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Ein Fusionskomitee mit zwölf Co-Präsidenten

Für Wetziker und Ustermer Spitalprojekt

Ein Fusionskomitee mit zwölf Co-Präsidenten

Der Abstimmungskampf rund um die Fusion der Spitäler Wetzikon und Uster ist lanciert. Den Anfang macht ein Monster-Komitee mit einem Dutzend Präsidentinnen und Präsidenten.

Redaktion
Züriost
Montag, 02. Dezember 2019, 14:18 Uhr Für Wetziker und Ustermer Spitalprojekt
Die Grafik veranschaulicht den Gedanken der Spitalfusion zwischen Uster und Wetzikon.
PD

Zwar gibts noch kaum Gegenwind zur Fusion der Spitäler Wetzikon und Uster. Doch das Projekt ist höchst sensibel. Stimmt auch nur eine einzige, noch so kleine heutige Träger- respektive Aktionärsgemeinde dagegen, ist die Fusion gescheitert. Und gerade die Umwandlung vom Zweckverband zur Aktiengesellschaft des Spitals Uster ist alles andere als unumstritten.

Breite Parteipallette

Aus diesem Grund hat sich nun ein überparteiliches Komitee zusammengetan, das die Werbetrommel für die Fusion rühren will. Dieses Komitee zeichnet sich nicht zuletzt dadurch ab, dass es zwölf Präsidentinnen und Präsidenten umfasst - und dies aus nahezu allen Parteien:

  • Daniel Ambauen, Uster, Co-Präsident der Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Zürcher Oberlandes.
  • Martin Bäumle (GLP), Dübendorf, Stadtrat und Nationalrat
  • Yvonne Bürgin (CVP), Rüti, Kantonsrätin
  • Barbara Bussmann (SP), Volketswil, Alt Kantonsrätin
  • Benjamin Fischer (SVP), Volketswil, Kantonsrat
  • Andrea Gisler (GLP), Gossau, Kantonsrätin
  • Walter Honegger (SVP), Wald, Kantonsrat
  • Monika Keller (FDP), Greifensee, Gemeindepräsidentin
  • Stefan Lenz (FDP), Wetzikon, Gemeinderat
  • Jan Schibli, Uster, Präsident Wirtschaftsforum Uster
  • Martin Schneider, Wetzikon, Präsident Ärzteverein Wetzikon
  • Sabine Sieber (SP), Sternenberg, Alt Gemeindepräsidentin und Alt Kantonsrätin

Das Komitee hat sich zum Ziel gesetzt, «die Abstimmungskampagne zu führen und zu gewinnen», so die Mitteilung. Deshalb werde es in den nächsten Wochen seine Basis verbreitern und die Kampagne vorbereiten.

Nur Grüne nicht im Boot

Die Überzeugung der Gruppe: Eine starke, regional verankerte Gesundheitsversorgung sei für die Lebensqualität der Bevölkerung und für die Attraktivität der Gemeinden sehr wichtig. Man sei besorgt, dass sich die Gesundheitsversorgung unter dem Druck der nationalen und kantonalen Politik mehr und mehr von den regionalen Bedürfnissen entferne.

Die Fusion indes lasse einen starken «Player» im Zürcher Gesundheitswesen entstehen. Das neue Unternehmen sei in der Lage, die kantonale Gesundheitspolitik «selbstbewusst mitzugestalten und die regionale Gesundheitspolitik vorwärtszubringen».

Nicht vertreten im Komitee sind augenscheinlich die Grünen. Sie haben sich bereits kurz nach Bekanntgabe der Fusionspläne kritisch zur Umwandlung des Spitals Usters in eine AG geäussert. Darüber hinaus haben sie das hohe Tempo und die intransparente Kommunikation der beiden Spitäler kritisiert. (kö)

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