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Eklat in Bauma

Pro Zürcher Berggebiet entschuldigt sich bei Geschäftsführer

Pro Zürcher Berggebiet bedauert die «unsensible Kommunikation». Die Organisation hat sich am Mittwoch per sofort vom Geschäftsführer getrennt. Das Vorgehen hatte für Aufruhr gesorgt.

Redaktion
Züriost
Samstag, 23. März 2019, 11:30 Uhr Eklat in Bauma
Ernst Kocher, Vorstandspräsidient von Pro Zürcher Berggebiet, entschuldigt sich beim scheidenden Geschäftsführer.
Archivbild: Marcel Vollenweiter

Am Mittwoch teilte Pro Zürcher Berggebiet (PBZ) mit, man habe sich per sofort vom Geschäftsführer getrennt. Dieser leitete die Geschäftsstelle seit Anfang Jahr und war in dieser Funktion auch für das Regionalmanagement «natürli Zürioberland» zuständig. 

«Dieser abrupte Abbruch des Gesprächs war unnötig und liess die nötige Sensibilität vermissen.»

Pro Zürcher Berggebiet

Offiziell war am Mittwoch noch die Rede von «gegenseitigem Einvernehmen». Wenig später wurde aber bekannt, dass sich der Geschäftsführer zum Zeitpunkt des Entscheids mitten in einem Interview mit dem «Landboten» befunden hatte. Er musste dieses nach nur 20 Minuten unterbrechen: Ernst Kocher, Gemeindepräsident von Wald und Vorstandspräsident von PZB, betrat den Raum und forderte die Beteiligten auf, «die Übung abzubrechen». Kurz darauf wurde dem Journalisten mitgeteilt, dass das Anstellungsverhältnis mit dem Geschäftsführer beendet worden sei.

Die «nötige Sensibilität» fehlte

Nun entschuldigt sich die PZB beim ehemaligen Geschäftsführer und bedauert die «unsensible Kommunikation». Die Organisation schreibt in einer Medienmitteilung: «Der Vorstand hat sein Vorgehen kritisch hinterfragt und musste feststellen, dass im Ablauf der Kommunikation Fehler passiert sind.»

 «Der Vorstand hat sein Vorgehen kritisch hinterfragt.»

Pro Zürcher Berggebiet

Der «abrupte Abbruch» des Interviews sei «unnötig» gewesen und habe «nötige Sensibilität» vermissen lassen. Vorstandspräsident Kocher habe sich, schreibt PZB weiter, beim Geschäftsführer entschuldigt.

Abrupte Trennung wäre nicht nötig gewesen

Pro Zürcher Berggebiet erklärt im Schreiben an die Medien weiter, dass sich die Trennung abgezeichnet hätte. Es bestanden «unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung der Organisation».

Vorstandspräsident Ernst Kocher gesteht aber ein, dass sich eine abrupte Trennung nicht aufgedrängt habe.

Pro Zürcher Berggebiet (PZB) ist die Organisation hinter dem Regionalmanagement «Natürli Zürioberland». Das Regionalmanagement sei nicht zu verwechseln mit der «Natürli Zürioberland AG», welche hinter den bekannten Natürli Käseprodukten steht und ihren Sitz in Saland hat, betont die PZB.

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