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Wegen «Sonderfaktoren»

GZO Spital schreibt Millionenverlust

Das GZO Spital Wetzikon verzeichnet fürs vergangene Geschäftsjahr tiefrote Zahlen. Hohe Sondereffekte führten zu einem Verlust von 9,3 Millionen Franken. Verantwortlich dafür waren unter anderem die Turbulenzen an der Börse.

Andreas
Kurz
Mittwoch, 22. Mai 2019, 15:15 Uhr Wegen «Sonderfaktoren»
Das negative Ergebnis steht laut dem GZO Spital im Zusammenhang mit dem angelaufenen Bauprojekt.
Archivfoto: Michael Kurz

«Grosse Herausforderungen» habe das Geschäftsjahr 2018 mit sich gebracht, schreibt das GZO Spital in einer Medienmitteilung. Neben Tarifkürzungen im ambulanten Bereich habe das Spital auch mit regulatorischen Vorgaben zu kämpfen gehabt, die zu erheblichen Ertragseinbussen geführt hätten. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent, auf 143,8 Millionen Franken. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen resultierte ein Gewinn von 12,3 Millionen Franken.

Unruhen am Aktienmarkt

Unter dem Strich verzeichnete das GZO allerdings einen Unternehmensverlust von 9,3 Millionen Franken. Das negative Ergebnis stehe im Zusammenhang mit dem angelaufenen Bauprojekt und dessen Finanzierung. Zum einen hätten wegen verkürzter Nutzungsdauern und Abbrüchen von Gebäudeteilen Sonderabschreibungen in der Höhe von 6,7 Millionen Franken getätigt werden müssen, schreibt das Spital. Zum andern habe ein deutlich höherer Finanzaufwand als im Vorjahr zu Buche geschlagen. Als Grund dafür werden «negative Entwicklungen am Kapitalmarkt» angegeben.

Laut GZO-Sprecher Stephan Gervers darf das Spital gemäss seinem Anlagereglement zehn Prozent seiner Anleihen am Kapitalmarkt in Form von Aktien handeln, um Negativzinsen zu vermeiden. «Dieser Aktienanteil war im letzten Quartal 2018 durch die grossen Kapitalmarktunruhen erheblichen Schwankungen ausgesetzt», sagt Gervers.

Dies habe mit dem Bilanzstichtag am 31. Dezember 2018 einen zusätzlichen Verlust von 1,3 Millionen Franken ergeben. «Dieser ausserordentliche Bewertungsverlust hat sich mit der Beruhigung der Finanz- und Kapitalmärkte in den ersten vier Monaten dieses Jahres bereits wieder mehr als korrigiert.» Die liquiden Mittel seien nach wie vor für die geplanten Bauetappen gesichert. Die GZO AG rechne fürs laufende Jahr wieder mit einem positiven Resultat.

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