×

ZO-Schreibstar spendet Preisgeld

Schreibstar 2019

ZO-Schreibstar spendet Preisgeld

Im Dezember gewann Ueli Bürgisser den Schreibwettbewerb der Zürcher Oberland Medien AG. Sein Preisgeld überwies der Stadtzürcher der Lakota-Stiftung, die amerikanische Ureinwohner unterstützt.

Lennart
Langer
Donnerstag, 06. Februar 2020, 13:00 Uhr Schreibstar 2019
Ueli Bürgisser gewann im Dezember den Schreibstar-Wettbewerb.
Archivfoto: Seraina Boner

Mit einer schaurigen Horrorgeschichte gewann Ueli Bürgisser im vergangenen Jahr in Uster den Schreibstar-Wettbewerb. Eigentlich ein ungewohntes Genre für den Zürcher. Denn seine Leidenschaft ist das Schreiben von Märchen. Diese liest er dann in Kindergärten oder Schulen vor und hofft damit die Fantasie der Kinder anregen zu können.

Eine schöne Geschichte schreibt Ueli Bürgisser nun auch im Anschluss an den «Schreibstar 2019»: Das Preisgeld von 1500 Franken spendet er für einen guten Zweck. Die Idee dazu kam Bürgisser am Morgen nach seinem Sieg. Da sei die Freude gleich noch etwas grösser geworden, sagt er rückblickend. Denn das Geld kommt der Lakota-Stiftung der Schweizerin Isabel Stadnick zugute – ein Projekt, das Bürgisser am Herzen liegt.

Erhalt von Tradition und Sprache

Stadnick zog 1989 in die USA und betreibt inzwischen gemeinsam mit Angehörigen der Lakota, einem Indianerstamm der Sioux, einen Kindergarten und eine Waldorfschule. Die Bildungseinrichtungen im Pine-Ridge-Reservat im Bundesstaat South Dakota sollen dabei helfen, die Tradition und Kultur der amerikanischen Ureinwohner zu erhalten und die Zukunftschancen der Kinder zu verbessern. Finanziell unterstützt wird das Projekt zur Erhaltung der Sprache und der Werte der Lakota durch die Stiftung in der Schweiz.

«Die Weite der Prärie ist umwerfend», erinnert sich Bürgisser an eine Reise ins Reservat im Jahr 2011. Er schwärmt von den einmaligen Gerüchen, den höflichen Menschen und ihrem Stolz auf die eigene Kultur. Doch vor allem der von gegenseitigem Respekt geprägte Umgang der Lakota und ihre Bescheidenheit beeindruckten Bürgisser nachhaltig. «Wir haben viele wunderbare und tiefberührende Begegnungen bei unserem Besuch im Reservat erleben dürfen», erzählt er.

Das Leben im Reservat ist allerdings nicht immer einfach. Dessen ist sich auch Bürgisser bewusst. Es ist ihm deshalb ein Anliegen, den Erhalt der Traditionen der Lakota und ihre Lebensweise zu unterstützten. Vor Ort ist das für ihn inzwischen schwieriger geworden. «Aus ökologischen Gründen verzichten wir soweit wie möglich auf Flugreisen», erklärt er. Aber die Faszination am Leben der Lakota bleibt bestehen. Und so möchte Bürgisser auch einen künftigen Besuch im Pine-Ridge-Reservat nicht komplett ausschliessen.

Kommentar schreiben

Kommentar senden