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Garten-Center Meier

Jetzt Hand anlegen für mehr Leben im Garten

Dank einheimischen Stauden und dem Erschaffen von Lebensräumen für Insekten und andere Lebewesen kann mit naturnahem Gärtnern die Artenvielfalt im Garten oder auf dem Balkon gefördert werden. Leisten auch Sie mit wenig Aufwand einen Beitrag zu mehr Biodiversität.

Lennart
Langer
Donnerstag, 18. April 2019, 02:00 Uhr Garten-Center Meier
Ein Kräutergarten sieht nicht nur gut aus, sondern hilft auch der Natur.
Bild: Lennart Langer

Züriost ist offizieller Medienpartner von «Meiers Rootshow».

Eine prächtige Blumenwiese. Überall blüht und surrt es. So stellen sich viele eine idyllische und ideale Landschaft vor. Doch die farbigen Wiesen, die als Lebensgrundlage für viele Insekten dienen, werden im Zürcher Oberland immer seltener – und damit auch die nährstoffreichen Pflanzen.

Einheimische Stauden

Urs Eichenberger, Leiter Pflanzen im Dürntner Garten-Center Meier, sieht zahlreiche Möglichkeiten, wie die Situation für Insekten, Vögel oder Igel verbessert werden kann. Sein Motto ist dabei so simpel wie effektiv: «Nicht alles ist schlecht!»

Als Beispiel nennt er die Brennnessel. Häufig als Unkraut verschmäht und gejätet, dient sie als Nahrungsquelle für rund 50 Schmetterlings- und etwa 60 andere Insektenarten. Einheimische Stauden wie die Brennnessel sind lebenswichtig für die Natur.

Deshalb möchte Urs Eichenberger die Menschen dazu animieren, etwas mutiger zu sein und unberührte Ecken im Garten zuzulassen, in denen sich diese Pflanzen entfalten können. Wer sich nicht sicher ist, welche einheimischen Pflanzen für die ­Region besonders wertvoll sind, kann sich über die Onlineplattform floretia.ch informieren.

Der Wert der Brennnesseln wird unterschätzt. (Bild: pixabay.com)

Totholz liegen lassen

Doch nicht nur die schwindenden Nährstoffquellen sind ein Problem für viele Lebewesen. Auch Rückzugsorte sind Mangelware. Abhilfe leisten können etwa sogenannte «Insektenhotels». Mit Totholz oder anderen Hilfsmitteln können so beispielsweise Nistplätze für Wildbienen geschaffen werden.

Sowieso sollte Totholz öfter als dekoratives Element im Garten verwendet werden, findet Urs Eichenberger. Das liegen gelas­sene Holz dient unter anderem auch als Versteck für Igel.

Ein «Insektenhotel» für Wildbienen. (Bild: Lennart Langer)

Blühender Kräutergarten

Wer es etwas farbenfroher und lebendiger mag, findet in einem Kräutergarten eine attraktive Variante zur Gartengestaltung. Der Vorteil: Nicht nur Insekten profitieren von den Kräutern, sondern auch der Mensch. Entscheidend ist jedoch, dass die Kräuter blühen können. Am meisten Insekten zieht etwa der Strauchbasilikum «Magic blue» an, der sich perfekt mit Thymian kombinieren lässt. Für einen optischen Mehrwert lässt sich der Kräutergarten auch gut mit Zierpflanzen ergänzen.

Grundsätzlich sollte bei allen Pflanzen, ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, darauf geachtet werden, dass sie am richtigen Standort sprich im Schatten oder an der Sonne platziert werden. Und auch die Bodenqualität sollte im Vorfeld überprüft werden. Stimmen die Voraussetzungen, ist die Auswahl gross. Ob Karthäusernelke oder Witwenblume – praktisch alle einheimischen Stauden kennt Pflanzenexpertin Evi Bachmann vom Garten-Center Meier. Der Hit in diesem Jahr? Die Wilde Karde, eine Distelart – und «Staude des Jahres».

Endspurt! Baumpflanzaktion «Meiers Rootshow»

Zum Firmenjubiläum verlost das Garten-Center Meier in Dürnten 125 Bäume im Gesamtwert von 25 000 Franken. Mit der Teilnahme leisten Sie einen persönlichen Beitrag für mehr Biodiversität. Wer auch zu den 125 Gewinnern gehören möchte, wählt schnell noch einen Platz aus, an dem es noch einen Baum braucht.

Die Idee zur Baumpflanz­aktion sei im letzten heissen Sommer entstanden, erklärt Geschäftsführer Erwin Meier-Honegger. Gesucht seien Plätze, wo ein Baum gut hinpassen würde, aber noch niemand da ist, der ihn bezahlt. «So können wir unsere Umwelt auf einfachste Art und Weise etwas lebenswerter machen», so Meier-Honegger. Die 25 wertvollsten Standorte werden von einer Expertenjury unter Berücksichtigung von Biodiversitätsgesichtspunkten ausgewählt.

So machen Sie mit

Suchen Sie sich Ihren Lieblingsplatz in der Region aus: zu Hause im Garten, der Lieblingsaussichtspunkt, der Spielplatz der Kinder, beim Schulhaus, neben dem Vereinslokal oder einem anderen Treffpunkt. Die Auswahl ist gross, und der Phantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Reichen Sie Ihren Namen, die Adresse des Pflanzorts sowie ein Bild der Situation ein.

Teilnehmen können Sie noch bis zum 27. April auf rootshow.ch.

 

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