×

Vergabe der Friedhofsarbeiten war nicht korrekt

Maur

Vergabe der Friedhofsarbeiten war nicht korrekt

Die Gemeinde Maur hat Fehler gemacht bei der Ausschreibung der Unterhaltsarbeiten des Friedhofs. Eine bereits erteilte Zusage musste zurückgezogen werden – dies auch wegen den Rekursen unterlegener Anbieter.

David
Marti
Freitag, 17. Mai 2019, 08:40 Uhr Maur
Noch ist der Entscheid welche Firma die Friedhofsgartenarbeit in Maur übernimmt nicht gefallen.
Symbolfoto: pixabay / ptra

Der Gemeinderat musste die Friedhofgärtnerarbeiten in Maur neu ausschreiben.  Dies weil Konkurrenzfirmen wegen Verfahrensfehler gegen den Zuschlagsentscheid rekurriert hatten, das schreibt der Gemeinderat in einem Verhandlungsbericht.

Aufgrund dieser Fehler entschied der Gemeinderat auf Abbruch und Neuausschreibung. Wegen der festgestellten Unregelmässigkeiten beim durchgeführten Verfahren sei man zu diesem Schritt gezwungen gewesen. Den bereits erteilten Zuschlag an eine Gartenbaufirma vom 29. Oktober wiederrief er deshalb.

Rekurs vor Verwaltungsgericht

Ein Rekurs gegen diesen Entscheid habe das Verwaltungsgericht abgewiesen, so Gemeindeschreiber Markus Gossweiler.
Wer gegen den Gerichtsentscheid rekurriert hat, ist nicht klar.

Der «missliche Umstand», der zu dieser Neuausschreibung geführt habe, sei auf mangelhafte Beratung durch die beigezogene Zürcher Fachfirma entstanden, sagt Gemeindeschreiber Markus Gossweiler auf Anfrage. Deshalb seien entscheidende Fehler bei der Ausschreibung und später bei der Bewertung der offerierten Angebote gemacht worden.

So sei in den Ausschreibungsunterlagen bei gewissen Arbeiten nicht ersichtlich gewesen, wie häufig diese anfallen. «Dadurch wurde bei der Bewertung der Preise Annahmen zum Ausmass getroffen, was als Verletzung des Transparenzgebotes zu werten ist», sagt Gossweiler.

Zuschlag für die Arbeiten steht aus

Die beschuldigte Beratungsfirma, welche die Ausschreibung begleitete, will zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen, da der Fall einvernehmlich mit der Gemeinde Maur geregelt worden sei, schreibt das Unternehmen auf Anfrage.

Wer den Zuschlag bekommen hat, gibt der Gemeinderat demnächst bekannt.

Kommentar schreiben

Kommentar senden