehoben. Unterricht findet statt, aber fakultativ. Am Nachmittag läuft der Betrieb wieder normal.

Gossau: Die Schulpflicht ist bis und mit Dienstag aufgehoben.

Hinwil: Die Kinder müssen wieder zur Schule.

Grüningen: Die Kinder müssen wieder zur Schule.

Bäretswil: Die Kinder haben am Morgen nochmals frei, am Nachmittag läuft der Schulbetrieb wieder normal.

Mönchaltorf: Der Unterricht findet am Dienstag wieder statt.

Hittnau: Der Unterricht findet wieder statt, wer aber seinem Kind den Weg nicht zumuten will, kann es abmelden.

Uster: An der Primarschule gibts am Morgen weiterhin keinen Unterricht.

15:20 - Meteoschweiz schildert die Zukunft von Sabine

Meteoschweiz meldet gerade, dass Sabine noch bis Dienstagmittag weiterwüten dürfte. Die ärgsten Windspitzen sind allerdings wohl bereits passé. Im Laufe des Abends und in der Nacht auf Dienstag nehme der Westwind nochmals zu, so Meteoschweiz. Dabei gebe es Sturmböen von 100 bis 120 Kilometern pro Stunde - in exponierten und höheren Lagen teils bis rund 130 km/h. Am Montagmorgen kam es zu Windspitzen von bis zu 153 km/h auf dem Hörnli.

14:55 - Ein Blick auf Sabines Werk ausserhalb der Region

Wir lassen für euch ganz rasch den Blick in die ganze Schweiz schweifen, damit auch ihr treuen, genügsamen Oberländer Züriost-Fans etwas von «Sabines» überregionaler Zornigkeit mitbekommt.

  • Im Kanton Uri herrscht gerade grosser Stromausfall wegen einer gerissenen Stromleitung in Gurtnellen - die hat übrigens auch gleich noch einen Wald angezündet (das sei sehr ungünstig, weil jetzt etwa die Polizei dort nicht mehr erreichbar sei, heisst es bei «Blick»).
  • Wegen des Stromausfalls mussten auch Gotthard-, Seelisberg- sowie der Flüelen- und der Mositunnel zeitweilig geschlossen werden.
  • In Adliswil verletzten sich zwei Personen beim Bergen eines Zelts wegen des Sturms.
  • Bei der Kollision eines Autos mit dem Anhänger eines leichten Anhängerzugs ist am frühen Montagmorgen bei Les Montets FR der Automobilist getötet worden.
  • Zwischen Baar und Zug drohte ein Baum auf die Autobahn zu fallen - deshalb war der Abschnitt vorübergehend nur einspurig befahrbar.
  • Wegen des Sturms sind am Flughafen Zürich 56 Landungen und 52 Starts abgesagt worden.
  • Im Kanton Zürich sind bis etwa 15 Uhr nachmittags rund 150 Meldungen bei der Kantonspolizei eingegangen.

14:15 - Das Hörnli holt sich Top-3-Platzierung

Wir haben frohe Neuigkeiten für euch Oberländer: Unser Hörnli spielt in der Top-Liga der übelsten Sturmgeschwindigkeiten von Bösewichtin «Sabine» mit. Wir haben also gute Gründe zum Jammern.

 

14:00 - Schule Gossau versucht Kommunikationschaos aufzuräumen

Nach dem Kommunikationschaos in der Schule Gossau äussert sich die Schulpflege nun offiziell mit einer Medienmitteilung zu ihrem Umgang mit dem Sturm.

Man habe am Sonntagabend entschieden, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, um die Kinderbetreuung sicherzustellen. Allerdings hebt die Behörde die Schulpflicht temporär - namentlich bis und mit Dienstag - auf. Das heisst: Kinder können zur Schule, müssen aber nicht.

Die Schulpflege verweist darauf, dass die Verantwortung für den Schulweg bei den Eltern liegt. Und dass weder Kantonspolizei noch Volksschulamt die Schulen angewiesen hätten, den Betrieb einzustellen.

