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Wieder ein brennender Container in Dübendorf

Halloween-Bilanz

Wieder ein brennender Container in Dübendorf

In Dübendorf wurde am Halloween-Abend ein Container in Brand gesteckt. Das weckt unschöne Erinnerungen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 01. November 2019, 15:21 Uhr Halloween-Bilanz
Die Dübendorfer Einsatzkräfte mussten am Halloween-Abend - wie vor zwei Jahren (Bild) - ausrücken.
Archivfoto: Christian Merz

Schon wieder brannte in Dübendorf ein Container: Am Donnerstagabend musste die Feuerwehr Dübendorf-Wangen-Brüttisellen deswegen kurz nach 21 Uhr an die Alte Oberdorfstrasse ausrücken. Dies geht aus der Website www.lodur-zh.ch hervor, wo die Einsätze der Feuerwehr aufgelistet sind. Es war dies der schwerwiegendste Vorfall, der sich in Dübendorf am Halloween-Abend abgespielt hat. 

In Flammen stehende Abfallkübel gab es in Dübendorf in diesem Jahr schon einmal: In der Nacht auf den Samstag, 7. September kam es rund um den Dübendorfer Bahnhof zu Ausschreitungen. 20 bis 30 Randalierer lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei, warfen Steine, Flaschen, zündeten Feuerwerkskörper und steckten in der Bahnhofsunterführung Kübel in Brand. Sieben Personen wurden festgenommen.

Äpfel, Birnen, Eier

Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, weist entsprechende Vergleiche zwischen dem Halloween-Abend und den Vorfällen vom September brüsk zurück. Da würden «Äpfel mit Birnen» verglichen.

Bis auf den Container-Vorfall sei es am Donnerstagabend ruhig gewesen, die Kantonspolizei verzeichnete noch drei Vorfälle, bei denen Eier gegen Fassaden oder Fenster geworfen wurden. Verhaftungen habe es keine gegeben.

Brennpunkt Bahnhof?

Ob die Polizei rund um Halloween ein besonderes Augenmerk auf Dübendorf gelegt habe, will die Kantonspolizei Zürich aus «taktischen Gründen» nicht sagen. 

Spätestens seit den Ausschreitungen vom September gilt vor allem das Bahnhofsgebiet als eine Art Brennpunkt. Am Montag nach den Krawallen wurde eine Journalist dieser Zeitung attackiert und niedergeschlagen, als er am Bahnhof eine Videoumfrage drehen wollte. Auch Taxifahrer bezeichneten die Situation rund um den Dübendorfer Bahnhof an besagtem Wochenende als «schlimm». 

An Halloween kam es in der viertgrössten Stadt des Kantons in letzten Jahren vereinzelt zu Scharmützeln und Katz-und-Maus-Spielen mit der Polizei.

Wenig Zwischenfälle in Uster

Wie die Stadtpolizei Uster in einer Mitteilung schreibt, sei sie am Donnerstagabend mit einem verstärkten Aufgebot unterwegs gewesen. Im Rahmen der Patrouillentätigkeit seien gezielt unfugtreibende Personen und Gruppen ausfindig gemacht und kontrolliert worden. Zudem hätten die Polizisten verstärkt Präsenz im Zentrum und in den Quartieren markiert. Fünfmal musste die Polizei wegen Eierwerfern und einmal wegen Erschrecken von kleinen Kindern ausrücken. Zudem seien rund 30 Personen kontrolliert worden. Bislang gingen drei Anzeigen bei der Stadtpolizei wegen Sachbeschädigungen ein. Hinweise auf eine konkrete Täterschaft gibt es laut Stadtpolizei bis dato aber keine. Abklärungen seien im Gange.

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