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Ein Blick hinter die Kulissen

Auf dem Zeughausareal Uster

Ein Blick hinter die Kulissen

Am Samstagnachmittag fand der «Tag der offenen Tür» auf dem Zeughausareal in Uster statt. Während dieses Gebiet in einigen Jahren das neue Ustermer Kulturzentrum beiheimaten soll, wird es vorerst noch zwischengenutzt. Unser Fotograf war vor Ort.

Redaktion
Züriost
Samstag, 24. August 2019, 17:34 Uhr Auf dem Zeughausareal Uster
Mano Reichling

Das Zeughausareal ist Usters Entwicklungsgebiet schlechthin: In einigen Jahren soll es ein neues Ustermer Kulturzentrum beheimaten, bis dahin wird es zwischengenutzt. Die Frage eben dieser Zwischennutzung war zuletzt von Misstönen begleitet: Als bekannt wurde, dass die Stadt die Mietzinse auf dem Areal erhöhen wird, reagierte ein Teil der Mieterschaft verunsichert. Der Zirkus Filacro gab gar bekannt, dass er das Zelt im Sommer 2020 abbauen wird – nach elf Jahren der Präsenz in Uster. Auch wie es mit dem Unteroffiziersverein, der auf dem Areal mit einem Museum zugegen ist, sowie dem Buchdruckmuseum Graphos konkret weitergehen wird, ist noch unklar. Zurzeit beantwortet der Stadtrat ein Postulat zum Thema.

Unter diesen Vorzeichen und begleitet von einem Street-Food-Festival ging am Samstagnachmittag der «Tag der offenen Tür» auf dem Zeughausareal über die Bühne. Der Zirkus Filacro lud ebenso zum Blick hinter die Kulissen wie das Museum Graphos, das sich zurzeit noch in Mietzinsverhandlungen mit der Stadt befindet. Auch die vielfältigen Ateliers wurden von den vielen Besucherinnen und Besuchern besucht. Man kam ins Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern und konnte so einen Blick über ihre Tätigkeiten nehmen.

Von der politischen Situation war wenig zu spüren. «Wir feiern heute, über die Politik können wir später wieder diskutieren», sagte Martin Henzi, Leiter von Filacro, «das sind wir dem Publikum verpflichtet.» Eher positiv sieht auch der Vizepräsident von Graphos, Martin Camponovo, in die Zukunft: «Wir hoffen, dass wir uns mit der Stadt einigen können und weitere vier Jahre hier auf dem Areal bleiben können, natürlich auch gerne länger.» Der Mietpreis sei künftig doppelt so hoch wie jetzt, aber ein ähnlich grosses Areal zu finden sei beinahe unmöglich, ergänzte er. Neu werden Vierjahresverträge ausgehandelt.

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