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Langlaufparty auf der Bahnhofstrasse

1200 Jahre Wald

Langlaufparty auf der Bahnhofstrasse

Es war das bisher - und wahrscheinlich für immer - einzige Langlaufrennen auf der Walder Bahnhofstrasse. Der Besucherandrang war so gross wie die Gaudi entlang der Strecke.

Eduard
Gautschi
Sonntag, 19. Januar 2020, 15:18 Uhr 1200 Jahre Wald

Wald feiert dieses Jahr sein 1200-jähriges Bestehen. Am Wochenende fand der zweite Festanlass statt. Ein durchaus ungewöhnlicher, konnte man doch am Samstag und Sonntag auf der Bahnhofstrasse zwischen Schwertplatz und Migros auf einer Kunstpiste Langlaufen. Skis und Schuhe wurden zur Verfügung gestellt, der Andrang war gross. Der Schnee war am Freitag in neun Lastwagenladungen herbeigeschafft worden, es handelte sich um den Abrieb der Eisfelder der umliegenden Kunsteisbahnen. Mangels richtigem Schnee musste die Loipe verkürzt werden, sie befand sich aber in einem ausgezeichneten Zustand.

Prominente und Profis

Höhepunkt der grossen Langlaufparty war das Prominentenrennen am Samstagabend, eingebettet zwischen den Auftritten der Walder Guggemusik Notewürger. Den acht Prominent aus Wald wurden acht aktive oder ehemaligen Langlaufcracks zugelost. Unter dem Label Prominente starteten unter anderen der Gemeindepräsidenten, ein Kantonsrat sowie die Captainin des in der Nationalliga A spielenden UHC Laupen. Bei den Profis war vom ehemaligen Olympiasieger Juri Burlakov bis zum im A-Kader nordische Kombination laufenden Michi Holenstein die gesamte Elite der in Wald wohnenden Langlaufcracks anwesend. Mit von der Partie war auch der Loipenschnurri der Panorama-Loipe am Bachtel, der seinem Namen im Vorfeld des Rennens mit einer Einlage alle Ehre machte.

Kurz nach 19 Uhr galt es ernst. Je zwei Teams liefen gegeneinander. Profi und Prominenter eines Teams liefen je zwei Runden. Die Verlierer schieden aus. Beeindruckend war, mit welchem Tempo die Profis über die kurze Strecke flogen und nach der Hälfte einen 180-Grad-Turn in den Schnee legten, um zurück zum Start zu spurten, wo sie ihren prominenten Teamkollegen ins Rennen schickten. Es gab Stürze, es gab Hopp-Rufe und es gab jedesmal einen Sieger. Die Verlierer schieden aus, die vier Gewinner traten zum Halbfinal an. Gewonnen wurden die Halbfinals von Team 2 (Walter Honegger/Rebeka Vontobel) und Team 5 (Andreas Honegger/Michi Hollenstein). Im kleinen Final erkämpfte sich das Team Ernst Kocher/Urs Kunz den dritten Platz.

Sturz vor dem Ziel

Gewonnen wurde das Final vom Mix-Team Walter Honegger und Rebeka Vontobel. Es war ein knapper Sieg, weil sich die beiden Honeggers 30 Meter vor dem Ziel in die Quere kamen, stürzten und eine Weile brauchten, bis Ski, Beine, Arme und Stöcke wieder den richtigen Personen zugeordnet waren. Walter Honegger gelang dies zuerst, der Sieg war im sicher. Der Applaus war gewaltig, dem Publikum gefiels und ab und zu hörte man den einen oder die andere sagen: «Das sollte man wieder einmal machen.»

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