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SP-Gemeinderat will Abbruch von Dübendorfer Rinoldihaus verhindern

Motion soll es richten

SP-Gemeinderat will Abbruch von Dübendorfer Rinoldihaus verhindern

Das alte Rinoldihaus auf dem Leepüntareal in Dübendorf ist einer geplanten Überbauung im Weg. SP-Gemeinderat Theo Zobrist ist der Meinung, dass der Stadtrat den Abriss nicht verfügen darf. Der Entscheid gehöre in die Hände des Parlaments.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 09. Juli 2019, 08:28 Uhr Motion soll es richten

Gemeinderat Theo Zobrist (SP) wehrt sich gegen den Abbruch des in die Jahre gekommene Rinoldihauses. Denn der Stadtrat plant neben dem Stadthaus eine Überbauung, und dafür würde das Gebäude früher oder später weichen müssen. Die übrigen, zum teil stark baufälligen Häuser auf dem Leepüntareal wurden bereits vor Jahren abgerissen.

Zobrist will nun mit einer Motion erreichen, dass nicht der Stadtrat, sondern das Parlament über das weitere Schicksal des Gebäudes an der Usterstrasse 10 entscheidet. In der Begründung rechnet er vor, dass die Kosten für den Abbruch der Liegenschaft inklusive Terrainbereinigung und «Wertvernichtung» die Finanzkompetenz der Exekutive überschreite. Diese beträgt für einmalige Ausgaben maximal 300'000 Franken. Wenn der Stadtrat das Gebäude dereinst abbrechen wolle, müsse er dem Gemeinderat einen begründeten Antrag unterbreiten, so Zobrist.

Würde das Haus abgerissen, entstünde im Stadtzentrum eine noch grössere Leere, schreibt Zobrist. Im Übrigen sei es das einzige noch erhalten städtische Gebäude aus dem letzten Jahrhundert in Dübendorf. Aktuell befindet sich im Rinoldihaus der soziale Mittagstisch Subito, ausserdem finden im Märtkafi regelmässig Konzerte statt.

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in diesem sehr alten Haus habe ich meine Lehre absolviert. Dass das Haus nun plötzlich Rinoldi-Haus genannt wird ist für mich völlig neu. Ich kannte zwar Rinoldi persönlich - ich habe ihm auch Engagements vermittelt - und er bot gute Unterhaltun 1954 als ich meine Lehre bei der CONTINENTAL in Dübendorf abschloss. Unglaublich ist einmal mehr eine SP-Fordetrung, dieses Haus mitten in Dübendorf zu erhalten.
Die Gegend ist attraktiv und braucht neue Gebäude um ein schönes Stadtbild - ein kleines Zentrum - entstehen zu lassen. Also vergessen wir die blöde Bezeichnung RINOLDOI-Haus und sprechen vom Ex-Conti-Haus. Ich erinnere mich noch an die Zeit wo einige linke das alte Schoch-Haus in Keramikhaus umbenannt haben.