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Givaudan legt weiter zu

Dübendorfer Duftstoffhersteller

Givaudan legt weiter zu

Der weltgrösste Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan ist 2019 weiter kräftig gewachsen. Der Profit konnte mit der Umsatzentwicklung allerdings nicht ganz Schritt halten.

Agentur
sda
Freitag, 24. Januar 2020, 10:18 Uhr Dübendorfer Duftstoffhersteller
Givaudan verzeichnet Zuwachs, besonders das Aromengeschäft boomt.
Archivfoto: Mirjam Müller

Es sind solide Zahlen, die Givaudan vorlegt. 2019 stieg der Umsatz  des Dübendorfer Aromen- und Riechstoffherstellers um 12,2 Prozent auf 6,2 Milliarden Franken, auf vergleichbarer Basis (akquisitions- und währungsbereinigt) lag das Plus bei 5,8 Prozent. Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen (EBITDA) stieg um 11,4 Prozent auf  knapp 1,3 Milliarden Franken und die entsprechende Marge sank auf 20,6 Prozent, nach 20,7 im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein um 6,0 Prozent höherer Reingewinn von 702 Franken zu Buche.

So wurden denn die Erwartungen der Analysten denn auch vor allem bei der Profitabilität verfehlt. Diese gingen von einem Umsatz von 6,22 Milliarden Franken, einem EBITDA von 1,3 Milliarden und einem Reingewinn von 734 Millionen Franken aus.

Gewinne verfehlen die Erwartungen

Auf die Margen wirkten sich die höheren Kosten in der Produktion trotz Preismassnahmen verwässernd aus. Zudem war die übernommene Naturex noch nicht so profitabel wie Givaudan. Und auch 2019 fielen wie schon im Vorjahr Kosten von gut 30 Million Franken aus dem Sparprogramm Givaudan Business Solutions an.

Unter dem Strich gelange es dem Branchenprimus zwar, den Betriebsgewinn EBITDA um 11,4 Prozent auf 1,28 Milliarden Franken zu steigern. Die entsprechende Margen fiel aber mit 20,6 Prozent etwas tiefer als im Vorjahr (20,7%) aus. Unter dem Strich blieb ein 6,0 Prozent höherer Reingewinn von 702 Millionen. 

Die Erwartungen der Analysten hat Givaudan damit zwar verfehlt, den Aktionären winkt dennoch wieder eine höhere Dividende. Der Verwaltungsrat beantragt eine um zwei auf 62 Franken erhöhte Ausschüttung. Seit dem Börsengang im Jahr 2000 wäre dies die 19. Dividendenerhöhung in Folge.

Beide Divisionen mit Wachstum

Wie erwartet trugen beide Divisionen zum Wachstum bei. Die Verkäufe im Riechstoff-Segment lagen bei 2,80 Milliarden Franken, das ist ein Zuwachs von 10,9 Prozent. Givaudan führt das Wachstum auf «starke» Neugeschäfte und die Preiserhöhungen zurück.

Die Aromen-Sparte wuchs derweil um 13,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken. Auch hier begründet das Unternehmen den Anstieg hauptsächlich mit neuen Geschäftsabschlüssen.

Dabei hätten aller Regionen zum Wachstum beigetragen. In den strategischen Fokusbereichen der Strategie bis 2020 – «Gesundheit und Wohlbefinden» sowie «Naturstoffe» – verzeichneten die Verkäufe zweistellige beziehungsweise einstellige Zuwächse, wie es weiter heisst.

Strategie bis 2020 auf Kurs

Bei der Umsetzung seiner Strategie bis 2020 sieht sich der Aromen- und Duftstoffhersteller auf Kurs. Für den Konzern habe nun das letzte Jahr des fünfjährigen Planzyklus begonnen. Erklärtes Ziel von Givaudan war und ist es, ein profitables Wachstum zu erzielen und einen Mehrwert zu schaffen.

Den Mehrwert will Givaudan dabei gerade auch über gezielte Akquisitionen generieren. So hat das Unternehmen seit 2014 im Einklang mit dieser Wachstumsstrategie bereits 15 Übernahmen getätigt.

Wie erwartet bestätigt der Branchenprimus seine Mittelfristziele bis 2020. Unverändert wird ein organisches Wachstum über dem Marktdurchschnitt von 4 bis 5 Prozent angepeilt.

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