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Feuerwehr verbrennt in Riedikon teures Holz

Ustermer Stadtrat bewilligt Kredit

Feuerwehr verbrennt in Riedikon teures Holz

Im Ausbildungszentrum Riedikon trainieren Feuerwehrleute, wie sie Brände schnell löschen können. Dafür braucht es echtes Feuer. Verbrannt werden auch in den kommenden zwei Jahren neue Holzpaletten.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 08. August 2019, 16:27 Uhr Ustermer Stadtrat bewilligt Kredit

Das Ausbildungszentrum Riedikon darf für die kommenden zwei Jahre 28‘000 Holzpaletten kaufen – um diese dann gleich wieder zu verbrennen. Der Ustermer Stadtrat hat einen entsprechenden Kredit in der Höhe von rund 181‘000 Franken bewilligt, wie er in einer Mitteilung schreibt.

«Die Feuerwehren, die bei uns trainieren, brauchen die Paletten für die Realbrand-Ausbildung», sagt Sascha Zollinger, Leiter der Leistungsgruppe Bevölkerungsschutz der Stadt Uster auf Anfrage. Ohne richtiges Feuer keine richtige Feuerwehrübung. Schon seit einigen Jahren kauft man in Riedikon neues Holz zum Verfeuern. Die Zahl der benötigten Paletten sei jetzt leicht angestiegen, weil immer mehr Feuerwehren im Ustermer Ausbildungszentrum trainierten, so Zollinger.

«Die Feuerwehren, die bei uns trainieren, brauchen die Paletten für die Realbrand-Ausbildung.»

Sascha Zollinger, Leistungsgruppenleiter Bevölkerungsschutz

Ein Palett kostet rund Fr. 6.50. Viel Geld für Brennholz. Die städtische Feuerwehr verbrennt laut Zollinger für sich selbst aber nur etwa 10 Prozent der Paletten, die man von einer Einsiedler Firma einkauft. Die Feuerwehren anderer Gemeinden, die im Ausbildungszentrum trainieren, müssen für das Verbrauchsmaterial bezahlen. Einen Grossteil des Kredits für die nächsten zwei Jahre wird so also wieder reingeholt.

Luftschutz durch neue Paletten

Bis vor einigen Jahren wurden in Riedikon noch gebrauchte Paletten verbrannt. Doch der Kanton hat dies verboten. «Aufgrund der Luftreinhalteverordnung dürfen wir nur sauberes Holz verbrennen», sagt Zollinger. Das Brennholz darf weder verunreinigt noch behandelt sein, sonst würde es die Luft in Riedikon zu stark verschmutzen.

Die Stadt wünschte sich damals, auch weiterhin gebrauchte Paletten verfeuern zu können. «Aber Gesetze sind Gesetze, und es gilt diese einzuhalten», hatte der Chef der Ustermer Sicherheitsabteilung, Jörg Ganster, 2014 gesagt. Der Ärger der städtischen Verantwortlichen scheint mittlerweile verflogen.

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