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Hinwiler Statthalter tritt zurück

Ende Jahr ist Schluss

Hinwiler Statthalter tritt zurück

Nach 14 Jahren wird Fridolin Kreienbühl, Statthalter des Bezirks Hinwil und Bezirksratspräsident, sein Amt niederlegen. Der Grund ist simpel: Er erreicht das Rentenalter.

David
Kilchör
Mittwoch, 03. April 2019, 13:44 Uhr Ende Jahr ist Schluss
Hinwiler Statthalter Kreienbühl
Hinwiler Statthalter Fridolin Kreienbühl
War 14 Jahre lang Bezirksratspräsident und Statthalter: Der Rütner Fridolin Kreienbühl
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Am 29. März ging die Information raus: Bezirksratspräsident und Statthalter des Bezirks Hinwil, Fridolin Kreienbühl (CVP), wird sein Amt niederlegen. Die Meldefrist für Kandidaten läuft jetzt bis anfangs Mai, gewählt wird erstmals am 1. September. Kreienbühl sagt auf Anfrage: «Der Prozess einer Ersatzwahl zieht sich relativ lange hin, daher musste ich meinen Rücktritt frühzeitig bekannt geben.»

Gehen wird der Rütner erst Ende Jahr, mitten in der Amtszeit, die 2017 begann und noch bis 2021 dauern würde. Grund dafür: Kreienbühl wird diesen Sommer 65 Jahre alt. «Ich sagte schon bei Amtsantritt, dass ich mit 65 aufhören werde», sagt er. Dies habe er auch in den letzten zwei Jahren regelmässig so kommuniziert. «Mit Frustration oder mangelnder Gesundheit hat mein Rücktritt also nichts zu tun.»

Wellen von Rekursen

Im Gegenteil. Das Amt habe ihm stets Freude gemacht auch wenn es teils intensive Phasen gegeben habe. Er spricht Rekurswellen etwa in Wetzikon, Fischenthal oder Rüti an. «Solche Wellen gehören bei der Ausübung des Amtes dazu. Sie sind aber immer nach einer gewissen Zeit wieder abgeebbt.»

Heute beurteilt er die Behörden des Bezirks Hinwil als gut organisiert und gut aufgestellt. Selbiges gelte für die Feuerwehren, über die der Statthalter ebenfalls die Aufsicht hat. «Natürlich gibts auch ab und zu Nebengeräusche. Aber der aktuelle Stand im Bezirk ist hervorragend.»

Seit 2001 auf der Verwaltung

Kreienbühl trat das Statthalter- und damit das Amt des Bezirksratspräsidenten 2005 an. Davor war er ab November 2001 Teil der Verwaltung des Statthalteramtes und zeitweilig erster Stellvertreter des Statthalters. «Das ist schon eine lange Zeit», sagt er.

Nun kann er sich fast ein Jahr lang auf die Pensionierung freuen. Für ihn kommt sie zur perfekten Zeit. «Meine Frau hatte ihren letzten Arbeitstag letztes Jahr. Ich bin fit und hoffe, meinen Ruhestand gemeinsam mit ihr geniessen zu können.»

Die Parteien werden sich nun intensiv mit der Kandidatensuche beschäftigen müssen. An vorderster Front dürften die beiden bisherigen Bezirksratsmitglieder Andreas Lätsch (FDP, Vizepräsident) und Ruth Frei-Baumann (SVP) stehen. Frei-Baumann ist allerdings bereits 61, Lätsch 58 Jahre alt.

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