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Gegen Food Waste und zu hohe Preise

Neuer Coffeeshop in Illnau-Effretikon

Gegen Food Waste und zu hohe Preise

Sandra Folie und Tonja Jaunin arbeiteten zusammen in der Gastronomie. Nun haben sie gemeinsam den Santoni Coffeeshop in den Lokalitäten vom Café Rubus in Effretikon gegründet – und wollen einiges anders machen als ihre Vorgänger.

Jasmina
Henggeler
Samstag, 13. April 2019, 11:11 Uhr Neuer Coffeeshop in Illnau-Effretikon

«Santoni ist eine Kombination unserer Vornamen», erläutern die Gründerinnen des Santoni Coffeeshops Sandra Folie und Tonja Jaunin. Ihr Café solle zu einem neuen Treffpunkt in Effretikon werden. Am 30. März war die Eröffnungsfeier. «Wir sind sehr zufrieden mit unserer ersten Woche», so Folie. Sie hätten nicht gedacht, bereits so viele Kunden in der Einführungsphase zu haben.

Gemeinsamer Traum

Kennen gelernt haben sich Folie und Jaunin durch ihren Beruf. «Wir arbeiteten drei Jahre im gleichen Café und harmonierten gut miteinander», so Jaunin. Beide sind bereits über sieben Jahre in der Gastronomie und kamen zum Entschluss, ein eigenes Kaffee zu eröffnen. «Wir hatten denselben Traum.»

Das erste eingereichte Logo habe perfekt zu Santoni gepasst. (Foto: Jasmina Henggeler)

Zur Verwirklichung dieses Traumes kam ein Zeitungsinserat wie geschaffen. «Der Besitzer von Hotel und Café Rubus suchte für das Cafélokal neue Mieter. Seit April können wir diese Räume für unsere Firma Santoni nutzen.» Zwar heisst das Kaffee noch «Rubus» wegen dem angrenzenden Hotel, geleitet wird es aber von Folie und Jaunin.

«Das erste Logo passte perfekt.»

Sandra Folie, Gründerin des Santoni Coffeeshops

Um sich von der Rubus-Kette etwas abzugrenzen, haben die beiden Gründerinnen ein eigenes Logo designen lassen. «Über Tonjas Vater wurden wir auf eine Internetseite aufmerksam, auf der Künstler nach den Wünschen eines Kunden Design-Vorschläge einreichen», so Folie. «Das erste Logo passte perfekt.»

Viel zu renovieren oder umzubauen habe es nicht gegeben. «Wir haben zwei, drei kleine Änderungen vorgenommen», sagt Jaunin. Ein Schreiner montierte die Glasregale, ein Sanitär installierte das neue Lavabo. Bald gehöre auch eine grössere Kaffeemaschine zum Inventar. «Wir haben sie auf Ende März bestellt, aber sie hat Lieferverzug.» Zurzeit hätten sie eine Übergangsmaschine.

«Wollen nicht teuer sein»

Folie und Jaunin wollen einiges anders machen als das Pärchen, das früher das Café Rubus leitete. «Wir erweiterten die Öffnungszeiten.» Neu sei ganztags geöffnet statt nur vor und während dem Mittag.

Die Vormieter hätten zusätzlich zum Frühstück noch Mittagsmenüs angeboten, das ändert sich nun: «Wir wollen kein Restaurant, sondern lediglich ein Café sein.» Dabei legten sie Wert auf Hausgemachtes – wie etwa ihre Brotaufstriche, Kuchen oder Wähen – und auf die Preise. «Wir wollen nicht teuer sein», so Folie.

Santoni kämpft mit Frischbackbrot gegen Food Waste. (Foto: Jasmina Henggeler)

Dem Food Waste den Kampf angesagt

«Wir wollen so wenig wie möglich am Abend wegwerfen und wiederverwerten daher die Reste am nächsten Tag», so die Gründerinnen. Zusätzlich hätten sie, damit nur wenig Brot übrig bleibt, keinen Brotlieferanten. «Wir verwenden Frischbackbrot.» Der Vorteil daran sei, dass man nur so viel aufbacken müsse, wie die Gäste brauchen. «Dadurch könnten wir Food Waste entgegenwirken.»

Obwohl Sandra Folie und Tonja Jaunin durch ihre Massnahmen nur wenig gegen die Lebensmittelverschwendung unternehmen könnten, würden sie ihre Arbeit lieben: «Wir brauchen die Abwechslung, die wir hier durch Kuchenbacken, Kundenkontakt und Küchenarbeiten haben.»

 

Weitere Informationen zum Santoni Coffeeshop, zum Café Rubus und den Öffnungszeiten unter www.hotel-rubus.ch.

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