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Doris Day ist 97-jährig gestorben

Schauspielerin und Sängerin

Doris Day ist 97-jährig gestorben

Die Hollywoodschauspielerin und Sängerin Doris Day ist im Alter von 97 Jahren verstorben. Das berichteten US-Medien am Montag unter Berufung auf die von Day gegründete Tierschutz-Stiftung.

Agentur
sda
Montag, 13. Mai 2019, 16:07 Uhr Schauspielerin und Sängerin

Die Schauspielerin hatte den Angaben zufolge zuletzt an einer Lungenentzündung gelitten. In ihren letzten Stunden sei sie von Familienangehörigen und Freunden begleitet worden.

Day war über viele Jahre hinweg eine der erfolgreichsten US-Schauspielerinnen. Zu ihren grössten Leinwand-Erfolgen gehören «Pillow Talk» (1959) und «The Thrill of It All» (1963). Der blonde Star mit der sanften Stimme war auch als Sängerin höchst erfolgreich. Unvergessen ist ihre Interpretation des Liedes «Que sera, sera (Whatever will be, will be)».

Glückliche Namensanpassung

Unter ihrem Mädchennamen, Doris Mary Ann von Kappelhoff, hätte es die Tochter deutscher Einwanderer im amerikanischen Showbusiness vermutlich nicht so weit gebracht. Doch als Doris Day – den Namen borgte sie sich von ihrem Hit-Song «Day by Day» – eroberte das blonde Multitalent in den 1940er- und 50er-Jahren die Hitparaden und als «America's Sweetheart» die Herzen der Kinofans.

Als Teenager im US-Staat Ohio musste sie ihren Traum von einer Tanzkarriere nach einem schweren Autounfall aufgeben. Sie nahm Gesangunterricht, tourte mit Jazz-Bands und machte Songs wie «Sentimental Journey» und «Que Sera» zu Hits. Regisseur Michael Curtiz entdeckte ihr Schauspieltalent und Warner Bros. stellte die Sängerin 1948 für «Romance on the High Seas» erstmals vor die Kamera, weitere 38 Filme folgten.

In Alfred Hitchcocks «The Man Who Knew Too Much» (1956) und später in dem Thriller «Midnight Lace» (1960) von David Miller bewies sie ihr Talent als Charakterdarstellerin. Doch Hollywood nahm Day mit Musicals und leichten Komödien in Beschlag. Ende der 50er-Jahre wurden Day und Rock Hudson nach «Pillow Talk» als Leinwand-Traumpaar gefeiert. Mit der harmlosen Sex-Komödie verdiente sich Day ihre einzige Oscar-Nominierung.

Kein Männer-Glück im Leben

Mit sauberem Sex-Appeal setzte die Blondine ihre Verführungskünste auch in den Filmen «That Touch of Mink» (1962) und «The Glass Bottom Boat» (1966) ein. Doch im richtigen Leben hatte Day mit Männern weniger Glück. Mit 18 ein Kind, mit 19 die erste Scheidung, mit 27 Jahren den dritten Ehemann.

Als Days Gatte und Manager Marty Melcher 1968 starb, hatte er ihr Vermögen weitgehend durchgebracht, bekannte die Schauspielerin 1975 in ihren Memoiren. 1981 wurde sie vom vierten Ehemann geschieden. 2004 erlitt sie einen weiteren Schicksalsschlag, als ihr einziger Sohn, Plattenproduzent und Songwriter Terry Melcher, im Alter von 62 Jahren an Krebs starb.

Höchster ziviler Orden

Ihr grosser Erfolg an den Kinokassen wurde nie mit einem Oscar honoriert. Vom Verband der Auslandspresse, der die Golden-Globe-Trophäen verleiht, erhielt Day 1989 einen Sonderpreis für ihr Lebenswerk.

2004 ehrte US-Präsident George W. Bush die «amerikanische Ikone und Bereicherung der Kultur» mit der Freiheitsmedaille, dem höchsten zivilen Orden. 2008 kam eine Grammy-Trophäe als Auszeichnung für ihre musikalischen Verdienste hinzu.

Mit 87 Jahren stürmt Day mit dem Album «My Heart» noch einmal die Charts. Das Album mit bis dahin unveröffentlichten Titeln aus früheren Jahrzehnten schaffte auf Anhieb den Sprung unter die Top Ten der britischen Charts.

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