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Ju-Air-Chef Kurt Waldmeier tritt ab

Dübendorf

Ju-Air-Chef Kurt Waldmeier tritt ab

Kurt Waldmeier gibt die operative Leitung der Ju-Air ab. Das Dübendorfer Unternehmen wird sich künftig auf den Flugbetrieb ihrer drei historischen Ju-52 konzentrieren. Zudem wird der Wartungsbetrieb geschlossen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 05. Juli 2019, 13:44 Uhr Dübendorf

Die Ju-Air stellt sich neu auf: Parallel zur Grundüberholung ihrer drei historischen Ju-52 unterzieht die Dübendorfer Ju-Air auch ihre Organisation einer kompletten Erneuerung.

Die Fluggesellschaft werde sich künftig auf den Flugbetrieb als Kerngeschäft konzentrieren, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die neue Organisation wird aus den vier Bereichen Operation, Ausbildung und Sicherheit, Bodendienste und Administration bestehen. 

Der eigene Wartungsbetrieb, der bisher für laufenden Unterhalt, Reparaturen und Überholungen zuständig war, wird aufgelöst. Die technische Betreuung der historischen Flugzeuge werde an die ebenfalls in Dübendorf ansässige Junkers Flugzeugwerke AG übergeben, welche auch die bereits laufende Grundüberholung der drei Ju-52 verantwortet. Die Junkers Flugzeugwerke werden zudem die Ingenieure und Mitarbeitenden des Wartungsbetriebs der Ju-Air übernehmen.

Auch die laufende Motorenwartung werde künftig durch die Junkers Flugzeugwerke durchgeführt. Für Grundüberholungen werden die Motoren an einen externen Spezialbetrieb übergeben. Dieser werde im Rahmen der Beschaffung der für die Ju-Air neuen Motoren bestimmt, schreibt das Unternehmen. 

Verjüngung im Management 

Auch in der operativen Führung der Ju-Air wird sich eine Änderung ergeben. Im Laufe der Reorganisation sucht sich die Ju-Air einen neuen Leiter. Mitbegründer Kurt Waldmeier wird seine operativen Aufgaben als CEO im Zuge der Reorganisation abgeben, steht der Ju-Air aber für strategische Fragen weiter zur Verfügung.

Die Verjüngung der Führung der Ju-Air sei bereits vor dem tragischen Unfall vom vergangenen 4. August begonnen worden, schreibt das Unternehmen. Sie werde nun im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Flugbetriebs im Frühling 2021 weitergeführt. 

«Die Ju-Air wird aus dem Unfall weiter lernen.»
Kurt Waldmeier

«Nicht nur die Flugzeuge, sondern auch die Ju-Air selbst wird komplett erneuert. Die Ju-Air, die ab 2021 wieder fliegt, wird eine neue Ju-Air sein», wird Kurt Waldmeier in der Medienmitteilung zitiert. «Die neue Ju-Air konzentriert sich auf den eigentlichen Flugbetrieb, die Passagiere und die Freiwilligen.»

Zwar stehe die Reorganisation in keinem Zusammenhang mit dem Unfall vom vergangenen August, aber die Erkenntnisse der noch ausstehenden Unfalluntersuchung durch die SUST werden in die neue Organisation und ihre Reglemente mit einfliessen, wird Waldmeier weiter zitiert. «Die Ju-Air wird aus dem Unfall weiter lernen.»

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