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Feuer in Mehrfamilienhaus fordert ein Todesopfer

Brand in Uster

Feuer in Mehrfamilienhaus fordert ein Todesopfer

In Uster ist am Samstagabend in einem Mehrfamilienhaus ein Brand ausgebrochen. Beim Durchsuchen des Brandobjektes stiess die Feuerwehr auf eine tote Person. Das vom Feuer betroffene, schwer beschädigte Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar.

Ernst
Hilfiker
Sonntag, 27. Oktober 2019, 12:18 Uhr Brand in Uster

Kurz nach 17.30 Uhr am Samstag ging bei der Notrufzentrale die Meldung eines Brandes an der Haberweidstrasse 10 ein in Uster. In dieser grossen, langgezogenen Liegenschaft befinden sich gemäss Angaben eines Kantonspolizei-Sprechers vor Ort insgesamt elf Wohnungen.

Vier Häuser evakuiert

Die Bewohner des Hauses wurden von den eingetroffenen Hilfskräften sofort evakuiert. Sicherheitshalber wurde auch drei weitere Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft geräumt; die Bewohner dieser Liegenschaft konnten im Verlauf der Nacht aber in ihr Heim zurückkehren. Die Mieter des Hauses Nummer 10 fanden laut Polizei «bei Verwandten oder Bekannten Unterschlupf».

Auf eine tote Person gestossen

Wie die Polizei spätnachts in einer Medienmitteilung bekannt gab, wurde «bei der Durchsuchung der Wohnungen des betroffenen Hauses durch die Einsatzkräfte eine tote Person gefunden». Um wen es sich bei dieser Person handelt, konnte die Polizei nicht sagen, da das Opfer noch nicht abschliessend identifiziert ist. Die Identifikation von Brandopfern ist in der Regel recht schwierig und benötigt eine gewisse Zeit. Dass es sich beim Toten um einen 38-jährigen Mieter handelt, wie ein Boulevardmedium berichtete, liess sich von offizieller Seite nicht bestätigen. Informationen zu diesem Punkt dürfte es frühestens am Montagnachmittag geben.

Eine Frau wurde wegen Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung untersucht, konnte jedoch noch vor Ort wieder aus der medizinischen Betreuung entlassen werden.

Feuer nach über zwei Stunden unter Kontrolle

Offenbar brannte es vor allem in den oberen Stockwerken der Liegenschaft. Die Feuerwehr löschte unter anderem von zwei Drehleitern aus; noch gegen 19.30 Uhr drangen immer wieder Flammen aus dem Dachgeschoss. Um 20 Uhr meldete der Polizeisprecher, die Flammen seien «weitgehend gelöscht».

Der genaue Ort des Brandausbruchs ist unklar. Auch mit der Abklärung der Ursache des Feuers konnte erst im Verlauf der Nacht begonnen werden. Die Kantonspolizei bittet Personen, die in der ersten Phase des Brandes Fotos oder Filme machten, diese an die Adresse info@kapo.zh.ch zu senden; das Material könnte zur Klärung des Falls dienen.

«Die Höhe des Sachschadens kann zurzeit nicht beziffert werden», heisst es in der Polizei-Medienmitteilung weiter. Man gehe jedoch von einer Summe von «mehreren hunderttausend Franken» aus.

Auch ein Notfallseelsorger im Einsatz

Das Ereignis an der Haberweidstrasse erforderte einen Grosseinsatz der Rettungsorgsanisationen. Aufgeboten wurden die Feuerwehren Uster und Volketswil, der Rettungsdienst Regio 144, der Rettungsdienst des Spitals Bülach und ein Notarzt des Spitals Lachen – letztere beiden, weil alle anderen regionalen Rettungsmittel offenbar wegen weiteren Einsätzen besetzt waren. So war es praktisch zeitgleich auf der nahen Oberlandautobahn zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen.

Ferner standen unter anderem die Kantonspolizei sowie Angehörige dreier Kommunalpolizeien im Einsatz. Auch ein Notfallseelsorger war vor Ort.

Wegen des Brandes musste die Haberweidstrasse sowohl für den privaten wie für den öffentlichen Verkehr bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags gesperrt werden.

 

Die Feuerwehr war bis spätabends mit Löscharbeiten beschäftigt. (Handyvideo: Simon Grässle)

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