13:45 - Baum schlägt Mann in Gossau nieder

Das Bild hier sieht auf den ersten Blick nach einem der unzähligen umgewehten Bäume im Oberland aus. Ist es im Grunde auch, doch ein bisschen anders liegt der Fall, respektive der Baum dennoch: Er hat einen Mann fast erschlagen. Also der Baum. Der Vorfall hat sich am Morgen bei einem Wald nahe der Brüschweid in Gossau ereignet. Der Mann war mit seinem Hund unterwegs und wurde laut einer Leserin vom Stamm am Kopf getroffen, doch er stand wieder auf und ging weiter. Also der Mann.

13:40 - Wüste Szenen in Uster: Barriere kaputt, Äste auf Spielplatz, Anhänger auf Strasse gewindet

Die Stadtpolizei Uster zieht erste Bilanz zum Sturmgetöse und meldet diverse gefällte Bäume, die wichtige Verbindungsstrassen versperrt hätten. So musste die Feuerwehr Uster die Freudwilerstrasse zwischen Uster und Freudwil für den Verkehr sperren. An der Wermatswilerstrasse brach eine Bahnschranke und in Riedikon blockierte ein auf die Fahrbahn gewehter Anhänger den Verkehr.
 
An der Winterthurerstrasse beschädigte ein auf die Strasse gewehter Anhänger einen vorbeifahrenden Personenwagen. An der Blindenholzstrasse wurden mehrere Dachziegel von einer nahen Liegenschaft auf die Fahrbahn geweht und am Talweg stürzten Äste auf einen Kinderspielplatz. Glücklicherweise verliefen sämtliche Vorfälle glimpflich und es wurde niemand verletzt. (Foto: Stadtpolizei Uster)

13:15 - Noch mehr Strassensperrungen

Während es «Sabine» draussen wieder sträzen lässt, gibts für Autofahrer ein paar ärgerliche Neuigkeiten - namentlich zweier Strassen(teil)sperrungen:

Wetzikon: Das verbleibende Baugespann auf der Trompete ist zu gefährlich. Die Feuerwehr lässt es in Absprache mit der Polizei nun teilweise demontieren. Derweil ist die Bahnhofstrasse einseitig gesperrt, der Verkehr läuft wechselseitig.

Mönchaltorf: Die Gemeinde Mönchaltorf meldet, dass die Weidstrasse wegen Sturmschäden bis auf Weiteres gesperrt ist.

13:08 - Kleine Schleimspur von «Sabine» zum Mittagskaffee

So bös, wie sie tut, ist «Sabine» gar nicht. Sie frisst nur gerne Bäume und hat einen kleinen Feuerfetisch. Aber gerade eben hat sie uns mit einem doppelten Versöhnungs-Halbrund versorgt. Wir habens sogar selber aus der Redaktion raus fotografiert (deshalb ist auch nur der Hintergrund hübsch auf dem Bild).

13:05 - Chabischäs in Uster überlistet «Sabine»

Man muss die Stürme nehmen, wie sie fallen. Macht man so bei Chabis-Chäs in Uster. Törchen schliessen wegen des Windes, dafür ab ins Auto und das Essen ausliefern. Wir hätten das natürlich früher gemeldet, aber eben: Züriost war rasch ein bisschen tot. Vermutlich hat Chabis-Chäs deshalb jetzt noch einiges von dieser Käsekümmelkokoskürbis-Suppe übrig, falls noch jemand Hunger hat.

12:58 - die Videoreportage vom Unfall in Wald

Wir schenken euch hier und jetzt diese kleine Videoreportage zum Zugunfall in Wald. Nur schon, weil ihr gerade fast eine Stunde lang auf Züriost verzichten musstet. Wir entschuldigen uns für die Down-Time.

12:10 - VZO bietet zusätzliche Fahrer auf

Auch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) spüren die Auswirkungen des Sturms. Laut Mediensprecher Joe Schmid sei es in den Morgenstunden zu einigen Verzögerungen gekommen, da einzelne Strassen aufgrund von Sturmschäden nicht befahren werden konnten. Es habe jedoch weder Sach- noch Personenschäden gegeben.

Für die Bahnersatzbusse zwischen Rüti und Bauma mussten die VZO spontan vier zusätzliche Fahrer und ebenso viele Fahrzeuge aufbieten.

11:50 - Zwei-Satz-Info zum Sturm von der Schule Gossau

Besser spät als nie. Nach x-verschiedenen punktuellen Mitteilungen hat die Schule Gossau jetzt doch noch etwas Offizielles zum Thema Sturm auf die Website gestellt. Viel bringen dürfte es jetzt nicht mehr.

