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Eierkunst im Schloss Greifensee

20. internationale Ostereierausstellung

Eierkunst im Schloss Greifensee

Dieses Wochenende feiern die Ostereierausstellung und der Ostermärt im Schloss und Städtli Greifensee ihr 20-jähriges Bestehen.
Die Organisatoren der Ostereierausstellung werfen einen Blick auf die Anfänge, und erklären, warum das Wetter schon eine entscheidende Rolle für den Anlass gespielt hat.

Leandro
Müller
Freitag, 05. April 2019, 08:00 Uhr 20. internationale Ostereierausstellung

An der diesjährigen Ausgabe der Ostereierausstellung sind 43 Künstler vertreten. Ihre Werke sind zwar alle durch das Thema Ostern verbunden, könnten aber nicht verschiedenartiger ausfallen. «Das Publikum erwartet sehr viel Schönes, Überraschendes und eine österliche Stimmung», sagt Reingard Jucker, Organisatorin der Ostereierausstellung und Mitglied des Stiftungsrats Schloss Greifensee.

Begeisterte Sammler und neugierige Besucher

Das Publikum teile sich einerseits in Kunstinteressierte und Sammler, die sich insbesondere für die Eier interessieren, und auf der anderen Seite Familien, die eher aus Neugier die Ausstellung besuchen und vor allem wegen der Stimmung das Schloss oder das Städtli Greifensee besichtigen, sagt Jucker.

«Die Sammler stehen schon vor Eröffnung der Ausstellung vor dem Schlosseingang, um sich die besten Stücke zu ergattern», führt Jucker aus. «Es kommen jedes Jahr einige Eierliebhaber an die Ausstellung, die bereits zahlreiche Exemplare in ihrer Sammlung haben und dennoch stets grosse Summen in neue Eier investieren.»

«Die Künstler verkaufen die kunstvoll gestalteten Eier nicht nach einem Stundenansatz.»
Reingard Jucker, Organisatorin der Ostereierausstellung

Manche Exponate kosten 35 Franken, andere reissen mit Preisen bis zu 1200 Franken beachtlichere Löcher ins Portemonnaie. Jucker betont jedoch, dass die Preise zum Teil in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Aufwand stehen. «Die Künstler verkaufen die kunstvoll gestalteten Eier nicht nach einem Stundenansatz.»

Die Vielseitigkeit des Eis

Nicht nur Hühnereier sind die Grundlage der Kunstwerke, sondern auch Emu- und Strausseneier. Doch längst nicht alle Künstler arbeiten mit echten Eiern. Die Besucher können auch welche aus Ton, Metall, Glas, Keramik, Holz oder Papier begutachten und erwerben.

«Wir legen bei der Auswahl der Künstler ein besonderes Augenmerk auf die Unterschiedlichkeit der Techniken und auf die Qualität der Kunstwerke», sagt Jucker. Da aus der Schweiz der nötige Nachwuchs fehle, kämen viele Eierkünstler aus dem europäischen Ausland, vor allem aus Deutschland, aber auch aus Holland, Frankreich und Ungarn.

Die Veranstalter laden auch Künstler ein, die österliches Kunsthandwerk kreieren. Dies erhöhe, gemäss Jucker nicht nur die Vielfalt der Exponate. Es können dadurch auch mehr Künstler aus der Region berücksichtigt werden.

Floristin Sabrina Gremli kreierte eigens für die Ostereierausstellung Kunstwerke aus Strausseneier. (Foto: Sabrina Gremli)

Zu sehen gibt es etwa, die Schoggi-Osterhasen von Lilli Rizzo aus Volketswil, die Keramikhasen und -Eier von Alexandra von Ziegler aus Hittnau oder die Blumenarrangements von der Floristin Sabrina Gremli aus Rüti.

Gremli ist dieses Jahr zum ersten Mal eingeladen. Es sei ein grosser Anlass und deshalb eine Chance sich zu zeigen, sagt sie. Nebst ihrer Floristik kreierte Gremli eigens für die Ausstellung Kunstwerke aus Strausseneiern.

Die Anfänge in Greifensee

Monika Bircher ist das jüngste Mitglied der Stiftung Schloss Greifensee. Zusammen mit Annelies Luther, einem früheren Mitglied des Stiftungsrats, bereitete sie die Geschichte der Ausstellung auf — Das Ergebnis wird ebenfalls im Schloss zu sehen sein.

Die erste Ostereierausstellung war 1977 in Bern. Bis zur Jahrtausendwende fand die Veranstaltung im Casino-Saal statt und zählte über 70 Aussteller. Unter anderem weil die Miete zu hoch war, suchten die Künstler einen neuen Veranstaltungsort. Luther erfuhr davon. Sie besuchte die letzte Ausführung in Bern, wo es ihr gelang, viele Künstler dafür zu begeistern, im Schloss Greifensee auszustellen.

Das erste Ausstellungsjahr verlief jedoch nicht nur wie geplant. Es war an diesem Tag nass und kalt. Der Regen überflutete den Ostermärt im Städtli, worauf die Besucher in das Schloss strömten, sodass zeitweilen kein Durchkommen möglich war. Der unerwartete Besucherrekord führte dazu, dass die Veranstalter erkannten, dass sowohl Helfer als auch ein Eintrittspreis von 5 Franken nötig sei.

Informationen
Dieses Wochenende, 6. und 7. April, finden zum 20. Mal die internationale Ostereierausstellung im Schloss Greifensee und der Ostermärt im Städtli statt. Die Öffnungszeit am Samstag ist von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10.30 bis 17.30 Uhr. Während dieser Zeit pendelt alle 15 Minuten ein
Gratis-Shuttlebus zwischen dem Bahnhof, dem Städtli und dem Parkplatz 5 bei Mettler-Toledo. Weitere Informationen sind unter www.schlossgreifensee.ch zu finden.

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