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Bäretswiler Alt-Kantonsrätin Annelies Schneider-Schatz ist verstorben

Zum Gedenken

Bäretswiler Alt-Kantonsrätin Annelies Schneider-Schatz ist verstorben

Als erste SVP-Frau schaffte Annelies Schneider-Schatz 1991 die Wahl in den Kantonsrat. Ende August ist die ehemalige Bäretswiler Gemeinderätin im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 10. September 2019, 19:00 Uhr Zum Gedenken
Vier Monate nach ihrem 70. Geburtstag ist Annelies Schneider-Schatz im Pflegeheim Zürcher Oberland ihrer Krankheit erlegen.
PD

Am 5. September wurde Annelies Schneider-Schatz mit einer schlichten Trauerfeier, so wie sie es sich gewünscht hatte, in der Kirche Bäretswil verabschiedet. Ende August ist sie vier Monate nach ihrem 70. Geburtstag, nach schwerer Krankheit, in einem Pflegeheim im Zürcher Oberland verstorben.

Annelies Schneider gehörte zu den engagierteren Persönlichkeiten in der Region. 1991 schaffte sie für den Bezirk Hinwil als erste SVP-Frau, sowie als erste Bürgerliche, die Wahl in den Kantonsrat, dem sie während fast 16 Jahren angehörte. Zuvor war sie schon als Gemeinderätin in Bäretswil tätig. Während vielen Jahren gehörte sie dem Bezirksrat Hinwil und während der Revision der Kantonsverfassung dem Verfassungsrat des Kantons Zürich an.

Mit mehreren Schicksalsschlägen konfrontiert

Annelies Schneider-Schatz wurde schon in jungen Jahren immer wieder mit menschlichen Schicksalsschlägen konfrontiert. Sei es mit dem zu frühen Verlust von engen Familienangehörigen und dabei besonders dem viel zu frühen Tod ihres Ehemannes und Vaters ihrer damals neugeborenen Tochter.

Als ob diese Schicksalsschläge nicht schon genug gewesen wären, wurde auch sie selber vor einigen Jahren von einer heimtückischen Krankheit erfasst. Wer mit ihr im Kontakt stand, konnte erleben, wie Annelies Schneider durch ihre positive und kämpferische Lebenseinstellung eine ungeahnte Lebenskraft entwickelte. So bezeichnete sie ihren Gesundheitszustand als ständiges Auf und Ab. Ihre Zuversicht, die sie noch im Mai dieses Jahres ausgestrahlt hatte, sollte sich aber leider nicht länger bestätigen und so verlor sie nun ihren allerletzten Kampf.

Ihr Leben war geprägt von einem selbstlosen, riesigen Einsatz für die Öffentlichkeit. So engagierte sie sich in verschiedensten Funktionen und Aufgaben für die Landfrauen, war tätig für Behindertenorganisationen und engagiert im Verein Zusammenschluss Oberlandautobahn.

Bis zuletzt war sie Präsidentin des Hauseigentümer-Verbandes Wetzikon und Umgebung, dessen Generalversammlung sie am 9. Mai noch leitete. Eine Aufzählung aller ihrer Engagements könnte fast endlos sein und wäre auch dann immer noch unvollständig. Ihre Einsätze für die Öffentlichkeit waren für Annelies Schneider trotz den dort auch immer wieder erlebten Rückschlägen gemäss ihren eigenen Äusserungen eigentliche Kraftquellen.

Wer mit Annelies Schneider zu tun hatte, wurde sicher auch einmal nach einem Gespräch mit einem Anliegen verabschiedet mit den Worten «Darf ich dir noch etwas mit auf den Weg geben». Mit auf diesem weiteren Weg begleitet uns auch die dankbare Erinnerung an ihre Loyalität, Zuverlässigkeit und Gradlinigkeit.


(Hans-Heinrich Heusser, alt Kantonsrat, Seegräben)

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