11:45 - Seegräbner Schulweg gesperrt

Das im Bild ist der Seegräbner Schulweg, der momentan gesperrt ist, weil da auch ein Baum drauf niedergedonnert ist. Seegräben hat zum Glück Schulferien. Wärs nicht so, hätte sich - einmal mehr heute - schulfrei wegen Sturmes bewährt.

11:35 - Jetzt brennt auch noch der Wald

Laut unserer Redaktorin vor Ort hat der Sturm zu einem Streubrand in Bauma geführt - ein Waldstück bei Bäretswil steht offenbar auch in Flammen. Die Feuerwehr spreche von rund 100 Quadratmetern, sagt die Reporterin. Augenzeugen berichten, die Rega sei im Einsatz.

11:00 - In Dübendorf gibts bald keine Bäume mehr

Gerade hat uns eine Frau aus Gfenn in Dübendorf angerufen, der ein etwa 11 Meter langer Baum in den Garten gefallen sei. Dummerweise wohnt sie an einer Privatstrasse, weshalb nicht die Feuerwehr, sondern der Förster sich um das Unglück kümmern muss. Der werde nun bald antraben, sagt sie und verspricht dann auch gleich noch Bilder (Edit: mittlerweile eingetroffen - siehe oben).

Allerdings sei das längst nicht der einzige Baum, den «Sabine» in Dübendorf gefressen hat. An der Alpenstrasse ist einer verendet, im Sonnenberg ebenfalls, wie die Frau sagt. Und gleich bei ihr um die Ecke habe es noch einen zweiten genommen.

10:36 - Zugunfall verläuft glimpflich

Nun ist es bestätigt: In Wald ist tatsächlich gegen 8.40 Uhr ein Zug mit einer massiven Tanne kollidiert, die Sturm Sabine aufs Gleis geweht hat. Der Lokführer habe zwar eine Schnellbremsung eingeleitet, doch das habe nicht mehr gereicht, meldet die Kantonspolizei Zürich. Der Zug war von Winterthur-Grüze nach Rüti unterwegs. Verletzt worden ist keiner der zwölf Passagiere und auch der Lokführer nicht, aber die Strecke ist bis am Abend unterbrochen. Eine Passagierin sagt, die Betroffenen Personen seien von der Feuerwehr zum Bahnhof Wald chauffiert worden. Laut Polizei sind bis auf Weiteres Ersatzbusse im Einsatz.

Der Baum beschädigte nicht nur den Zug, sondern knickte auch einen Strommast und riss die Fahrleitung herunter. Der Sachschaden dürfte 100'000 Franken übersteigen, wie die Polizei schreibt.

10:18 - Sabine zerlegt Baugespann auf der Trompete

Sabine hat gerade einen Teil des Baugespanns auf der Trompete gebodigt. Die Feuerwehr versucht zu retten, was zu retten ist. Die Sache ist gefährlicher, als sie klingt: Ein Teil des Gespanns ist direkt auf die Bahnhofstrasse gestürzt. Die Feuerwehr muss nun schauen, ob sie diesbezüglich weitere Massnahmen ergreifen soll. Eventuell sollen die Aussteckungen ganz weg für den Moment.

Da das Gespann aufgrund eines Rechtstreits schon sehr lange auf dem Einkaufszentrum steht, sind die Latten offenbar morsch geworden. Ein leichtes Fressen für Sabine also.

10:05 - Der Wind pfeift einem Gibswiler Ziegel um die Ohren

Ein Gibswiler meldet, er sei am Morgen fast von den Ziegeln, die Sabine vom Dach dieses Hauses blies, erschlagen worden. Ein Stück habe ihn sogar getroffen. «Aber keine Sorge, mir gehts gut», schreibt er. Wenn da bloss kein erschlagenes Pferd auf der Weide liegt.

