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«Klimaschwänzende Schüler»: Regierungsrat kann keine Zahlen liefern

Antwort auf Anfrage von Baumer Kantonsrat

«Klimaschwänzende Schüler»: Regierungsrat kann keine Zahlen liefern

Der Baumer Kantonsrat Paul von Euw (SVP) wollte wissen, wie viele Schüler anlässlich diverser Klimastreiks im Frühling «schwänzten». Der Kanton erhebe Absenzen nicht zentral, antwortete der Regierungsrat.

Redaktion
Züriost
Montag, 09. September 2019, 14:58 Uhr Antwort auf Anfrage von Baumer Kantonsrat
Im Frühjahr fanden auch im Kanton Zürich diverse Klimastreiks statt.
Quelle: Facebook

Der Regierungsrat kann nicht beantworten, wie viele Schüler sich an diversen Klimastreiks im Frühjahr beteiligt haben. Das geht aus seiner Antwort auf die Anfrage des Baumer Kantonsrats Paul von Euw (SVP) hervor. Dieser wollte zusammen mit zwei Ratskollegen wissen, wie viele Schüler «jeweils klimaschwänzen» (wir berichteten).

Der Kanton erhebe Umfang und Gründe für Absenzen von Schülern nicht zentral, da der Vollzug dieser Regelungen in der Zuständigkeit der einzelnen Schulen liege. Es sei aber davon auszugehen, dass vor allem Mittelschüler am Streik teilgenommen haben, schreibt die Zürcher Regierung.

Die Schulleitung ist zuständig

Von Euw wollte zudem wissen, ob die Schulen aufgrund der Klimastreiks den Unterricht umgestellt haben. Und welche Möglichkeiten die Schulen zum Kompensieren etablierten. Auch hierzu kann die Regierung keine konkreten Aussagen machen: Beides liege in der Kompetenz der Schulleitung. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt habe dazu keine Angaben.

Grundsätzlich gehöre es aber zum pädagogischen Auftrag der Mittelschulen, «eine fachlich-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema des Klimawandels zu führen als auch Fragen zur politischen Bildung zu thematisieren», heisst es weiter in der Antwort.

Die Frage nach der Rechtsgrundlage einer allfälligen Toleranz «Schwänzern» gegenüber, beantwortet die Regierung mit dem Verweis auf das Disziplinarreglement der Mittelschulen. Dort ist aufgelistet, was als Entschuldigungsgrund gilt: Zum Beispiel Krankheit, Unfall und hohe Feiertage. Zudem «andere von der Schulleitung im Einzelfall anerkannte, besondere Umstände.»

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