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Überschuss doppelt so hoch wie budgetiert

Überraschung in Fischenthaler Rechnung

Überschuss doppelt so hoch wie budgetiert

Fischenthal hat 2018 deutlich mehr Steuern eingenommen als die Gemeinde budgetiert hatte. Grund dafür waren Verzögerungen beim Kanton.

Fabio
Lüdi
Mittwoch, 13. März 2019, 06:50 Uhr Überraschung in Fischenthaler Rechnung
Fischenthal verzeichnet 2018 ein Plus von über drei Millionen Franken.
Archivfoto: Nicolas Zonvi

Die Fischenthaler Jahresrechnung 2018 schliesst mit einem Plus von über drei Millionen Franken. Budgetiert war lediglich die Hälfte, wie die Gemeinde in einer Mitteilung Mitte März schreibt.

Grund dafür seien vor allem «deutlich höhere» Steuerreinnahmen von über einer Million Franken. Davon stamme die Hälfte aus Mehrerträgen aus den Vorjahren, da der Kanton mehrere Steuerfälle verspätet abgerechnet habe. Juristische Personen und 40 Prozent der privaten Haushalte würden durch den Kanton veranlagt, sagt der Fischenthaler Gemeindeschreiber Roman Zogg. Auf diese habe die Gemeinde keinen Einfluss. Zudem würden Steuererklärungen tendenziell immer später eingereicht. Das führe zu Verschiebungen in der Abrechnung.

Unklar, ob es Wiederholungseffekt gibt

Aufgrund dieser Gegebenheiten kann die Gemeinde nicht sagen, ob sich solche kantonalen Überraschungen in Zukunft wiederholen werden.  «Die einzig mögliche kommunale Massnahme ist, Steuererklärungen so rasch als möglich an den Kanton weiterzuleiten», so Zogg. 2018 seien rund 230 solcher Fälle mehr abgerechnet worden als noch im Jahr davor.

Neben den kantonalen Steuerfällen hätten die höhere Einwohnerzahl sowie die «deutlich» höheren steuerbaren Einkommen zum Ergebnis beigetragen, schreibt die Gemeinde weiter. Wobei hauptsächlich die Einkommen ausschlaggebend seien, ergänzt Zogg. Die Einwohnerzahl sei eine stete Entwicklung, resultierend aus der «regen» Bautätigkeit im Ort. Die Gemeinde rechne deswegen in den nächsten Jahren weiterhin mit einem «moderaten» Zuwachs. Im Durchschnitt könne die Gemeinde pro Jahr 20 Steuererklärungen mehr veranlagen, so Zogg.

Geld zurück dank Neuverhandlung

Der Bereich Bildung schliesse um 163‘000 Franken besser ab als budgetiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Dies sei mehrheitlich auf die Rückvergütung der neuverhandelten Schülerpauschalen mit der Gemeinde Wald zurückzuführen. Im Rahmen einer gemeinsamen Überprüfung des Verrechnungsschlüssels sei dieser überarbeitet und angepasst worden, sagt Zogg. Dadurch seien die Schülerbeiträge an die Gemeinde Wald gesunken, woraus eine einmalige Rückerstattung resultiert habe.

Der Gesamtertrag von 24,1 Millionen steht damit gemäss Mitteilung einem Aufwand von 21 Millionen Franken gegenüber. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen belaufen sich auf 1,1 Millionen, jene im Finanzvermögen auf gut 290‘000 Franken.

 

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