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Deponiegegner demonstrieren zum dritten Mal im Tägenauerholz

Protest gegen geplante Deponie

Deponiegegner demonstrieren zum dritten Mal im Tägenauerholz

Erneut versammelten sich im Tägenauerholz mehrere Hundert Personen um friedlich gegen die geplante Deponie zu demonstrieren. Susanna Jenny, ehemalige Grüninger Gemeinderätin, ist überzeugt, dass die Deponie verhindert werden kann.

Rico
Steinemann
Samstag, 23. Februar 2019, 15:16 Uhr Protest gegen geplante Deponie

Am Samstagmorgen haben sich im Tägenauerholz zum dritten Mal die Deponie-Gegner versammelt, um gegen die geplante Deponie – und die damit verbundene Rodung von rund 7000 Bäumen – zu demonstrieren.

Laut Schätzung von Susanna Jenny, Teil des Organisationskomitees (OK) und ehemalige Grüninger Gemeindepräsidentin, haben sich mehrere Hundert Personen dem Protest angeschlossen. Jenny sagt: «Es waren wirklich engagierte Menschen da, die die Informationen gerne entgegen genommen haben und die Sache zu 100 Prozent unterstützen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir die Deponie, oder zumindest die Erweiterung, verhindern können.»

«Die Argumente, die eine Rodungsbewilligung im strengen Waldgesetz rechtfertigen sollen,  sind zu wenig stichhaltig.»

Susanna Jenny, Organisationskomitee der Deponiegegner

Jenny vermutet, dass die Befürworter spätetens bei der Einforderung der Rodungsbewilligung beim Bund scheitern werden. «Die Argumente, die eine Rodungsbewilligung im strengen Waldgesetz rechtfertigen sollen,  sind zu wenig stichhaltig.»

Kantonsrat entscheidet erst in nächster Legislaturperiode

Die Demonstration wurde auf Samstag angesetzt, weil das Komitee der Deponiegegner irrtümlich davon ausgingen, dass der Kantonsrat am 25. Februar über die Deponiepläne entscheide.

Der Entscheid über die Festsetzung der Erweiterung im Richtplan wird aber erst in der nächsten Legislaturperiode fallen, womit nicht die bisherigen sondern die künftigen Kantonsräte darüber entscheiden werden.

Jenny sagt dazu: «Ob wir die Kantonsräte überzeugen können, weiss ich nicht. Es wird wichtig, wie die Wahlen ausgehen. Machen die Grünen, die unser Anliegen unterstützen, einen grossen Schritt vorwärts, könnte das für uns positiv sein.»

Neben dem OK sprachen auch SVP Kantonsrat Daniel Wäfler, Marionna Schlatter, Kandidatin der Grünen Partei Bezirk Hinwil, und Pia Ernst, Vizepräsidentin der EVP Hinwil. Die Band «GreenTrees» sorgte für musikalische Unterhaltung.

Der Protest gegen die geplante Deponie begann Ende Juli vergangenen Jahres, als sich Anwohner und Behördenmitglieder aus Grüningen und Gossau medienwirksam an Bäume fesseln liessen. Im November 2018 rief das Komitee der Deponiegegner erneut zu einer Demonstration auf, zu der sich rund 400 Deponie-Gegner einfanden (wir berichteten).

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Herr Stierli, Sie haben Recht mit der Demokratie die bei uns zum Glück noch funktioniert! Wir als Stimmbüger/innen haben auch die Möglichkeit Politker zu wählen, die sich seit Jahren für Umweltschutz einsetzen und nicht wie die FDP kurz vor Wahlen auf Grün setzt.