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Pfäffiker Gemeinderat befürwortet Vorhaben

Sozialdienst braucht mehr Platz

Pfäffiker Gemeinderat befürwortet Vorhaben

Der Sozialdienst des Bezirks Pfäffikon soll neue Räume erhalten. Der Pfäffiker Gemeinderat unterstützt den Finanzantrag, der am 9. Februar an die Urne kommt.

Redaktion
Züriost
Freitag, 17. Januar 2020, 18:30 Uhr Sozialdienst braucht mehr Platz
Am 9. Februar stimmt die Bevölkerung über den neuen Standort des Sozialdienstes ab.
Laura Hertel

Aus Platzgründen braucht der Sozialdienst des Bezirks Pfäffikon neue Büroräumlichkeiten. Am 9. Februar findet deshalb eine Urnenabstimmung über den Finanzantrag statt. Der Zweckverband, der seit 60 Jahren besteht, führt im Auftrag der Gemeinden am Bezirkshauptort alle Beistandschaften und eine Beratungsstelle für Suchterkrankungen. Nun äussert sich der Pfäffiker Gemeinderat zum Geschäft. Dass an zentraler Stelle, beim Bahnhof Pfäffikon eine künftige Raumlösung gefunden werden konnte, begrüsse man.

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, die ebenfalls unter dem Dach des Zweckverbandes organisiert ist, hat ihren Standort in Illnau und in Effretikon befindet sich heute noch eine Zweigstelle des Sozialdienstes. Mit neuen Büros könne sowohl künftige Kapazitäten abgedeckt und die Zweigstelle in Effretikon aufgehoben werden, wie der Gemeinderat schreibt. Das bringe Synergien im Betrieb und spare Kosten. Weil die Fallzahlen in Zukunft steigen werden, muss auch ein Ausbau des Dienstes längerfristig möglich sein. Den Sozialdienst an einem Standort zu konzentrieren sei richtig. Nur so könnten die Betriebskosten möglichst tief gehalten werden.

«Vertretbare Mehrkosten»

Die Rechnungsprüfungskommission lehnt das Geschäft aus finanziellen Überlegungen ab (wir berichteten). Auf den ersten Blick seien die Einwände der Rechnungsprüfungskommission nachvollziehbar, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Gemeinderat erachte jedoch die Mehrkosten zu Gunsten eines guten und langfristig gesicherten Standorts in Pfäffikon als vertretbar zumal am heutigen Standort innerhalb der Bezirksverwaltung keine Erweiterungen möglich sind.

Der resultierende Mietzins am neuen Standort sei ortsüblich. Handle der Zweckverband erst später, bestehe die Gefahr, dass er unter Druck eine weniger geeignete Lösung treffen muss und diese auch nicht günstiger ist. Im Verhältnis der Bezirksgemeinden untereinander ist der Antrag ausgewogen, wenn man bedenkt, dass die beiden Standortgemeinden Illnau-Effretikon und Pfäffikon aufgrund ihrer Grösse ohnehin rund die Hälfte der gesamten Kosten tragen würden. Der Gemeinderat Pfäffikon empfiehlt Zustimmung zur Vorlage.

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