09:50 - Video der Feuersbrunst in Bauma und ein Baum auf dem Gleis in Wald

Sabine spektakelt weiter. Hier ein Video des Vollbrandes in Bauma. Und jemand meldet gerade, in Wald sei ein Baum aufs Geleise gefallen, offenbar sei gar ein Pendlerzug damit kollidiert. Die SBB bestätigt aber noch nichts

09:45 - Baum in der Einfahrt

Ebenfalls draussen unterwegs ist unsere Redaktorin Patrizia Legnini. Sie fährt mit der Feuerwehr Wetzikon-Seegräben mit. Die haben vor allem Ärger mit Bäumen (böse Zungen behaupten, das höre man in Wetzikon sonst vor allem von bürgerlichen Politikern). Hier ist einer in eine Garageneinfahrt an der Höhenstrasse in Wetzikon gefallen.

09:37 - Es ist ein Flächenbrand in Bauma

Wir haben mit Eva Kurz eine Reporterin vor Ort beim Brand in Bauma. Ob der Sturm das Feuer dort ausgelöst hat, ist nicht klar. Sicher ist indes, dass er einen Flächenbrand verursacht hat, der sich Richtung Bäretswil ausbreitet. Zahlreiche Feuerwehrleute stünden im Einsatz, berichtet sie - und schickt dieses Video als Beweis.

09:00 - Schule Gossau macht Eltern hässig wegen Sturm

Offenbar ist in Gossau jetzt doch kein Unterricht - oder zumindest nicht überall. Wir haben gerade eine Lesermeldung erhalten, wonach Eltern ihre Kinder ins Schulhaus gebracht hätten, die dann wieder nach Hause geschickt worden seien. «Total verantwortungslos!», schimpft die Leserin und fordert von der Schule eine schriftliche Stellungnahme, weshalb die Eltern nicht frühzeitig informiert worden seien.

Eine andere Leserin meldet, die Schulpflege habe ihr mitgeteilt, dass die Schule von verantwortungsvollen Eltern ausgehe. Sie könnten sicherlich die Gefahrensituation für ihre Kinder selber einschätzen und entsprechende Entscheide treffen. Es gebe Situationen, in denen nicht rechtzeitig oder zeitnah informiert werden könne. In einer Facebook-Diskussion enervieren sich diverse Eltern darüber. Andere Schulen hätten das auch geschafft, sagen sie. Jemand bezeichnet die Antwort der Schulpflege als «schnippisch».

08:55 - Schiffbetrieb auf dem Greifensee gestoppt

War ehrlich gesagt absehbar, jetzt aber offiziell von der SBB bestätigt: Der Schiffverkehr auf dem Greifensee ist derzeit lahmgelegt; wegen Windes.

08:45 - Sabine nähert sich Lothar an

Die Messstation Hörnli ist jetzt eine Stunde weiter und meldet Windböen mit Tempi von bis zu 153 Kilometer pro Stunde. Das ist schon deutlich über dem Maximum von 140 km/h, das in den «Niederungen» erwartet wird. Und schon deutlich weniger weit von Lothar entfernt, als noch vor einer Stunde. Lothar schaffte vor rund 20 Jahren 180 km/h auf dem Hörnli

08:40 - In Bauma brennt ein Bauernhof

Uns ereilt gerade die Nachricht, dass in Bauma mehrere Gebäude - offenbar um einen Bauernhof mit Stall - in Vollbrand stünden. Wir wissen noch nicht mehr, auch nicht, ob der Brand in Zusammenhang mit dem Sturm steht. Sicher ist aber, dass der Wind die Situation nicht begünstigen dürfte. Weitere Informationen folgen auf Züriost.

08:35 - Deshalb sollten Kinder heute nicht zur Schule gehen

Unser Videoredaktor Simon Grässle zieht gerade durchs Oberland und filmt Sturmschäden. Hier sieht man Ziegel auf Bäretswiler Strassen, die dem Entscheid, die Schule ausfallen zu lassen, Recht geben. Jemand hat auf Facebook gefragt, ob die Wahrscheinlichkeit nicht grösser sei, von einem Auto überfahren als von einem Ziegel erschlagen zu werden. Die Antwort gibts im Video.

08:26 - Sauerei am Wetziker Kebabstand

Bevor's heute Döner gibt am Ässbahn-Snack in Wetzikon, werden die Kebabiolos (oder wie man ihnen sagt) ein bisschen aufräumen müssen. Sabine war etwas ungehalten, als sie vorbeikam und der Stand geschlossen war.

