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So wird der Pfauenkreisel während den Sommerferien umfahren

Vollsperrung in Rüti

So wird der Pfauenkreisel während den Sommerferien umfahren

Der Pfauenkreisel in Rüti wird derzeit saniert. Nach der Erneuerung der Kanalisation und der Werkleitungen startet demnächst die zweite Bauphase. Dazu muss der Kreisel vollständig gesperrt werden. Kanton und Gemeinde beantworten die wichtigsten Fragen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 07. Juli 2019, 17:43 Uhr Vollsperrung in Rüti
Der Pfauenkreisel im Zentrum Rütis wird während den Sommerferien saniert. Dazu muss er vollgesperrt werden.
Archiv: Nicolas Zonvi

Der Pfauenkreisel im Zentrum Rütis muss während den Sommerferien für den Verkehr vollständig gesperrt werden. Er wird aus Gründen der Verkehrs- und Arbeitssicherheit saniert, wie die Zürcher Baudirektion bereits im Februar mitteilte. Nun informieren Kanton und die Gemeinde  über das Verkehrskonzept. 

Aktuell laufen noch die Arbeiten für die Erneuerung der Kanalisation und der Werkleitungen der Gemeinde Rüti. Diese kämen gut voran, so dass ab Mitte Juni mit den Vorarbeiten für die Kreiselinstandsetzung begonnen werden könnten, heisst es in der Mitteilung.

Im Gegenverkehr

Die Vollsperrung beginnt am Montag, 15. Juli, um 5 Uhr, und dauert bis Montag, 19. August, um 5 Uhr. Ein Teil der Bauarbeiten sei vom Wetter abhängig. Bei länger andauernder Nässe könne sich die Sperrzeit entsprechend verlängern. Die Sperrung gilt für den motorisierten Durchgangs-, Anwohner-, Anliefer- und Zubringerverkehr und Velofahrer. Entsprechende Umleitungen sind signalisiert.

Die Verkehrsumleitung vom Rütner Härtiplatz in Richtung Rapperswil erfolgt im Gegenverkehr über die Ferrach- und Breitenhofstrasse. Nach Bubikon gelangt man durch Tann über die Haupt- und Rütistrasse und schliesslich via Südumfahrung und Oberlandautobahn.

Grafik: Dominik Gut

Der Fussgängerstreifen oberhalb der Einfahrt Bandwies in die Breitenhofstrasse und an der Ferrachstrasse Nummer 1 wird aufgehoben.

Öffentlicher Verkehr

Die Linie 880 wird bei der Haltestelle «Rüti, Rekrutierungszentrum» vorzeitig gewendet. Die Haltestellen «Rüti, Jonamarkt» und «Rüti, Bahnhof» können nicht bedient werden. Die Linien 885 und 888 sind ebenso betroffen und werden umgeleitet. Die Haltestellen «Rüti, Jonamarkt» und «Rüti, Unterwiesstrasse» werden verschoben. Der Online-Fahrplan wird entsprechend angepasst. Es wird gebeten, die Informationen an den betroffenen Haltestellen, in den Bussen und auf Webseite des Zürcher Verkehrsverbunds zu beachten. 

Während der gesamten Bauzeit sind die Fussgängerverbindungen sowie die Zufahrt zu den von der Baustelle betroffenen Liegenschaften gewährleistet. Die Busse der VZO werden während der Vollsperrung ebenfalls umgeleitet.

Das Linksabbiegen von folgenden Strassen wird verboten:

  • Breitenhofstrasse in die Bandwiesstrasse.
  • Bandwiesstrasse in die Breitenhofstrasse (ausgenommen ÖV).
  • Breitenhofstrasse in das Parkhaus Coop und das Linksabbiegen aus dem Parkhaus.
  • Das Rechtsabbiegen aus dem Parkhaus Migros wird aufgehoben.
  • Das Linksabbiegeverbot aus der Werner Weberstrasse in die Dorfstrasse wird aufgehoben und das Rechtsabbiegen verboten.
Grafik: Dominik Gut

Die Baudirektion hat die aus ihrer Sicht acht wichtigsten Fragen zur Baustelle in der Mitteilung gleich selbst gestellt und beantwortet: 

Weshalb muss der Kreisel saniert werden?
Der Oberbau beim Kreisel Pfauenplatz ist in einem schlechten Zustand. Um die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer auch in Zukunft zu gewährleisten, muss der gesamte Kreisel instandgesetzt werden.

Weshalb wird der Kreisel mit einer Betonfahrbahn versehen?
In Kreiseln treten hohe und stets in derselben Richtung wirkende Schubbelastungen auf. Auch die Ein- und Ausfahrten des Kreisels leiden unter den Beanspruchungen, die sich aus Brems- und Beschleunigungskräften von schweren Fahrzeugen ergeben. Das Resultat sind Belagsverformungen und Risse. Betonkreisel verfügen im Vergleich zu Asphaltkreiseln über eine bedeutend längere Nutzungsdauer (40 bis 50 Jahre). Die 15 bis 20 Prozent höheren Erstellungskosten amortisieren sich über die längere Lebensdauer bei weitem. Der Kanton Zürich spart dank dieser Bauweise rund 2,5 Millionen Franken pro Jahr.

Weshalb eine Vollsperrung und nicht ein Lichtsignal?
Bei einer Teilsperrung würden die Bauarbeiten und die damit verbundenen Verkehrseinschränkungen dreimal so lange dauern. Zudem ist das Verkehrsaufkommen während den Schulsommerferien um rund 15 bis 20 Prozent geringer, was die Staugefahr reduziert. Mit der Vollsperrung kann ein klares und dauerhaftes Verkehrskonzept eingerichtet werden, was bei einer Teilsperrung nicht möglich wäre.

Weshalb wird nicht an sieben Tagen pro Woche sowie Tag und Nacht gearbeitet?
Der Kreisel befindet sich mitten im Wohngebiet und die Bauarbeiten sind teilweise lärmintensiv. Damit die Anwohnenden nicht dauerhaft vom Baulärm beschallt werden, wird nur werktags von 7 bis 17 Uhr, teilweise auch bis 20 Uhr gearbeitet. Sollte der Endtermin durch schlechtes Wetter oder andere unvorhergesehene Umstände gefährdet sein, würde die Verlängerung der Arbeitszeiten in Betracht gezogen.

Weshalb wird der gesamte Verkehr über die Breitenhofstrasse umgeleitet?
Es wird nicht der gesamte Verkehr, sondern nur der lokale Verkehr durch das Dorfzentrum umgeleitet. Der Verkehr Richtung Wald wird bereits auf der Autobahn umgeleitet.

Weshalb wird die Schönegg- und Bauhofstrasse nicht in die Umleitung einbezogen?
Der Kanton leitet den Verkehr wenn immer möglich über Kantonsstrassen um. Zudem eignen sich die Schönegg- und die Bauhofstrasse nicht für eine Umleitung (geringe Strassenbreite, keine Trottoirs, viele Ausfahrten). Zudem wir den Blaulichtorganisationen über diese beiden Strassen eine staufreie Verbindung in das Dorfzentrum ermöglicht.

Wer garantiert, dass es im Dorfzentrum nicht zu Staus kommt?
Niemand. Staus im Dorfzentrum sind insbesondere in den Stosszeiten nicht zu vermeiden. Es empfiehlt sich deshalb, mit längeren Reisezeiten zu rechnen.

Wer unternimmt etwas gegen den Schleichverkehr?
Wenn ein solcher im Übermass entstehen sollte, wird der Kanton zusammen mit der Gemeinde Rüti entsprechende Massnahmen prüfen.

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