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Das Liebesglück zerbrach wegen der Hunde

Volketswilerin in TV-Show

Das Liebesglück zerbrach wegen der Hunde

Die Volketswilerin Stefanie wollte in der Sendung «Bauer, ledig, sucht...» auf «3+» die grosse Liebe finden. Die Beziehung zu Cowboy Roger fand aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur Tierhaltung aber ein jähes Ende.

Kevin
Weber
Freitag, 02. August 2019, 08:18 Uhr Volketswilerin in TV-Show

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Volketswilerin Stefanie nahm an der Sendung «Bauer, ledig, sucht...» teil 
  • Der Weinbauer Roger lud die 32-Jährige für eine Woche auf seinen Hof ein
  • Nach einigen Tagen standen die beiden jedoch vor einem tierischen Problem

 

Eigentlich waren die Voraussetzungen zwischen der Volketswilerin Stefanie und dem Weinbauer, Bestatter und Cowboy Roger gegeben. Beide sind grosse Pferde-Fans und reiten leidenschaftlich gerne. Ebenfalls sind sie in der Schweizer Westernszene unterwegs, wodurch sie gemeinsame Bekannte haben.

Die Gemeinsamkeiten zeigten sich auch im ersten Aufeinandertreffen in der ersten Folge der Kuppelsshow «Bauer, ledig, sucht…» auf «3+». Stefanie und der Cowboy verstanden sich auf Anhieb. Nachdem sich die Volketswilerin dann auch noch im Bullenreiten gegen ihre Konkurrentin durchsetzen konnte, wurde sie vom Weinbauer zur Hofwoche nach Baselland eingeladen.

Begrüssung auf dem Pferd

Die zweite Episode begann wiederum passend für zwei Pferdeliebhaber: Zur Begrüssung ritten sich Stefanie und Roger auf einem Landweg entgegen, für die Volketswilerin gab es zudem einen kleinen Blumenstrauss.

Romantik pur: Stefanie und Roger reiten sich zur Begrüssung auf einem Landweg entgegen.

Bei der Ankunft auf Rogers Hof mitten im Dorf, störte sich die 32-jährige Volketswilerin jedoch an der Tierhaltung des Baselbieters. Dieser hält seine Pferde in Innenboxen mit einem Laufhof, wo sich die Tiere den Tag über aufhalten. Zudem besitzt er in unmittelbarer Nähe zwei Weiden für den Auslauf der Pferde. Für Stefanie, die ihr Tier auf einem Hof am Greifensee mit grossem Auslauf hält, ein erstes Problem. 

Doch nicht ganz die gleichen Interessen

Am zweiten Tag folgten ein längerer Ausritt und eine Übernachtung im Chalet mit Ausblick in die Berge. Die beiden schienen sich bestens zu verstehen. Beim Abendessen folgte aber das erste längere und ernste Gespräch über die Zukunft. Da zeigte sich, die beiden verfolgen doch nicht ganz die gleichen Interessen.

Stefanie möchte lieber ein Leben auf einem grösseren Hof in der Natur. Mit dem Leben auf Roger's Hof mitten im Dorf und ohne grosse Auslaufmöglichkeit für die Pferde, hätte sie grosse Mühe, so die Volketswilerin. Auch eine Mithilfe im Bestattungsunternehmen von Roger kam für sie nicht in Frage. Der Baselbieter dagegen schätzt es, mit der ganzen Familie unter einem Dach zu leben und hofft, dass seine Zukünftige in seiner Firma kräftig mit anpackt.

Beim klärenden Gespräch merken die beiden, dass sie doch ganz verschiedene Interessen verfolgen. Foto: PD

Die Hunde bedeuteten das Ende

In der gestrigen Folge von «Bauer, ledig, sucht…» zeigte sich dann, dass es auch für Cowboy Roger plötzlich nicht mehr stimmte. Beim Thema Hunde schieden sich die Geister der beiden. Stefanie wollte dem Cowboy ihre beiden Vierbeiner vorstellen, doch für Roger sind Hunde kein Thema. «Bei der Stubete versuchte ich mich zusammenzureissen, hatte aber Mühe, als mich dein Hund ablecken wollte», sagte der Weinbauer. Er habe Tiere sehr gerne, sei aber froh, dass er seine Pferde im Stall halten könne. In den eigenen vier Wänden sei er dagegen sehr «pingelig» und habe mit Staub und Haaren grosse Mühe.

Für Stefanie war die Sache damit erledigt. «Wenn die Hunde für dich ein solch grosses Problem sind, ist das für mich ein Killerargument.» Sie sei nicht gewillt, ihre Tiere für eine Partnerschaft aufzugeben, so die Volketswilerin. In der Folge zog sie aus und die Hofwoche war bereits zu Ende.

Da war es vorbei. Stefanie und ihr Pferd verlassen den Hof von Cowboy Roger. Foto: PD

Im Interview spricht Stefanie über ihre Hofwoche in Basel:

Sie haben den Hof von Roger nach nur wenigen Tagen verlassen. Schnell stellte sich heraus: Er mag keine Hunde, Sie haben Probleme mit seiner Tierhaltung. Klärt man solche Sachen nicht im Voraus ab?
Stefanie: Ich habe in der Bewerbung geschrieben, dass ich zwei Hunde besitze. Einen davon habe ich sogar bei der «Stubete» dabei gehabt, als wir uns kennenlernten. Deshalb überraschte mich seine Reaktion.

Waren die Hunde Ihrer Meinung nach nur ein Vorwand?
Ich will Roger nichts vorwerfen, aber ich kann es mir vorstellen. Wie gesagt, habe ich ihm von Anfang an von meinen Hunden erzählt. Wir haben aber allgemein nicht harmoniert.

Roger hat ein Bestattungsunternehmen. Beim Kennenlernen sagten Sie noch, dass Sie gerne im Unternehmen mithelfen würden. In der Hofwoche hörte sich das dann etwas anders an. Haben sie beim Kennenlernen gelogen?
Dabei hatte ich mich auf die Mithilfe in der Administration oder den Fahrdienst bezogen. Nicht aber, wie von ihm später gewünscht, auf das Präparieren von Toten. So etwas kann ich mir nicht vorstellen und will ich nicht tun.

Sie und Roger sind in der Schweizer Westernszene aktiv. Wieso brauchte es dann die TV-Show, um aufeinander zuzugehen?
Ich kannte Roger nicht vorab, sondern lediglich seinen Namen. Wir wollten uns einmal treffen, waren aber nie am gleichen Ort. Die TV-Show bot deshalb eine gute Chance, um sich kennenzulernen.

Ihre Hofwoche begann rasant und endete abrupt. Sind Sie enttäuscht, wie das Ganze abgelaufen ist?
Klar machte ich mir Hoffnungen. Aber es war richtig, dass ich den Hof verlassen habe. Ich hätte mir von Roger mehr Offenheit gewünscht. Trotzdem war es eine gute Erfahrung. (kev)

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