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Nach nur drei Monaten

«Natürli Zürioberland» trennt sich von Geschäftsführer

«Natürli Zürioberland» und dessen Geschäftsführer trennen sich im gegenseitigen Einvernehmen. Der Natürli-Leiter hat das Amt erst zu Beginn des Jahres übernommen.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 20. März 2019, 15:45 Uhr Nach nur drei Monaten
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Ein Sitz wird frei: «Natürli Zürioberland» hat sich von seinem Geschäftsführer getrennt.
Yves Ballinari

Er übernahm das Amt des Geschäftsführers von Pro Zürcher Berggebiet und damit vom Regionalmanagment «Natürli Zürioberland» erst Anfang Jahr. Nun hat der Vorstand von Pro Zürcher Berggebiet und der Geschäftsführer gemeinsam entschieden, in Zukunft getrennte Wege zu gehen. Das schreibt «Natürli Zürioberland» in einer Medienmitteilung. 

Grund für die Trennung sind unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung der Organisation. Der scheidende Geschäftsführer will zu den Gründen keine Auskunft geben. Man habe sich darauf geeinigt, dass das der Präsident Ernst Kocher übernehme. Auch dieser gibt sich allerdings nicht sehr auskunftsfreudig: Worin genau die Unterschiede über die künftige Ausrichtung liege, kommuniziere man nicht.

«Es geht aber nicht um einen konkreten Vorfall.» Das Gespräch mit dem Geschäftsführer habe am Mittag stattgefunden, dieser ist sein Amt per sofort los. Zum Streit sei es nicht gekommen. «Die Trennung erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen.» Entsprechend glaube er auch nicht, dass der Entscheid für den geschäftsführer überraschend gekommen sei. «Das war ein längerer Prozess, die Trennung hat sich schon eine Weile abgezeichnet und es gab schon früher Gespräche», so Kocher.

«Deshalb gibt es eine Probezeit»

Die Trennung erfolgt nach nicht einmal drei Monaten. Das Team habe die Aufgabe den Posten zu besetzen sehr ernst genommen. Dass die Ideen für die Zukunft verschieden sein würden, habe man im Berufungsprozess noch nicht abschätzen können: «Um gewisse Dinge zu sehen, muss man eine Zeit lang zusammen unterwegs sein. Deshalb gibt es eine Probezeit.»

Man werde aber Lehren daraus ziehen. Welche Lehren genau will Kocher nicht sagen. «Wir werden einfach noch genauer darauf schauen, welche Kriterien ein Kandidat erfüllen muss.» Aber: «Das Leben ist halt nicht so absolut, wir können nur unser Möglichstes geben.»

Wer die Nachfolge antreten wird ist noch unklar. «Wir haben bereits mit dem Team vereinbart, wie wir vorgehen werden. Die Suche nach der Nachfolge wird sehr zeitnah passieren. Aber das ist halt nicht in einem Tag machbar», sagt Kocher. Bis ein Nachfolger gefunden ist, führt der Präsident zusammen mit dem Vorstand und dem Team die Geschäfte.  

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