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Zänti-Umbau in Volketswil steht nichts mehr im Weg

Nach zwei Jahren Verzögerung

Zänti-Umbau in Volketswil steht nichts mehr im Weg

Lange war das Bauprojekt im Zänti auf Eis gelegt. Doch jetzt erhielt die Gebäudebesitzerin Epic Suisse grünes Licht. Die erste Etappe kann in Angriff genommen werden.

Tina
Schöni
Dienstag, 16. April 2019, 10:14 Uhr Nach zwei Jahren Verzögerung

Eigentlich müsste das Zänti in Volketswil bald in neuem Glanz erstrahlen: Im Mai sollte die Renovation eines der ältesten Einkaufszentren der Region abgeschlossen sein. So hatte es die Gebäudebesitzerin, die Immobiliengesellschaft Epic Four Property Investment AG, ursprünglich vorgesehen.  

Doch diese Pläne rückten in weite Ferne. Von aussen zeigt sich der massive Gebäudekomplex bisher noch unverändert im blauen Wellblechkleid. Und auch innen haben die Handwerker erst vor wenigen Tagen richtig mit der Sanierung des Einkaufszentrums beginnen können.

Warten auf die Baufreigabe

Zuletzt wurde das Einkaufszentrum 2009 modernisiert. Dass das Zänti nun für 25 Millionen Franken erneut umgebaut wird, hat mit den Plänen der Migros zu tun. Diese wollte ihre Filiale erweitern und erneuern. «Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um gleich das ganze Gebäude den heutigen Standards anzupassen», sagt Philipp Küchler, Projektmanger bei Epic Suisse.

Die Ladenfläche der Migros wird im Untergeschoss erweitert.
Nathalie Guinand

Die erste von drei Bauetappen hätte im Herbst 2017 beginnen sollen. Die nötige Baubewilligung lag vor. Doch eine Änderung im Zusammenhang mit der Ladenerweiterung der Migros hielt das Projekt schliesslich auf.

Denn neu wollte der Detailhändler nicht vom Erd- ins Obergeschoss ziehen, sondern seine Filiale im Parterre auf der ehemaligen Ladenfläche von Dosenbach und C&A erweitern. Küchler und sein Team mussten nochmals über die Bücher – und das Projekt zog sich monatelang hin.

«Jetzt erst wird die Sanierung für die Kunden ersichtlich.»

Philipp Küchler, Projektleiter Epic Suisse

Dass die Handwerker auch 2018 noch nicht mit dem grossen Teil der Sanierung beginnen konnten, lag schliesslich daran, dass die offizielle Baufreigabe für das überarbeitete Projekt fehlte. Küchler sagt: «Wir mussten das Brandschutzkonzept nochmals überarbeiten.»

In drei Etappen gegliedert

Inzwischen erhielt Epic Suisse grünes Licht. Am letzten Samstag konnte sie mit dem Umbau beginnen, wobei ein Teil der Haustechnik im letzten Jahr schon ersetzt werden konnte. Die grösseren und aufwendigeren Arbeiten folgen. «Jetzt erst wird die Sanierung für die Kunden ersichtlich», sagt Küchler.

Giuseppe Patruno vom technischen Dienst im Zänti wird sich der Erneuerung der Deckeninstallation widmen. «Wir müssen die komplette Haustechnik erneuern und alle Leitungen und Lüftungskanäle erfassen», erklärt er. Es werde neue Lampen und Fenster geben und die Gebäudefassade werde in einem Kupferton gestaltet.

Das Obergeschoss wird in der dritten Bauetappe saniert.
Nathalie Guinand

Der Fokus der ersten Bauetappe liegt aber im Erdgeschoss, wo die Ladenfläche der Migros erweitert wird. «Die Eröffnung der neuen Migros ist auf Februar 2020 vorgesehen», sagt Küchler. Bis dahin zieht Migros in das Provisorium auf der ehemaligen Ladenfläche von Coop.

In der zweiten Bauetappe werden dann jene Sanierungsarbeiten im Gebäudeteil in Richtung Zentralstrasse anstehen. Zuletzt erfolgt die Renovation des Obergeschosses.

Einen neuen Schliff erhält auch der Platz vor dem Zänti. Er soll begrünt werden, Sitzgelegenheiten bieten und ganz allgemein mehr Aufenthaltsqualität bieten. Die Parkgarage wird ebenfalls saniert. Die rund 500 Parkplätze bleiben bestehen und sind weiterhin kostenlos.

Mehr Spass und Unterhaltung erwünscht

Das Zänti wird laut Küchler bis zum Abschluss der Bauetappen voraussichtlich Ende 2020 wie üblich geöffnet sein. «Den Betrieb trotz Umbau aufrecht zu erhalten, wird eine Herausforderung.»

Noch konnten nicht alle Ladenflächen im Einkaufszentrum vermietet werden. Mehr Raum für Unterhaltung und Vergnügen sei aber durchaus erwünscht. «Es wäre toll, wenn wir mehr Leben ins Zänti bringen können», so Küchler.

Das «Activ Fitness», das sich im Obergeschoss auf knapp 1200 Quadratmetern einrichten wird, sei schon ein gutes Beispiel dafür. Weiter könnte sich Küchler ein Restaurant oder etwa ein Billardcenter vorstellen, um junge Erwachsene anzusprechen.

Am Volkiland messe man sich nicht. Man sehe das Einkaufszentrum im Industriequartier nicht als Konkurrenz – vielmehr als Ergänzung. Patruno sagt: «Das Zänti ist zentraler gelegen und im Quartier fest verankert. Es gibt Kunden, die hier schon seit 30 Jahren einkaufen.»

So soll das Zänti nach dem Umbau aussehen. (Visualisierung: PD)

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