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Ertragsüberschüsse in Turbenthal und Wildberg

Jahresrechnungen 2018

Ertragsüberschüsse in Turbenthal und Wildberg

Die politischen Gemeinden Turbenthal haben ihre Jahresrechnungen 2018 bekanntgegeben. In beiden Gemeinden waren die Erträge höher als die Aufwendungen. In Turbenthal wurde ein Überschuss von fast drei Millionen Franken erzielt.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 04. April 2019, 17:19 Uhr Jahresrechnungen 2018
Erfreuliche Rechnungsabschlüsse in zwei Tösstaler Gemeinden.
Massimo Diana

Die Rechnung 2018 der politischen Gemeinde Turbenthal schliesst mit einem Überschuss anstatt mit einem Defizit ab. Wie der Gemeinderat in seinem jüngsten Verhandlungsbericht schreibt, sind in der Laufenden Rechnung die grössten positiven Abweichungen gegenüber dem Budget die um rund 1,6 Millionen Franken höher ausgefallenen Grundstückgewinnsteuern zu verzeichnen.

Vorwiegend Einmaleffekte
Ferner haben sich die um 150'000 Franken geringeren Abschreibungen, die einmalige Rückerstattung des Kantons im Bereich von Heimaufenthalten von Jugendlichen von 470‘000 Franken positiv ausgewirkt. Minderaufwendungen von 510‘000 Franken waren darüber hinaus in den Bereichen Gesundheit, Verkehr, Rechtsschutz und Sicherheit zu verzeichnen. Die meisten dieser positiven Faktoren seien ausserordentliche und einmalige Effekte, welche nicht budgetier- und vorhersehbar seien, schreibt der Gemeinderat. Diese könnten deshalb auch in Zukunft nicht eingeplant werden.

Der eigenwirtschaftliche Betrieb der Wasserversorgung Turbenthal erzielte einen Betriebsgewinn von 49‘015 Franken, während bei der Abfallbeseitigung ein geringer Betriebsverlust von 20‘462 Franken resultierte. Im Bereich der Abwasserbeseitigung, Kläranlagen eingeschlossen, wurde aufgrund von sehr hohen Kanalisationsanschlussgebühren ein markanter Betriebsgewinn von 311‘389 Franken erwirtschaftet. Der Gemeinderat will die Gebühren in diesen Bereichen in den nächsten Monaten im Hinblick auf eine mögliche Reduktion überprüfen.

Geringere Nettoinvestitionen
Die Nettoinvestitionen liegen bei 635‘986 Franken und sind somit um rund 1,3 Millionen Franken tiefer als budgetiert ausgefallen. Die Hauptursachen für diese massive Abweichung sind bei der Verzögerung der Sanierung der Tösstalstrasse inklusive Neugestaltung des Mühlewegs (700‘000 Franken) und bei Mehreinnahmen im Bereich der Beiträge zu suchen (Abschluss Landumlegung Süd 215‘000 Franken und Bundesbeitrag an die Photovoltaik-Anlage beim Feuerwehr-Werkhof 75‘000 Franken).

Wildberg kann Eigenkapital anheben
Der Gemeinderat Wildberg konnte an seiner letzten Sitzung von Ende März ebenfalls eine erfreuliche Jahresrechnung 2018 genehmigen, wie aus einer Mitteilung der Gemeindekanzlei hervorgeht.

Die Laufende Rechnung weist bei einem Aufwand von 4,3 Millionen und einem Ertrag von 4,5 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 189'695 Franken aus. Die Investitionsrechnung zeigt Nettoinvestitionen von 457'629 Franken bei Ausgaben von 767'570 Franken und Einnahmen von 309'941 Franken. Dank dem Ertragsüberschuss erhöht sich das Eigenkapital von 6,02 auf 6,21 Millionen Franken. Der Gemeinderat will die Details zur Jahresrechnung 2018 in den Akten der Juni-Gemeindeversammlung genauer erläutern.

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