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Nobelpreis für zwei Schweizer und einen Kanadier

Exoplaneten entdeckt

Nobelpreis für zwei Schweizer und einen Kanadier

Er ist der Ritterschlag für jeden Wissenschaftler: der Nobelpreis. In der Sparte Physik erhielten ihn nun unter anderem Michel Mayor und Didier Queloz für ihre bahnbrechende Entdeckung – die allerdings schon mehr als 20 Jahre zurückliegt.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:35 Uhr Exoplaneten entdeckt
Michel Mayor (Mitte) und Didier Queloz (rechts) erfuhren von ihrer Ehrung während eines Auslandsaufenthaltes.
twitter/@NobelPrize

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr zur Hälfte an Michel Mayor und Didier Queloz von der Universität Genf.
  • Sie hatten den des ersten Exoplaneten entdeckt.
  • Zur anderen Hälfte geht der Preis an James Peebles für Entdeckungen zur physikalischen Kosmologie.

«Diese Entdeckung ist die aufregendste unserer gesamten Karriere, und einen Nobelpreis zu erhalten, ist einfach aussergewöhnlich», werden Michel Mayor und Didier Queloz auf der Internetseite der Universität Genf zitiert. Beide Forscher befinden sich momentan im Ausland.

Mayor und Queloz entdeckten 1995 den ersten Planeten ausserhalb des Sonnensystems, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist. Er trägt den Namen: 51 Pegasi. Sie revolutionierten damit die Astronomie und begründeten das Feld der Exoplanetenforschung.

Seit der Entdeckung von 51 Pegasi sind über 4000 weitere Planeten bei fernen Sternen entdeckt worden. Einige davon sind Gasriesen, wie 51 Pegasi b, andere Gesteinsplaneten wie die Erde.

Blick in die Jugend des Universums

Der Physik-Nobelpreis geht zur anderen Hälfte an den kanadischen Kosmologen James Peebles von der Princeton University, USA. Er habe mit seinen Arbeiten zur physikalischen Kosmologie das theoretische Rahmengerüst gebaut, auf dem sich unsere heutigen Vorstellungen über das Universum, seine Struktur und seine Geschichte vom Urknall bis heute abstützen, hiess es.

Das Urknall-Modell beschreibt, wie das Universum vor fast 14 Milliarden Jahren begann sich auszudehnen. Mit theoretischen Berechnungen habe er der uralten Strahlung aus der Jugend des Universums nachgespürt und neue physikalische Prozesse aufgedeckt, schrieb die Nobelversammlung. 

Die Nobelpreise sind pro Kategorie mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 908'000 Franken) dotiert.

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