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 Adetswilerin übernimmt «Sennhütte»

Eröffnung im April

 Adetswilerin übernimmt «Sennhütte»

Nach den Querelen mit den Vorgängern hofft der Kanton nun auf Ruhe: Das Fischenthaler Restaurant Sennhütte hat neue Pächter - und seit Montag sogar ein funktionierendes Telefon.

Tanja
Bircher
Montag, 13. Januar 2020, 17:45 Uhr Eröffnung im April
Das Restaurant Sennhütte ist seit Mitte Dezember in neuen Händen. Eröffnet wird sie erst im April.
Christian Merz

Ausnahmsweise sind es einmal gute Nachrichten, die Thomas Maag, kantonaler Baudirektionssprecher, zum Berggasthaus Sennhütte auf der Strahlegg zu vermelden hat. Das kantonale Immobilienamt habe bereits Mitte Dezember neue Mieter für das Restaurant gefunden. «Wir sind sehr froh und haben ein gutes Gefühl», sagt er. 

Dass sich dieses bewahrheitet, dürfte dem Kanton am Herzen liegen. Ist es doch unter der Führung der Vorgänger, Urs-Werner Merkli und Angela Schulz, auf der Alp zu unzähligen Streitigkeiten gekommen, von denen mehrere in Rechtsverfahren endeten – unter anderem auch mit dem Kanton, dem die Beiz gehört. Das Wirtepaar musste schliesslich per Ausweisungsverfahren aus der «Sennhütte» geklagt werden

Neue Pächterin aus Adetswil

Nun übernimmt Sarah Tiefenbacher mit ihrem Ehemann Felipe das Restaurant. Sie ist derzeit noch mit den Vorbereitungen für die Eröffnung im April beschäftigt, dazu gehörte auch die Anschaffung einer neuen Telefonnummer. Die alte ist aufgrund eines Konflikts der Vorgänger nicht mehr in Betrieb. Seit Montagnachmittag hat die «Sennhütte» nun wieder eine funktionierende Leitung. «Auch wenn wir noch keine Gäste bedienen, freuen wir uns über jeden Anruf.»

Die 35-Jährige, die in Adetswil aufgewachsen ist, sagt zu «Züriost», sie freue sich auf die Herausforderung und lasse sich von einem möglichen schlechten Ruf, der der «Sennhütte» wegen Merkli und Schulz anhaften könnte, nicht einschüchtern. 

«Wir bleiben unabhängig.»

Sarah Tiefenbacher, neue Pächterin der «Sennhütte»

Die Details zur ihren Plänen mit der Fischenthaler Beiz seien erst in Entstehung, bevor sie aus der Schule plaudere, wolle sie das Konzept noch dem Kanton vorlegen. «Was ich aber verraten kann: Es bleibt ein Berggasthaus, wir werden zudem hauptsächlich regionale und saisonale Produkte verkaufen.» Es komme ferner wie geplant zu einer Zusammenarbeit mit der Ustermer Stiftung Wagerenhof, die unmittelbar daneben mit einem Wohn- und Arbeitsprojekt für Menschen mit Beeinträchtigung einzieht. Entgegen der vehementen Behauptungen der Vorpächter Merkli und Schulz übernimmt der Wagerenhof die «Sennhütte» aber nicht. Tiefenbacher: «Wir bleiben unabhängig.»

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