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«Ein wenig Rumzicken macht auch Spass»

Bachelorette-Gewinner arbeitet in Mönchaltorf

«Ein wenig Rumzicken macht auch Spass»

Kenan Leemann, auch als Kenny bekannt, gewann die letzte Rose bei «Die Bachelorette». Sehr zum Unmut der Fans von den anderen beiden Finalisten Levin und Danilo: Sie machen ihrem Ärger auf Instagram Luft.

Talina
Steinmetz
Mittwoch, 03. Juli 2019, 17:57 Uhr Bachelorette-Gewinner arbeitet in Mönchaltorf

Stählerne Muskeln, gelierte Haare, unzählige Tattoos und manchmal lustige, manchmal weniger lustige Sprüche – die TV-Datingshow «Die Bachelorette» war in den letzten zwei Monaten in aller Munde. Während neun Wochen buhlten 21 Männer auf dem Sender 3+ um das Herz von Fitnessinfluencerin und der diesjährigen Bachelorette Andrina Santoro.

Einer von ihnen war Kenan Leemann, kurz Kenny. 1.84 Meter gross, grüne Augen, ein Sixpack – der Schweizer Tarzan, wie er von seinen Fans genannt wird. Der 23-Jährige scheint Andrina von sich überzeugt zu haben: Der angehende Architekturstudent, der bei der P2 Bau GmbH in Mönchaltorf arbeitet, gewann vergangenen Montag das Herz der Bachelorette und nahm die letzte Rose mit nach Hause.

Ob Andrina und Kenny noch ein Paar sind? Die Gerüchteküche brodelt... 

«Mittlerweile habe ich mich vom Stress rund um das Finale erholt», sagt Kenny und grinst. «Die Fans der anderen Finalisten jedoch nicht wie es scheint.» Die Anhänger von Danilo und Levin, die den zweiten und dritten Platz holten, würden auf dem Instagramprofil von Kenny und Andrina, aber auch auf  der offiziellen Instagramseite von «Die Bachelorette» immer wieder Hasskommentare verbreiten.

«Du Hueresohn», «de Kenny isch gay» oder «Danilo de einzig wos verdient hetti» sind nur einige der unzähligen Kommentare, die sich unter den Posts befinden. Kenny nimmt diese aber gelassen. «Eigentlich ist es ja fast herzig, dass so 11 bis 14-Jährige denken, sie können einer 26-Jährigen vorschreiben, wie sie sich in der Liebe zu entscheiden hat.» Er geht nur auf wenige dieser Kommentare ein. «Ein wenig Rumzicken macht auch Spass», begründet der angehende Architekt, der in Mönchaltorf als Zeichner arbeitet.

Auf Instagram lassen die Fans von Danilo und Levin ihrer Wut freien Lauf: 

Solche Kommentare finden sich auf Kennys Instagramprofil. (Screenshot)

Die Zeit in Südafrika bei «Die Bachelorette» sei eine der besten seines Lebens gewesen, wie Kenny sagt. Er habe vor seiner Teilnahme noch nie von der Show gehört. «Der ehemalige Kandidat Vasco Diaz machte mich darauf aufmerksam und meinte, ich würde in dieses Format passen.»

Er habe sowieso zu dieser Zeit Ferien buchen wollen – also bewarb er sich bei der Datingshow. «Das Geld für die Ferien, die ich sonst gebucht hätte, konnte ich asparen. Das ist natürlich gut fürs Studium», fügt er an und grinst. 

Freunde, die sich anpöbeln

Haben sie nicht gerade gedreht, hätten sie die Freizeit in der Villa mit Fussball, Kraftraining oder Schwimmen verbracht. Untereinander hätten sich die Kandidaten mehrheitlich gut verstanden, wie Kenny sagt. «Ich habe die meiste Zeit mit Levin verbracht. Er ist ein super cooler Typ, wir sind auch heute noch befreundet.»

Und das, obwohl sie sich vor der Kamera, auf Wunsch der Produktion, immer wieder gegenseitig anpöbeln mussten. «Jungs, die sich mögen, hauen immer wieder Sprüche raus. So ist das hald.» Im Nachhinein hätte man sich einen Handschlag gegeben und die Welt sei wieder in Ordnung gewesen. 

Obwohl sie Konkurrenten waren, ist zwischen Kenny (l.) und Levin eine Freundschaft entstanden. (Foto: 3+)

In anderen Medien, aber auch von Fans anderer Kandidaten, wurde Kenny während der letzten drei Wochen der Staffel immer wieder als Player oder Macho bezeichnet. Dies, weil er gemäss eigener Aussage gegenüber Andrina, schon mit einer dreistelligen Anzahl von Frauen geschlafen habe.

Bereuen, dass er dies vor laufender Kamera erwähnt habe, tut Kenny nicht. «Ich bin ein ehrlicher Mensch und sage immer die Wahrheit. Klar hätte ich lügen können, doch ich hatte nichts zu verheimlichen.» Dass dieses Thema in den daraufkommenden Folgen immer wieder aufgegriffen wurde, habe einen Grund gehabt: «Ich durfte nicht zu gut da stehen, es musste für die Zuschauer spannend bleiben. Es durfte sich keine klare Favoritenrolle abzeichnen.» 

Verrückte Fantheorien

Jetzt, nachdem die letzte Rose vergeben worden ist, hat er immer noch mit diesem Image zu kämpfen. «Für die Fans von Levin und Danilo ist das der Grund, warum ich nicht der Richtige für Andrina bin. Weil sich ein Mensch über die Jahre hinweg ja nicht ändern kann», meint er sarkastisch. Überhaupt seien Fans oder Zuschauer immer wieder mit Theorien an ihn gelangt, weshalb Kandidat X oder Y gewinnen werde. «Viele behaupteten dann, sichere Quellen zu haben. Ich spielte das Spielchen mit und meinte dann oft so ‹Shit, woher weisst du das, krass›. So Verwirrung zu stiften, war schon lustig.»

«Ich dachte mir: Wow, sie ist wie ich, einfach als Frau.»
Kenny, Gewinner «Die Bachelorette» 2019

Allgemein habe es ihm Spass gemacht, das ganze Tamtam rund um «Die Bachelorette» geheim zu halten. Nur den engsten Verwandten und Freunden habe er ezählt, das er gewinnen wird. «Es tut gut, wenn man über das Erlebte sprechen kann. Irgendwem musste ich mich ja mitteilen.»

Wie es aktuell um ihn und die Bachelorette steht, darf Kenny noch nicht verraten. Ihr Beziehungsstatus ist erst in der 10. Folge nächste Woche, an dem grossen Wiedersehen, ein Thema. Während er über die Zeit mit Andrina in Afrika spricht, kommt er jedoch ins Schwärmen. «Sie war eine echt coole Bachelorette. Vor dem ersten Date vor der Kamera hatten wir etwa eine Stunde Mittagspause, die wir zu zweit verbrachten. Dort lernte ich sie besser kennen und merkte, dass wir ziemlich ähnlich ticken. Ich dachte mir: Wow, sie ist wie ich, einfach als Frau.» 

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Oooh Kenny, i love you! Endlich ein intelligenter Mann, mit dieser Brille, zugegeben, ein bisschen viel Muskeln hat er schon für richtig intelligent, aber und das macht ihn so speziell, so anders als alle anderen, endlich ein Mann ohne Tatoos! Ich liebe diese glatte und saubere Haut und diesen leicht feminine Ausdruck, i love you!