08:20 - Nänikon-Greifensee lässt Unterricht ebenfalls sausen

In der Schulgemeinde Nänikon-Greifensee entfällt der Unterricht ebenfalls. In Gossau findet er offenbar statt. Die Schulgemeinde hatte angekündigt, die Lage am Montagmorgen zu beurteilen. Nun gilt offenbar die Devise: «Sabine» mag stark sein, aber Gossau ist stärker.

08:12 - Ein Baum machts sich auf der Alpenstrasse in Dübendorf gemütlich

Kurz vor 6.30 Uhr steht auch die Feuerwehr Dübendorf-Wangen-Brüttisellen schon im Einsatz. Ein Nadelbaum hat sich quer über die Alpenstrasse gelegt. Die Feuerwehr hat die Strasse vorübergehend abgeriegelt, den Baum entfernt und wartet nun auf weitere Arbeit. Und die wird wohl kommen. Gegen 10 Uhr erwartet Meteoschweiz die erste grosse Spitze des Sturms. Eine zweite wird in der Nacht auf Dienstag prognosziert.

08:05 - Sabine ist auch ein bisschen eitel

Eigentlich wollen wir hier ja schlimme Bilder sehen von Schäden und Helden in Knallgelb, die sie beseitigen oder bekämpfen. Stattdessen postet eine Hinwilerin in einer lokalen Facebookgruppe einen Sturmhimmel in Knallorange während der Morgendämmerung und schreibt, Sabine habe auch ihre schönen Seiten. Stimmt schon, müssen wir einräumen.

07:50 - Feuerwehr bannt Werbeschildgefahr in Wetzikon

Wenn einem ein Werbeschild sprichwörtlich um die Ohren fliegt, kann das ganz schön gefährlich sein. Die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben hat am frühen Morgen die Gefahr bei der einstigen Saab-Garage in Oberwetzikon zügig gebannt und harrt nun weiterer Einsätze, wie sie mitteilt.

07:45 - Feuerwehr im Tösstal bereits im ersten Einsatz

Die Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg ist bereits kurz nach 6 Uhr erstmals wegen Sturm Sabine ausgerückt. Sie meldet einen Einsatz mit zehn Personen wegen Holz auf einer Strasse.

07:35 - 140 km/h auf dem Hörnli

Das sind die aktuellen Messwerte auf dem Hörnli.

07:30 - Präventionsmassnahmen der Gemeinden

Diverse Gemeinden haben bereits am Sonntagabend Massnahmen zur Sturmprävention beschlossen. Hier eine Übersicht.

Gossau: Sperrt die Hard- und die Fuchsrütistrasse, die durch Waldabschnitte führen.

Bäretswil, Hinwil, Grüningen und Uster: Sagen die Schule ab - in Uster ist nur die Primarschule betroffen. Hittnau folgt dem Beispiel am Montagmorgen.

Volketswil: Informiert die Eltern, dass die Kinder nicht zur Schule kommen müssen, aber dürfen.

Mo 10.02.2020 - 07:25

Sabine bringt auch den öffentlichen Verkehr ins Stocken. Bislang sind Meldungen bezüglich Ausfällen im Tösstal auf der Redaktion eingegangen. Bestätigt von der SBB sind Beeinträchtigungen beim Bahnhof Sennhof-Kyburg.

07:14 Uhr - Hittnau macht auch schulfrei

Bäretswil, Hinwil, Grüningen und Uster haben bereits am Sonntagabend beschlossen, nun kommt auch Hittnau hinzu: Wegen des Sturmtiefs Sabine fällt am Montag die Schule aus. Der Schulweg sei zu gefährlich. Meteoschweiz warnt denn auch, nach draussen zu gehen, während der Sturm tobt - dies insbesondere wegen fallender Ziegel und Bäume.

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Das Ist Faule Aus
Reden Dann Alle
Go Arbeit Gehen
Auch Zu Hause
Bleiben
Nur Können Schuhle Schwänzen Wir Sie Soll Auch Zu Schuhle Gehen Wie Andere Zum Arbeit Gehen
Für Arbeit Zu Gehen Ist Auch In Gefahr
Das Ist Eine Faule Aus Reden Früher Sind Meine Eltern In Schnee Stürm In Schuhle Gegagen Sie Sind Heute Am Leben Auch Nichts Passiert
Liebe Grüsse Von Silvia