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Stadt soll Co-Working fördern

Für Illnau-Effretiker Angestellte

Stadt soll Co-Working fördern

Ein junger SP-Gemeinderat will sich für Co-Working-Space in Illnau-Effretikon einsetzen. Finanzieren und zur Verfügung stellen soll es die Stadt.

Mirja
Keller
Montag, 15. April 2019, 17:09 Uhr Für Illnau-Effretiker Angestellte

Lebendiger, CO2-neutraler und moderner: Diese Vision hat der SP-Gemeinderat Maxim Morskoi von der Stadt Illnau-Effretikon. Mit seinem neusten Vorstoss will der Jungpolitiker gleich alle drei Punkte erreichen. Für seine Heimatstadt fordert Morskoi sogenannte «shared Workspaces» – Räume also, die von Arbeitnehmenden genutzt werden können, die nicht auf einen fixen Arbeitsplatz angewiesen sind. Diese gemeinschaftlichen Arbeitsplätze sind mit Mobiliar, Internet- und Stromanschlüssen sowie Druckern ausgerüstet und jedem zugänglich.

Leerstehende Räume nutzen

Solche Räumlichkeiten anzubieten, hätte für die Stadt mehrere Vorteile, so Morskoi: «Es gibt im Moment diverse Gewerberäume, die leer stehen. Diese könnte man als Co-Working-Plätze zwischennutzen.» Es wäre eine Massnahme, die zur Belebung Illnau-Effretikons beitragen könnte, da sich wochentags mehr Einwohner im Ort aufhalten würden. Derzeit sind in der Stadt pendelnde Angestellte noch in der Mehrheit. Rund 6000 sind es an der Zahl.

Gemeinschaftliche Arbeitsplätze in Illnau-Effretikon....

...würde ich gerne nutzen.
100%
...finde ich total unnötig.
...sind nur was für Studenten.
...sind eine gute Sache, solange sie gratis sind.
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Doch nicht nur Arbeitnehmende könnten von flexiblen Arbeitsplätzen in der Stadt profitieren. «Auch Studenten benötigen dringend Lernplätze, da viele Universitätsbibliotheken überfüllt sind», so Morskoi. Seiner Meinung nach verfüge die Stadt derzeit über zu wenig solcher Möglichkeiten. Zwar gäbe es in der Bibliothek Effretikon ein paar Arbeitsplätze, doch diese deckten den Bedarf nicht. «Natürlich könnte man auch einfach in ein Café sitzen. Aber da ist die Geräuschkulisse für konzentriertes Arbeiten zu laut.»

Und wer bezahlt’s?

Nebst leerstehenden Gewerberäumen wie etwa das frühere Modegeschäft Corrodi an der Bahnhofstrasse oder auch die Clientis-Filiale könnte die Stadt auch eigene Liegenschaften zur Nutzung zu Verfügung stellen, findet Morskoi. «Ideal wäre eine möglichst kostengünstige Lösung.» Müsste die Stadt die Mieten für die Zwischennutzungen von Leerständen aufwerfen, wäre eine Gratisnutzung der Infrastruktur wohl kaum denkbar. «Co-Working-Spaces sind aber für die Benutzer in den meisten Fällen kostenpflichtig. Vielleicht kann die Stadt aber über eine Teilsubvention nachdenken.»

Weniger Verkehr

Nicht zuletzt erhofft sich Maxim Morskoi durch gemeinschaftliche Arbeitsplätze eine Möglichkeit, dem Mobilitätsproblem zu begegnen: Menschen, die arbeiten wo sie wohnen, generieren weniger CO2-Emissionen. Der öffentliche und private Verkehr würde dadurch auch in personeller Hinsicht entlastet.

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