×

Die Spielversager-Mutter

Züriost-Blog

Die Spielversager-Mutter

Redaktion
Züriost
Sonntag, 21. Juli 2019, 10:02 Uhr Züriost-Blog

Was man an einem Samstagabend so macht, bevor um 21 Uhr endlich Happy Hour ist (also die Kinder schlafend im Bett):

Hier gehts zu allen Züriost-Blogs >>

- Mami, spillsch mit mir Füürwehr?

- Äh...okay. Ich lese das nachher fertig.

- Dasch lieb, Mami, ich würd zwar lieber mit em Papi spille, aber de hett nonig fertig abgwäsche.


- Oh. Aha. Chan de Papi das denn besser?


- Ja, Mami. D'Oma und dini Schwöschtere chönd au besser Füürwehr spille wie du. Aber macht nüt, ich säg der eifach, was du muesch mache!


 - Mhhh, okay. Fangemer aa?


- Also Mami, du wärsch bime Autounfall iklemmt worde und hettsch öppis am Bei. Da ufem Sofa wärsch. Und würsch mir alüüte. 


- Guet. Riiing, riing, grüezi Füürwehr, da isch Maissen. Sie, ich bin im Auto iklemmt, ich han Schmerze im Bei, bitte helfed Sie mir!


- Nei, Mami, ich bin ja nonig emal i de Zentrale. So ghör ich s'Telefon nöd. Ich gang mal zu dem Stuehl da. So.


- Aso...Riing, Grüezi, da isch Maissen. Sie, ich bin im Auto iklemmt, ich han Schmerze, bitte helfed Sie mir!


- Ja, isch guet. Aber... wüssed Sie, mir hend i de Leitstell leider au no es chlises Füür, won ich zerscht mues lösche. Kei Angst, es gaht schnell!


- Nei, Sie, bitte, mis Bei isch iklemmt, chömed Sie schnell, oder schicked Sie doch öpper ander!

- Nei, Mami, jetzt wart doch. Tschschsch, tschtschsch. So, jetzt hemmers glöscht, jetzt chömemer!


- Gott sei Dank sind Sie da! Sie, ich han ebe s Bei iikl... 


- Mami, das hesch doch scho gseit, das nervt, bis mal ruhig. So, ich nimm de Bolzeschniider use. En Spezial, de isch sehr gross. RrRrrrrrrrrrrrrr...


- Uaaaa! Achtung, Sie schniided mir ja is Bei, das tuet sowieso scho weh, nöd so nöch bitte mitem Bolzeschniider!


- Haha, Sie müend doch vor dem kei Angst ha, das isch ganz en alte und gar nüme scharf! De hett ja sogar scho Roscht dra!


- Aber... aso... isch ja gliich. Bini gli dusse?


- Ja, ich han s'Bei befreit.


- Aber ich han no soo Schmerze! Chönd Sie mal luege, Füürwehrlüüt sind doch au als Sanitäter usbildet!


- Ja, das stimmt, mir sind die bessere Sanitäter. Aber… Nei, a dem Bei isch nüt passiert.


- Aber... es isch iklemmt gsi. Es tuet weh! Hilfe!


- Guet... Prinzessin Finöggeli, oder was? Ich hole s'Algifor… So. Das tüemer jetzt druf und guet isch.


- Danke villmal. Danke! Sie sind en guete Füürwehrma.


- Merci, Mami. Aber du bisch chli es komisches Opfer… Schad, de Papi isch immer nonig fertig. Mami, spillemer no Kondukteur?

Isabelle Maissen fragt nicht, ob sich Beruf und Familie vereinen lassen. Sie packt einfach alles ins Leben, was ihr wichtig scheint: Den abenteuerlichen Alltag mit zwei Schulkindern, einen Job, der jeden Tag anders daherkommt und viel Auslauf in Form von sportlicher Betätigung. Manchmal liegt auch etwas Schlaf drin. Der Ehemann «hilft» nicht im Haushalt, sondern erledigt genauso selbstverständlich seine Hälfte, wie sie ihre Hälfte zum Einkommen beiträgt. Die Ehe funktioniert trotzdem und die Kinder wirken soweit unbeschädigt.

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Ich wollte mich beim ZO blindbewerben, weil ich gerne schreibe, aber mit Sek B? Dann habe ich erstaunlicherweise einen Blog abgedruckt gesehen "Ich habe gelogen" und dachte, versuchen kann ich es ja? Jetzt habe ich diesen Blog abgedruckt gesehen und kam zur Überzeugung, zwar sehr leicht verdientes Geld, aber keine Chance, ich bin überqualifiziert!