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Zwei Kandidatinnen wollen in die Russiker Schulpflege

Wahlen am 9. Februar

Zwei Kandidatinnen wollen in die Russiker Schulpflege

Karin Frischkopf (FDP) kündete ihren Rücktritt aus der Schulbehörde Russikon auf Ende Schuljahr 2029/20 an. Am 9. Februar wollen Pascale Bräuer (parteilos) sowie Marica Cvetic (FDP) den freien Platz für sich gewinnen.

Talina
Steinmetz
Mittwoch, 22. Januar 2020, 12:00 Uhr Wahlen am 9. Februar
In der Schulbehörde Russikon wird auf Ende Schuljahr 2019/20 ein Platz frei. Zwei Frauen stellen sich zur Wahl.
Archivfoto: Seraina Boner

Während acht Jahren war Karin Frischkopf (FDP) ein Mitglied der Russiker Schulbehörde – im vergangenen Winter meldete sie ihren Rücktritt an. Grund für den Rücktritt ist ein Umzug, wie Frischkopf damals sagte. Ihr Amt wird sie noch bis zu den Sommerferien ausüben. 

Seither haben sich zwei Personen gemeldet, die gerne in die Fusstapfen der 44-Jährigen treten würden. Zum einen Pascale Bräuer (parteilos), zum anderen Marica Cvetic (FDP). Am 9. Februar stimmen die Russiker darüber ab, wer das Amt im Sommer übernimmt. «Züriost» hat mit beiden Kandidatinnen gesprochen.

Pascale Bräuer (parteilos) 

Pascale Bräuer will sich aktiv am Schulgeschehen beteiligen. Deshalb stellt sie sich am 9. Februar zur Wahl.

Es ist nicht das erste Mal, das Pascale Bräuer für die Schulbehörde kandidiert: Vor sechs Jahren hat sie es schon einmal versucht. «Leider ist es beim Versuch geblieben», sagt die 53-Jährige und lacht. Als sie hörte, dass auf diesen Sommer ein Platz in der Schulbehörde frei wird, habe sie sich entschieden, es noch einmal zu probieren. Durch ihre vierjährige Tätigkeit im Russiker Elternteam sei sie gut mit anderen Eltern, den Lehrern sowie der Schulbehörde vernetzt. «Ich sehe das als Vorteil für meine Kandidatur», so die zweifache Mutter.  

«Zum Glück keine Gewalt »

Als Mitglied der Schulbehörde könne sie auf einer anderen Ebene Veränderungen bewirken, als es ihr im Russiker Elternteam möglich war. «Dort ging es vor allem darum, Anlässe zu organisieren.» In der Schulbehörde könnte sie sich aktiv am Schulgeschehen beteiligen.

Grössere Probleme, die es zu beheben gilt, sieht Pascale Bräuer in der Schule Russikon keine. Man höre zwar immer öfter von Gewalt- oder Mobbingvorfällen an anderen Schulen. «In Russikon ist das zum Glück nicht der Fall. Mein Ziel als Schulbehördenmitglied wäre, dass dies auch so bleibt.»  

Angst davor, das Amt mit ihren sonstigen Verpflichtungen nicht unter einen Hut bringen zu können, hat die gelernte kaufmännische Angestellte nicht.  «Meine Kinder sind mit 13 und 15 Jahren in einem Alter, wo sie durchaus selbstständig sind und keine Rundumbetreuung mehr benötigen.»

Marica Cvetic (FDP)

Die 34-Jährige will die Kommunikation zwischen Lehrern, Schülern und Eltern verbessern.

Dass sich die 34-jährige Marica Cvetic für den freiwerdenden Platz in der Schulbehörde zur Wahl stellt, habe einen einfachen Grund: «Ich will mich nicht nur über Dinge beschweren. Ich will diese verstehen und in der Gemeinde etwas bewirken.» Auch sei es ihr wichtig, einen Beitrag zur Erhaltung des positiven Images der Schule Russikon beizutragen.

«Eltern haben keinen genauen Einblick mehr»  

Ein konkretes Thema, das der Bankangestellten unter den Nägeln brennt und sie als Mitglied der Schulbehörde sofort angehen würde, gibt es nicht. «Ich müsste mich zuerst in die Unterlagen einarbeiten und mich über die aktuelle Lage der Schule und die Dringlichkeit der verschiedenen Projekte informieren.»

Ein Anliegen, das die zweifache Mutter aber grundsätzlich beschäftigt, ist die Vorbereitung der Schüler auf die Zukunft. «Meiner Meinung nach werden die Jugendlichen nicht genügend darauf vorbereitet, was nach der Sekundarschule folgt.» Das Ausmass der Verantwortung, das auf sie zukomme, werde ihnen noch nicht ausreichend aufgezeigt. «Das ist aber nicht nur in Russikon ein Thema», so Cvetic..

Es wäre ihr deshalb wichtig, die Kommunikation zwischen den Schülern, Lehrern und Eltern zu verbessern – gerade, wenn es um die berufliche Zukunft der Jugendlichen gehe. «Eltern haben ab einem gewissen Alter nicht mehr genauen Einblick in die Tätigkeiten ihrer Kinder, was sich auch auf deren Zukunft auswirken kann. Dort will ich ansetzen.»

Es wäre für sie kein Problem, das Amt, ihren 80-Prozent-Job sowie das Privatleben zu vereinbaren. «Mein Mann wie auch mein Arbeitgeber würden mich voll unterstützen, sollte ich gewählt werden.»

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