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Neu soll eine Gemeinde- und Schulfusion mit Turbenthal geprüft werden

Initiative «Zukunft Wila» musste konkretisiert werden

Neu soll eine Gemeinde- und Schulfusion mit Turbenthal geprüft werden

Die Initiative «Zukunft Wila» ist ungültig, weil sie zu wenig konkret ausformuliert ist. Nun fordern die Initianten die Prüfung sowohl einer Gemeinde- als auch einer Schulfusion mit Turbenthal.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 14. November 2019, 18:00 Uhr Initiative «Zukunft Wila» musste konkretisiert werden
Die Initiative «Zukunft Wila» sei zu wenig konkret, sagen die beiden Schulbehörden und der Gemeinderat.
Archivfoto: Monika Cadosch

Eine Gruppe von Wilemer Bürgern um Katharina Honegger hat Ende September die Initiative «Zukunft Wila» eingereicht. Sie forderte darin den Gemeinderat und die beiden Schulpflegen auf, nicht nur die Bildung einer Einheitsgemeinde zu prüfen, wie dies bereits eine Einzelinitiative des Ehepaars Schmid will.

Darüber hinaus sollen die drei Behörden auch die Vor- und Nachteile weiterer Zukunftsszenarien untersuchen: Zum Beispiel den Status Quo, aber auch eine intensivere Zusammenarbeit oder gar eine Fusion mit einer oder mehreren Nachbargemeinden (wir berichteten). Die Stimmbürger sollten dann an einer Grundsatzabstimmung im Frühjahr 2021 entscheiden, welche Strategie die Gemeinde verfolgen soll.

Mehr als ein Dutzend Varianten

Wie Katharina Honegger auf Anfrage mitteilte, ist die Initiative von den beiden Schulpflegen und dem Gemeinderat jedoch für ungültig erklärt worden. Die drei Behörden haben den Initianten in einem Schreiben Ende Oktober mitgeteilt, dass das Begehren zu wenig konkret ausformuliert sei.

Zum Beispiel, was mögliche Gemeindefusionen betrifft: Da hätten die Behörden aufgrund des Initiativtexts mehr als ein Dutzend Varianten prüfen müssen. Ausserdem müsse die Prüfung einer vermehrten Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden von den Behörden selbständig durchgeführt werden. Diese könne nicht über eine Initiative gefordert werden.

Zwei Fusionsvarianten

Die Initianten haben deswegen aber die Flinte noch nicht ins Korn geworfen. Sie haben ihr Begehren bereits konkretisiert und die neu formulierte Initiative kürzlich zur Post gebracht. Neu fordern sie die beiden Schulpflegen und den Gemeinderat auf, neben einer Einheitsgemeinde auch die Vor- und Nachteile folgender Varianten zu prüfen: Eine Fusion mit der Gemeinde Turbenthal. Und einen Zusammenschluss der Schulen Wilas mit denjenigen Turbenthals.

Von einer Grundsatzabstimmung ist im neuen Text nichts mehr zu lesen. Jedoch sei die Gemeindeversammlung innert der gesetzlichen Fristen über das Resultat der Abklärungen zu informieren. Am Initiativkomitee hat sich derweil nichts geändert. Dieses besteht neben Katharina Honegger immer noch aus Daniela Geisthardt, Ueli Erb, Michael Hutzli und Karin Luginbühl. Die Schulpflegen und der Gemeinderat haben nach Eintreffen der Initiative drei Monate Zeit, diese auf ihre Gültigkeit zu überprüfen.

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