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Zürcher Bauern unterstützen Marionna Schlatter nicht

Hinwiler Ständeratskandidatin

Zürcher Bauern unterstützen Marionna Schlatter nicht

Der Zürcher Bauernverband hat entschieden, wen er im Ständeratswahlkampf unterstützt. Die Grüne Marionna Schlatter geht leer aus.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 08. August 2019, 10:30 Uhr Hinwiler Ständeratskandidatin
Hat den Zürcher Bauernverband vergeblich um Unterstützung im Ständeratswahlkampf gebeten: die Grüne Marionna Schlatter.
Archivbild: Nicolas Zonvi

Sie war nicht die Einzige, die bei den Zürcher Bauern angeklopft und um Unterstützung im Zürcher Ständeratswahlkampf gebeten hatte: Doch die Grüne Marionna Schlatter bekam als einzige die Unterstützung des Zürcher Bauernverbandes (ZBV) nicht. Während SVP-Kandidat Roger Köppel und Ruedi Noser von der FDP den Verband mit Sitz in Dübendorf mit ihren politischen Positionen überzeugen konnten, gelang dies der Hinwilerin Schlatter nicht.

«Eine Untersützung ist daher für den Zürcher Bauernverband ausgeschlossen.»

Der ZBV über Marionna Schlatter (Grüne)

Ihre Unterstützung für diverse Initiativen – so zum Beispiel für die Trinkwasserinitiative, die den Einsatz von Pestiziden drastisch reduzieren will – stehe «im direkten Widerspruch» zur Haltung des ZBV, schreibt dieser in einer Mitteilung. «Eine Untersützung ist daher für den Zürcher Bauernverband ausgeschlossen.»

Klima-Diskussionen mit Köppel

Mit Köppel von der SVP habe man «instensiv» über das Thema Klimawandel diskutiert, schreibt der ZBV weiter. Man sei sich einig gewesen, «dass die Veränderungen feststellbar sind und es gut durchdachte und realistisch umsetzbare Massnahmen dagegen braucht». Diese Aussage erstaunt, zumal Köppel auch schon in Frage gestellt hat, dass der Mensch Verursacher des Klimawandels sei.

«Es sind deutliche Übereinstimmungen mit dem ZBV feststellbar.»

Der ZBV über Ruedi Noser (FDP)

Die Unterstützung von FDP-Kandidat Noser scheint bei den Zürcher Bauern am wenigsten umstritten gewesen zu sein: Der ZBV schreibt, er habe sich persönlich für das Thema Milch engagiert und stehe für eine «produzierende und unternehmerische Landwirtschaft» ein. «Es sind deutliche Übereinstimmungen mit dem ZBV feststellbar.»

Der Vorstand des ZBV hat deshalb entschieden, die beiden bürgerlichen Männer für die Wahl in den Ständerat zu empfehlen. Der amtierende und wieder kandidierende SP-Ständerat Daniel Jositsch hatte den Verband gar nicht erst um eine Unterstützung angefragt.

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Der Bauernverband hat Klimaveränderungen festgestellt und sich intensiv mit Herr Köppel unterhalten! Genau dieser Herr Köppel tingelt in alle Gemeinden im Kanton Zürich und verhöhnt die Jugend, die sich um ihre Zukunft Sorgen machen. Jetzt unterstützt der Bauernverband diesen Herrn der verkündet, dass der Klimawandel eine Hysterie sei und schon immer gegeben habe! Genau gestern hat der Weltklimarat einen Sonderbericht veröffentlicht, der ein düsteres Bild über die Weltweite Landwirtschaft zeichnet. Dem Verband missfällt, dass Frau Schlatter die Trinkwasserinitiative unterstützt und genau das trinkbare Wasser gehört dazu für eine Zukunft.