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Eine Reise durch 200 Jahre Zirkusgeschichte

Knie – das Circus Musical

Eine Reise durch 200 Jahre Zirkusgeschichte

Am Dienstagabend feierte «Knie – das Circus Musical» Welturaufführung vor einem illustren und begeisterten Publikum in Dübendorf.

Lennart
Langer
Mittwoch, 13. März 2019, 11:10 Uhr Knie – das Circus Musical
Das Knie-Musical feierte Welturaufführung in Dübendorf. (Video: Simon Grässle)

Züriost ist Medienpartner von «Knie – das Circus Musical».

Das Knie-Musical gastiert noch bis am 3. Mai 2019 auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf.

«Es werden Welten aufeinander prallen. Das gab es in dieser Form so noch nie», hatte Rolf Knie im Vorfeld des Knie-Musicals angekündigt. Am Dienstagabend war es nun endlich soweit. Das Publikum der Welturaufführung in Dübendorf war gespannt auf die Show zum 100-Jahr-Jubiläum des Schweizer Nationalzirkus und zeigte sich im Anschluss an die Vorstellung begeistert. Stehende Ovationen und minutenlangen Applaus durfte das aus Schauspielern und Artisten bestehende Ensemble entgegen nehmen.

«Zirkus ist alles und alles ist Zirkus», sagte Alexander Klaws in der Rolle von Friedrich Knie schon ganz zu Beginn. Und so turbulent wie eine Zirkusvorstellung ist auch die Geschichte der Knies. Zwei Stunden lang wurde das Publikum auf eine Reise durch die 200-jährige Familiengeschichte der Zirkusdynastie mitgenommen – und erlebte Schönes, Erheiterndes, aber auch Tragisches. So stellt der unerwartete Tod Friedrich Knies, nachdem er für eine Aufführung an den kaiserlichen Hof zurückkehrt, wo sein Vater als Leibarzt von Maria Theresia beschäftigt war, einen der emotionalsten Momente dar.

Eine bunte Inszenierung

Der Name Knie ist schweizweit bekannt. Doch die bewegte Familiengeschichte war vielen bisher verborgen geblieben. Rolf Knie erzählt mit seinem Circus Musical nun die wahre Geschichte der erfolgreichsten Zirkusfamilie der Schweiz und berührte damit das Premierenpublikum. «Das macht es für mich so spannend, weil ich, soweit ich zurückdenken kann, als Kind schon in die Knie-Vorstellungen gegangen bin», sagte etwa Sängerin Stefanie Heinzmann. Aber auch die spektakuläre und bunte Inszenierung mit viel Gesang, Artistik und den eigens von Rolf Knie entworfenen und gestalteten Tierfiguren, begeisterte die Walliserin.

Die aussergewöhnliche Kombination von Zirkus und Musical hatten viele Besucher gespannt und zum Teil auch etwas skeptisch erwartet. So outete sich Divertimento-Komiker Manuel Burkart nicht als allzu grosser Musical-Fan. Sein Fazit in der Pause fiel jedoch eindeutig und positiv aus: «Es ist super inszeniert. Hammer, wirklich!»

Gründung des Nationalzirkus 1919

Das Knie-Musical ist eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Reise, nicht nur durch die Zirkusgeschichte, sondern auch durch diejenige Europas. So haben auch Napoleon oder Nazi-Deutschland das Leben der Knies mitgeprägt. Unbestrittener Höhepunkt bleibt jedoch die Gründung des Schweizer Nationalzirkus im Jahr 1919 durch die vier Brüder Eugen, Charles, Rudolf und Friedrich sowie die definitive Niederlassung der Zirkusfamilie in Rapperswil. Auch dies ein Unterfangen, das sich als schwieriger als erwartet herausstellen sollte. Oder um die Worte von Friedrich Knie zu verwenden: «Zirkus ist alles und alles ist Zirkus!»

Fürst Albert II. in Dübendorf

Die Fürstenfamilie von Monaco und die Zirkusfamilie Knie verbindet eine langjährige Freundschaft. So liess es sich Fürst Albert II. nicht nehmen, persönlich und gemeinsam mit seiner Schwester Prinzessin Stéphanie, zur Welturaufführung in Dübendorf zu erscheinen. Rolf Knie bedankte sich im Anschluss an die Show beim Fürsten für sein Kommen und überreichte ihm feierlich ein Foto aus den 70er-Jahren, das die Fürstenfamilie Grimaldi gemeinsam mit den Knies in der Manege des Schweizer Nationalzirkus zeigt. 

Rolf Knie überreicht Fürst Albert II. ein Foto (Video: Simon Grässle)