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Pflegeverbund stösst auf breite Zustimmung

Geplanter Zusammenschluss im Pflegebereich

Pflegeverbund stösst auf breite Zustimmung

Die Gemeinderäte von Wila und Wildberg unterstützen den Zusammenschluss der Spitex-Vereine Mittleres Tösstal und Zell mit den Pflegezentren Mittleres Tösstal. Die beiden Exekutiven betonen, den Gemeinden entstünden mit der Fusion keine Zusatzkosten und es handle sich dabei auch nicht um eine Sparübung auf Kosten der Pflegequalität.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 20. Juni 2019, 16:34 Uhr Geplanter Zusammenschluss im Pflegebereich
Das Pflegezentrum Lindehus in Turbenthal
Massimo Diana

Diese Woche fällt an den ausserordentlichen Delegiertenversammlungen der Spitex-Vereine Zell und Mittleres Tösstal die Entscheidung über den Zusammenschluss mit dem Zweckverband Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal, welcher die beiden Pflegezentren «Im Spiegel» in Rikon und «Lindehus» in Turbenthal betreibt. Damit würden ambulante und stationäre Pflege im Mittleren Tösstal in einer Organisation zusammengeführt. Das Projekt ist bereits unter dem Namen Zukunft 2 bekannt. Zur Trägerschaft dieser Pflegeorganisation gehören die Gemeinden Turbenthal, Wila, Wildberg und Zell. Die Delegierten des Zweckverbands haben dem Zusammenschluss bereits zugestimmt (siehe Box).

Gute Pflege, attraktive Arbeitsplätze

Die Gemeinderäte von Wila und Wildberg haben sich nun als erste Trägergemeinden öffentlich zum Zusammenschluss geäussert. Beide Exekutiven unterstützen die Fusion mit dem Argument, dass die Einwohner der Gemeinde damit eine qualitativ hochstehende Pflege und Betreuung zu Hause und in den beiden Pflegezentren erhalten. Ausserdem könne die gemeinsame Pflegeorganisation attraktive Arbeitsplätze in der Region dauerhaft erhalten. Die Mitarbeitenden erhielten zudem zusätzliche Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung.

Keine Sparübung

Das betriebliche und finanzielle Konzept der Zusammenführung mit den unterschiedlichen Leistungsangeboten, die Übernahmeverträge und neuen Reglemente seien vom Gemeinderat eingehend geprüft und für gut befunden worden, heisst es in den Stellungnahmen der beiden Gemeinden weiter.

Schliesslich heben die Gemeinderäte von Wila und Wildberg hervor, dass es beim Zusammenschluss der Pflegeorganisationen nicht um eine Sparübung zu Lasten des Personals oder der Pflegequalität gehe. Ziel der Fusion sei vielmehr, das Leistungsangebot in der ambulanten und stationären Pflege konstant weiterzuentwickeln.

Verträge gutgeheissen

Die Betriebskommission des Zweckverbands Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal beantragte am 19. Juni ihren Delegierten, die Verträge mit den Spitex Vereinen Mittleres Tösstal und Zell betreffend Übernahme und Weiterführung der Spitex-Aktivitäten zu genehmigen, ebenso wie das neue Personalreglement sowie das Fondsreglementes für die ambulante Pflege und Betreuung. Die Delegierten des Zweckverbandes Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal beschlossen einstimmig, die Verträge gutzuheissen.

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