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Rütner zeigen wenig Interesse an Gemeindeaktion

Lieblingsplätze

Rütner zeigen wenig Interesse an Gemeindeaktion

Die Kulturkommission Rüti forderte die Bevölkerung auf, Bilder und Geschichten zu ihren Lieblingsorten einzureichen. Bisher gab es allerdings nur wenige Teilnehmer.

Rico
Steinemann
Donnerstag, 14. März 2019, 07:31 Uhr Lieblingsplätze
Ein möglicher Lieblingsplatz? Der Rütner Garten der Sinne
Foto: Silvie Hauser

Cornelia Schönenberger hat die Frist schon einmal, vom 22. Februar bis zum 10. März verlängert. Und nun möchte die Rütner Kulturbeauftragte Rütis Bevölkerung noch einmal etwas Zeit geben, die Frist wohl «um einen weiteren Monat verlängern.» Dabei wäre  der Auftrag einfach: Schönenberger möchte, dass die Rütner ihre Lieblingsplätze preiszugeben.

«Es soll darum gehen, Sachen zu zeigen, um anderen die Möglichkeit zu geben, etwas Neues kennen zu lernen»

Cornelia Schönenberger, Rütner Kulturbeauftragte

«Was macht diese Orte so einzigartig? Welche Geschichten stecken dahinter? Was kann man dort erleben?» heisst es dazu auf der Website der Gemeinde. Interessierte Teilnehmer sollen die Bilder ihrer Lieblingsorte einreichen und ihre Geschichte dazu erzählen. «Es soll darum gehen, Sachen zu zeigen, um anderen die Möglichkeit zu geben, etwas Neues kennen zu lernen», sagt Schönenberger.

Das könne ein Kunstwerk, ein Baum, ein schöner Platz am Fluss sein. Oder auch ein schöner Raum, beispielsweise eine Bibliothek. Die Rütner sollen ihrer Fantasie also freien Lauf lassen, aus dem eingereichten Material hätte im Sommer oder Herbst eine Ausstellung im Rütner Gemeindehaus entstehen sollen.

Wenige Beiträge

Doch noch hält sich das Interesse an dem von der Kulturkommission ins Leben gerufene Projekt in Grenzen. «Bisher haben wir die Ideen von zehn Personen erhalten.» Schönenberger erhofft sich noch weitere Beiträge, darunter könnten auch ruhig «etwas speziellere» sein.

Ein Hügel zum Runterschlitteln sei zwar nett, aber davon gebe es halt viele. Ein Patentrezept, wie man das Projekt in Rüti zu noch grösserem Bekanntheitsgrad verhelfen könne, habe sie nicht. «Wir haben es im Rütner gebracht, es ist im Newsletter der Gemeinde drin und auf Facebook. Wir haben probiert, an die Leute ranzukommen», so Schönenberger. Sie sei auch im Dorf unterwegs, spreche die Leute direkt an und mache auch intern Werbung. Noch will sie die Hoffnung nicht aufgeben.

«Jeder, der an einem Ort wohnt, hat doch einen Platz, der für ihn besonders ist. Um diesen Ort geht es.»

Cornelia Schönenberger, Rütner Kulturbeauftragte

Schönenberger schwebt «eine vielfältige, sehenswerte Ausstellung vor, die etwas über Rüti erzählen soll». 30 bis 40 Vorschläge erhofft sich die Kulturbeauftragte. «Jeder, der an einem Ort wohnt, hat doch einen Platz, der für ihn besonders ist. Um diesen Ort geht es.»

Möglicher Plan B

Sollte die Ausstellung nicht wie gewünscht mit Vorschlägen aus der Bevölkerung zustande kommen, kann sich Schönenberger vorstellen die Umfrage auf bekannte Rütner Persönlichkeiten auszuweiten. «Man könnte Musiker, Schriftsteller oder in Rüti bekannte Politiker nach ihren Lieblingsplätzen fragen. Mir wäre es allerdings lieber, wenn die Rütner selber mitmachen würden.»

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