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Werden bald weitere Pavillons in Maur nötig?

Knapper Schulraum

Werden bald weitere Pavillons in Maur nötig?

Der Pavillon neben dem Schulhaus Leeacher wird in Ebmatingen vorerst die Schulraumknappheit entschärfen. Derweil nimmt der Druck auf die anderen Maurmer Schulen zu, der zunehmenden Schülerzahlen Herr zu werden.

David
Marti
Montag, 11. Februar 2019, 16:57 Uhr Knapper Schulraum
Maur hat immer mehr Schüler. Auch das Schulhaus Pünt könnte bald zu klein werden.
Archivfoto: Nicolas Zonvi

In Maur wird der Schulraum knapp. Die Gemeinde muss handeln, um bei den Schulen Aesch und Ebmatingen weitere Klassenräume zu schaffen. Beim Primarschulhaus Leeacher in Ebmatingen soll der Ausbau des Holzpavillons die Situation entschärfen (wir berichteten). Mit der geplanten Aufstockung werden dort vier Schulzimmer und vier Gruppenräume zur Verfügung stehen. Insgesamt gehen zurzeit 291 Primarschüler in Ebmatingen in den Unterricht. Auf das kommende Schuljahr werden es nach heutigem Stand 315 sein.

«Die umliegenden Gemeinden verfügen nicht über Schulraum, den sie zur Verfügung stellen könnten.»

Barbara Kummer, stellvertretende Gemeindeschreiberin Maur

Eine weitere Verschärfung erwartet die Gemeinde nicht. Barbara Kummer, stellvertretende Gemeindeschreiberin von Maur sagt: «Heute dürfen wir aufgrund der Prognosen davon ausgehen, dass diese Zahl vorerst konstant bleibt.»

800‘000 Franken kostet das neue Obergeschoss des Pavillons. Der Neubau des Pavillons kostete 2015 nur 575‘000 Franken. Kummer sagt dazu: «Vom bestehenden Pavillon muss zuerst das Dach rückgebaut werden, bevor dieser aufgestockt werden kann. Zudem muss das obere Geschoss mit einer Aussentreppe erschlossen werden.» Eine weitere Aufstockung des Holzbaus sei aber nicht vorgesehen.

Der Status des einstigen Provisoriums hat der Pavillon indes nicht mehr. «Diese Erweiterung wird bis auf weiteres genutzt. Ein Rückbau ist nicht geplant», so Kummer.

Seit 2013 steigende Schülerzahlen

Betrachtet man die Schülerzahlen des gesamten Gemeindegebiets, zeigt sich, dass sich die Situation in den letzten Jahren verschärft hat. Nachdem die Pirmarschülerzahlen von 2010 bis 2013 gesunken sind, steigen sie seit dann wieder an. 2013 waren 593 Schüler in der Gemeinde gemeldet, 2017 schon 640.

Anzahl Primarschüler in der Gemeinde Maur. (Grafik: Bildungsstatistik Kanton Zürich)

Zu spüren bekommt dieses Wachstum neben Ebmatingen insbesondere die Schule Aesch. Barbara Kummer erwartet, dass dort die Schülerzahlen «in naher Zukunft» weiter ansteigen.

Schon vor einem Jahr hatte die Gemeinde dort Schritte unternommen, um der ebenfalls steigenden Kindergärtnerzahl entgegenzuwirken. Sie beschloss die Hauswartswohnung der Schulanlage Aesch in einen Kindergarten umzuwandeln.
An den Lösungen für die weiter steigenden Primarschülerzahlen wird gemäss Kummer «bereits heute mit Hochdruck gearbeitet.»

Konkreter ist man beim derzeitigen Bau des Generationenprojekt Looren, wo für die Sekundarschüler zusätzlicher Platz geschaffen wird.

Maur bleibt auf sich gestellt

Kurz aufatmen dürfen die Schulen Binz und Pünt. «In den Ortsteilen Maur und Binz ist gegenwärtig ausreichend Schulraum vorhanden», sagt Kummer. Sie räumt aber ein, dass die rege Bautätigkeit in der Gemeinde nicht ausschliessen lasse, dass der Druck auf die vorhandenen Schulliegenschaften wieder zunehme. «Allein aus der Bautätigkeit lässt sich jedoch nicht ableiten, wie viele zusätzliche Kinder die Schule in Maur besuchen werden.» Im Moment laufe die Überarbeitung der Bedarfsplanung für alle Ortsteile, so Kummer.

In Maur wird weiterhin nicht auf die Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden gesetzt. Eine solche sei geprüft worden, sagt Kummer, sei aber aus verschiedenen Gründen keine Option: «Der Schulweg für die Kinder wäre zu weit. Und die umliegenden Gemeinden verfügen nicht über Schulraum, den sie zur Verfügung stellen könnten.»

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